Tujamo

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Tujamo live beim Airbeat One 2017

Tujamo (* 1988 in Detmold; eigentlich Matthias Richter) ist ein deutscher DJ und Produzent aus Augustdorf bei Detmold.[1]

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 17 Jahren begann Matthias Richter alias Tujamo als DJ. 2007 gewann er einen DJ-Wettbewerb im Club Index in Schüttorf und wurde dort Resident DJ. Er begann eigene Tracks zu produzieren und machte sich schnell über Deutschland hinaus einen Namen als DJ und Remixer.[2] Seinen ersten größeren Dancehit erlangte er 2012 gemeinsam mit dem deutschen DJ-Duo Plastik Funk und dem Titel Who, der Platz zwei der Deutschen Dance Charts erreichte.[3] 2014 erschien eine Vocal-Version des Tracks mit dem Titel Dr. Who in Zusammenarbeit mit dem Rapper Sneakbo. Der Track konnte eine Platzierung in den offiziellen britischen Single-Charts erreichen.

Noch im selben Jahr produzierte er gemeinsam mit dem US-Amerikaner Steve Aoki und dem Briten Chris Lake den Titel Boneless, der im November 2013 in die deutschen Singlecharts einstieg. Wenige Monate später begann das Trio an einer Vocal-Version des Liedes zu arbeiten. Als Songwriter engagierten sie den Kanadischen Singer-Songwriter Jenson Vaughan, als Sänger und Rapper holten sie Kid Ink ins Studio. Der Remix verschaffte unter Anderem einen Einstieg in die Single-Charts der USA und Kanada.

Einen weiteren Erfolg landete Tujamo in Zusammenarbeit mit dem belgischen DJ-Duo Dimitri Vegas & Like Mike sowie dem brasilianischen Produzenten-Duo Felguk. Das Lied, das den Namen Nova trägt, erschien im September 2014 über Dimitri Vegas & Like Mikes Plattenlabel „Smash the House“. Bemerkenswert an dem Song ist, dass er im klassischen Tujamo-Stil aufgenommen wurde und sein Stil somit die Grundlage des Drops bildet. 2015 veröffentlichte er seine Solo-Single Booty Bounce, die sich zu einem großen Club-Hit entwickelte. Auch hier erschien eine Vocal-Version, die der Produzent gemeinsam mit dem britischen Sänger Taio Cruz aufnahm, die dem Lied erste Chartplatzierungen einbrachte. Zudem veröffentlichte er auf seine Soundcloud-Kanal den Titel Christmas Bounce, der Booty Bounce gleicht, jedoch wurde der Drop in der Melodie von Jingle Bells gestaltet.

Am 21. März 2016 erschien das Lied Drop That Low (When I Dip), eine Cover zu der 2012 erschienenen Single When I Dip von den Bingo Players. Diese wurde in der EDM-Szene zu einem großen Erfolg und setzte sich für rund eine Woche an die Spitze der Beatport-Charts und zählte nach einem Jahr bereits über 30 Millionen Views auf Facebook. Mit dem Vocal-Track Keep Pushin’ setzte er nach. Hinter dem Gesang steckt die US-amerikanischen Sängerin Inaya Day.

Der Track BOOM! wurde am 12. September 2016 veröffentlicht. Diese basiert neben seinem typischen Klängen auf einem sich ständig wiederholenden Boom-Vocal-Loop. Diese rückte auf Beatport bis auf Platz drei vor und zählte nach wenigen Monaten mehrere Millionen Aufrufe. Make U Love Me erschien am 13. Februar 2017 als Crossover mit vielen Funk- und Future-House-Elementen.[4]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Single-Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[5][6] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US BelgienBelgien BEF BelgienBelgien BEW
2012 Who1 21
(4 Wo.)
43
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. April 2012
(mit Plastik Funk)
2013 Boneless2
Neon Future I
49
(6 Wo.)
42
(3 Wo.)
90 Gold
(3 Wo.)
44
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. August 2013
(mit Steve Aoki & Chris Lake)
2014 Nova
Bringing the World the Madness
2
(10 Wo.)
23
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. September 2014
(vs. Dimitri Vegas & Like Mike & Felguk)
2015 S.A.X. 48
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Januar 2015
(mit Laidback Luke)
Booty Bounce 83
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 2015
(mit Taio Cruz)
1 UK-Platzierung bezieht sich auf die 2013 erschienene Vocal-Version Dr. Who mit Sneakbro
2 US-Platzierung bezieht sich auf die 2014 erschienene Vocal-Version Delirious mit Kid Ink

Weitere Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011:

  • Mombasa
  • Switch It
  • Do It All Night

2012:

  • There It Is

2013:

2014:

2015:

  • All Night (mit Jacob Plant)
  • Booty Bounce
  • Cream (mit Danny Ávila)
  • Christmas Bounce

2016:

  • Drop That Low (When I Dip)
  • Keep Pushin' (mit Inaya Day)
  • BOOM!
  • Make U Love Me

2017:

  • One On One (mit Sorana)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Herr der Clubs und Plattenteller – DJ aus Augustdorf stürmt in den Charts nach vorn, Lippische Landes-Zeitung, 9. Juli 2014
  2. Interview, Update-City, 30. Mai 2012
  3. One Night with Tujamo, Veranstaltungshinweis, Allgäu Live-In, Dezember 2013, Seite 31
  4. Daniel Leinen:Tujamo - Make You Love Me auf „Dance-Charts“
  5. Chartquellen: DE AT UK
  6. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]