Stefan Schwerdtfeger

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Stefan Schwerdtfeger (* 1928 in Stettin) ist ein deutscher Architekt, Bildhauer und Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Schulzeit verlebte er in Stettin von 1934 bis 1943. 1944 wurde er als Flakhelfer wehrdienstverpflichtet. Nachdem er 1945 aus englischer Kriegsgefangenschaft nach Norden (Ostfriesland) entlassen worden war, macht er dort eine Tischlerlehre, bevor er 1948 das Abitur am Gymnasium in Alfeld/Leine nachholte. Anschließend studierte er Architektur an der Technischen Hochschule Hannover mit Studienschwerpunkt Malerei und Grafik bei Kurt Sohns. Nach seinem Diplom und einer anschließenden Assistentenzeit am Lehrstuhl für Raumkunst an der TH Hannover übernahm er 1958 die Stelle eines Entwurfsarchitekten beim Hochbauamt der Stadt Hannover. Mit dem Jahr 1959 begann er, sich regelmäßig in Skagen (Dänemark) aufzuhalten.

1963 wechselte an die Werkkunstschule Hannover als Dozent für Innenarchitektur und gründete gleichzeitig ein eigenes Architekturbüro. Daneben war er als Bildender Künstler tätig und stellt bis heute regelmäßig im In- und Ausland aus. Seine Arbeiten befinden sich in Sammlungen und Museen. Auftragsarbeiten für Kunst im öffentlichen Raum ergänzen die freie künstlerische Tätigkeit. 1971 erfolgte die Berufung als ordentlicher Professor auf den Lehrstuhl für Modellieren und Experimentelles Gestalten an der Technischen Universität Hannover im Fachbereich Architektur.

Arbeitsaufenthalte in Dänemark, Holland, Jugoslawien und Venedig dienten der künstlerischen Auseinandersetzung mit den speziellen Eigenarten und Merkmalen von Orten. Von 1981 bis 2009 unterhielt er ein ständiges Atelier in Skagen. Nach seiner Emeritierung 1993 widmete er sich verstärkt und ausschließlich seiner Tätigkeit als Maler und Bildhauer und arbeitet seitdem in seinem Atelier in Walshausen bei Hildesheim.

In Hannover hat er im öffentlichen Raum unter anderem das Mahnmal für die Synagoge in der Roten Reihe, an der Zufahrt zum Flughafen die rote Stahlspirale „up and away“ und das Leibniz-Denkmal am Operndreieck, Georgstraße gestaltet.[1] In der Kunsthalle Schweinfurt befindet sich seine Installation aus Stahlplatten „Book of lost letters“ (Im Anfang war das Wort).

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1963: Studio A Otterndorf / Galerie Brusberg, Hannover
  • 1972: Galerie Die Insel, Hamburg
  • 1974: Galerie Brusberg, Hannover
  • 1981: Galerie Guld, Skagen
  • 1982: Galerie Eyendorf, Bremen / Galerie im Hofmeierhaus, Bremen
  • 1987: Galerie Artforum, Hannover
  • 1988: Kunstmuseum Frederikshavn
  • 1989: Sommerausstellung, Rathaus Skagen
  • 1991: Galerie Artforum, Hannover
  • 1995: Siemensforum, Hannover
  • 1996: Galerie Artforum, Hannover
  • 1997: Kunstverein Kunstkreis Hameln
  • 1998: Retrospektive, Schloss Landestrost, Neustadt/Rbg.
  • 1999: Wettermeldungen, Das Glashaus, Derneburg
  • 2000: Galerie Gammel Posthus, Skagen / Galerie Borkowski, Hannover
  • 2001: Im Anfang war das Wort, Marktkirche Hannover / Bergkirche Bad Bergzabern
  • 2003: Horizonte, Galerie Borkowski, Hannover / Marienkirche Osnabrück, Performance Horizonte, Marktkirche Hannover
  • 2004: Horizonte, Galerie KWS-Saat AG, Einbeck
  • 2006: Schnittstellen, Galerie Borkowski, Hannover
  • 2007: Schnittstellen, Künstlerhaus mit Galerie, Göttingen
  • 2008: quergeschnitten seit 80, Fakultät für Architektur und Landschaft, Leibniz Universität Hannover
  • 2012: Schnittstellen, Galerie nebenan, Winsen/Aller
  • 2013: Retrospektive, Kunstgebäude Schlosshof Bodenburg, Kunstverein Bad Salzdetfurth

Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1952: Erstmalige Beteiligung an der Herbstausstellung des Kunstvereins Hannover
  • 1960: Kunstpreis der Jugend, Kunsthalle Baden-Baden
  • 1961: Kunstpreis der Jugend, Stadt Wolfsburg
  • 1964: Deutscher Künstlerbund, Berlin
  • 1966: Deutscher Künstlerbund, Essen
  • 1968: Deutscher Künstlerbund, Hannover
  • 1969: Objekte und Bildreliefs, Staatsgalerie Stuttgart
  • 1985: Das Dorf-gestern-heute-morgen (Kunstpreis), Kunstverein Neustadt
  • 1986: Schwitters Gedächtnisausstellung, Städtische Galerie KUBUS, Hannover
  • 1989: Fahnenobjekte, Galerie Kö 24, Hannover
  • 1992: Bienall de Ibiza, Museum Ibiza
  • 2000: Schrift und Bild in Bewegung, Gasteig München
  • 2001: Wie ein Fisch im Wasser, Kunstverein Bad Salzdetfurth
  • 2005: Wedemark gut bedacht, Kunstverein Mellendorf
  • 2011: SMS, Schittek–Madlowski–Schwerdtfeger (Schittek zum 65sten), Fakultät für Architektur und Landschaft, Leibniz Universität Hannover
  • 2013: Dimensionen des Raumes, Architektenkammer Niedersachsen

Ausgeführte Projekte für Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1974: Kröpcke-Center Hannover, Wandgestaltungen im Bereich des 1. OG
U-Bahn-Station Hanover Kröpcke, Wandgestaltung
Kaufhof Hannover, Fassadengestaltung
  • 1978: Medizinische Hochschule Hannover, Wandgestaltungen
  • 1981. Universität Hannover, Mensa, Stahlobjekt "Brückenkopf", Brückenbastion
  • 1985: Stadtwerke Osnabrück, Brunnenprojekt
  • 1989: Deutsche Genossenschaftsbank Hannover, Wandbilder im Sitzungsraum
  • 1990: Hauptverwaltung Techniker Krankenkasse, Hamburg, Wandgestaltung
  • 1990: Gedenkstätte und Mahnmal für die Synagoge in Hannover
  • 1992: Industrie- und Handelskammer Hannover, Rauminstallation
  • 1993: Arbeitsamt Bremerhaven, Lichtinstallation
  • 1994: Finanzamt Winsen/Luhe, Lichtkuppelobjekt "Stücke vom Himmel"
  • 1995: Hannover Rückversicherung AG, Rauminstallation im Casino
  • 1997: Flughafen Hannover, Stahlskulptur "up and away"
  • 1998: Flughafen Hannover, Brunnenanlage
  • 1999: Firma TRUMPF, Ditzingen, Wandgestaltung in der Laserfabrik
  • 2000: Herrenhäuser Kirche, Hannover, "Christusbrunnen"
  • 2002: Herrenhäuser Kirche, Hannover, Installation "Raum der Stille"
  • 2004: Antiquariat "Sanary LA", Hannover, Deckenobjekt "Himmel über den Büchern"
  • 2008: Georgstraße Hannover, Leibnizdenkmal

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben seinen Kunstwerken hat er 2013 ein Buch mit Bildern seines malerischen Schaffens herausgebracht. Der Bildband wird von einem Essay des Journalisten Michael Stoeber eingeleitet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stefan Schwerdtfeger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Schwerdtfeger auf zuklampen.de