Spielfeld (Steiermark)

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Spielfeld (Ehemalige Gemeinde)
Ortschaft Graßnitzberg, Obegg, Spielfeld
Historisches Wappen von Spielfeld
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Spielfeld (Steiermark) (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Leibnitz (LB), Steiermark
Gerichtsbezirk Leibnitz
Koordinaten 46° 42′ 21″ N, 15° 38′ 0″ O46.70583333333315.633333333333260Koordinaten: 46° 42′ 21″ N, 15° 38′ 0″ Of1
Höhe 260 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 968 (1. Januar 2014)
Gebäudestand 397 (2001f1)
Fläche 10,13 km²
Postleitzahl 8471f1f0
Vorwahl +43/3453f1
Statistische Kennzeichnung
Gemeindekennziffer 61058
Ortschaftskennziffer 15599, 15600, 15601
Zählsprengel/ -bezirk Spielfeld (61058 003)
Bild
Lage der ehemaligen Gemeinde im Bezirk Leibnitz
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014;

KG: 66118 Graßnitzberg, 66152 Obegg, 66174 Spielfeld
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Spielfeld ist eine ehemalige Gemeinde mit 968 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)[1] in der südlichen Steiermark (Bezirk Leibnitz) und ist Mitgliedsgemeinde des Naturparks Südsteirisches Weinland. Hier besteht der größte Grenzübergang zwischen Österreich und Slowenien. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark wurde Spielfeld mit 1. Jänner 2015 mit den Gemeinden Straß in der Steiermark, Obervogau und Vogau zusammengeschlossen.[2] Die neue Gemeinde führt den Namen Straß-Spielfeld. Grundlage dafür war das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[3]

Geografie[Bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde liegt in der Südsteiermark im Bezirk Leibnitz an der Grenze zu Slowenien.
Nachbargemeinden sind Berghausen, Ehrenhausen, Straß sowie Kungota und Šentilj in Slowenien.

Gliederung[Bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde gliedert sich in folgende Ortschaften (Einwohner 2011) sind:

Die ehemalige Gemeinde bestand aus den Katastralgemeinden (Fläche 2001):

  • Graßnitzberg 271,99 Hektar,
  • Obegg 144,70 Hektar und
  • Spielfeld 595,06 ha.

Geschichte[Bearbeiten]

Spielfeld wurde erstmals 1170 als „Ulenberg Sancti Mychaelis“ erwähnt, was Berg eines Ulen (= Ulrich) bedeutet, wobei Berg auf die felsige Anhöhe deutet, an deren Fuß die Michaeliskirche steht.

1825 zählte Spielfeld 423 Einwohner. Nach dem Ersten Weltkrieg besetzten serbische Truppen den Ort. 1919 war die Bahnlinie Spielfeld – Radkersburg eine Zeitlang die Grenze zu Jugoslawien. Erst am 29. Juli 1919 wurde Spielfeld durch die Zuteilung zu Deutsch-Österreich wieder befreit. Die endgültige Festsetzung der Staatsgrenze erfolgte 1921.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, den Spielfeld relativ heil überstand, kamen als Besatzungsmächte Russen, Bulgaren und Titotruppen, bis der Ort später zur britischen Sperrzone erklärt wurde. Am 23. Dezember 1947 zog auch die britische Besatzung ab.

1953 wurden die Verhandlungen mit Jugoslawien über Doppelbesitz abgeschlossen und der kleine Grenzverkehr eröffnet. Slowenien und Österreich bemühten sich, die nachbarlichen Beziehungen zu fördern.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führen die Autobahn A9 (Graz – Maribor) mit dem Grenzübergang Spielfeld (slow. Špilje) / Šentilj (dt. St. Egidi) sowie die Landesstraßen B 69 Südsteirische Grenz Straße und B 67 Grazer Straße.

Auch die österreichische Südbahn (seit 1956 eingleisig, Vollausbau in Arbeit) hat hier seit 1918 den Grenz-Bahnhof Spielfeld-Straß (km 257,915). Neben dem internationalen Fernverkehr verkehrt hier die S-Bahn Steiermark mit S5 (Graz – Spielfeld) und S51 (Bahnstrecke Spielfeld-Straß – Radkersburg).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Spielfeld
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Straß-Spielfeld

Politik[Bearbeiten]

Der mit 31. Dezember 2014 aufgelöste Gemeinderat bestand nach der Gemeinderatswahl 2010 aus 4 Mandataren der SPÖ, 3 Mandataren der ÖVP und 2 Mandataren der Liste „Spielfeld Unabhängig“.

Letzter Bürgermeister der selbständigen Gemeinde war Ewald Schantl (SPÖ).

Partnergemeinden[Bearbeiten]

  • SlowenienSlowenien Kungota (Kunigund), Nachbargemeinde in Slowenien
  • SlowenienSlowenien Šentilj (St. Egidi), Nachbargemeinde in Slowenien, seit 1. Mai 2004

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spielfeld – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 85 KB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform
  3. § 3 Abs. 5 Z 2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.