Tatort: Die Wahrheit

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Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelDie Wahrheit
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
Bayerischer Rundfunk
Länge88 Minuten
EinordnungFolge 997 (Liste)
Erstausstrahlung23. Oktober 2016 auf Das Erste
Stab
RegieSebastian Marka
DrehbuchErol Yesilkaya
ProduktionMichael Polle
MusikThomas Mehlhorn
KameraWilly Dettmeyer
SchnittDirk Göhler
Besetzung

Die Wahrheit ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom Bayerischen Rundfunk produzierte Beitrag ist die 997. Tatort-Episode und wurde am 23. Oktober 2016 im Ersten erstgesendet. Das Münchner Ermittlerduo Batic und Leitmayr ermittelt seinen 73. Fall, der im Tatort: Der Tod ist unser ganzes Leben wieder aufgegriffen wird.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benjamin Schröder findet beim Einkaufsbummel mit seiner japanischen Ehefrau Ayumi und dem sechsjährigen Sohn Taro einen Mann vor einer Bankfiliale auf dem Boden liegend vor. Er will dem vermeintlich Betrunkenen helfen – der sticht aber mehrmals mit einem Messer zu. Der Täter kann trotz zahlreicher Augenzeugen entkommen, kurze Zeit später stirbt Ben im Krankenhaus. Batic und Leitmayr ermitteln anhand der Vielzahl von Beobachtungen der Zeugen, die sich teilweise widersprechen. Immer wieder werden Verdächtige verhaftet, aber die Indizien reichen nie. Dezernatsleiter Maurer löst die Soko schließlich auf, ohne dass der Täter gefasst worden wäre.

Batic, der unter Schlaflosigkeit und Panikanfällen leidet, freundet sich mit Taro und Ayumi an. Ein Verdächtiger wird mit derselben Tatwaffe erstochen. Die Fallanalytikerin Lerch erstellt ein Täterprofil eines narzisstischen Psychopathen. Auf der Fahrt zu ihrem neuen Job liest sie eine Zeitungsnachricht, in der Ayumi den Täter als Feigling bezeichnet, und alarmiert Batic und Leitmayr. Das Team erreicht die Familie rechtzeitig, um einen weiteren Mord zu verhindern, aber der Täter entkommt. Taro erkennt den Täter auf einem Polizeifoto. Der Täter entgeht seiner Verhaftung durch einen Fenstersprung in den Tod. Tatsächlich ist dieser Täter nur Augenzeuge des ersten Anschlags, wobei er die Tatwaffe an sich gebracht hatte. Wer der erste Täter war, dessen DNA-Spur den zweiten Täter für den Mord an Ben entlastet, bleibt unbekannt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde vom 3. Mai 2016 bis zum 3. Juni 2016 in München gedreht.[1] Als Tatort diente der Bereich um die Sparkassenfiliale am Leonrodplatz. In der Folge Der Tod ist unser ganzes Leben (1021) aus dem Jahr 2017 findet der Fall eine Fortsetzung.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Bei aller spielerischen Eleganz gibt es in den Krimis von Yesilkaya und Marka dann aber immer wieder richtig böses Angstkino. So wenden sie den neuen Münchner 'Tatort' auf einmal in einen Serienkiller-Schocker und von da noch einmal zum Slasher-Movie. Eine stilistische Achterbahnfahrt, die vor allem die schon in der letzten Folge arg in Mitleidenschaft gezogenen Ermittler blass und ausgelaugt zurücklässt. Irgendwann schaufelt Leitmayr in einer Karaoke-Bar Erdnüsse in sich hinein und schaukelt dabei den Kopf, als leide er an Hospitalismus, während über die Gesangsanlage eine schaurige Version von Metallicas 'Nothing Else Matters' jault. Ein scheußlicher, ein schöner 'Tatort'.“

„Kein flaches Gerede, schöne Bilder, ein klar strukturierter und komponierter Tatort, in dem die Handlungsfäden sauber miteinander vernäht werden.“

Der Film-Dienst urteilte: „Fesselnder (Fernsehserien-)Krimi […]. Fernab jeder gängigen Dramaturgie verdichtet er sich zu einer intensiven Reflexion über die Relativität von Wahrheit.“[4]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstausstrahlung von Die Wahrheit am 23. Oktober 2016 wurde in Deutschland von 9,52 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 26,0 % für Das Erste.[5]

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde 2017 für den Grimme Preis[6] und den Hamburger Krimipreis[7] nominiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tatort: Die Wahrheit bei crew united
  2. Christian Buß: Sadistischer "Tatort" aus München. Das Leben ist ein langer, ruhiger Stuss. Spiegel Online, 21. Oktober 2016, abgerufen am 4. November 2017: „Bewertung: 8 von 10 Punkten“
  3. Holger Gertz: Wenn Kommissare versagen. Süddeutsche Zeitung, 21. Oktober 2016, abgerufen am 21. Oktober 2016: „Sehenswert.“
  4. Tatort - Die Wahrheit. In: Filmdienst. Abgerufen am 26. März 2019.
  5. Sidney Schering: Primetime-Check: Sonntag, 23. Oktober 2016. Quotenmeter.de, 24. Oktober 2016, abgerufen am 24. Oktober 2016.
  6. Nominierungen - Grimme-Preis. Abgerufen am 5. August 2017.
  7. Die Nominierten 2017. In: Studio Hamburg GmbH. (studio-hamburg.de [abgerufen am 5. August 2017]).