Städtebahn Sachsen

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Städtebahn Sachsen GmbH
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Basisinformationen
Unternehmenssitz Dresden
Webpräsenz http://www.staedtebahn-sachsen.de/
Eigentümer 90 % Städtebahn Management
10 % SRI Verwaltungs-GmbH [1]
Geschäftsführung

Torsten Sewerin

Betriebsleitung Hartmut Schnorr
Verkehrsverbund Verkehrsverbund Oberelbe
Mitarbeiter 85[2]
Umsatz 21 Mio. EUR
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Eisenbahn 5
Anzahl Fahrzeuge
Triebwagen 15 Siemens Desiro Classic
Statistik
Fahrleistung 1,7 Mio. km pro Jahr

Die Städtebahn Sachsen GmbH ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Dresden, Sachsen. Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Städtebahn Management GmbH.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „EGP – die Städtebahn GmbH“ wurde von der Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) gegründet, um in den sächsischen Schienenpersonennahverkehr einzusteigen. Am 8. Oktober 2010 wurde diese Gesellschaft in „Städtebahn Sachsen GmbH“ umbenannt, als mit der NBE Regio GmbH, einer Tochtergesellschaft der Nordbayerischen Eisenbahngesellschaft, ein zweiter Gesellschafter zur EGP hinzukam.[3]

Die EVU-Zulassung zur Erbringung von Eisenbahnverkehrsleistungen im Schienenpersonenverkehr wurde am 10. Dezember 2010 erteilt und ist bis zum 31. Dezember 2023 gültig.[4] Diese Genehmigung wurde am 27. Oktober 2014 um die Erbringung von Verkehrsleistungen im Güterverkehr erweitert. [5]

Am 27. Juni 2012 wurde die Werkstatt auf dem Gelände des Kieswerks in Ottendorf-Okrilla Nord an der Strecke nach Königsbrück eingeweiht. In der 760 m² großen Halle können regelmäßige Wartungen sowie kleinere und größere Reparaturen an zwei Fahrzeugen durchgeführt werden. Betreiber der Werkstatt ist die Städtebahn-Tochter Städtebahn Service GmbH.[6]

Zum 1. Juni 2013 hat die Eisenbahngesellschaft Potsdam ihren Anteil von 50 % an den anderen Gesellschafter NBE Regio verkauft. Die NBE ist nunmehr alleiniger Eigentümer der Städtebahn Sachsen.[7]

Am 1. Oktober 2014 gab das Landgericht Frankfurt am Main einer Klage der Städtebahn Sachsen gegen die im Jahr 2011 geforderten Regionalzuschläge des damaligen Trassenpreissystems statt und verurteilte die Deutsche Bahn zur Rückzahlung von knapp vier Millionen Euro.[8]

Verkehrsleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Netz der Städtebahn Sachsen seit Dezember 2016

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) erteilte der „EGP – die Städtebahn GmbH“ am 19. März 2010 den Zuschlag für den Betrieb seines Dieselnetzes für zunächst vier Jahre von Dezember 2010 bis Dezember 2014. Die Auftragsvergabe umfasst jährlich 1,7 Millionen Zugkilometer mit mehreren Regionalbahnlinien auf nicht elektrifizierten Strecken im Raum Dresden sowie in der Sächsischen Schweiz:

Eingesetzt werden 15 Triebwagen vom Typ Siemens Desiro Classic, welche von Alpha Trains gemietet wurden.

Seit dem 5. Juli 2014 fährt nur noch ein Zugpaar der RB71 von Sebnitz weiter nach Bad Schandau. Das wurde mit Einführung der Linie U28 (Decin – Bad Schandau – Sebnitz – Rumburk) eingeführt. Dieses eine Zugpaar fährt nur Montag bis Freitag morgens.

Nach einem erneuten Gewinn der Ausschreibung im „VVO-Dieselnetz“ erbringt die Städtebahn Sachsen seit Dezember 2014 bis Dezember 2024 den Personenverkehr auf dem bereits zuvor befahrenen Netz mit den bekannten Fahrzeugen.

Nach eigenen Angaben von Anfang 2016 habe das Unternehmen bis dahin fast zehn Millionen Zugkilometer erbracht, mit einer Pünktlichkeitsquote von 99 Prozent. Die Fahrgastzahlen seien seit 2011 um 13 Prozent gestiegen.[9]

Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 wurden die Linien der Städtebahn als SB33, SB34, SB71, SB72 und SE19 bezeichnet.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triebwagen der Städtebahn im Bahnhof Bad Schandau

Die Städtebahn Sachsen besitzt 15 angemietete Dieseltriebwagen vom Typ Desiro. Fünf dieser Triebwagen wurden im Rahmen verschiedener Anlässe auf die Namen „Bierstadt Radeberg“, „Rose von Sebnitz 2.0“, „Lessingstadt Kamenz“, „Uhrenstadt Glashütte“ sowie „Landeshauptstadt Dresden“ getauft.

Kurz nach Beginn des Verkehrs der Städtebahn Sachsen Ende 2010 wurden, da die planmäßig eingesetzten Fahrzeuge noch nicht verfügbar waren, verschiedenste angemietete Züge, teils auch lokbespannt, genutzt. Von Dezember 2011 bis November 2012 setzte die Städtebahn Sachsen auch einen angemieteten Triebwagen vom Typ LVT/S als Ersatzfahrzeug ein. Zwischen November 2012 und Dezember 2012 war zudem ein angemieteter Triebwagen vom Typ Talent als Ersatzfahrzeug im Einsatz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Städtebahn Sachsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sonata Rail: Verbundzusammensetzung. Abgerufen am 24. Februar 2017.
  2. Zahlen – Fakten – Fahrzeuge. Städtebahn Sachsen GmbH, abgerufen am 29. März 2015.
  3. NBE Regio wird im SPNV aktiv. NBE RAIL GmbH, 9. Oktober 2010, abgerufen am 30. August 2014 (PDF; 99 KB).
  4. http://www.sonata-management.com/wp-content/uploads/2014/08/genehmigung_aeg.pdf
  5. http://www.sonata-management.com/wp-content/uploads/2014/11/genehmigung_aeg.pdf
  6. Eröffnung des Wartungsstützpunktes der Städtebahn Sachsen. Städtebahn Sachsen GmbH, archiviert vom Original am 18. Juli 2012, abgerufen am 30. August 2014.
  7. EGP verkauft Städtebahn-Anteile an NBE. Abgerufen am 4. Juni 2013.
  8. DB zur Rückzahlung von vier Millionen Euro verurteilt. In: Leipziger Volkszeitung. 2. Oktober 2014, ISSN 0232-3222, S. 8.
  9. Peter Weckbrodt: Städtebahn ist zu 99 Prozent pünktlich. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 26. Januar 2016, S. 15 (online).