Selbstwert

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Unter Selbstwert (auch: Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung, Selbstachtung) versteht die Psychologie die Bewertung, die man an sich selbst vorgenommen hat. Die Begriffe werden wenig trennscharf verwendet, wobei Selbstvertrauen (Selbstsicherheit) sich auf die Kompetenzüberzeugungen (Fähigkeiten des Individuums) bezieht und als Teilkomponente des Selbstwertes verstanden werden kann, der sich darüber hinaus auch auf Eigenschaften beziehen kann, die nichts mit Kompetenzen zu tun haben.[1] Der Selbstwert könnte sich beispielsweise auf Persönlichkeit und die Erinnerungen an die Vergangenheit und das Ich-Empfinden oder auf das Selbstempfinden beziehen. Auf das Selbstvertrauen wird in der Verhaltenstherapie vor allem unter dem Begriff Selbstwirksamkeitserwartung Bezug genommen. Sowohl ein gesteigertes als auch ein geringes Selbstwertgefühl (Insuffizienzgefühl) kann ein Symptom einer psychischen Störung sein. Unterschieden wird nicht nur, ob der Selbstwert einer Person hoch oder niedrig ist, sondern auch ob er stabil oder instabil, kontingent oder nicht-kontingent, explizit (bewusst kognitiv) oder implizit (unbewusst affektiv erfahrungsbedingt), sicher oder fragil ist.[2] Laut Leary und Mitarbeitern dient der Selbstwert als ein Indikator für die soziale Integration eines Menschen (Soziometer-Theorie).[3] Nach dem kognitiven Modell von Aaron T. Beck wird der Selbstwert auch stark von Denkprozessen (Grundannahmen, automatische Gedanken, verzerrte Informationsverarbeitung) beeinflusst.[4]

Äußere Faktoren können das Selbstvertrauen prägen, wenn bei bestimmten Anforderungen hinreichend objektive Gründe gegeben sind, wie zum Beispiel Methodenkompetenz, ausreichende Kenntnisse oder Erfahrungen, wiederholte Tätigkeiten in ähnlichen Situationen oder Ähnliches.

Selbstwert ist darüber hinaus auch eine politisch-moralische Kategorie, die beispielsweise die Gewissheit begründet, in einer bestimmten Situation „im Recht“ zu sein, bzw. ein zustehendes Recht wahrzunehmen, einzufordern oder zu erstreiten.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Selbstwert auch unpräziser Weise mit Selbstbewusstsein gleichgesetzt. Seltener wird der Begriff Eigenwert benutzt, der heute eine Eigenschaft linearer Abbildungen in der linearen Algebra beschreibt. Der Selbstwert steht in Beziehung zum Ego (in der Psychologie als Selbst, wissenschaftlich als Ich bezeichnet).

Theorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Selbstwertgefühl resultiert aus dem Vergleich der vermeintlichen subjektiven Fähigkeiten mit den Anforderungen, mit denen sich die Persönlichkeit konfrontiert sieht und im Bezug auf die Fähigkeiten anderer. Es lässt sich an ganz konkreten und zunehmend verallgemeinerten Anforderungssituationen bestimmen, zum Beispiel auch in psychologischen Tests. Ein hohes Selbstvertrauen gegenüber Anforderungen zeigt sich, wenn vorausschauend eingeschätzt wird, dass diese Situation gut gemeistert werden kann.

Der Grad des Selbstvertrauens hängt meist von der unterschiedlichen Befähigung für bestimmte Tätigkeiten ab und ist zeitlichen Änderungen (etwa durch Emotionen oder Müdigkeit) unterworfen.

Personen können situativ oder ständig ein inadäquates Selbstvertrauen haben, indem sie ihre Leistungsmöglichkeiten über- oder unterschätzen. Derartige Fehleinschätzungen entstehen auf der Grundlage individueller Besonderheiten, Einstellungen und anderer Eigenschaften.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Basis für einen sicheren Umgang mit sich und der Umwelt hängt eng mit dem Selbstvertrauen und dem Selbstwertgefühl zusammen. Die Selbstsicherheit bildet sich im Laufe der kindlichen Entwicklung aus:

  1. über das Erzielen von Wirkungen – insbesondere von jenen, die beim Kind zu angenehmen, positiv erlebten Gefühlen führen;
  2. das Erhalten von Wertschätzung und Anerkennung (als besondere Form sozialer Wirkung);
  3. dem Identifizieren mit wichtigen Bezugspersonen, die selbst die nötige Selbstsicherheit haben und auf das Kind positiv reagieren;
  4. in der späteren Entwicklung durch eine Balance zwischen erlebter Freiheit und der Verbundenheit zu Bezugspersonen.

Studien zum Zusammenhang mit dem restlichen Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empirische Studien legen nahe, dass der Einfluss des Selbstwertgefühls auf die übrigen Lebensbereiche geringer sei als allgemein vermutet: Die schulischen Leistungen, das Aussehen, die Beliebtheit bei anderen, die Konfliktfähigkeit und die Selbstbehauptung gegenüber den Gemeinheiten anderer würden nicht mit dem Selbstwertgefühl korrelieren. Es wurde auch kein Zusammenhang zwischen dem Selbstwertgefühl von 9- bis 13-Jährigen und ihrem späteren Alkoholkonsum im Alter von 15 Jahren festgestellt.

Dagegen zeigte sich, dass Menschen mit hohem Selbstwertgefühl kontaktfreudiger und glücklicher als andere Menschen sind. Auch neigen Kinder mit hohem Selbstwertgefühl eher zum Herumkommandieren als andere.[5]

Zusammenhang zwischen Arbeit und Selbstwertgefühl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langzeitarbeitslose, vor allem jene, die vorher in jahrelangem, festem Arbeitsverhältnis standen, tendieren dazu, ihr durch ihren Beruf definiertes Selbstverständnis in Frage zu stellen. In der Regel tritt nach sechsmonatiger bis einjähriger Arbeitslosigkeit ein Gefühl der Nutzlosigkeit auf, das in manchen Fällen zur Entfremdung von der Familie und/oder anderen sozialen Milieus führen kann, bis hin zur Selbstaufgabe und zum Suizid. Es besteht gemäß Jeremy Rifkins Buch Das Ende der Arbeit[6] ein Zusammenhang zwischen anwachsender Arbeitslosigkeit und der Zunahme von Depressionen und psychotischen Erkrankungen. Hier wird berichtet, dass der Soziologe und Psychologe Thomas T. Cottle, der die psychischen Folgen der Arbeitslosigkeit über fünfzehn Jahre hinweg untersuchte, bei Langzeitarbeitslosen in Amerika, die durch die US-Regierung als „entmutigt“ eingestuft wurden, pathologische Symptome feststellte, die denen Sterbender ähnelten.

Ein anderer Erklärungsansatz findet sich im Manifest der Glücklichen Arbeitslosen: „Wenn der Arbeitslose unglücklich ist, dann liegt das auch daran, daß der einzige gesellschaftliche Wert, den er kennt, die Arbeit ist. Er hat nichts mehr zu tun, er langweilt sich, er hat keine Kontakte mehr, da ja die Arbeit oft auch einzige Kontaktmöglichkeit ist, das gleiche gilt übrigens auch für Rentner. Der Grund dieser existentiellen Misere ist natürlich die Arbeit und nicht die Arbeitslosigkeit.“[7]

Psychologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Selbstwert ist auch ein Konzept in der wissenschaftlichen Psychologie, insbesondere in der Persönlichkeits- und der Differentiellen Psychologie, aber auch innerhalb der Sozialpsychologie.

Begriffsklärung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der psychologischen Forschung beschreibt der Selbstwert eine der drei Komponenten des Selbst. Selbstwert oder synonym die Selbstwertschätzung entspricht der affektiven Komponente. Hierbei handelt es sich um die Bewertung des Bildes von der eigenen Person. Die kognitive Komponente ist das Selbstkonzept, also das Bild, das Personen von sich selbst haben. Unter der konativen oder handlungsbezogenen Komponente können Begriffe wie Selbstwirksamkeits­erwartung oder Selbstdarstellung subsumiert werden. Der Begriff Selbstwertschätzung entspricht am ehesten dem englischen Begriff „self-esteem“ und umfasst positive wie auch negative Bewertungen der eigenen Person. Der Begriff Selbstwertgefühl hingegen ist weniger angemessen, weil es sich dabei nicht um ein Gefühl oder eine Emotion im engeren Sinne handelt.

Erklärungsmodelle und Theorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Quellen des Selbstwerts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menschen gelangen über drei verschiedene Quellen zu selbstbezogener Information. Mittels Selbstbeobachtung kann aktuelles Verhalten und Erleben zu früheren Ereignissen in Beziehung gesetzt werden und sich so eine positive oder eher negative Selbsteinschätzung herauskristallisieren. Je nachdem, wie der soziale Vergleich mit anderen Personen ausfällt, erleben sich Personen unterschiedlich. Rückmeldungen stellen die dritte Quelle selbstbezogenen Wissens dar. Die Beurteilung dieses Wissens wirkt sich wiederum auf die Selbstwertschätzung aus. Unter „Selbstwertquellen“ hingegen versteht man Bereiche des Lebens, aus denen man seinen Selbstwert zieht. Vergängliche Selbstwertquellen wie zum Beispiel Schönheit sind insofern problematisch, als sie mit dem Älterwerden zu Schwankungen oder gar Einbrüchen im Selbstwert führen.

Sechs Säulen des Selbstwertgefühls[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den im Laufe der Entwicklung wichtigen Faktoren zu einem gesunden Selbstwertgefühl, nennt der Psychologe Nathaniel Branden die folgenden Bedingungen, die „die sechs Säulen des Selbstwertgefühls“ bilden:

  1. Bewusstes Leben
  2. Selbstannahme
  3. Eigenverantwortliches Leben
  4. Selbstsicheres Behaupten der eigenen Person
  5. Zielgerichtetes Leben
  6. Persönliche Integrität

Authentische Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl sind nach der Meinung Brandens in einem positiven Ansatz weitgehend abgekoppelt von der Rückmeldung eines Gegenübers.

Drei Säulen-Modell des Selbstwerts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stavros Mentzos geht in seinem Drei-Säulen-Modell davon aus, dass die Selbstwertregulierung sowohl von der Spiegelung wichtiger Bezugspersonen (Ideal-Selbst), der Identifikation mit anderen Personen (Ideal-Objekt) sowie der handlungs- und leistungsorientierten Anerkennung (Bildung des Über-Ichs) abhängt.[8] Gemäß diesem Modell könne es bei der Schwächung einer Säule zu einer verstärkten Nutzung der anderen Säulen im Sinne einer defensiven Überkompensation kommen.[9]

  • Säule I: Das Selbstbild. Das kindliche Größenselbst sei die früheste und unreifste Stufe des Selbstbildes (er verbindet hiermit auch den manischen Größenwahn eines [erkrankten] Erwachsenen). Eine „Stufe darüber“ seien die „mehr oder weniger lebenslang vorhandenen halbbewussten Größenfantasien positioniert. Schließlich, zur Spitze hin, findet man das reife Ideal-Selbst, also die realistisch korrigierte positive Vorstellung von sich selbst, das trotz unvermeidlicher Fehler (…) einen Puffer gegen Erschütterungen (durch Kränkungen und Misserfolge) garantiert“.[10] Der Realitätskontakt wird also (innerhalb der Säule nach oben „wachsend“) nach oben hin immer enger (und reifer).
  • Säule II: Das Objektbild. Die Basis (oder auch, die früheste unreifste Form) sei eine symbiotische Bindung und „bald auch die identifikatorische Partizipation an den idealisierten Eltern-Imagines“.[11] Eine Stufe höher seien Identifikationen mit anderen Leitbildern wichtig (die Eltern würden abgelöst bzw. ergänzt) und ganz oben sei eine reife Ideal-Objekt-Identifikation (jemand introjiziert hier nicht mehr nur, sondern identifiziert sich). Anders als bei Säule I wird der Mensch hier nicht bewundert oder durch Spiegelungen gestärkt, sondern er bewundert selbst – und das auf unterschiedlichen Reife-Stufen.
  • Säule III: Das Gewissen. Die früheste Form sind archaische Über-Ich-Vorläufer, die eine dyadische Beziehungskonstellation repräsentieren (ähnlich wie die Symbiose in Säule II auf dieser Stufe). Die nächste Stufe sei ein ödipales Über-Ich (mit Triangulierung und übernommenen Geboten bzw. Verboten). Ganz oben sei das reife Gewissen, das aus bewusster Selektion der früheren Über-Ich-Vorläufer besteht und auch aus eigenen, „neu entstandenen Maßstäben und Werten“[12].

Kombiniert man dieses drei Säulen-Modell mit der Selbstdiskrepanz-Theorie nach Higgins[13], so wird deutlich ersichtlich, wann genau Erschütterungen und Kränkungen erwartbar sind. Nämlich dann, wenn ein Individuum eine Diskrepanz wahrnimmt (oder: innerlich an sich heran lässt) zwischen a) dem eigenen realen versus idealen Selbstbild, b) dem realen versus idealen Objektbild und c) zwischen realen (anderen) äußeren Tatsachen und inneren (eigenen) moralischen Gewissens-Ansprüchen.

  • Beispiele für Diskrepanzen in Säule I: Plötzliche Arbeitsunfähigkeit, Schlaganfälle, Krankheiten usw., die das (ggf. unbewusste) Selbstbild „ich bin fähig/unverwundbar/nicht alt“ erschüttern können. In Mentzos' Worten: "So bedeutet eine durch Verminderung der körperlichen und psychischen Vitalität auftretende "Schwäche" der Funktion der rechten Säule den womöglichen Kern einer Depression in der Involution oder im Alter oder nach schwerer körperlicher Erkrankung, Amputation, Herzinfarkt usw."[14]
  • Beispiele für Diskrepanzen in Säule II: Plötzlich entpuppt sich der Ehemann/Mutter/Vater als jemand Kränkendes (durch eine Affäre, ein Doppelleben, eine bisher nicht ersichtliche Enttäuschung, eine Lüge). Auch Todesfälle oder Trennungen können eine Diskrepanz und Erschütterung der narzisstischen Homöostase darstellen. In Mentzos' Worten: Eine "Abhängigkeitsdepression [entsteht durch] einen Objektverlust", danach erfolge oft eine zunächst "überkompensierende Reaktion in Form einer pseudounabhängigen Haltung (um die ausgefallene Sicherheitskomponente zu ersetzen), die jedoch meistens nicht sehr lang die Depression verhindern kann. Daraufhin entwickelt sich unter Umständen [...] Hilflosigkeit, Anhänglichkeit, Abhängigkeit."[15]
  • Beispiele für Diskrepanzen in Säule III: Die anderen Bezugspersonen (oder man selbst) haben sich durch eine Tat oder eine Unterlassung schuldig gemacht – was eine Bestrafungsaggression oder eine Kränkungswut (im Sinne einer moralischen Empörungswut) nach sich zieht. Mentzos schreibt von einer "überkompensatorisch[en] "Leistungswut", die jedoch meistens bald versagt und von einer Regression und Unterwerfung gegenüber dem strengen Über-Ich gefolgt wird (Schulddepression)"[16]

Ein Suizid ließe sich durch alle drei Säulen hinweg illustrieren: Ein Mensch erträgt etwas an sich selbst nicht mehr (Säule I), etwas an seinen Bezugspersonen oder seiner Umwelt (Säule II), und/oder etwas, das mit Schuld und Strafe (Gewissen und Moral) zusammenhängt (Säule III).

Zur psychoanalytischen Theorie siehe auch: Selbstobjekt

Theorie der sozialen Vergleichsprozesse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filipp nimmt an, dass Personen aus verschiedenen Quellen selbstbezogenen Wissens, wie direkte und indirekte Rückmeldungen, eigene soziale Vergleiche und Beobachtung eigener innerer und äußerer Reaktionen, ihr Selbstbild entwickeln.[17] In der Theorie der sozialen Vergleiche wird angenommen, dass der Selbstwert ein Resultat sozialer Vergleichsprozesse ist. Nennenswert ist hier die Theorie sozialer Vergleichsprozesse von Festinger. Sowohl die Auswahl der Vergleichsmerkmale, als auch die Wahl der Vergleichspersonen beeinflussen die Ausprägung des Selbstwertgefühls:

  • Vergleichsperson: Der Selbstwert verringert sich dabei, wenn man sich in Bezug auf die Vergleichsdimension mit besseren Personen vergleicht (Aufwärtsvergleiche) und verbessert sich bei Vergleichen mit schlechteren Personen (Abwärtsvergleiche). Relevant für die Auswahl der Vergleichspersonen ist auch die Theorie der Aufrechterhaltung der Selbstbewertung.
  • Vergleichsmerkmal: Die Wahl der Vergleichsdimension ist prinzipiell willkürlich, wobei die Merkmale relevant sein dürften, die Bestandteil des Selbstschemas sind (siehe Schema).[18] Bei einem negativen Vergleichsergebnis kann das Merkmal als selbstwertirrelevant eingestuft werden, was selbstwertschützend wirkt.[18] Umgekehrt kann ein bisher irrelevantes Merkmal, das zu einem positiven Vergleichsergebis führt, in das Selbstschema aufgenommen werden und damit das Selbstwertgefühl erhöhen.[18]

Soziometer-Theorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leary und Kollegen (1995) gehen davon aus, dass das Selbstwertgefühl anzeigt, wie akzeptiert oder abgelehnt sich eine Person von anderen Mitgliedern seiner sozial relevanten Gruppe empfindet.[19] Der Selbstwert könnte so als eine Art Überwachungssystem für soziale Beziehungen betrachtet werden.

Soziale Identitätstheorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tajfel unterscheidet zwischen der personalen Identität (Eigenschaften, die der Abgrenzung von anderen Personen dienen) und der sozialen Identität (Eigenschaften, die sich aus einer Gruppenzugehörigkeit ergeben und die einen von anderen Gruppen abgrenzen). Aus der Notwendigkeit, sich in der Welt zu orientieren, entstehe das Bedürfnis zu kategorisieren, wodurch sich die soziale Identität ergebe. Sich zu einer Gruppe zugehörig zu fühlen, die man positiv bewertet, steigere den Selbstwert.[20]

Defensive Strategien zur Bewahrung des Selbstwertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Attributionstheorie wirken sich Erfolge und Misserfolge nur dann auf das Selbstbild und damit auch auf den Selbstwert aus, wenn sie als Hinweis auf eigene überdauernde Eigenschaften gewertet werden. Werden Erfolge als Hinweis auf eigene Stärken interpretiert, die Ursache für Misserfolge hingegen äußeren Umständen zugeschrieben, steigert und schützt dies den Selbstwert (siehe selbstwertdienliche Verzerrung).

Covington (2000) nennt drei mögliche Strategien um den eigenen Selbstwert zu bewahren:[21]

  • Selbstwertprotektion: Anstrengung wird mit Absicht vermieden, um ein Scheitern der mangelnden Anstrengung zuschreiben zu können.
  • Self-Handicapped-Verhalten: Schon vor Arbeitsbeginn werden Hindernisse eingebaut, beispielsweise zu später Arbeitsbeginn, um Misserfolge dem Hindernis zuschreiben zu können.
  • Defensiver Pessimismus: Unrealistisch niedrige Ziele können die Angst mindern, die gesetzten Ziele nicht zu erreichen.

Erfassungsmethoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Selbstwertschätzung wird am häufigsten mit Selbstbeschreibungsfragebögen erfasst. Als ein eindimensionales Verfahren ist die Rosenberg Self-Esteem Skale (Rosenberg, 1965)[22] zu nennen. Sie ist die international am weitesten verbreitete Skala, die mit zehn Items sehr ökonomisch die globale Selbstwertschätzung ermittelt. Selbstwerttheorien gehen zusätzlich davon aus, dass Selbstwertschätzung hierarchisch strukturiert ist, sich also unter der globalen Selbstwertschätzung mehrere Facetten des Selbstwerts wie Leistungsselbstwert oder sozialer Selbstwert gliedern. Mehrdimensionale Selbstwertskalen wie die Feelings of Inadequacy Scale (FIS, Janis & Field, 1959)[23] oder die Multidimensionale Selbstwertskala (MSWS, Schütz & Sellin, 2006)[24] tragen dieser hierarchischen Struktur Rechnung.

Entwicklung von Selbstwertschätzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Übersichtsarbeit fasste mehrere empirische Studien zur Erblichkeit des Selbstwertgefühls zusammen. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die von Geschwistern gemeinsam erlebte Umwelt (wie z. B. Erziehungsstil der Eltern; das Aufwachsen in einem bestimmten Viertel) im Allgemeinen keinen signifikant Einfluss auf das Selbstwertgefühl hat. Die gemeinsame Umwelt macht höchstens etwas mehr als 10 % der Unterschiede des Selbstwertgefühls in dem Lebensbereich von intellektuellen und kulturellen Talenten aus. Sowohl für das allgemeine Selbstwertgefühl als auch für das Selbstwertgefühl in bestimmten Lebensbereichen machen hingegen genetische Einflüsse einen größeren Anteil (30–50 %) der beobachteten Unterschiede aus. Nicht mit Geschwistern geteilte (d. h. nur von einem Individuum erlebte) Umwelteinflüsse verursachen durchgängig einen großen Teil der Unterschiede im Selbstwertgefühl zwischen Geschwistern. Die nicht geteilte Umwelt macht dabei oft mehr als 50 % der beobachteten Unterschiede beim Selbstwertgefühl aus.[25]

Eine große Anzahl an Studien deutet darauf hin, dass Männer einen höheren Selbstwert als Frauen besitzen.[26] Des Weiteren konnte im Verlauf des Lebens ein Anstieg des Selbstwertgefühls festgestellt werden, bis es in einem Alter von ungefähr 60 Jahren seinen Höhepunkt erreicht. Der Rückgang des Selbstwertgefühls im Alter wird auf Veränderungen im sozio-ökonomischen Status und der allgemeinen Gesundheit zurückgeführt.[27]

Die Selbsteinschätzungen von Kleinkindern basieren noch auf Bewertungen wie „gut“ oder „schlecht“. Im Verlauf der kindlichen Entwicklung gewinnt der soziale Vergleich mehr an Einfluss, so dass insbesondere bei Übergängen in neue Lebensphasen (zum Beispiel Einschulung) die Selbstwertschätzung Umbrüchen unterliegt. Die Pubertät ist durch die Suche nach Identität und häufig durch Selbstzweifel gekennzeichnet. Insbesondere bei Mädchen ist ein Absinken des Selbstwerts zu verzeichnen, da die vorherrschenden Schönheitsideale meist entgegen ihrer pubertären Entwicklung stehen. Obwohl häufig davon ausgegangen wird, dass sich Persönlichkeitseigenschaften im Erwachsenenalter nicht mehr verändern, stellten Studien fest, dass die Selbstwertschätzung in dieser Lebensphase durchaus beeinflusst wird, besonders durch familiäre und berufliche Erfolge oder Misserfolge.

Aktuelle Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Untersuchungen zum expliziten Selbstwert, den meist Selbstbeschreibungsfragebögen ermitteln sollen, versucht ein Teil der psychologischen Forschung heute, die implizite Selbstwertschätzung zu erfassen.[28] Sie ist definiert als die spontane, nicht bewusste Bewertung der eigenen Person. Indirekte Verfahren wie beispielsweise der implizite Assoziationstest (IAT; Greenwald, McGhee & Schwartz, 1998) sollen anhand von Reaktionszeiten auf diese Form der Selbstwertschätzung schließen lassen. Hervorzuheben ist, dass explizite und implizite Selbstwertschätzung in „Selbstwertdiskrepanzen“ auseinanderklaffen können. Weiterhin werden in aktueller Forschung Mechanismen der Selbstwerterhöhung untersucht. Ein Beispiel für einen solchen Mechanismus ist die Selbst-Stereotypisierung, wenn Annahmen und Wissen über eine positiv bewertete Gruppe, der man selbst angehört, auf die eigene Person übertragen werden.[29]

Pathologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karen Horney nahm 1939 erstmals eine genaue Unterscheidung zwischen gesundem Selbstbewusstsein und pathologischem Narzissmus vor.[30] Sowohl eine zu niedrige als auch überhöhte Selbstwertschätzung könnten zu Problemen führen.[31] Im ICD-10 ist ein vermindertes Selbstwertgefühl ein Zusatzkriterium für die Diagnose einer Depression[32], eine überhöhte Selbsteinschätzung[33] umgekehrt für die Diagnose einer Manie. Beim Narzissmus ist im DSM-IV von einem grandiosen Gefühl der eigenen Wichtigkeit die Rede.[34] Im DSM-IV-TR wird beschrieben, dass bei Anorexia nervosa und Bulimie Körpergewicht und Figur einen übertriebenen Einfluss auf das Selbstwertgefühl haben.[35] Jugendliche mit einer sozialen Phobie hätten laut Leitlinie neben der Furcht vor Kritik auch ein niedriges Selbstwertgefühl.[36] Prüfungsangst kann als spezifische soziale Phobie aufgefasst werden. Nach der Selbstwerttheorie Covingtons ist die Ursache für Prüfungsangst, dass der Selbstwert in westlichen Gesellschaften unmittelbar mit der Leistungsfähigkeit verknüpft ist.[37]

Zusammenhang mit Depression[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niedriger Selbstwert und Depression beeinflussen sich gegenseitig. Doch lange war unklar wie dabei die Hauptkausalrichtung ist. Während das "Vulnerabilitätsmodell" besagt, dass ein geringes Selbstwertgefühl zu Depressionen beiträgt, besagt das "Narbenmodell", dass Depressionen das Selbstwertgefühl untergraben. Eine Metaanalyse von 77 Studien stützte das Vulnerabilitätsmodell: Der Effekt des Selbstwertgefühls auf die Depression war signifikant stärker als umgekehrt.[38]

Selbstwertsteigernde Interventionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Potreck-Rose und Jacob unterscheiden vier Säulen des Selbstwertes und richten danach therapeutische Interventionen zur Steigerung des Selbstwertes aus.[39] Die vier Säulen sind: Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen, soziale Kompetenz, soziales Netz.[39] Nach deren Vorstellung sei für die Entwicklung von Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen jedoch die positive Selbstzuwendung grundlegend. Die konkret vorgeschlagenen Interventionen ordnen sie dementsprechend den Bereichen positive Selbstzuwendung, Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen zu:[39]

  • Positive Selbstzuwendung: Achtsamkeitsübungen
  • Positive Selbstzuwendung: Wahl eines liebevollen Beobachters und Identifikation des inneren Kritikers
  • Positive Selbstzuwendung: Selbstfürsorge
  • Selbstakzeptanz: Differenzierung des Werte- und Normensystems.
  • Selbstvertrauen: Selbstkontrolle und Selbstmanagement.

Für die beiden interpersonellen Säulen soziale Kompetenz und soziales Netz schlagen sie vor, auf die beiden Behandlungsmanuale Assertiveness Training Programme von Ullrich und Muynck sowie das Gruppentraining sozialer Kompetenz von Pfingsten und Hinsch zurückzugreifen.[39]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nathaniel Branden: Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls, Piper Verlag München Zürich 1995, Taschenbuchausgabe: 2006, ISBN 978-3-492-24386-5.
  • Roy F. Baumeister, Jennifer D. Campbell, Joachim I. Krueger und Kathleen D. Vohs: Does High Self-Esteem Cause Better Performance, Interpersonal Success, Happiness, or Healthier Lifestyles?. In: Psychological Science in the Public Interest, Band 4, Nummer 1, May 2003, S. 1–44 (PDF)
  • Matthew Mc Kay et al.: Selbstachtung – Das Herz einer gesunden Persönlichkeit, Junfermann Verlag Paderborn, 2. Auflage 2007, ISBN 3-87387-557-8.
  • Rolf Merkle: So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen: Ein praktischer Ratgeber zur Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen und Selbstzweifeln. Pal Verlag 2001.
  • Jannis Plastargias: Bodybuilding zur Stärkung des jugendlichen Selbstwertgefühls. Kubayamashi-Do Studien- und Fachbuchverlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-9808375-9-0 (zugleich Diplomarbeit, Pädagogische Hochschule Karlsruhe 2004).
  • Jeremy Rifkin: Das Ende der Arbeit (und ihre Zukunft), 1995 Putnam, New York, 2004 Campus Verlag, S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2005.
  • Virginia Satir: Kommunikation – Selbstwert – Kongruenz, Junfermann Verlag Paderborn, 7. Auflage 2004, ISBN 3-87387-018-5.
  • Helga Schachinger, Das Selbst, die Selbsterkenntnis und das Gefühl für den eigenen Wert. 2005, ISBN 3-456-84188-4.
  • Astrid Schütz: Je selbstsicherer, desto besser? Licht und Schatten positiver Selbstbewertung. Beltz, Weinheim 2005, ISBN 3-621-27532-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Selbstwertgefühl – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friederike Potreck-Rose, Gitta Jacob: Selbstzuwendung, Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen: Psychotherapeutische Interventionen zum Aufbau von Selbstwertgefühl. Klett-Cotta, 2015, ISBN 978-3-608-20286-1, S. 20–21 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Dieter Frey: Psychologie der Werte: Von Achtsamkeit bis Zivilcourage – Basiswissen aus Psychologie und Philosophie. Springer, 2015, ISBN 978-3-662-48014-4, S. 188 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Lilian Streblow: Bezugsrahmen und Selbstkonzeptgenese. Waxmann, ISBN 978-3-8309-6353-0, S. 37 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Johannes Michalak, Thomas Heidenreich, J. Mark G. Williams: Achtsamkeit. Hogrefe Verlag, 2012, ISBN 978-3-8409-2236-7, S. 13 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Roy F. Baumeister, Jennifer D. Campbell, Joachim I. Krueger und Kathleen D. Vohs: Mythos Selbstbewusstsein. In: Spektrum der Wissenschaft, August 2005, S. 24
  6. dort Seiten 156 ff.
  7. satt.org: Manifest der Glücklichen Arbeitslosen. Abgerufen am 6. Dezember 2019.
  8. Martin Altmeyer: Narzissmus und Objekt: ein intersubjektives Verständnis der Selbstbezogenheit. Vandenhoeck & Ruprecht, 2000, ISBN 978-3-525-45872-3, S. 76 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  9. Stavros Mentzos: Lehrbuch der Psychodynamik: Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen. Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, ISBN 978-3-525-40123-1, S. 68–71 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  10. Stavros Mentzos: Lehrbuch der Psychodynamik. Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen. 8. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017, ISBN 978-3-525-40123-1, S. 68.
  11. Stavros Mentzos: Lehrbuch der Psychodynamik. Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen. 8. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017, ISBN 978-3-525-40123-1, S. 70.
  12. Stavros Mentzos: Lehrbuch der Psychodynamik. Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen. 8. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017, ISBN 978-3-525-40123-1, S. 70.
  13. Michael J. Herner & Hans-Werner Bierhoff: Selbstdiskrepanz. Abgerufen am 15. Februar 2020.
  14. Stavros Mentzos: Lehrbuch der Psychodynamik. Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen. 8. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017, ISBN 978-3-525-40123-1, S. 71.
  15. Stavros Mentzos: Lehrbuch der Psychodynamik. Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen. 8. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017, ISBN 978-3-525-40123-1, S. 71.
  16. Stavros Mentzos: Lehrbuch der Psychodynamik. Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen. 8. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017, ISBN 978-3-525-40123-1, S. 71.
  17. Christian Lamy: Die Bewältigung beruflicher Anforderungen durch Lehrpersonen im Berufseinstieg. Springer-Verlag, 2015, ISBN 978-3-658-09842-1, S. 79 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  18. a b c Jürgen W. L. Wagner: Soziale Vergleiche und Selbsteinschätzungen. Waxmann Verlag, ISBN 978-3-8309-5764-5, S. 213 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  19. Klaus Jonas, Wolfgang Stroebe, Miles Hewstone: Sozialpsychologie. Springer-Verlag, 2014, ISBN 978-3-642-41091-8, S. 178 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  20. Franziska Schmithüsen: Lernskript Psychologie: Die Grundlagenfächer kompakt. Springer-Verlag, 2014, ISBN 978-3-662-44941-7, S. 102 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  21. Stephanie Schreblowski, Detlef H. Rost: Training von Lesekompetenz. Waxmann Verlag, ISBN 978-3-8309-6356-1, S. 58–59 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  22. Morris J. Rosenberg: Society and the adolescent self-image. Princeton University Press, Princeton 1965, Taschenbuch 1989 ISBN 0-8195-6228-9
  23. I. L. Janis und P. B. Field: Sex differences and factors related to persuability. In: C. I. Hovland und I. L. Janis (Eds), Personality and persuability (pp. 55–68). Yale University Press, New Haven 1959.
  24. Astrid Schütz und Ina Sellin: Multidimensionale Selbstwertskala, Hogrefe Verlag, Göttingen 2006.
  25. Michelle B. Neiss, Constantine Sedikides, Jim Stevenson: Self-esteem: a behavioural genetic perspective. In: European Journal of Personality. Band 16, Nr. 5, September 2002, ISSN 0890-2070, S. 351–367, doi:10.1002/per.456 (wiley.com [abgerufen am 29. April 2020]): „The existing literature provides compelling evidence for the heritability of level of global and domain-specific self-esteem. The overall pattern of results suggest that shared environmental effects on self-esteem are minimal. Shared environment is usually non-significant and at most may account for slightly over 10% of the variance in certain self-esteem domains. For both global and domain-specific self-esteem, genetic influences account for a more substantial amount, 30–50%, of the observed variance. Non-shared environmental influences (which include measurement error) account consistently for a large proportion of the variance. This is often over 50% of the observed variance in self-esteem.“
  26. S. D. Gosling, W. Bleidorn, R. C. Arslan, J.J.A. Denissen, P.J. Rentfrow, J.E. Gebauer, J. Potter:Age and Gender Differences in Self-Esteem—A Cross-Cultural Window. In Journal of Personality and Social Psychology, 2016, Vol. 111, No. 3, S. 396–410
  27. Longitudinale Studie zur Entwickelung des Selbstwertgefühls vom frühen Erwachsenenalter bis ins Greisenalter. Website zum Thema Selbstwertgefühl. Abgerufen am 12. April 2015.
  28. Almut Rudolph: Measures of Implicit Self-Esteem. Psychometric Properties and the Prediction of Anxious, Self-Confident and Defensive Behavior. Abgerufen am 11. April 2016.
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  32. Frank Schneider, Martin Härter, Susanne Schorr: S3-Leitlinie/Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression. Springer-Verlag, 2017, ISBN 978-3-662-52906-5, S. 40 (google.de [abgerufen am 3. Juni 2017]).
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  37. Christine Schumacher: Prüfungsangst in der Schule: Ursachen, Bewältigung und Folgen am Beispiel einer zentralen Abschlussprüfung. Waxmann Verlag, 2016, ISBN 978-3-8309-8398-9, S. 85 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  38. Julia Friederike Sowislo, Ulrich Orth: Does low self-esteem predict depression and anxiety? A meta-analysis of longitudinal studies. In: Psychological Bulletin. Band 139, Nr. 1, Januar 2013, ISSN 1939-1455, S. 213–240, doi:10.1037/a0028931 (apa.org [abgerufen am 8. Mai 2020]).
  39. a b c d Friederike Potreck-Rose, Gitta Jacob: Selbstzuwendung, Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen: Psychotherapeutische Interventionen zum Aufbau von Selbstwertgefühl. Klett-Cotta, 2013, ISBN 978-3-608-10382-3, S. 77–80 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).