Showtek

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Showtek
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Sjoerd Janssen (hinten) & Wouter Janssen (vorne rechts) zusammen mit Jamaika-Musiker GC (vorne links) live beim Airbeat One 2017
Sjoerd Janssen (hinten) & Wouter Janssen (vorne rechts) zusammen mit Jamaika-Musiker GC (vorne links) live beim Airbeat One 2017
Allgemeine Informationen
Herkunft Eindhoven, Niederlande
Genre(s) Big-Room, Electro-House, Future-Bass, Hardstyle
Gründung 2001
Website www.showtek.nl
Aktuelle Besetzung
Sjoerd Janssen (* 1984)
MC, Produzent
Wouter Janssen (* 1982)
Begleitmusiker bei Live-Auftritten
MC, Sänger
Sonny Wilson (* 1980)
Sänger
Andre „GC“ Fennell (* 1988)

Showtek ist ein niederländisches Produzenten- und DJ-Duo, bestehend aus den Brüdern Sjoerd Janssen (alias DJ Duro) und Wouter Janssen (alias Walt). Bekanntheit erlangten sie erstmals im Jahr 2003 im Bereich des Hardstyle, während sie 2013 mit dem Electro-House-Lied Booyah einen Welthit feierten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

bis 2010: Aufstieg in der Hardstyle-Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwei Brüder wuchsen in Eindhoven, Niederlande auf und wurden bereits in jungen Jahren von der elektronischen Musik inspiriert. Im Jahr 2001 gründeten sie letztlich das Projekt Showtek und begannen sowohl als Remixer, als auch mit eigenen Liedern im Bereich des Hardstyle auf sich aufmerksam zu machen.

Im März 2003 gelang dem Duo mit dem Track Seid ihr bereit der internationale Durchbruch. Parallel begann eine Zusammenarbeit mit dem Medienunternehmen ID&T, welches ihnen den Zugang zu unterschiedlichen Festivals verschaffte. Des Weiteren folgten Verwendungen ihrer Lieder auf zahlreichen Samplern, sowie Auftritte auf Veranstaltungen wie Qlimax, Hardbass oder InQontrol. Ende 2008 tourten sie als X-Qlusive Showtek[1] in Australien.

2009 setzten die Janssen-Brüder die Hardstyle-Kompilation-Serie des Produzenten Blutonium Boy fort und schafften es mit ihren Tracks auf Sampler wie Hardstyle Vol. 18.[2] Ihre eigenen Tonträger wurden allesamt über ihr eigenes Label Dutch Master Works veröffentlicht.

2010 bis 2012: Entfernung vom Hardstyle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Showtek bei einem Live-Auftritt (2009)

Im Februar 2010 gaben Showtek bekannt, dass sie keine weiteren Buchungen von der Platinum Agency entgegennehmen werden, da sie sich vom Hardstyle-Genre weiter entfernen werden, um ihren eigenen Stil zu verkörpern.[3] Dennoch erschienen bei Kollaborationen mit anderen Hardstyle-Projekten wie Noisecontrollers bei der Single Get Loose ausgewählte Lieder im ursprünglichen Showtek-Stil. Hingegen konnte den größten Erfolg des Liedes Get Loose, ein Remix von Tiësto einbringen.

Aufgrund des schwindenden Erfolgs entwickelte sich die Musikrichtung des Duos zur House-Musik, vorwiegend und Electro-House. Mit dem Track Cannonball, den sie in Zusammenarbeit mit dem ebenfalls niederländischen DJ und Produzenten Justin Prime aufnahmen, erschien ihre erste EDM-Veröffentlichung, die innerhalb von kürzester Zeit bis in die Top-10 der niederländischen Single-Charts vorrücken konnte. Die, ein Jahr später erschienene Vocal-Version Earthquake mit dem US-amerikanischen Singer-Songwriter Matthew Koma brachte dem Track letztlich auch in die britischen Single-Charts.

How We Do erschien am 30. Juli 2012 und entstand in Zusammenarbeit mit Hardwell. Der Track entwickelte sich zu einem fortwährenden Festival-Hit. Hey wurde in Kollaboration mit dem Newcomer-Duo Bassjackers veröffentlicht. Hey konnte bis in die Top-10 der Beatport-Charts vorrücken. Mit dem Lied Slow Down, dem offiziellen Anthem zum Emporium-Festival 2013, erreichten sie ein weiteres Mal die niederländischen Charts.

2013: Durchbruch im Big-Room-Genre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Nachfolgesingle Booyah veröffentlichte Showtek in Zusammenarbeit mit dem Produzententeam We Are Loud! und dem niederländischen Sänger Sonny Wilson ihren bisher größten Erfolg. Das Stück erreichte die Charts in über 12 Ländern sowie Top-10- und Nummer-eins-Platzierungen diverser Dance-Charts. Mit dem noch im selben Jahr erschienene Track We Like to Party führten sie den Stil des Lieds Booyah fort. Der Song erreichte bereits nach kurzer Zeit die Top 40 in den Niederlanden. Parallel produzierten sie gemeinsam mit dem deutschen Komponisten und Produzenten für den US-amerikanischen Sänger Chris Brown das Lied Nobody’s Perfect. Kurz darauf veröffentlichte das Duo mit Tryna Loules, der Freundin Hilberts, den Track Wasting Our Lives, eine Vocalversion zu We Like to Party.

Es folgte eine Kollaboration mit dem französischen DJ und Produzenten David Guetta. Daraus entstanden die Lieder Bad, No Money No Love und Sun Goes Down, bei denen ebenfalls die Musiker Magic!, Vassy, Nicky Romero und Manian (Twoloud) mitwirkten. Insbesondere die erste Single-Veröffentlichung Bad konnte in über 10 Ländern bis in die Top 5 vorrücken.

Der am 29. Dezember 2014 erschienenen Track 90s by Nature entstand in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Sänger und Rapper MC Ambush. Stilistisch ist das Stück an den aktuellen Big-Room- und den klassischen 1990er-Jahre-Tech-House-Stil angelehnt.

Am 15. Juni 2015 erschien das Lied Statisfied, das von Vassy gesungen wurde. Hierbei ließen sie sich von der aufstrebenden Popularität des Future-House-Stils beeinflussen. 2015 erschien lediglich das Lied Sun Goes Down mit David Guetta aus dem Vorjahr als Single. Nach Single-Release rückten sie unter anderem in Deutschland, Belgien und Freitag in die Charts vor. In das Jahr 2016 starteten sie mit der Single N2U, die in Zusammenarbeit mit DJane Eva Shaw entstand. Bereits 2014 arbeiteten sie bei dem Lied Space Jungle zusammen. An dieser Single war ebenfalls Martha Wash von den Weather Girls beteiligt. Der Track basiert auf Charakterzügen des Liedes Show Me Love von Robin S.[4] Parallel erschien eine vierte Single mit David Guetta. Diese trägt den Titel The Death of EDM und erhielt massig Kritik durch die Ähnlichkeit zu Gesaffelsteins Pursuit aus dem Jahr 2013.[5]

2016: Mellow: Rückkehr zum Hardstyle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Showtek auf der XStatic 2010 in Kopenhagen

Am 12. August 2016 kehrten sie mit ihre Kollaboration Mellow mit Technoboy und Tuneboy zu ihrem klassischen Hardstyle-Stil zurück. Der Track erhielt viel Lob und wurde Teil etlicher Sets während des Sommers. Swipe erschien ebenfalls im August 2016. Der Track basiert wieder auf einem Big-Room- Drop und soll eine Parodie zu dem derzeitigen Tinder-Hype und ist nach einem ähnlichen Muster Selfie von den Chainsmokers aufgebaut.[6]

Am 30. September 2016 erfolgte die lang erwartete Veröffentlichung ihrer Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen DJ-Trio Major Lazer. Diese trägt den Titel Believer und wird von dem jamaikanischen Sänger Andre Fennell alias GC gesungen. Neben ihrem Big-Room-Stil sind ebenfalls Elemente des Dance-Halls und Traps zu finden. In Belgien, Frankreich und den Niederlanden rückte bis in die offiziellen Single-Charts vor. Insbesondere das Musikvideo, das auf die europäischen Flüchtlingskrise anspielt erhielt positive Kritiken.

2017: On Our Own: Erste Produktion im Future-Bass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. März 2017 traten sie beim Ultra Music Festival auf. Dort premierten sie eine Reihe neuer Produktionen aus den Bereichen des Traps, Jungle-Terror sowie auch Big-Rooms. Während im Vorjahr bereits Sonny Wilson bereits mit dem Duo auf Tour ging, begleitet seit 2017 auch Believer-Sänger GC Showtek und Wilson.

Im März 2017 erschien das Lied On Our Own, das in Zusammenarbeit mit Future-House-DJ Brooks und Singer-Songwriterin Natalie Major entstand. Der Track wurde im zwischen 2016 und 2017 sehr beliebten Future-Bass-Stil gestaltet und wurde beim ADE 2016 premiert.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen [8] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK NiederlandeNiederlande NL
2007 Today Is Tomorrow
• Label: Dutch Masters Works
68
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. April 2007
2008 We Live for the Music
• Label: Dutch Masters Works
Erstveröffentlichung: 11. April 2008
2009 Analogue Players in a Digital World
• Label: Dutch Masters Works
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 2009
(nur in den Niederlanden)
2010 Fuck the System (The Album)
• Label: Ministry of Sound
Erstveröffentlichung: 4. Oktober 2010

Single-Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[8][9] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK NiederlandeNiederlande NL
2012 Cannonball (Earthquake) 29*
(3 Wo.)
23
(2 Wo.)
Instrumental: 29. November 2012
*Vocal: 3. März 2014;
(mit Justin Prime und Matthew Koma)
2013 Slow Down
(Anthem Emporium 2013)
18
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. März 2013
Get Loose 24*
(8 Wo.)
mit Noisecontrollers: 14. Mai 2013
*Tiësto Remix: 24. Mai 2013
Booyah 56
(4 Wo.)
50
(5 Wo.)
45
(7 Wo.)
5 Silber
(11 Wo.)
14
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Dezember 2013
(feat. We Are Loud! & Sonny Wilson)
2014 We Like to Party (Wasting Our Lives) 32*
(5 Wo.)
*Instrumental: 13. Januar 2014
Vocal: 7. Dezember 2014; (feat. Tryna)
Bad
Listen
19
(38 Wo.)
15
(27 Wo.)
28
(24 Wo.)
22 Silber
(23 Wo.)
13
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. März 2014
(mit David Guetta feat. Vassy)
No Money No Love
Listen
94
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. November 2014
(mit David Guetta, Elliphant & Ms. Dynamite)
2015 Sun Goes Down
Listen
67
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Juli 2015
(mit David Guetta feat. Magic! & Sonny Wilson)
2016 Believer
Music Is the Weapon
23
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 2016
(mit Major Lazer)

weitere Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001:

  • Save the Day
  • Bassment
  • Controller
  • Early Soundz

2003:

  • Seid ihr bereit

2004:

  • Choruz
  • Save the Day Again

2005:

  • Brain Crackin'
  • Rockin’ Steady (vs. Deepack)

2006:

  • 3 the Hard Way (vs. Gizmo)
  • Bangin'
  • Puta Madre
  • The Colour of the Harder Styles

2007:

  • Partylover
  • Born 4 Thiz
  • Raver
  • FTS
  • Shout Out (feat. MC DV8)
  • Today Is Tomorrow - Album Sampler 00
  • Today Is Tomorrow - Album Sampler 002
  • Hold Us Back (feat. MC DV8)
  • We Live for the Music
  • Skitzo (vs. Deepack)
  • Black 2008
  • Apologize
  • Down Under

2009:

  • Partylover
  • Dominate
  • The World Is Mine
  • We Speak Music
  • Freak (feat. MC Stretch)
  • Fast Life
  • Electronic Stereo-Phonic (feat. MC DV8)
  • My 303
  • Laa-Di-Fucking-Daa

2010:

  • Analogue Players in a Digital World
  • Rockchild (feat. MC DV8)
  • Faces (feat. Zushi)
  • Dutchie (feat. MC Stretch)
  • Beats of Life
  • Breakbeat Junkie

2011:

  • Music on My Mind (feat. Lexi Jean)
  • Dirty Hard
  • Memories
  • Hell Yeah! (mit Tiësto)

2012:

2013:

  • Crunk

2014:

  • Bouncer (feat. Ookay)
  • 90s By Nature (mit MC Ambush)

2016

2017:

  • On Our Own (feat. Natalie Major)

Remixes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001:

  • Walt vs. Zero-Gi - Exciter / Contact - Exciter

2002:

  • DJ Duro - Again (Remixes) - Again
  • Desperation - Our Reservation
  • Desperation - Our Reservation (Part Two)

2003:

  • Methods of Mayhem - F.Y.U.
  • DJ Duro - Just Begun
  • Walt - Wanna Fuck

2004:

  • Headliner - B.O.D.Y.P.U.M.P.
  • Trance Generators - Darkness Will Rule
  • Philippe Rochard Meets Nu-Pulse - The Survivors of Hardstyle
  • DJ Jorn - This Is Your Brain

2005:

2007:

  • Charly Lownoise & Mental Theo - Wonderful Days 2.08
  • Showtek - Seid ihr bereit (2007 Remix)

2008:

  • Brennan Heart - Revival x
  • Zushi - La La Song
  • Walt & Feliz - Expansion

2009:

  • Donkey Rollers - No One Can Stop Us
  • DJ TK Masta - Let’s Dance

2010:

2013:

2014:

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. X-Qlusive Showtek Website
  2. Blutonium Boy macht eine Pause & Showtek setzt die Hardstyle Serie fort
  3. Moe: Showtek giving up hardstyle? 25. Februar 2010, abgerufen am 15. November 2010.
  4. Timo Büschleb: Klasse Brett von Showtek und Eva Shaw: Showtek & Eva Shaw feat. Martha Wash - N2U auf „Dance-Charts
  5. Matthew Meadow: David Guetta Gets Dangerously Close to Gesaffelstein in New Collaboration auf „YourEDM“
  6. Grant Austin: Showtek – Swipe auf „By the Wavs“
  7. Timo Büschleb: Future-Pop von Showtek: Showtek & Brooks feat. Natalie Major - On Our Own auf „Dance-Charts“
  8. a b Chartquellen: DE AT CH UK NL
  9. Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]