Seidenpflanzengewächse

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Seidenpflanzengewächse
Indianer-Seidenpflanze (Asclepias curassavica)

Indianer-Seidenpflanze (Asclepias curassavica)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Seidenpflanzengewächse
Wissenschaftlicher Name
Asclepiadoideae
R.Br. ex Burnett

Die Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae), auch Schwalbenwurzgewächse genannt, sind eine Unterfamilie in der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae).

Bekannte Vertreter dieser Unterfamilie sind die Aasblumen unterschiedlicher Gattungen: Stapelia, Hoodia, Huernia und Orbea, deren Blüten Aasgeruch verströmen, die Wachsblumen (Hoya), die Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) und die Seidenpflanzen (Asclepias).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untertribus Oxypetalinae: Illustration aus Florae Columbiae, Tafel CLXIV von Schistogyne sylvestris
Untertribus Metastelmatinae: Illustration aus Nova genera et species plantarum. Monachii: Impensis Auctoris, 1824–1829 von 1. Ditassa decussata und 2. Ditassa mucronata

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es sind meist ausdauernde krautige Pflanzen oder verholzende Pflanzen: Sträucher, Lianen oder selten Bäume. Ein Teil der Taxa sind stammsukkulente Pflanzen. Einige Arten sind Kletterpflanzen. Die Pflanzen enthalten oft einen weißlichen oder seltener klaren Milchsaft.

Die meist gegenständig angeordneten Laubblätter sind gut entwickelt oder stark reduziert. Die Laubblätter weisen meist einem glatten Blattrand auf. Nebenblätter können vorhanden sein oder sie fehlen.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln oder in zymösen, selten traubigen Blütenständen.

Die zwittrigen Blüten sind, meist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die fünf Kelchblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen. Die fünf Kronblätter sind verwachsen. Es wird oft eine Nebenkronen aus den Kronblättern oder den Staubblättern gebildet (Ligula). Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden, wobei die Staubfäden nur kurz sind oder fehlen. Die Staubblätter und die Fruchtblätter sind zu einem so genannten „Gynostegium“ verwachsen. Der Pollen ist meist zu einer Einheit, dem „Pollinium“ zusammengefasst. Das „Pollinium“ ist über zwei so genannten „Translatoren“ mit dem „Klemmkörper“ verbunden. Jede Blüte enthält zwei oberständige Fruchtblätter.

Je Blüte entwickeln sich meist zwei Balgfrüchte, selten nur eine. Die Balgfrüchte enthalten viele Samen. Die Samen tragen meist seidige Haarschöpfe (Coma), daher der Name.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gynostegium liegt hier eine Spezialisierung auf Insektenbestäubung (Entomophilie) vor.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tribus Asclepiadeae Untertribus Asclepiadinae: Kronenblume (Calotropis gigantea)
Tribus Asclepiadeae Untertribus Asclepiadinae: Gomphocarpus fruticosus
Tribus Asclepiadeae Untertribus Asclepiadinae: Oxystelma bornouense
Tribus Asclepiadeae Untertribus Astephaninae: Microloma calycinum am Naturstandort: Richtersveld
Tribus Asclepiadeae Untertribus Cynanchinae: Cynanchum utahense
Tribus Asclepiadeae Untertribus Diplolepinae: Diplolepis boerhaviifolia
Tribus Asclepiadeae Untertribus Gonolobinae: Laubblätter und Blüte von Dictyanthus yucatanensi
Tribus Asclepiadeae Untertribus Metastelmatinae: Laubblätter, Blütenstand und junge Frucht von Peplonia adnata
Tribus Asclepiadeae Untertribus Orthosiinae: Orthosia scoparia
Tribus Asclepiadeae Untertribus Oxypetalinae: Funastrum cynanchoides
Tribus Asclepiadeae Untertribus Oxypetalinae: Laubblätter und Blüten von Morrenia odorata
Tribus Asclepiadeae Untertribus Tylophorinae: Vincetoxicum rossicum
Tribus Ceropegieae Untertribus Stapeliinae: Traubige Leuchterblume (Ceropegia racemosa)
Tribus Ceropegieae Untertribus Stapeliinae: Larryleachia cactiformis
Tribus Ceropegieae Untertribus Stapeliinae: Stapelia gigantea
Tribus Fockeeae: Habitus von Fockea edulis
Tribus Marsdenieae: Illustration der Urnenpflanze (Dischidia rafflesiana)
Tribus Marsdenieae: Laubblätter und Blütenstand von Dregea sinensis
Tribus Marsdenieae: Hoya pubicalyx
Tribus Marsdenieae: Laubblätter und Blütenstand von Cionura erecta
Tribus Marsdenieae: Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Telosma cordata
Tribus Marsdenieae: Laubblätter und Blütenstand von Wattakaka volubilis

Die ehemalige Familie Asclepiadaceae wurde 1797 durch Moritz Balthasar Borckhausen in Botanisches Wörterbuch, Band 1, S. 31 aufgestellt. Aus praktischen Gründen teilte Robert Brown 1810 die „Asclepiads“ Jussieu’s (1789) Apocineae und mit dem Umfang der eigenen Familie Asclepiadaceae. Der Name der Familie Asclepiadaceae – noch als „Asclepiadeae“ – geht auf Gilbert Thomas Burnett 1835 zurück[1].[2] Typusgattung ist Asclepias L. Sie hat nach molekularbiologischen Erkenntnissen den Rang einer Unterfamilie Asclepiadoideae innerhalb der Familie der Apocynaceae (Endress & Bruyns 2000). Weitere Synonyme für Asclepiadaceae R.Br. ex Burnett sind: Cynanchoideae Luerss., Marsdenioideae Luerss.[2]

Die Arten der Unterfamilie Asclepiadoideae sind in den tropischen und subtropischen Gebieten der Erde weitverbreitet, besonders in Afrika und im südlichen Südamerika. Im nördlichen und südöstlichen Asien kommen wenige Arten vor, aber viele kleine Gattungen.[3] In Mitteleuropa ist nur die Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) heimisch, die aus Nordamerika stammende Seidenpflanze (Asclepias syriaca) kommt in Mitteleuropa verwildert und teilweise eingebürgert vor[4].

Die Unterfamilie Asclepiadoideae umfasst 164[2] bis 172[5] Gattungen.

Die Unterfamilie Asclepiadoideae wurde durch Endress et al. 2007 in vier Tribus mit insgesamt zwölf Untertribus gegliedert.[5] Sie wird seit Endress et al. 2014 in fünf Tribus mit insgesamt 15 Untertribus gegliedert.[2]:

  • Tribus Asclepiadeae (R.Br.) Duby:[6] Sie wird seit 2014 in elf Untertribus gegliedert und enthält etwa 87 Gattungen:[2]
    • Untertribus Asclepiadinae Endl. ex Meisn.: Sie enthält etwa 25 Gattungen:[2]
      • Aidomene Stopp[2]
      • Asclepias L. (Syn.: Acerates Elliott, Acerotis Raf., Anantherix Nutt., Anthanotis Raf., Asclepiodella Small, Asclepiodora A.Gray, Biventraria Small, Crassa Ruppius, Dassovia Neck., Oligoron Raf., Onistis Raf., Otanema Raf., Otaria Kunth, Oxypteryx Greene, Podostemma Greene, Podostigma Elliott, Polyotus Nutt., Schizonotus A.Gray nom. illeg., Solanoa Greene, Solanoana Kuntze orth. var., Stylandra Nutt.): Die etwa 203 Arten kommen in der Neotropis und im südlichen Afrika vor.[7]
      • Aspidoglossum E.Mey.: Die etwa 37 Arten sind vom tropischen bis südlichen Afrika verbreitet.[7]
      • Aspidoglossum E.Mey.[2]
      • Aspidonepsis Nicholas & Goyder: Die etwa fünf Arten kommen im südlichen Afrika vor.[7]
      • Calciphila Liede & Meve:[2] Sie wurde 2006 aufgestellt. Die nur zwei Arten kommen nur in Somalia vor.[7]
      • Calotropis R.Br.: Die etwa drei Arten kommen in Makaronesien, vom tropischen bis subtropischen Afrika und vom tropischen bis subtropischen Asien vor.[7]
      • Cordylogyne E.Mey.: Es gibt nur eine Art:
      • Fanninia Harv.: Es gibt nur eine Art:
      • Glossostelma Schltr.: Die etwa zwölf Arten kommen von Gabun bis Tansania und im südlichen tropischen Afrika vor.[7]
      • Gomphocarpus R.Br.: Die etwa 20 Arten kommen vom tropischen bis südlichen Afrika und auf der Arabischen Halbinsel vor.[7]
      • Kanahia R.Br.: Die etwa zwei Arten kommen vom tropischen bis südlichen Afrika und auf der Arabischen Halbinsel vor.[7]
      • Margaretta Oliv.: Es gibt nur eine Art, Margaretta rosea Oliv. mit acht Unterarten:
        • Margaretta rosea Oliv. subsp. rosea: Sie kommt von Kamerun bis zum südlichen Sudan und Tansania vor.[7]
        • Margaretta rosea subsp. bidens Bullock: Sie kommt in Tansania vor.[7]
        • Margaretta rosea subsp. corallina Goyder: Sie kommt nur im westlichen Tansania vor.[7]
        • Margaretta rosea subsp. cornetii (Dewèvre) Goyder: Sie kommt vom westlichen Tansania bis Sambia vor.[7]
        • Margaretta rosea subsp. kilimanjarica Goyder: Sie kommt vom südlichen Kenia bis zum nördlichen Tansania vor.[7]
        • Margaretta rosea subsp. occidentalis Goyder: Sie kommt vom nördlichen Nigeria bis Kamerun vor.[7]
        • Margaretta rosea subsp. orbicularis (N.E.Br.) Goyder: Sie kommt vom südwestlichen Tansania bis Sambia vor.[7]
        • Margaretta rosea subsp. whytei (K.Schum.) Mwany.: Sie kommt vom südlichen Tansania bis zum südlichen tropischen Afrika vor.[7]
      • Miraglossum Kupicha: Die etwa sieben Arten kommen im südlichen Afrika vor.[7]
      • Odontostelma Rendle[2]
      • Oxystelma R.Br.[2] Die etwa zwei Arten sind im tropischen und subtropischen Afrika, Asien und Australien verbreitet.[7]
      • Pachycarpus E.Mey.: Die etwa 39 Arten kommen vom tropischen bis südlichen Afrika vor.[7]
      • Parapodium E.Mey.: Die etwa drei Arten kommen im südlichen Afrika vor.[7]
      • Pergularia L.: Die etwa zwei Arten kommen vom tropischen bis südlichen Afrika, auf der Sinaihalbinsel, auf der Arabischen Halbinsel und vom Iran bis Indien sowie Indochina vor.[7]
      • Schizoglossum E.Mey. (Syn.: Lagarinthus E.Mey.): Die etwa 28 Arten kommen vom tropischen bis südlichen Afrika vor.[7]
      • Solenostemma Hayne:[2] Es gibt nur eine Art:[7]
      • Stathmostelma K.Schum.: Die etwa 14 Arten von kommen von Kamerun bis Äthiopien und Botswana vor.[7]
      • Trachycalymma (K.Schum.) Bullock[2] Es gibt bis zu zehn Arten im tropischen Afrika. Sie werden von manchen Autoren in die Gattung Asclepias eingeordnet.
      • Stenostelma Schltr.: Die zwei oder drei Arten kommen im südlichen Afrika vor.[7]
      • Woodia Schltr.: Die etwa drei Arten kommen im südlichen Afrika vor.[7]
      • Xysmalobium R.Br.: Die etwa 42 Arten kommen vom tropischen bis südlichen Afrika vor.[7]
    • Untertribus Astephaninae Endl. ex Meisn.: Sie enthält nur drei Gattungen und kommt nur in Südafrika vor:[2]
    • Untertribus Cynanchinae K.Schum.: Sie enthält etwa 13 Gattungen:[2]
    • Untertribus Diplolepinae Liede & Meve: Sie wurde 2014 aufgestellt und enthält nur eine Gattung:[2]
      • Diplolepis R.Br. (Syn.: Sonninia Rchb., Grisebachiella Lorentz): Die etwa 14 Arten sind in Chile und Argentinien verbreitet.[7] Es handelt sich um kletternde Halbsträucher mit weißem Milchsaft.
    • Untertribus Gonolobinae (G.Don) Liede:[10] Sie enthält seit 2015 etwa 15 Gattungen mit etwa 300 Arten:
      • Anemotrochus Mangelsdorff, Meve & Liede: Sie wurde 2016 aufgestellt und kommt nur auf karibischen Inseln vor. Von den drei Arten kommt eine auf den Bahamas, auf Kuba, Jamaika, Hispaniola and sowie auf vielen kleinen Inseln vor, eine kommt nur auf Kuba und eine nur auf Hispaniola vor.[11]
      • Fischeria DC.[2]
      • Gonolobus Michx.[2]
      • Gyrostelma E.Fourn.[2]
      • Ibatia Decne.[2]
      • Lachnostoma Kunth[2]
      • Macroscepis Kunth[2]
      • Matelea Aubl.[2] (Syn.: Matella Bartl. orth. var., Amphorella Brandegee, Austrochthamalia Morillo & Fontella, Callaeolepium H.Karst., Chthamalia Decne., Coelostelma E.Fourn., Cyclodon Small, Dictyanthus Decne., Edisonia Small, Heliostemma Woodson, Himantostemma A.Gray, Jacaima Rendle, Labidostelma Schltr., Lhotzkyella Rauschert, Malinvaudia E.Fourn., Microdactylon Brandegee, Odontostephana Alexander, Omphalophthalma H.Karst., Pachystelma Brandegee, Peckoltia E.Fourn., Poicilla Griseb., Poicillopsis Schltr., Prosthecidiscus Donn.Sm., Pulvinaria E.Fourn. nom. illeg., Pycnobregma Baill., Rothrockia A.Gray, Rytidoloma Turcz., Tetracustelma Baill., Trichosacme Zucc., Tympananthe Hassk., Urostephanus B.L.Rob. & Greenm.)[7]
      • Phaeostemma E.Fourn.[2]
      • Pherotrichis Decne.[2]
      • Pseudolachnostoma Morillo[2]
      • Rhytidostemma Morillo[2]
      • Rojasia Malme[2]
      • Schubertia Mart. nom. cons. non Mirb.[2]
      • Stelmagonum Baill.[2]
      • Tylodontia Griseb.:[2] Von den vier Arten ist eine ein Endemit im westlichen Kuba und drei sind Endemiten im östlichen Kuba.[11]
    • Untertribus Metastelmatinae Endl. ex Meisn.:[10] Die größte Artenvielfalt weist sie in der Bergregionen des nördlichen Südamerikas, im zentralen Brasilien und auf Karibischen Inseln auf. Sie enthält etwa 12 Gattungen mit bis zu 260 Arten:[10][2]
      • Barjonia Decne.: Die etwa sieben Arten kommen von Bolivien über Brasilien bis Suriname vor.[7]
      • Blepharodon Decne.: Sie enthält 2012 nur noch zwei Arten in Südamerika.[10]
      • Ditassa R.Br. (Syn.: Calathostelma E.Fourn., Husnotia E.Fourn.): Die etwa 112 Arten sind im tropischen Südamerika verbreitet.[7]
      • Hemipogon Decne.: Die etwa 14 Arten kommen von Paraguay bis Peru und Brasilien vor.[7]
      • Hypolobus E.Fourn.: Sie enthält nur eine Art:
      • Metastelma R.Br. (Syn.: Acrocoryne Turcz., Basistelma Bartlett, Decastelma Schltr., Epicion (Griseb.) Small, Esmeraldia E.Fourn., Irmischia Schltdl., Stelmation E.Fourn., Tainionema Schltr.): Die etwa 102 Arten sind in der Neotropis weitverbreitet.[7]
      • Minaria T.U.P.Konno & Rapini: Sie wurde 2006 aufgestellt. Die etwa 12 Arten kommen von Bolivien über Brasilien bis zum nordöstlichen Argentinien vor.[7]
      • Nautonia Decne.: Sie enthält nur eine Art:[7]
      • Nephradenia Decne.: Die etwa fünf Arten sind im tropischen Südamerika verbreitet.[7]
      • Peplonia Decne. (Syn.: Gonioanthela Malme, Macroditassa Malme): Sie enthält 6 bis 14 Arten kommen von Bolivien bis Peru und über Paraguay bis Brasilien vor.[7]
      • Petalostelma E.Fourn. non R.Br: Die etwa sieben Arten kommen in Brasilien und Argentinien vor.
      • Rhyncharrhena F.Muell.[2]: Es gibt nur eine Art:
    • Untertribus Orthosiinae Liede & Rapini:[10] Sie wurde 2005 aufgestellt und enthält etwa vier Gattungen mit etwa 80 Arten:[12][2]
      • Jobinia E.Fourn.: Sie enthält etwa 25 Arten.
      • Monsanima Liede & Meve: Sie wurde 2013 aufgestellt und enthält seit 2014 zwei Arten:[7]:
        • Monsanima morrenioides (Goyder) Liede & Meve: Dieser Endemit kommt nur am Pico das Almas im brasilianischen Bundesstaat Bahía vor.
        • Monsanima tinguaensis R.Santos & Fontella: Sie wurde aus dem brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro 2014 erstbeschrieben.[7]
      • Orthosia Decne.: Die etwa 31 Arten sind vom südlichen Nordamerika bis zentralen Argentinien weitverbreitet.
      • Scyphostelma Baill.: Sie enthält 27 bis 50 Arten.
    • Untertribus Oxypetalinae K.Schum.:[10] Sie hat 2014 etwa sieben Gattungen[2] enthalten, von denen zwei 2015 zu Synonymen wurden, also nur noch fünf Gattungen; mit etwa 150 bis 185 Arten:
      • Araujia Brot. (Syn.: Choristigma Kurtz ex Heger nom. illeg., Hickenia Lillo, Lagenia E.Fourn., Pentaphragma Zucc. ex Rchb. nom. nud., Physianthus Mart., Stuckertia Kuntze): Die etwa sechs Arten sind von Bolivien über Brasilien bis Argentinien verbreitet.[7]
      • Funastrum E.Fourn.:[2] Die etwa 21 Arten sind von den Vereinigten Staaten bis Südamerika weitverbreitet.[7]
      • Oxypetalum R.Br. (Syn.: Gothofreda Vent. nom. rej., Amblyopetalum (Griseb.) Malme, Bustelma E.Fourn., Calostigma Decne., Corollonema Schltr., Cystostemma E.Fourn., Dactylostelma Schltr., Metoxypetalum Morillo, Morrenia Lindl. Pachyglossum Decne., Rhyssostelma Decne., Schistogyne Hook. & Arn., Schizostemma Decne., Widgrenia Malme): Die seit 2015 etwa 132 Arten sind in der Neotropis weitverbreitet.[13]
      • Philibertia Kunth (Syn.: Amblystigma Benth., Aphanostelma Malme nom. illeg., Brachylepis Hook. & Arn. nom. illeg., Lugonia Wedd., Fontellaea Morillo, Melinia Decne., Mitostigma Decne., Pentagonium Schauer, Podandra Baill., Steleostemma Schltr., Stelmatocodon Schltr., Stigmamblys Kuntze orth. var., Zosima Phil. nom. illeg.): Die etwa 41 Arten sind von Ekuador, Bolivien über Peru bis Chile und Argentinien verbreitet.[7]
      • Tweedia Hook. & Arn. (Syn.: Turrigera Decne.): Die etwa sechs Arten sind von Bolivien bis ins südliche Südamerika verbreitet.[7]
    • Untertribus Pentacyphinae Liede & Meve: Sie wurde 2014 aufgestellt und enthält nur eine Gattung:[2]
      • Pentacyphus Schltr. (Syn.: Tetraphysa Schltr.): Die nur drei Arten sind vom westlichen Südamerika bis nordwestlichen Venezuela verbreitet. Es handelt sich um kletternde Halbsträucher mit weißem Milchsaft.
    • Untertribus Tassadiinae Liede & Meve: Sie wurde 2014 aufgestellt und enthält nur zwei Gattungen. Es handelt sich um kletternde Halbsträucher mit weißem Milchsaft.:[2]
    • Untertribus Tylophorinae (K.Schum.) Liede: Typusgattung ist Tylophora R.Br. Sie enthält seit 2014 nur noch vier Gattungen:[2]
      • Merrillanthus Chun & Tsiang: Es gibt nur eine Art:
      • Pentastelma Tsiang & P.T.Li: Es gibt nur eine Art:
      • Pentatropis R.Br.: Die etwa vier Arten kommen vom tropischen Westafrika bis Tansania sowie Ägypten, vom Sinai bis zum Indischen Subkontinent, auf Inseln des westlichen Indischen Ozeans und in Vietnam vor.[7]
      • Vincetoxicum Wolf:[2] Lange wurde der Umfang der Gattungen dieser Untertribus kontrovers diskutiert. Monophyletisch ist Vincetoxicum nur wenn die meisten Gattungen dieser Tribus in eine Gattung zusammengefasst werden. Aus Prioritätsgründen ist dies Vincetoxicum. Synonyme für Vincetoxicum Wolf non T.Walter s. l. sind seit 2012: Biondia Schltr., Blyttia Arn. non Fries, Diplostigma K.Schum., Goydera Liede, Pleurostelma Baill. non Schlechter, Rhyncharrhena F.Muell., Tylophora R.Br.[14]: Die 250 bis 300 Arten sind in der Alten Welt weitverbreitet.
  • Tribus Eustegieae Rchb. ex Liede & Meve: Sie wurde 2014 gültig aufgestellt und enthält nur zwei Gattungen in Mosambik und Südafrika. Die etwa sechs Arten sind krautige Pflanzen mit klarem Milchsaft.[2]
  • Tribus Marsdenieae Benth.: Sie enthält etwa 26 Gattungen[2]:
    • Anatropanthus Schltr.: Es gibt nur eine Art:
    • Anisopus N.E.Br.: Die etwa zwei Arten sind im tropischen Westafrika verbreitet.[7]
    • Asterostemma Decne.: Es gibt nur eine Art:
    • Campestigma Pierre ex Costantin: Es gibt nur eine Art:
    • Cathetostemma Blume
    • Cionura Griseb.: Es gibt nur eine Art:
      • Cionura erecta (L.) Griseb.: Sie kommt von Südosteuropa bis zum südwestlichen Afghanistan vor.[7]
    • Clemensiella Schltr.
    • Cosmostigma Wight: Die etwa drei Arten sind vom tropischen Asien bis Hainan verbreitet.[7]
    • Dischidia R.Br.: Die etwa 118 Arten sind vom tropischen und subtropischen Asien bis zu den Inseln im westlichen Pazifik verbreitet.[7]
    • Dolichopetalum Tsiang: Es gibt nur eine Art:
    • Gongronema (Endl.) Decne.: Die etwa zehn Arten sind vom indischen Subkontinent bis ins südliche China und westliche Malesien verbreitet.[7]
    • Gunnessia P.I.Forst.: Es gibt nur eine Art:
    • Gymnema R.Br.: Die etwa 34 Arten sind von den Tropen bis Subtropen der Alten Welt verbreitet.[7]
    • Heynella Backer: Es gibt nur eine Art:
    • Hoya R.Br.
    • Jasminanthes Blume: Die etwa sechs Arten sind vom gemäßigten Ostasien bis ins südliche China und in Thailand und Borneo verbreitet.[7]
    • Lygisma Hook. f.: Die etwa vier Arten kommen vom südöstlichen China bis zur Malaiischen Halbinsel vor.[7]
    • Marsdenia R.Br. nom. cons.: Die etwa 70 Arten sind in der Neotropis verbreitet, darunter:
    • Oreosparte Schltr.: Es gibt nur eine Art:
    • Pycnorhachis Benth.: Es gibt nur eine Art:
    • Rhyssolobium E.Mey.: Es gibt nur eine Art:
      • Rhyssolobium dumosum E.Mey.: Sie kommt nur im südlichen Namibia und im Gariep Tal östlich der Alexander Bay in der südafrikanischen Provinz Nordkap vor.[17]
    • Sarcolobus R.Br.: Die etwa 20 Arten sind vom tropischen Asien bis zu dem Inseln im westlichen Pazifik verbreitet.[7]
    • Stephanotis Thouars
    • Stigmatorhynchus Schltr.: Von den nur zwei Arten kommt eine im nördlichen Namibia und die andere in Tansania vor.[7]
    • Telosma Coville: Die etwa acht Arten kommen im tropischen und subtropischen Asien, im tropischen und im südlichen Afrika und auf der Arabischen Halbinsel vor.[7]
    • Treutlera Hook. f.: Es gibt nur eine Art:
    • Wattakaka Hassk.: Die etwa zwei Arten sind vom tropischen Asien bis ins südliche China verbreitet.[7]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gilbert Thomas Burnett: Outlines of Botany. London 1835, S. 1012 (online).
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax Mary E. Endress, Sigrid Schumann-Liede, Ulrich Meve: An updated classification for Apocynaceae. In Phytotaxa, Volume 159, Issue 3, 14. Februar 2014, S. 175–194. doi:10.11646/phytotaxa.159.3.2 Volltext-PDF.
  3. a b Bingtao Li, Michael G. Gilbert, W. Douglas Stevens: Asclepiaceae, S. 189 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 16: Gentianaceae through Boraginaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9.
  4. Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.
  5. a b Mary E. Endress, Sigrid Liede-Schumann, Ulrich Meve: Advances in Apocynaceae: The enlightenment, an Introduction. In: Annals of the Missouri Botanical Garden. Band 94, Nummer 2, 2007, S. 259–267 (doi:10.3417/0026-6493(2007)94[259:AIATEA]2.0.CO;2).
  6. Sigrid Liede: Subtribes and genera of the tribe Asclepiadeae (Apocynaceae, Asclepiadoideae) – a synopsis. In: Taxon, Volume 46, 1997, S. 241. JSTOR 1224093
  7. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb cc cd ce cf cg ch ci cj ck cl cm cn co cp cq cr cs ct cu cv cw cx cy cz da db dc Rafaël Govaerts (Hrsg.): Apocynaceae. In: World Checklist of Selected Plant Families = WCSP - The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 3. November 2017.
  8. Artenliste zu Fanninia in der Red List of South African Plants
  9. Artenliste zu Astephanus in der Red List of South African Plants
  10. a b c d e f Uiara Catharina Soares e Silva, Alessandro Rapini, Sigrid Liede-Schumann, Patrícia Luz Ribeiro, Cássio van den Berg: Taxonomic Considerations on Metastelmatinae (Apocynaceae) Based on Plastid and Nuclear DNA. In: Systematic Botany, Volume 37, Issue 3, 2012, S. 795–806. bei Bioone. doi:10.1600/036364412X648733
  11. a b Ralph D. Mangelsdorff, Ulrich Meve, Sigrid Liede-Schumann: Phylogeny and circumscription of Antillean Anemotrochus, gen. nov., and Tylodontia (Apocynaceae: Asclepiadoideae: Gonolobinae). In: Willdenowia, Volume 46, Issue 3, 2016, S. 443–474. doi:10.3372/wi.46.46311
  12. Sigrid Liede-Schumann, Ulrich Meve: The Orthosiinae Revisited (Apocynaceae, Asclepiadoideae, Asclepiadeae), In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Volume 99, Issue 1, 2013, S. 44–81. bei Bioone doi:10.3417/2010130
  13. Sigrid Liede-Schumann, Ulrich Meve: Synonymy of three South American genera in Apocynaceae, and new combinations in Oxypetalum and Tassadia. In: Phytotaxa, Volume 202, Issue 1, 2015, S. 35–44. ISSN 1179-3155 doi:10.11646/phytotaxa.202.1.4
  14. Sigrid Liede-Schumann, Hanghui Kong, Ulrich Meve, Mike Thiv: Vincetoxicum and Tylophora (Apocynaceae: Asclepiadoideae: Asclepiadeae) - two sides of the same medal: Independent shifts from tropical to temperate habitats. In: Taxon, Volume 61, Issue 4 2012, S. 803–825. JSTOR 41679310 online.
  15. Artenliste zu Pectinaria in der Red List of South African Plants
  16. Artenliste zu Richtersveldia in der Red List of South African Plants
  17. Artenliste zu Rhyssolobium in der Red List of South African Plants

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien