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U-Bahnhof Kellinghusenstraße

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kellinghusenstraße
U-Bahnhof in Hamburg
Kellinghusenstraße
Basisdaten
Stadtteil Eppendorf
Eröffnet 10. Mai 1912[1]
Gleise (Bahnsteig) 4 Gleise
2 Bahnsteige
Kürzel KE[1]
Koordinaten 53° 35′ 19″ N, 9° 59′ 28″ OKoordinaten: 53° 35′ 19″ N, 9° 59′ 28″ O
Nutzung
Linie(n) U1 U3
Umstiegsmöglichkeiten BusBus 22, 25, 613[2]
Fahrgäste 80.430 (Mo–Fr, 2019)[3]
Station bei Nacht, Blick vom östlichen Bahnsteig auf die Brücke
Blick von der Brücke (Aufnahme 2006)

Der U-Bahnhof Kellinghusenstraße ist ein Knotenpunkt der Hamburger U-Bahnlinien U1 und U3 sowie Umstiegsmöglichkeit zu den Buslinien 22, 25 und 613.[4]

Die Haltestelle befindet sich im Stadtteil Eppendorf zwischen der Goernestraße und dem Kellinghusenpark im Norden und der Loogestraße im Süden. Die Trassen überbrücken im Osten die namensgebende Kellinghusenstraße.

Südlich befindet sich neben dem Bussteig ein 2021 errichtetes Fahrradparkhaus, welches für 600 Räder über zwei Etagen Platz bietet. 14 Plätze im Gebäude sind für Lastenräder vorgesehen.[5] Weitere Stellplätze sind um das Parkhaus, und einem umzäunten Stellplatz neben dem Eingang des Parks, und für StadtRADer bei der HVV Switch Station gegenüber des Holthusenbads.

Die Haltestelle verfügt über zwei Bahnsteige, mit insgesamt vier Gleisen, und befindet sich in Dammlage.

Am Ostende befindet sich das Eingangsgebäude, über welches die Gleise führen. Im Eingangsgebäude befindet sich der Treppenzugang zu beiden Bahnsteigen, sowie eines der Fahrstühle (der andere befindet sich knapp außerhalb des Eingangs Loogestraße). Im Eingangsbereich befinden sich aushänge Tafeln, ein Kiosk der auch als Infothek dient, zwei Fahrkartenautomaten, und ein Fotoautomat.

Am Westende der Bahnsteige befindet sich eine gläserne, geschlossene Backsteinbrücke, die von Walther Puritz entworfen wurde.

Es wird ein Richtungsbetrieb durchgeführt bei der die inneren Gleise von der U1, die äußeren von der U3 genutzt werden. Westlich der Haltestelle liegen Abstellgleise. Überwerfungsbauwerke auf beiden Seiten führen die Gleise der U3 wieder in eine Trasse.

Werktäglich (Mo–Fr) verzeichnete die Linie U1 im Jahr 2018 durchschnittlich etwa 42.700 ein- oder aussteigende Fahrgäste an der Haltestelle. Die U3 nutzten ungefähr 40.500 ein- oder aussteigende Fahrgäste.[6]

U-Bahnhof im Jahr 1912

Der Bau der Haltestelle Kellinghusenstraße wurde zwischen 1909 und 1910 von Raabe & Wöhlecke im Stile des Historismus begonnen und mit Steinreliefs von Johann Michael Bossard verziert. 1912 begann der Zugbetrieb auf der damaligen Ringlinie (heute U3), 1914 wurde zusätzlich der Verkehr auf der Zweiglinie in Richtung Ohlsdorf (heute U1), aufgenommen. 1931 wurde die sogenannte „KellJung-Linie“ von Kellinghusenstraße bis zum Jungfernstieg eröffnet. Die aus Richtung Ohlsdorf kommenden Züge fahren nun auf dieser Strecke direkt in die Innenstadt weiter. Um das Umsteigen zwischen beiden Linien zu erleichtern, war bereits 1926 von Walther Puritz eine zusätzliche Brücke errichtet worden.

In den Jahren 2009 bis 2010 wurden die Bahnsteigdächer wegen Baufälligkeit abgerissen und, um 25 Meter verlängert, neu errichtet. Die Brücke zwischen den Bahnsteigen wurde 2013/2014 weitgehend neu gebaut und entspricht optisch fast dem Original. Seit Februar 2012 führen Aufzüge zu den Bahnsteigen, die Züge sind damit barrierefrei erreichbar.

Am U-Bahnhof Kellinghusenstraße bestehen Umsteigemöglichkeiten zu den Metrobus-Linien 22 in Richtung Lokstedt–Stellingen–Osdorf–Blankenese und 25 in Richtung UKE–Eimsbüttel–Altona sowie Winterhude–Hammerbrook. Im Nachtverkehr an Wochentagen ersetzt die Nachtbus-Linie 617 (U Kellinghusenstraße – U/S Barmbek – Steilshoop, Borchertring – U Berne) die U3.

Linie Verlauf
U 1 Norderstedt Mitte – Richtweg – Garstedt – Ochsenzoll – Kiwittsmoor – Langenhorn Nord – Langenhorn Markt – Fuhlsbüttel Nord – Fuhlsbüttel – Klein Borstel – Ohlsdorf – Sengelmannstraße (City Nord) – Alsterdorf – Lattenkamp (Sporthalle) – Hudtwalckerstraße – Kellinghusenstraße – Klosterstern – Hallerstraße – Stephansplatz (Oper/CCH) – Jungfernstieg – Meßberg – Steinstraße – Hauptbahnhof Süd – Lohmühlenstraße – Lübecker Straße – Wartenau – Ritterstraße – Wandsbeker Chaussee – Wandsbek Markt – Straßburger Straße – Alter Teichweg – Wandsbek-Gartenstadt – Trabrennbahn – Farmsen – Oldenfelde – Berne – Meiendorfer Weg – Volksdorf / Streckenast Ohlstedt – Buckhorn – Hoisbüttel – Ohlstedt \ Streckenast Großhansdorf – Buchenkamp – Ahrensburg West – Ahrensburg Ost – Schmalenbeck – Kiekut – Großhansdorf
U 3 Barmbek – Saarlandstraße – Borgweg (Stadtpark) – Sierichstraße – Kellinghusenstraße – Eppendorfer Baum – Hoheluftbrücke – Schlump – Sternschanze – Feldstraße (Heiligengeistfeld) – St. Pauli – Landungsbrücken – Baumwall (Elbphilharmonie) – Rödingsmarkt – Rathaus – Mönckebergstraße – Hauptbahnhof Süd – Berliner Tor – Lübecker Straße – Uhlandstraße – Mundsburg – Hamburger Straße – Dehnhaide – Barmbek – (in Planung: Fuhlsbüttler Straße –) Habichtstraße – Wandsbek-Gartenstadt
  • Friedhelm Grundmann: Kellinghusenstraße - Bauen mit Geschichte. In: Stationen Hamburger Architektur. Hamburger Hochbahn AG, Hamburg 2008, ISBN 978-3-9812591-0-0, S. 11–18.
  • Sven Bardua: Längeres Leben für ein modernes Kleinod: Die Bahnsteigbrücke Kellinghusenstraße. In: Architektur in Hamburg: Jahrbuch 2014. Hamburg 2014, ISBN 978-3-88506-040-6, S. 86 f.
Commons: U-Bahnhof Kellinghusenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b Haltestellennamen - Hamburger Hochbahn, fredriks.de, abgerufen am 1. Juni 2021
  2. Haltestelle Kellinghusenstraße, hvv.de, abgerufen am 28. Dezember 2025
  3. HVV-Fahrgastzahlen im Transparenzportal Hamburg, veröffentlicht am 15. Oktober 2020, abgerufen am 9. April 2022
  4. Haltestellen. Abgerufen am 28. Dezember 2025.
  5. Hamburgs erstes Fahrradparkhaus. Abgerufen am 7. Dezember 2025.
  6. Ein- und Aussteigerzahlen für einen durchschnittlichen Werktag (Mo–Fr), fragdenstaat.de, 2018, abgerufen am 16. September 2019