Sumio Mabuchi

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Sumio Mabuchi

Sumio Mabuchi (jap. 馬淵 澄夫, Mabuchi Sumio; * 23. August 1960 in Nara, Präfektur Nara) ist ein japanischer Politiker der Kibō no Tō (Partei der Hoffnung), ehemaliger Abgeordneter im Shūgiin (Abgeordnetenhaus), dem Unterhaus des Kokkai (Nationalparlament), für den 1. Wahlkreis Nara und ehemaliger Transportminister.

Mabuchi studierte Bauingenieurwesen an der Staatlichen Universität Yokohama und arbeitete nach seinem Abschluss 1982 für Mitsui Kensetsu, ab 1990 für den Büro- und Computerzubehörhersteller General K.K. Bei der Shūgiin-Wahl 2000 kandidierte Mabuchi in seinem Heimatwahlkreis Nara 1 für die Demokratische Partei, unterlag aber Masahiro Morioka (LDP). Im zweiten Anlauf konnte er den Wahlkreis 2003 gewinnen und wurde seitdem viermal wiedergewählt.

Im Shūgiin war Mabuchi unter anderem Mitglied des Haushalts- und des Kabinettsausschusses, in der Demokratischen Partei Vorsitzender des Präfekturverbandes Nara und stellvertretender Vorsitzender des Politikforschungsrates. 2009 wurde Mabuchi Staatssekretär (Fuku-daijin; „Vizeminister“) im Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr und wirkte in dieser Funktion maßgeblich am Gesetzentwurf für die Abschaffung der Maut auf Teilen des Autobahnnetzes mit. Im September 2010 wurde er von Naoto Kan zum Nachfolger von Seiji Maehara als verantwortlicher Minister ins Kabinett Kan berufen und übernahm auch die Zuständigkeit für Okinawa und die „Nördlichen Territorien“. Im November 2010 verabschiedete die Oppositionsmehrheit im Sangiin einen nicht bindenden Misstrauensantrag (monseki ketsugi) gegen Mabuchi. Bei einer Kabinettsumbildung im Januar 2011 ersetzte ihn Naoto Kan durch Akihiro Ōhata.

Von September 2016 bis 2017 führte Mabuchi die Wahlkampfzentrale der im Frühjahr 2016 gegründeten Demokratischen Fortschrittspartei.

Bei der Shūgiin-Wahl 2017 kandidierte Mabuchi für die Kibō no Tō von Yuriko Koike, unterlag aber im 2017 um die Stadt Ikoma vergrößerten Wahlkreis Nara 1 mit 39,7 % der Stimmen dem Liberaldemokraten Shigeki Kobayashi (40,8 %) – mit einer sekihairitsu von 97,2 % nicht knapp genung, um einen der drei Kibō-Sitze bei der Verhältniswahl in Kinki zu gewinnen, wo Mabuchi auf der Kibō-Liste nur den vierten Platz erreichte. Dadurch ist er aber der erste potientielle Nachrücker für den Fall, dass einer der drei Sitze vakant wird.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sumio Mabuchi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Yomiuri Shimbun: Wahlergebnisse Shūgiin 2017, Mehrheitswahl Nara & Verhältniswahl Kinki