Coop (Schweiz)

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Coop Genossenschaft
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Rechtsform Genossenschaft
Gründung 1890 (VSK), 1969 (Umbenennung in «Coop»)
Sitz Basel, Schweiz
Leitung Joos Sutter
(Vorsitzender der Geschäftsleitung)
Hansueli Loosli
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 85'001 (31. Dezember 2016)[1]
Umsatz 28,3 Mrd. CHF (2016)[1]
Branche Einzelhandel, Grosshandel
Website www.coop.ch

Die Coop Genossenschaft [ˈkoop] gehört zu den grössten Detailhandels- und Grosshandelsunternehmen der Schweiz. Sie ist als Genossenschaft mit rund 2,5 Millionen Mitgliedern organisiert.

Unter dem Eigennamen betreibt Coop Supermärkte, Warenhäuser («Coop City»), Restaurants, Heimwerkerbedarfsgeschäfte («Coop Bau+Hobby»), Apotheken («Coop Vitality») sowie über die Tochtergesellschaft Coop Mineraloel AG Tankstellen- und Convenience-Shops («Coop Pronto»). Der Online-Shop «coop@home» ermöglicht die Bestellung von Artikeln aus dem Coop-Sortiment mit Heimlieferung.[2]

Zur Coop-Gruppe gehören zudem die Unterhaltungselektronik-Ketten «Interdiscount» und «Dipl. Ing. Fust» (inkl. Discounthaus Eschenmoser AG) sowie der Online-Shop microspot.ch, das Möbelhaus «Toptip», der Beleuchtungs-Fachmarkt «Lumimart», die «Import Parfumerie», die «Christ Uhren und Schmuck»-Schmuckgeschäfte und das Kosmetikgeschäft «The Body Shop Switzerland AG». Per 1. Januar 2011 erweiterte Coop mit der vollständigen Übernahme der Transgourmet Holding ihr In- und Auslandsengagement im Gastronomie- und Gewerbegrosshandel. Im März 2014 übernahm Coop die Nettoshop AG, welche im Online-Handel mit Elektrohaushaltswaren schweizweit führend ist, sowie die Marché-Restaurants, die im Bereich der Schweizer Verkehrsgastronomie tätig sind. Anfang April 2016 stieg Coop in die Fitness-Studio-Branche ein mit der Übernahme der Ost-Schweizer Studio-Kette 'Update Fitness'.[3] Per Anfang Januar 2017 übernahm Coop die schweizerische Aperto-Gruppe.[4] Der Gesamtumsatz der Coop Gruppe belief sich 2016 auf insgesamt 28,3 Milliarden Schweizer Franken[1].

Angebot und Dienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von seinen Mitbewerbern im Schweizer Detailhandel beabsichtigt sich Coop durch ein detaillierteres Angebot abzuheben. So bietet Coop neben Artikeln unter Eigenmarken auch zahlreiche Markenprodukte an. Verschiedene Linien decken die Nachfrage nach besonders ökologischen, kulinarisch hochstehenden, sozial profilierten oder kostengünstigen Produkten. Weitere Angebote und Dienstleistungen sind Guthabenkarten für Mobiltelefone («CoopMobile»), Pauschalreisen (ITS Coop Travel, Joint Venture mit Rewe Touristik), Brenn- und Treibstoffe (Coop Mineraloel AG) sowie bis 2017 Finanzdienstleistungen (die frühere Bank Coop wurde 1999 mehrheitlich und 2017 vollständig an die Basler Kantonalbank verkauft; siehe Bank Cler).

Als Kundenbindungsprogramm bietet Coop die sogenannte Supercard an. Weist der Kunde diese bei Einkäufen vor, wird ihm für den generierten Umsatz eine Anzahl Superpunkte auf ein Punktekonto gutgeschrieben. Diese Punkte können dann gegen Prämien eingetauscht werden. Seit dem Sommer 2006 gibt Coop die Supercard Plus an Kunden ab, die auch als Mastercard oder als VISA erhältlich ist. Sie kombiniert die «normale» Supercard mit einer Kreditkarte. So können auch Superpunkte ausserhalb der Coop-Gruppe gesammelt werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coop-Verwaltungsgebäude in Basel
Coop-Laden in Biberist
Coop-Filiale in Rüti ZH
Coop Pronto Tankstelle in Wangen-Brüttisellen

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in vielen Schweizer Städten Konsumvereine gegründet. 1853 und 1869 scheiterten zwei Versuche eines Zusammenschlusses der Konsumvereine von Zürich, Basel, Grenchen, Biel und Olten. Dies war erst bei einer dritten Zusammenkunft am 11. Januar 1890 in Olten möglich, als der Verband Schweizerischer Konsumvereine (VSK) gegründet wurde. Fünf Genossenschaften waren Gründungsmitglieder, am Jahresende zählte der VSK 43 Mitglieder. Mit der steigenden Zahl an Genossenschaften, 407 bis 1915, baute der VSK seine Tätigkeiten und seine Infrastruktur aus. 1902 erschien erstmals das «Genossenschaftliche Volksblatt» als Vorläufer der heutigen Coopzeitung.

Der eigentliche Ausbau erfolgte im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts, doch dieser wurde durch handelspolitische Hemmnisse nach dem Ersten Weltkrieg gebremst. Während des Zweiten Weltkriegs stellte der VSK seine ganze Kraft in den Dienst der Landesversorgung. Nach Kriegsende stiegen sowohl das Schweizer Bruttoinlandsprodukt als auch die Wohnbevölkerung stetig an, so dass mit der Nachfrage auch das Angebot im Einzelhandel zunahm.

Der grösste Einschnitt in der Verbandsgeschichte erfolgte 1969 durch die neue Unternehmenspolitik, die ihre symbolische Umsetzung in der Änderung des Namens VSK zu Coop Schweiz fand. Einen wichtigen Teil der neuen Politik bildete der Fusionsplan, welcher die Zahl der Genossenschaften von damals 407 meist lokalen Dorf- und Stadtgenossenschaften auf etwa 30 bis 40 teilregionale Genossenschaften reduzierte. Spätere Fusionspläne bildeten daraus wiederum Regionalgenossenschaften, deren Zahl Mitte der 1990er-Jahre noch bei 14 lag. Durch den Bau von grossen Supermärkten sank die Zahl der Verkaufsstellen bei zunehmender Verkaufsfläche. Zudem vergrösserte sich durch die Eröffnung von Warenhäusern und Baumärkten in den 1970er- und 1980er-Jahren der Bereich Non Food.

Im Rahmen des Projektes CoopForte schlossen sich auf den 1. Januar 2001 alle 14 regionalen Genossenschaften und Coop Schweiz zu einem Unternehmen zusammen. Auf dieses Datum hin wurde auch der Wechsel zum neuen Logo mit den vier orangen Buchstaben vollzogen.

Im Jahr 2002 übernahm Coop die Warenhauskette EPA, deren Verkaufsstellen sie als Coop-City-Warenhäuser weiterführte. 2003 wurde zudem die Waro AG in die Coop-Gruppe integriert. Die ehemaligen Waro-Filialen wurden zu Coop-Verkaufsstellen verschiedener Verkaufsformate.

Im August 2007 hat Coop für 470 Millionen Franken die zwölf Supermärkte von Carrefour Schweiz übernommen.

Im November 2007 hat Coop nach Zustimmung der Wettbewerbskommission von der Jelmoli Holding das Elektrohaushaltgeräte- und Unterhaltungselektronik-Unternehmen Dipl. Ing. Fust AG, inklusive Service 7000 und netto24 AG, übernommen und als eigenständig am Markt auftretende Tochtergesellschaft in die Coop-Gruppe eingegliedert.[5]

Die nachmalige Bank Coop wurde am 30. Oktober 1927 vom Verband Schweizerischer Konsumvereine zusammen mit dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund als «Genossenschaftliche Zentralbank» gegründet. 1970 beschloss die Delegiertenversammlung der Genossenschafter die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. 1995 erfolgte die Umbenennung in «Coop Bank». Am 20. Dezember 1999 übernahm die Basler Kantonalbank die Mehrheitsbeteiligung; 2001 wurde die Namensänderung zu «Bank Coop» vollzogen. Das Institut gehört als Bank Cler seit 2017 vollständig der Basler Kantonalbank.

Seit 2010 betreibt Coop das Transportunternehmen Railcare mit fünf von Railpool angemieteten Lokomotiven des Typs Bombardier TRAXX und einer Flotte von Lkw und Wechselbehältern. Neben der Belieferung der eigenen Märkte stehen die Leistungen von «railCare» auch anderen Kunden zur Verfügung.[6]

Coop kaufte Ende 2016 die 30 bahnhofsnahen Filialen der Aperto Shops, die ab Januar 2017 Teil der Coop Gruppe werden. Die restlichen 19 Filialen, welche als Tankstellenshop betrieben werden, wurden an den Tankstellenbetreiber Oel-Pool verkauft. Die Geschäfte sollen unter dem bisherigen Namen weiterbetrieben und alle Mitarbeitende übernommen werden[4] Der Kaufpreis für die 30 Filialen soll bei 100 Mio. CHF gelegen haben.[7]

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coop ist aufgeteilt in die vier Verkaufsregionen Suisse Romande, Bern, Nordwestschweiz-Zentralschweiz-Zürich sowie Ostschweiz-Ticino, die über eine eigene Verkaufslogistik und Immobilienstruktur verfügen.

In den vier Regionen und zusätzlich im Tessin gibt es Regionalräte, welche Abgeordnete für die zweimal jährlich stattfindende Delegiertenversammlung wählen. Diese wählt den Verwaltungsrat der Coop-Gruppe.

Daniel Hintermann ist Leiter der Direktion Logistik und Mitglied der Geschäftsleitung von Coop. Die Direktion Logistik ist eine von acht Direktionen beim Detailhändler Coop und beschäftigt rund 4600 Mitarbeitende. Die Coop-Logistik ist in nationale und regionale Verteilzentralen organisiert. Formate wie Coop City oder Coop Bau & Hobby nutzen eigene Logistiklösungen.[8]

Coop ist Mitbegründerin bei der 2014 gegründeten Einkaufsgemeinschaft Core sowie bei der 2015 gegründeten AgeCore.[9]

Produktionsbetriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Basler Fleischverarbeitungsbetrieb Bell AG ist Coop Mehrheitsaktionärin. Als Divisionen der Coop-Gruppe funktionieren verschiedene Produktionsbetriebe, die neben den Coop-Eigenmarken auch Produkte für Dritte produzieren:

  • Swissmill, Zürich: Mehl, Mehlmischungen, Hartweizengriess, Polenta, Haferflocken, Extruderprodukte. Swissmill ist die grösste Getreidemühle der Schweiz und zählt europaweit zu den modernsten Unternehmen der Branche. Sie verarbeitet jährlich über 200 000 Tonnen Getreide und stellt mehr als 100 verschiedene Produkte her und ist führend in der Verarbeitung von Getreide mit der Knospe von Bio Suisse.
  • Steinfels Swiss, Winterthur: Naturkosmetik, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel, Hygieneprodukte, Systemlösungen. Steinfels Swiss entwickelt, fertigt und vermarktet jährlich mehr als 18 000 Tonnen an hochwertigen Reinigungsmitteln und Körperpflegeprodukten für private Haushalte, Gewerbe und Grossverbraucher. Mit ihrem Angebot an nachhaltigen Produkten ist Steinfels Swiss schweizweit führend. Die Absatzmärkte sind Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Afrika und China.
  • Coop Bäckereien: Frischbrote, Tiefkühlbrote, Kuchen und Gebäck, Torten und Patisserie-Artikel, Saisonartikel, regionale Spezialitäten und Verkaufsteige. Insgesamt produzieren die fünf Grossbäckereien jährlich rund 44 300 Tonnen Backwaren und Teiglinge. In den Hausbäckereien von schweizweit 46 Coop-Supermärkten werden weitere 6 300 Tonnen frische Brote und Konditoreiwaren hergestellt. Beim Coop-Logistikzentrum im aargauischen Schafisheim wurde 2016 die grösste Bäckerei der Schweiz eröffnet.[10] Die Absatzmärkte sind Schweiz, Deutschland und Italien.
  • Reismühle Brunnen: Reissorten aus aller Welt, Reismischungen. Bio, fairtrade, koscher oder halal – die Reismühle Brunnen veredelt über 55 Reissorten aus aller Welt und verkauft jährlich über 10 000 Tonnen Produkte. Im Bereich Fairtrade ist sie auf dem europäischen Markt führend. Die Absatzmärkte sind Schweiz und Europa.
  • Nutrex, Busswil BE: Essig und Essigspezialitäten für Detailhandel und Industrie. Nutrex produziert und vermarktet jährlich über 7,9 Millionen Liter Essig in über 30 verschiedenen Variationen für Retail, Gastronomie und Industrie. Der Betrieb produziert Bio-, Fairtrade- und koscheren Essig. Die Absatzmärkte sind Schweiz und Europa.
  • Pearlwater Mineralquellen, Termen: Mineralwasser und zuckerhaltige Limonaden, abgefüllt in PET-Flaschen; 20-Liter-Container Mineralwasser für den Offenausschank. Pearlwater füllt jährlich rund 100 Millionen Liter Mineralwasser und Softdrinks ab, darunter die Coop-Eigenmarken «Swiss Alpina» und «Prix Garantie».
  • Bananenreiferei, Kaiseraugst: Bananen, exotische Früchte wie Ananas und Kiwi, Trockenfrüchte. Die Bananenreiferei reift und konfektioniert Bananen und weitere exotische Früchte, lagert und kommissioniert Trockenfrüchte. Hier reifen unter anderem jährlich rund 25 000 Tonnen Bananen und über 3 000 Tonnen Ananas. Der Betrieb gehört zu den technisch und ökologisch fortschrittlichsten in Europa.

Coop Produktionszentrum in Pratteln[11]:

  • Chocolats Halba: Tafelschokolade, Pralinen, Festtagssortimente, Industrieschokolade (Couverture, Füllungen). Chocolats Halba produziert jährlich rund 13 000 Tonnen Schokolade für Handel und Industrie. Knapp ein Drittel davon geht in den Export. Die Absatzmärkte sind Schweiz, Europa, Nordamerika, Asien und Australien.
  • Sunray: Trockenfrüchte, Nüsse, Kerne, Trockenpilze und -gemüse, Hülsenfrüchte, Gewürze und Kräuter, Zucker, Speiseöle, Backmischungen und Dessertprodukte, Backzutaten. Sunray beschafft weltweit rund 56 000 Tonnen Rohwaren, mehrheitlich direkt aus dem Ursprungsgebiet, und veredelt sowie konfektioniert diese. 34 600 Tonnen Lebensmittel werden zu rund 600 Produkten verarbeitet und in 70 Millionen Verpackungen abgefüllt. Die Absatzmärkte sind Schweiz und Europa.
  • Cave: Weissweine, Roséweine, Rotweine, Süssweine, Schaumweine. Die Weinkellerei von Coop vinifiziert Most aus sieben Kantonen der Schweiz. Weine aus der ganzen Welt werden gepflegt, veredelt und abgefüllt sowie konfektioniert. Aromatisierte weinhaltige Getränke runden das Sortimentsspektrum ab. Mit einer jährlichen Füllleistung von 36 Millionen Flaschen ist Cave die grösste Weinkellerei der Schweiz.

Aktivitäten im Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit ihren Verkaufsstellen operiert Coop grundsätzlich nur in der Schweiz. 2005 gründete Coop – als erstes Engagement im Ausland – zusammen mit der deutschen Rewe Group die Transgourmet Holding. Diese ist im Belieferungs- und Abholgrosshandel in Frankreich und der Schweiz tätig.

Im Jahr 2006 erreichten das Cash-and-Carry-Geschäft mit Prodega/Growa CC und der Belieferungsgrosshandel mit Howeg/Bell einen Umsatz von 1,3 Milliarden Franken. In Frankreich setzten die Firmen Aldis Service Plus und Prodirest rund 1,1 Milliarden Euro um.

Zum 1. Januar 2011 übernahm Coop von Rewe sämtliche Anteile von Transgourmet. Die Gruppe erwirtschaftet 2015 einen Jahresumsatz von 7,5 Milliarden Franken und ist in der Schweiz durch Tochterfirmen wie Howeg, Prodega und Growa vertreten.

In der Beschaffung arbeitet Coop mit den Detailhandelsunternehmen Colruyt (Belgien), Conad (Italien) und Rewe Group (Deutschland) in der europäischen Beschaffungsallianz Core (bis 2013 in deren Vorgängerorganisation Coopernic auch mit dem französischen Unternehmen E.Leclerc) zusammen. Im November 2007 gab Coop bekannt, dass die damaligen Partner von Coopernic gemeinsam 80 % der litauischen Einzelhandelskette IKI übernehmen werden.[12] Der Verkaufspreis wurde nicht bekanntgegeben, dürfte aber knapp unter einer Milliarde Franken gelegen haben.[13]

Beim Projekt Sustainia des Weltgipfels Rio 2012 wurde die Produktelinie Naturaline von Coop als eines von hundert weltweit vorbildlichen und visionären Projekten im Bereich Handel mit biologischen und fair gehandelten Textilien geehrt. Eine unabhängige Kontrollinstanz überprüft regelmässig, ob die ökologischen und sozialen Anforderungen bei jedem Prozessschritt eingehalten werden. Die CO2-neutral produzierte Bio-Baumwolle wird für Coop in Indien und Tansania hergestellt. Dabei wurden auch vor Ort soziale Projekte wie Biogasanlagen oder 17 Dorfschulen für 750 Schulkinder realisiert.[14]

80 Prozent des Geflügelfleisches kauft Coop in der Schweiz ein. Der Anteil an Schweizer Fleisch insgesamt beträgt 85 %. Die Produktion bei den Schweizer Produzenten soll ausgebaut werden. Coop will bei den ausländischen Produzenten die Standards beim Tierschutz anheben. Die Coop-Lieferanten in Frankreich werden die Freiland-Truthahn-Produktion ausbauen.[15]

Im gesamten Bereich Grosshandel / Produktion erzielte Coop 2015 einen Nettoerlös von 10,6 Milliarden Franken.

Nachhaltigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2015 erwirtschaftete Coop einen Nettoerlös von über 3,1 Milliarden Franken mit Nachhaltigkeits-Eigenmarken und -Gütesiegeln (Naturaplan, Naturafarm, Oecoplan, Naturaline, Pro Montagna, Pro Specie Rara, Slow Food, Max Havelaar, Bio, MSC, FSC und Topten).

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik des «Beobachters» an Coop-Werbekampagne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konsumentenmagazin Der Schweizerische Beobachter kritisierte in einem 2007 erschienenen Artikel eine damalige Werbekampagne von Coop. Bemängelt wurde, dass in der Kampagne «ein Hohelied auf den Umweltschutz» angestimmt werde, während Coop gleichzeitig billige Flugtickets für Swiss verkaufe.[16]

Probleme im Fleischverkauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 erhoben ehemalige Mitarbeiter von Coop-Filialen schwere Vorwürfe: Sie hätten regelmässig Fleisch vom Selbstbedienungs-Regal auspacken und auch Tage nach dem Verbrauchsdatum an der Frischfleisch-Theke verkaufen müssen. Auch bei der Herkunft des Fleisches mussten Angestellte hinter dem Buffet Kunden täuschen, zum Beispiel Import-Geflügel mit Schweizer Poulet vermischen und als solches verkaufen. Offiziell waren 24 Filialen in 7 Kantonen betroffen.[17][18][19][20]

2013 wurde anlässlich des Pferdefleischskandals in einigen Fertiggerichten Pferdefleisch statt des deklarierten Rindfleisches gefunden.[21][22]

Falschaussagen zur Schweinehaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Urteil vom 27. April 2017 verpflichtet ein Gericht die COOP-Genossenschaft – unter Strafandrohung bei Ungehorsam – folgende Behauptungen wortwörtlich und sinngemäss zu unterlassen: «Coop habe keine Naturafarm Porc Betriebe in den zwei vom VgT in den VgT-Nachrichten 16-4 vom Dezember 2016, Seite 13 und 14 genannten Gemeinden Niederösch und Bätterkinden. Der Bericht des VgT sei falsch und es sei nicht das erste Mal, dass der VgT durch falsche und damit unseriöse Berichterstattung auffalle.»[23][24] Coop hatte zuerst noch versucht die Angelegenheit zu leugnen.[25]

Zusammenfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Coop-Gruppe hat ihren Sitz in der Schweiz und ist im Detailhandel, im Grosshandel und in der Produktion tätig. Zur Coop-Gruppe zählen Ladenformate aus den Bereichen Food, Non-Food und Dienstleistungen. Coop bietet die grösste Markenvielfalt im Schweizer Detailhandel und zeichnet sich durch ein breites ökologisch und sozial profiliertes Sortiment sowie durch Nachhaltigkeitsleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus. Mit der Transgourmet Holding AG ist Coop die Nummer zwei im europäischen Abhol- und Belieferungsgrosshandel. Gesamthaft führt die Coop-Gruppe gegen 2'500 Verkaufsstellen im Detailhandel in der Schweiz und 124 Cash+Carry-Märkte (Abholgrosshandel) in der Schweiz und im europäischen Ausland. Die Coop-Gruppe beschäftigt rund 85'000 Mitarbeitende, davon rund 55'000 in der Schweiz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Handschin: Der Verband schweiz. Konsumvereine (VSK) - 1890-1953. VSK, Basel 1954 (= Genossenschaften in aller Welt, Band 2)
  • Werner Kellerhals: Coop in der Schweiz: Materialien zur Entwicklung der Coop Schweiz und der Coop-Genossenschaften seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Coop Schweiz, Basel 1990.
  • Vinzenz Winkler: COOP und MIGROS. Genossenschaften in Konkurrenz und im Wandel der Zeit. Rüegger, Zürich / Chur 1991, ISBN 3-7253-0385-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Coop (Switzerland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Dokumentation zur Coop Bilanzmedienkonferenz. Coop Genossenschaft, 14. Februar 2017; abgerufen am 27. Februar 2017.
  2. coop@home offizielle Website.
  3. Coop übernimmt Update Fitness. Thurgauer Zeitung Online, 12. April 2016; abgerufen am 7. August 2016.
  4. a b Coop kauft Aperto-Bahnhof-Shops. nzz.ch, 23. Dezember 2016; abgerufen am 8. Januar 2017.
  5. Die Schweizer Wettbewerbskommission stimmt der Übernahme von Fust durch Coop zu. 26. November 2007; abgerufen am 18. September 2009.
  6. In: Schweizer Eisenbahn-Revue, 1/2013, S. 40. Webseite von railCare.
  7. Stolzer Preis für Aperto. blick.ch, 8. Januar 2017; abgerufen am 8. Januar 2017.
  8. Logistikzukunft: «Amazon geht eigenen Weg» In: handelszeitung.ch, 01. Dezember 2017, abgerufen am 4. Dezember 2017.
  9. Kein Beck's mehr im Supermarkt? In: weser-kurier.de, 8. Dezember 2017, abgerufen am 12. Dezember 2017.
  10. Grösste Bäckerei der Schweiz ist eröffnet
  11. Coop eröffnet Logistikzentrum und Schokoladenfabrik in Pratteln. SRF, 26. Oktober 2017, abgerufen am 1. November 2017.
  12. Coop wagt einen ersten Schritt ins Ausland. NZZ Online, 29. November 2007; abgerufen am 18. September 2009.
  13. Coop geht ins Ausland. (Audio-Stream) Echo der Zeit auf DRS2, 28. November 2007.
  14. coop.ch (abgerufen am 22. Juni 2012).
  15. coop.ch (abgerufen am 11. Juli 2012).
  16. Von wegen Öko. Der Schweizerische Beobachter, 2007
  17. Abgelaufenes Fleisch im Offenverkauf. SF Tagesschau, 4. Oktober 2011; abgerufen am 4. Oktober 2011.
  18. Coop schummelt beim «Frischfleisch». SF Tagesschau, 8. Oktober 2011; abgerufen am 8. Oktober 2011.
  19. Weitere Metzger packen aus. SF Tagesschau, 8. November 2011; abgerufen am 8. November 2011.
  20. Kunden meiden Coop-Fleisch. SF Tagesschau, 13. November 2011; abgerufen am 13. November 2011.
  21. Coop-Lasagne enthält Pferdefleisch. Abgerufen am 17. Februar 2013.
  22. blick.ch
  23. Bezirksgericht Münchwilen: Entscheid vom 27. April 2017 In: vgt.ch, abgerufen am 8. Dezember 2017.
  24. Bezirksgericht Münchwilen: Entscheid vom 30. November 2017 In: vgt.ch, abgerufen am 8. Dezember 2017.
  25. Wie COOP die Konsumenten belügt und Massentierquälerei fördert In: vgt.ch, abgerufen am 8. Dezember 2017.