Stephan Wagner (Regisseur)

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Stephan Wagner bei der Verleihung des Grimme-Preises 2014

Stephan Wagner (* 15. November 1968 in Mainz) ist ein deutscher Film- und Fernsehregisseur und Drehbuchautor. Er ist Sohn des Mikrobiologen Hermann Wagner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephan Wagner besuchte ab 1978 in Mainz das Rabanus-Maurus-Gymnasium, wo er 1987 Abitur machte. 1989 zog er nach Österreich. Dort nahm er 1990 das Studium in den Klassen Filmregie und Drehbuch an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Abteilung Film & Fernsehen (Filmakademie Wien) in Wien auf. Seine in diesem Zeitraum entstandenen Kurzfilme wurden auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt. Höhepunkt war 1998 die Einladung seines Abschlussfilms Der Hausbesorger oder ein kurzer Film über die Ordnung in den Wettbewerb der Semaine de la Critique der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Zugleich arbeitete er als Regieassistent bei Peter Patzak. 1996 schloss er das Studium der Filmregie als Magister artium mit Auszeichnung ab. Seither betätigte er sich als Drehbuchautor, Produzent und vor allem als Regisseur. 1998 entstand sein Kinodebüt Kubanisch Rauchen mit Simon Licht, Thomas Morris und Seymour Cassel in den Hauptrollen. 1999 kehrte er nach Deutschland zurück. Von hier an wurde er auch für das Fernsehen tätig.

Für seinen Film Dienstreise – Was für eine Nacht erhielt er 2004 den Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion und Unterhaltung, gemeinsam mit den Schauspielern Christoph Waltz und Armin Rohde. 2013 erhielt er einen zweiten Grimme-Preis für Der Fall Jakob von Metzler, gemeinsam mit dem Schauspieler Robert Atzorn und dem Drehbuchautor Jochen Bitzer. Den dritten Grimme-Preis erhielt er 2014 für Mord in Eberswalde gemeinsam mit den Schauspielern Ronald Zehrfeld, Florian Panzner sowie dem Autor Holger Karsten Schmidt und der Szenenbildnerin Zazie Knepper. Nominiert zum Adolf-Grimme-Preis waren außerdem die Filme Wie krieg ich meine Mutter groß? (2005), In Sachen Kaminski (2006), Mütter Väter Kinder (2009) und Polizeiruf 110 – Klick gemacht (2010), Lösegeld (2013) sowie Zwei allein (2015). Daneben wurde Stephan Wagner 2006 für In Sachen Kaminski mit dem Medienpreis Bobby der Lebenshilfe und 2007 mit dem 3sat-Zuschauerpreis des Fernsehfilm-Festivals Baden-Baden für Einsatz in Hamburg – die letzte Prüfung ausgezeichnet. 2009 wurden Drehbuchautor Christian Jeltsch für das Drehbuch und Stephan Wagner für die Regie des Polizeiruf 110 – Klick gemacht mit dem Goldenen Gong ausgezeichnet.

Stephan Wagner ist Mitglied im Bundesverband Regie, wo er im Februar 2005 in den Vorstand gewählt wurde, als auch Mitglied der Deutschen Filmakademie, der Akademie des Österreichischen Films sowie der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Im Dezember 2010 war er Gründungsmitglied der Deutschen Akademie für Fernsehen, deren stellvertretenden Vorsitz er als Vorstand der Sektion Regie bis Oktober 2013 innehatte. Seit 2014 sitzt er für den Bundesverband Regie im Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt (FFA).

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephan Wagner bei Symposium der Deutschen Akademie für Fernsehen 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stephan Wagner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Luley: ARD-Krimi über DDR-Kinderschänder: Im Zweitakter auf Triebtäter-Jagd In: Spiegel Online, abgerufen am 30. Januar 2013.
  2. Heike Hupertz: Harz aber herzlich: Der ARD-Krimi Harter Brocken In: faz.net, abgerufen am 7. März 2015.
  3. Klaudia Wick: Reihe „Tatort – Das Muli“ In: tittelbach.tv, abgerufen am 8. März 2015.
  4. Thomas Gieringer: „Die Akte General“ In: tittelbach.tv, abgerufen am 18. Februar 2016.
  5. Homepage Stadt Wiesbaden FernsehKrimi-Festival 2013, abgerufen am 11. März 2013
  6. http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=1706
  7. http://gep.de/geisendoerferpreis/
  8. http://www.tvfestbar.com/en_home.html