Ska Keller

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Ska Keller (2013)

Franziska Maria „Ska“ Keller (* 22. November 1981 in Guben) ist eine deutsche Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen. Sie war von 2007 bis 2009 Vorsitzende des Landesverbands Brandenburg und wurde 2009 im Alter von 27 Jahren erstmals ins Europäische Parlament gewählt. Dort ist sie migrations- und handelspolitische Sprecherin sowie seit dem 13. Dezember 2016 gemeinsam mit Philippe Lamberts Ko-Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion. Während der Europawahl 2014 war Keller die Spitzenkandidatin der Europäischen Grünen Partei.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franziska Keller studierte Islamwissenschaft, Turkologie und Judaistik an der FU Berlin und der Sabancı-Universität in Istanbul. Sie schloss das Studium 2010 als Magister ab.[2] Keller ist mit dem Finnen Markus Drake verheiratet, mit dem sie in Brüssel lebt. Sie spricht neben Deutsch fließend Englisch, Französisch, Spanisch sowie etwas Türkisch[3] und minimal Arabisch.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 2001 war Keller Mitglied der Grünen Jugend und von 2001 bis 2004 Beisitzerin in deren Bundesvorstand. Von 2005 bis 2007 war sie Sprecherin der Vereinigung Junger Europäischer Grüner (FYEG).

2002 trat sie der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei und war seit 2005 Mitglied im Landesvorstand Brandenburg. Zwischen 2005 und 2009 war sie Geschäftsführerin des Grünen-Kreisverbandes Spree-Neiße. Im November 2007 wurde sie zusammen mit Axel Vogel zu einer von zwei gleichberechtigten Vorstandssprechern der Brandenburger Grünen gewählt. Bis 2009 war sie Vorsitzende des Landesverbands Brandenburg der Grünen. In diesem Amt engagierte sie sich besonders für ein landesweites Volksbegehren gegen neue Tagebaue in Brandenburg, das gemeinsam von Parteien und Umweltverbänden initiiert wurde.

Wahl zum 7. Europäischen Parlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Bundesdelegiertenkonferenz in Dortmund 2009 wurde Keller auf Listenplatz 7 der Europawahlliste der Grünen gewählt. Unter dem Motto Nicht nur Opa für Europa zog sie bei der Europawahl 2009 ins Europäische Parlament ein. Kellers politische Schwerpunkte sind Migration und Asyl, Handel und Entwicklung sowie die Beziehungen der EU zur Türkei. Sie gehört dem Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) und dem Ausschuss für internationalen Handel (INTA) an. Zudem gehört Ska Keller den Delegationen im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Türkei und EU-Mexiko an.[2]

Wahl zum 8. Europäischen Parlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keller wurde im Januar 2014 bei einer Online-Befragung zur Spitzenkandidatin der Europäischen Grünen Partei für die Europawahl 2014 bestimmt. Von den abgegebenen Stimmen erhielt Keller 11.791 Stimmen, José Bové mit 11.726 nur knapp weniger. Es folgten Rebecca Harms mit 8170 und Monica Frassoni mit 5851 Stimmen. Auf der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen in Dresden im Vorfeld der Europawahl 2014 (7.–9. Februar 2014) erhielt Keller 33,8 Prozent der Stimmen und wurde damit auf Platz 3 der Bundesliste der Grünen für die Europawahl nominiert.[5][6] Seit 2016 ist sie Ko-Vorsitzende der Fraktion Die Grünen/EFA.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ska Keller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ska Keller, MdEP: Europa - Ska Keller, MdEP. In: Ska Keller, MdEP. Abgerufen am 14. Dezember 2016.
  2. a b Über Ska Keller. In: skakeller.de.
  3. Lisa Caspari: Jung, freundlich, gefährlich. In: Zeit Online. 1. Februar 2014.
  4. „Das steht eigentlich nur auf dem Papier, dass ich das spreche“, in: „Ska Keller: 'Es geht darum, Europa zu verändern“, Interview mit DLR Kultur, 1. März 2014.
  5. Ska Keller ist Spitzenkandidatin der Europäischen Grünen. In: Spiegel Online, 29. Januar 2014.
  6. European Green Party – Pressemitteilung 29. Januar 2014: Ska Keller and José Bové will lead the Greens in their European campaign