U-Bahnhof Langenhorn Nord

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Langenhorn Nord
U-Bahn.svg
U-Bahnhof in Hamburg
Langenhorn Nord
Hauptzugang 2016
Basisdaten
Ortsteil Langenhorn
Eröffnet 1919
Gleise (Bahnsteig) 2
Koordinaten 53° 39′ 39″ N, 10° 1′ 3″ OKoordinaten: 53° 39′ 39″ N, 10° 1′ 3″ O
Nutzung
Strecke(n) Langenhorner Bahn
Linie(n) U1Hamburg U1.svg
Umstiegsmöglichkeiten Stadtbus
Fahrgäste 5.300/Tag (Mo–Fr, 2017)[1]

Der U-Bahnhof Langenhorn Nord ist eine Haltestelle der Linie U1 der Hamburger U-Bahn. Das Kürzel der Haltestelle bei der Betreibergesellschaft Hamburger Hochbahn lautet LN. Täglich nutzen etwa 5.300 Ein- und Aussteiger die Haltestelle (Mo–Fr, 2017).[1]

Station[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station liegt im Stadtteil Langenhorn. Zwischen den beiden U-Bahn-Gleisen der Station auf einem Bahndamm befindet sich der Mittelbahnsteig. Dieser verfügt neben einer Überdachung im nördlichen Teil über Zugzielanzeiger, Uhren und Sitzbänke. Der bislang einzige Ausgang befindet sich nördlich des Bahnsteigs am Bahnhofsgebäude zwischen den beiden Brückenbauwerken der Gleise an der Südseite der Straße Foorthkamp. Auf dem Bahndamm lag östlich der beiden U-Bahn-Gleise das Gütergleis zwischen Ochsenzoll und Ohlsdorf.

Im Zuge des barrierefreien Ausbaus seit Anfang 2017 erhielt der U-Bahnhof einen zweiten Zugang an der Park+Ride-Anlage mit 98 Stellplätzen und Bike+Ride-Anlage mit 128 Stellplätzen auf der westlichen Seiten zum Südende des Bahnsteigs. Die neue Schalterhalle mit Fahrstuhl wurde am 6. September 2018 in Betrieb genommen. Die Kosten für den Umbau beliefen sich auf 7 Millionen Euro.[2]

Direkt östlich neben dem Bahnhof befindet sich auf der Straße Immenhöven eine Haltestelle der Stadtbuslinie 192 Richtung U-Bahnhof Langenhorn Markt. Etwas weiter östlich, auf der Tangstedter Landstraße, befindet sich eine Haltestelle der Stadtbuslinie 192 und der Nachtbuslinie 606 (letztere nur montags–freitags und Richtung Norderstedt-Glashütte). Aufgrund ihrer verhältnismäßig weiten Entfernung zur U-Bahnhaltestelle wurde sie im Dezember 2014 in Immenhöven umbenannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. September 1919 wurde die Station zunächst mit einem provisorischen Bahnsteig am östlich liegenden Gütergleis der Langenhorner Bahn in Betrieb genommen. Im Jahr 1921 wurde dann der richtige Bahnhof in Betrieb genommen, zeitgleich zur Inbetriebnahme des elektrischen Zugverkehres auf der Strecke. Anfangs war das Fahrgastaufkommen wohl sehr gering, was sich aber bis Mitte der 1920er Jahre geändert haben dürfte, da zu der Zeit die östlich der Strecke liegende Fritz-Schumacher-Siedlung entstand. 1940 wurde der Bahnsteig für den Einsatz von längeren Zügen verlängert. In den Nachkriegsjahren bis zu den 1960er Jahren entstand eine dichtere Bebauung rund um den Bahnhof, weswegen das Fahrgastaufkommen weiter stieg.

In der Schalterhalle auf Straßenebene fand der Fahrkartenverkauf und deren Kontrolle durch Personal statt. In den 1960er Jahren wurden vor dem Sperrenbereich mehrere Fahrkartenautomaten für die verschiedenen Preisstufen aufgestellt, die in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre durch zwei Mehrpreis-Fahrkatenautomaten ersetzt wurden. Zu dieser Zeit wurde auch die Sperrenanlage abgebaut. Um 1970 wurde der Bahnsteig um ein kleines Stück verlängert, damit 9-Wagen-Züge des damals neuen Typs DT3 eingesetzt werden konnten. In den 1990er Jahren wurde die Abfertigung der Züge durch den Haltestellenwärter ersetzt durch die Selbstabfertigung durch das U-Bahn-Fahrpersonal. Das Abfertigungsgebäude auf dem Bahnsteig wurde dadurch entbehrlich und später entfernt.

Im Sommer 2008 wurde das Gütergleis entfernt, nachdem seit 1991 kein Verkehr mehr darauf stattfand und die Strecke am Bahnhof Ohlsdorf abgebunden wurde.[3] Im Sommer 2013 wurde der Streckenabschnitt Langenhorn Markt bis Ochsenzoll für mehrere Monate gesperrt und u. a. der Bahnhof saniert. Dabei erhielt der Bahnsteig eine Teilerhöhung und das Bahnhofsgebäude einen neuen Anstrich.

Linie Verlauf
U 1 Norderstedt Mitte – Richtweg – Garstedt – Ochsenzoll – Kiwittsmoor – Langenhorn Nord – Langenhorn Markt – Fuhlsbüttel Nord – Fuhlsbüttel – Klein Borstel – Ohlsdorf – Sengelmannstraße – Alsterdorf – Lattenkamp – Hudtwalckerstraße – Kellinghusenstraße – Klosterstern – Hallerstraße – Stephansplatz – Jungfernstieg – Meßberg – Steinstraße – Hauptbahnhof Süd – Lohmühlenstraße – Lübecker Straße – Wartenau – Ritterstraße – Wandsbeker Chaussee – Wandsbek Markt – Straßburger Straße – Alter Teichweg – Wandsbek-Gartenstadt – Trabrennbahn – Farmsen – (im Bau: Oldenfelde –) Berne – Meiendorfer Weg – Volksdorf | – Buckhorn – Hoisbüttel – Ohlstedt | – Buchenkamp – Ahrensburg West – Ahrensburg Ost – Schmalenbeck – Kiekut – Großhansdorf

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Antwort der Hamburger Hochbahn vom 17. Dezember 2018 auf eine Anfrage nach dem Hamburger Transparenzgesetz. In: fragdenstaat.de, abgerufen am 3. Februar 2019.
  2. U1-Haltestelle Langenhorn Nord ist barrierefrei auf www.hochbahn.de vom 6. September 2018, abgerufen am 15. September 2018
  3. U-Bahnhof Langenhorn Nord auf Hamburger-Untergrundbahnen.de, abgerufen am 4. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Langenhorn Nord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien