Sportwagen-Weltmeisterschaft 1953

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Ferrari 375MM; mit diesem Rennmodell gewann die Scuderia Ferrari die Rennen in Spa und am Nürburgring

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft 1953 war die erste Saison dieser Meisterschaft. Sie begann am 8. März und endete am 27. November 1953.

Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 1953 fällte die FIA mit der Einführung der Weltmeisterschaft für Sportwagen eine weitreichende Entscheidung, um erstens die Vielzahl der Rennen unter ein Rennsystem zu stellen und zweitens ein Gegengewicht zur Weltmeisterschaft der Formel-1-Fahrzeuge zu schaffen. Während die Weltmeisterschaft der Monopostos stets den siegreichen Piloten ehrte, sollte dieses neu geschaffene Championat ausdrücklich die Marke auszeichnen. Die ersten sechs der jeweiligen Rennen bekamen Punkte nach dem Schema 8-6-4-3-2-1. Jeder Hersteller erhielt nur für die beste Platzierung Punkte. Es gab drei Streichresultate.

Die Saison begann im Frühjahr mit dem 12-Stunden-Rennen von Sebring und endete im November mit der Carrera Panamericana. Die Weltmeisterschaft gewann Ferrari vor den beiden britischen Herstellern Jaguar und Aston Martin.

Rennkalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Rennname /
Rennstrecke
Team Gesamtsieger Fahrzeug Meisterschaft
1 8. März Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten 12-Stunden-Rennen von Sebring
(Sebring International Raceway)
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Briggs Cunningham Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Phil Walters
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten John Fitch
Cunningham C4-R Marken
2 26. April ItalienItalien Mille Migla
(Brescia – Rom – Brescia)
ItalienItalien Scuderia Ferrari ItalienItalien Gianni Marzotto
ItalienItalien Marco Crosara
Ferrari 340MM Vignale Marken
3 13. – 14. Juni FrankreichFrankreich 24-Stunden-Rennen von Le Mans
(Circuit des 24 Heures)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jaguar Cars Ltd. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tony Rolt
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Duncan Hamilton
Jaguar C-Type Marken
4 25. – 26. Juli BelgienBelgien 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps
(Circuit de Spa-Francorchamps)
ItalienItalien Scuderia Ferrari ItalienItalien Giuseppe Farina
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mike Hawthorn
Ferrari 375MM Pininfarina Marken
5 20. August DeutschlandDeutschland 1000-km-Rennen am Nürburgring
(Nürburgring)
ItalienItalien Scuderia Ferrari ItalienItalien Giuseppe Farina
ItalienItalien Alberto Ascari
Ferrari 375MM Vignale Marken
6 25. September Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich RAC Tourist Trophy
(Dundrod Circuit)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Aston Martin Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Peter Collins
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Pat Griffith
Aston Martin DB3S Marken
7 23. – 27. November Mexiko 1934Mexiko Carrera Panamericana
(Tuxtla Gutiérrez – Ciudad Juárez – Tuxtla Gutiérrez)
ItalienItalien Scuderia Lancia ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio
ItalienItalien Gino Bronzoni
Lancia D24 Pinin Farina Marken

Marken-Weltmeisterschaft für Konstrukteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesamtwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Position Konstrukteur 1 2 3 4 5 6 7 Gesamt
1 ItalienItalien Ferrari (1) 8 (2) 8 8 3 27
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jaguar 4 8 6 6 (4) 24
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Aston Martin 6 2 8 16
4= ItalienItalien Lancia 4 8 12
4= Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Cunningham 8 4 12
6 ItalienItalien Alfa Romeo 6 6
7 DeutschlandDeutschland Borgward 4 4
8= FrankreichFrankreich D.B. 3 3
8= DeutschlandDeutschland Porsche 3 3
10= ItalienItalien O.S.C.A. 2 2
10= DeutschlandDeutschland Veritas 2 2
10= FrankreichFrankreich Talbot 2 2
13= ItalienItalien Maserati 1 1
13= FrankreichFrankreich Gordini 1 1
13= Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Frazer Nash 1 1

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alain Bienvenu: Endurance. 50 ans d’histoire. Band 1: 1953-1964. Éditions ETAI, Boulogne-Billancourt 2004, ISBN 2-7268-9327-9.
  • Peter Higham: The Guinness Guide to International Motor Racing. A complete Reference from Formula 1 to Touring Car. Guinness Publishing Ltd., London 1995, ISBN 0-85112-642-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]