Seidenstraßen-Rallye

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Die Seidenstraßen-Rallye (Silk Way Rally) ist eine mehrtägige Etappen-Rallye, welche teils auf Routen der historischen Seidenstraße verläuft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MAZ-5309RR der Silk Way Rally 2016 vor der Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau

Die Rallye oder auch die „kleine Dakar“ begann am 5. September 2009 zum ersten Mal und wurde von den Veranstaltern der Rallye Dakar organisiert und als Vorbereitung auf diese dargestellt. Von 2009 bis 2011 gehörte die Veranstaltung zur "Dakar-Serie" und wurde vom französischen Unternehmen Amaury Sport Organisation (ASO) durchgeführt.[1] Die 2009er Ausgabe ging über neun Tage und die Streckenlänge zwischen dem Startort Kasan und dem Ziel in Aşgabat betrug 4500 Kilometer (3900 Kilometer davon Wertungsprüfungen). Sie sollte als Vorbereitung für die Rallye Dakar dienen, die ab 2. Januar 2010 in Südamerika durchgeführt wurde.[2] Während des Verlaufes der Rallye wurden die Teilrepublik Tatarstan, die Steppe Kasachstans, das Kaspische Meer und die Karakumwüste durchquert. Insgesamt traten 62 Autos und 21 Lastkraftwagen an. Der Spanier Carlos Sainz war erster Gesamtsieger in der Autowertung, der Russe Firdaus Saripowitsch Kabirow gewann die Lastwagenwertung.

2010 wurde von Sankt Petersburg nach Sotschi gefahren (4500 Kilometer mit Wertungsprüfungen von insgesamt 2014 Kilometern). Sainz wiederholte in der Autokategorie seinen Vorjahrestriumph, bei den LKW siegte der russische KAMAZ-Fahrer Eduard Nikolajew.

Bei der Austragung 2011 wurde die Seidenstraßenrallye in der russischen Hauptstadt Moskau gestartet, das Ziel war erneut Sotschi. Während der siebentägigen Veranstaltung waren 3983 Kilometer mit 2366 Kilometern Wertungsprüfung zurückzulegen. In der Autowertung holte der Pole Krzysztof Hołowczyc den Sieg vor dem Franzosen Stéphane Peterhansel, bei den Lastwagen sicherte sich Aleš Loprais aus Tschechien den Gesamtsieg.

Auch 2012 war der Rote Platz in Moskau Ausgangspunkt der Rallye, es sollte nach Gelendschik am Schwarzen Meer gehen. Aufgrund von Hochwasser im Raum Krasnodar wurde die Strecke aber modifiziert, das Rennen wurde in Maikop beendet.[3] Auto-Gesamtsieger wurde der Russe Boris Gadasin, in der Lastwagenwertung gewann sein Landsmann Ayrat Mardeew.

Bei der Ausgabe im Jahr 2013 wurde von Moskau nach Astrachan gefahren. Die Gesamtlänge betrug 4000 Kilometer, die Wertungsprüfungen zogen sich über 3000 Kilometer hin. Mit dem Franzosen Jean-Louis Schlesser gewann ein Motorsport-Altmeister die Gesamtwertung in der Autowertung, in der LKW-Kategorie siegte der Russe Dimitri Sotnikow.

Im Juli 2016 gab es die Neuauflage der Seidenstraßenrallye, die Organisatoren stellen einen Streckenverlauf von Moskau nach Peking zusammen.[4]

Die 2017er Ausgabe führte in 14 Etappen von Moskau über Kasachstan nach Xi'an.[5] Aufgrund von Regenfällen wurde der Schlussabschnitt nicht ausgetragen. In der Autowertung gewann Cyril Despres.[6]Sébastien Loeb, der bis dahin in Führung lag, gab nach der 9. Etappe aufgrund einer Verletzung der Finger auf.[7] In der LKW-Klasse siegte der Russe Dmitry Sotnikov.[8]

Die 2018er Ausgabe sollte ursprünglich in Xi'an starten. Aufgrund logistischer Gründe wurde der Start jedoch nach Astrachan und das Startdatum auf den 20. Juli verlegt.[9] das Ziel war am 27. Juli Moskau.[10] In der PKW-Klasse gewannen Yazeed Al-Rajhi und Timo Gottschalk in einem MINI John Cooper Works Rally, die LKW-Klasse gewannen Andrej Karginov, Andrey Mokeev und Igor Leonov auf einem KAMAZ.[11]

2019 führte die Rallye über zehn Etappen von Irkutsk nach Dunhuang (6. bis 16. Juli). 2019 gab es erstmals eine Motorradklasse.[12] Nasser Al-Attiyah aus Katar gewann überlegen in der Autowertung und siegte zusammen mit seinem französischen Beifahrer Mathieu Baumel im Toyota auf jedem Tagesabschnitt. Bei den Motorradfahrern wurde der Brite Sam Sunderland Gesamtsieger, auf den weiteren Plätzen folgten der US-Amerikaner Andrew Short sowie Adrien Van Beveren aus Frankreich.[13] In der LKW-Wertung gewann der Russe Anton Shibalov mit seiner Besatzung.[14]

Übersicht der Austragungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Strecke Autowertung Lastwagenwertung Motorradwertung
Fahrer

Beifahrer

Marke Fahrer

Beifahrer

Marke
Fahrer Marke
2019 Irkutsk-Dunhuang KatarKatar Nasser Al-Attiyah
FrankreichFrankreich Mathieu Baumel
Toyota RusslandRussland Anton Shibalov
RusslandRussland Dmitry Nikitin
RusslandRussland Ivan Tatarinov
KAMAZ Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sam Sunderland KTM
2018 Astrachan-Moskau Saudi-ArabienSaudi-Arabien Yazeed Al-Rajhi
DeutschlandDeutschland Timo Gottschalk
Mini RusslandRussland Andrey Karginov
RusslandRussland Andrey Mokeev
RusslandRussland Igor Leonov
KAMAZ
2017 Moskau-Xi’an FrankreichFrankreich Cyril Despres
FrankreichFrankreich David Castera
Peugeot RusslandRussland Dmitry Sotnikov
RusslandRussland Ruslan Akhmadeev
RusslandRussland Ilnur Mustafin
KAMAZ
2016 Moskau-Peking FrankreichFrankreich Cyril Despres
FrankreichFrankreich David Castera
Peugeot DKR 2008 RusslandRussland Airat Mardejew
RusslandRussland Aidar Beljaew
RusslandRussland Dimitri Swistunow
KAMAZ
2013 Moskau-Astrachan FrankreichFrankreich Jean-Louis Schlesser
RusslandRussland Konstantin Zhiltsov
Sonangol Schlesser Original RusslandRussland Dmitry Sotnikov
RusslandRussland Viatcheslav Mizyukaev
RusslandRussland Andrei Aferin
KAMAZ
2012 Moskau-Gelendschik RusslandRussland Boris Gadasin
RusslandRussland Dan Schemel
G-Force Proto RusslandRussland Airat Mardejew KAMAZ
2011 Moskau-Sotschi RusslandRussland Krzysztof Hołowczyc
BelgienBelgien Jean-Marc Fortin
BMW X3 TschechienTschechien Aleš Loprais
TschechienTschechien Vojtěch Štajf
TschechienTschechien Milan Holáň
Tatra
2010 Sankt PetersburgSotschi SpanienSpanien Carlos Sainz
SpanienSpanien Lucas Cruz
Volkswagen Touareg RusslandRussland Eduard Nikolaev
RusslandRussland Viatcheslav Mizyukaev
RusslandRussland Vladimir Rybakov
KAMAZ
2009 Kasan-Aşgabat SpanienSpanien Carlos Sainz
SpanienSpanien Lucas Cruz
Volkswagen Touareg RusslandRussland Firdaus Kabirov
RusslandRussland Andrey Mokeev
RusslandRussland Tanin Anatoly
KAMAZ

Teilnehmerdaten 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lkw[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A.S.O. – Amaury Sport Organisation: ASO to take a break from the Silk Way Rally in 2012 : A.S.O. In: www.aso.fr. Abgerufen am 29. Juli 2016.
  2. Braunschweiger Zeitung, 3. September 2009, Bereich Sport, Seite 30
  3. Ziel der Silk Way Rallye verlegt – Mehr Rallyes – Motorsport-Magazin.com. In: Motorsport-Magazin.com. Abgerufen am 20. Juli 2016.
  4. SILK WAY RALLY is back in 2016SILK WAY RALLY is back in 2016. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.silkwayrally.com. Archiviert vom Original am 20. Juli 2016; abgerufen am 20. Juli 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.silkwayrally.com
  5. 2017 SILK WAY RALLY: The Legend Continues!2017 SILK WAY RALLY: The Legend Continues! (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.silkwayrally.com. Archiviert vom Original am 29. Januar 2017; abgerufen am 3. Januar 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.silkwayrally.com
  6. http://www.ladepeche.fr/article/2017/07/22/2616581-rallye-silk-way-2017-vainqueur-cyril-despres-fete-chine.html
  7. https://www.lequipe.fr/Rallye-raid/Actualites/Sebastien-loeb-abandonne/818977
  8. http://www.courrier-picard.fr/44927/article/2017-07-21/rallye-raid-silk-way-cyril-despres-conserve-son-titre
  9. http://www.silkwayrally.com/fr/news/modification-du-parcours.html
  10. http://www.silkwayrally.com/en/rally-2018.html
  11. S. 7 – LIPETSK-MOSCOU : « Apothéose sur la Place Rouge » - 497,22 km | SilkWay. Abgerufen am 6. November 2018 (amerikanisches Englisch).
  12. La 9ème édition du SILK WAY RALLY (6 au 16 juillet 2019) proposera un parcours inédit avec l'intégration de la Mongolie au tracé ainsi que la catégorie moto. | SilkWay. Abgerufen am 6. November 2018 (amerikanisches Englisch).
  13. https://www.lequipe.fr/Rallye-raid/Actualites/Silk-way-rally-le-grand-chelem-de-nasser-al-attiyah/1040551
  14. https://www.rallyraidnetwork.com/rally/index.php/news/asia/silk-way-rally-2019-anton-shibalov-s-crew-won-the-silk-way-rally.html