U-Bahnhof Stephansplatz
| Stephansplatz (Oper/CCH) | |
|---|---|
| U-Bahnhof in Hamburg | |
Bahnsteig | |
| Basisdaten | |
| Stadtteil | Neustadt |
| Eröffnet | 2. Juni 1929 |
| Neugestaltet | 1972/73, 2015/16 |
| Gleise (Bahnsteig) | 2 |
| Koordinaten | 53° 33′ 27″ N, 9° 59′ 19″ O |
| Nutzung | |
| Strecke(n) | Kell-Jung-Linie |
| Linie(n) | |
| Umstiegsmöglichkeiten | |
| Fahrgäste | 26.035 (mo–fr, 2019)[2] |

Der U-Bahnhof Stephansplatz ist eine Tunnelhaltestelle der Hamburger U-Bahn im Stadtteil Neustadt. Er wurde 1929 im Rahmen der Kell-Jung-Linie eröffnet und wird heute von der Linie U1 bedient. Das Kürzel der Station bei der Betreiber-Gesellschaft Hamburger Hochbahn lautet „SN“.[3] Der U-Bahnhof hatte 2019 werktäglich (mo–fr) 26.035 Ein- und Aussteiger.[2]
Aufbau und Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Mittelbahnsteig des U-Bahnhofs liegt in zweifacher Tieflage etwa in Nordwest-Südost-Richtung am namensgebenden Platz in der Hamburger Neustadt. Ausgänge führen von beiden Enden des Bahnsteigs zunächst in Vorhallen in einfacher Tieflage. Der nördliche Ausgang liegt am Rand der Hamburger Wallanlagen (heute zu Planten un Blomen gehörend), auch lässt sich von hier aus mit etwa 200 Metern Fußweg der Dammtorbahnhof erreichen. Von der südlichen Vorhalle führen zwei Treppen an die Oberfläche im Bereich der Straßenkreuzung Esplanade/Dammtorstraße. Im Sommer 2015 begann der barrierefreie Ausbau mit dem Einbau eines Fahrstuhls, der Bahnsteigerhöhung und dem Einbau von Orientierungshilfen für Sehbeeinträchtigte, der mit der Inbetriebnahme des Aufzugs am 30. Mai 2016 abgeschlossen wurde.[4]
Nördlich des Bahnsteigs liegt ein Kehrgleis, das heute nur noch für wenige Verstärkerfahrten und bei Betriebsstörungen genutzt wird.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der U-Bahnhof Stephansplatz wurde von Distel & Grubitz entworfen und am 2. Juni 1929 als Teil der sogenannten Kell-Jung-Linie zwischen Kellinghusenstraße und Jungfernstieg eröffnet. Da die Haltestelle Jungfernstieg erst 1931 in Betrieb genommen werden konnte, endeten die ersten Jahre die Züge am Stephansplatz. Jeder Bahnsteig der Kell-Jung-Linie erhielt beim Bau eine bestimmte Kennfarbe, in der viele Elemente der Station gestaltet waren. Am Stephansplatz war dies damals die Farbe Blau.
Der Ursprungszustand wurde über vier Jahrzehnte weitgehend erhalten. Erst im Jahr 1972 wurde die Anlage in großem Umfang umgebaut, dabei wurde unter anderem auch die Farbgestaltung des Bahnhofs geändert. Seitdem herrschen Grün- und Gelbtöne vor. Daneben wurden unter anderem Rolltreppen installiert und die für die frühen Hochbahn-Stationen typischen Schwingtüren ausgebaut.
Planungen für die Linie U5
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Hamburger Hochbahn plant seit 2015 im Auftrag der Stadt Hamburg eine neue U-Bahn-Linie U5, die auch zum Stephansplatz führen soll. Dabei wurden mehrere Varianten untersucht. Nachdem eine U5-Haltestelle Jungfernstieg im Februar 2025 verworfen wurde, ist die aktuelle Planung, den Bahnhof Stephansplatz vollständig neu zu bauen, um hier einen bahnsteigsgleichen Umstieg zwischen der U1 und der U5 zu ermöglichen.[5] Dadurch soll am Dammtor ein neuer zentraler Umsteigepunkt entstehen, der den Hauptbahnhof weiter entlasten kann.
Der neue U-Bahnhof wird etwas weiter nördlich als der bisherige liegen und damit näher am Bahnhof Dammtor, zu dem es einen neuen Ausgang geben soll, um eine kürzere Verbindung zu schaffen. Am westlichen Bahnsteig werden die Züge Richtung Innenstadt halten, am östlichen die Züge aus Richtung Innenstadt, wobei die innenliegenden Gleise von der U1, die äußeren von der U5 genutzt werden sollen. Der Gestaltungsentwurf für die Station, der im Oktober 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sieht eine an ein Blätterdach erinnernde Decke vor, die einen Bezug zur angrenzenden Grünanlage Planten un Blomen herstellen soll. Als frühester Baubeginn wird Anfang der 2030er Jahre genannt.[6]
Weitere Linien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Haltestelle bietet Übergangsmöglichkeiten zum Hamburger Busnetz. Es besteht Anschluss zu den MetroBus-Linien 4, 5 und 19 sowie der Stadtbuslinie 112 (ab Dezember 2025 MetroBus-Linie 12). Während der Betriebsruhe der U-Bahn verkehren die Nachtbuslinien 603, 604 und 605. Daneben lässt sich über einen kurzen Fußweg vom Nordausgang des U-Bahnhofs der 200 Meter entfernte S- und Fernbahnhof Dammtor erreichen.
| Linie | Verlauf |
|---|---|
| Norderstedt Mitte – Richtweg – Garstedt – Ochsenzoll – Kiwittsmoor – Langenhorn Nord – Langenhorn Markt – Fuhlsbüttel Nord – Fuhlsbüttel – Klein Borstel – Ohlsdorf – Sengelmannstraße (City Nord) – Alsterdorf – Lattenkamp (Sporthalle) – Hudtwalckerstraße – Kellinghusenstraße – Klosterstern – Hallerstraße – Stephansplatz (Oper/CCH) – Jungfernstieg – Meßberg – Steinstraße – Hauptbahnhof Süd – Lohmühlenstraße – Lübecker Straße – Wartenau – Ritterstraße – Wandsbeker Chaussee – Wandsbek Markt – Straßburger Straße – Alter Teichweg – Wandsbek-Gartenstadt – Trabrennbahn – Farmsen – Oldenfelde – Berne – Meiendorfer Weg – Volksdorf / Streckenast Ohlstedt – Buckhorn – Hoisbüttel – Ohlstedt \ Streckenast Großhansdorf – Buchenkamp – Ahrensburg West – Ahrensburg Ost – Schmalenbeck – Kiekut – Großhansdorf |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Friedhelm Grundmann: Stephansplatz – Klarheit und Strenge der zwanziger Jahre. In: Stationen Hamburger Architektur. Hamburger Hochbahn AG, Hamburg 2008, ISBN 978-3-9812591-0-0, S. 38–42.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stephansplatz auf hamburger-untergrundbahn.de ( vom 9. Juni 2017 im Internet Archive)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Haltestelle Stephansplatz, hvv.de, abgerufen am 15. Mai 2024
- ↑ a b HVV-Fahrgastzahlen im Transparenzportal Hamburg, veröffentlicht am 15. Oktober 2020, abgerufen am 9. April 2022
- ↑ Haltestellennamen - Hamburger Hochbahn, fredriks.de, abgerufen am 1. Juni 2021
- ↑ U1-Stephansplatz ab sofort barrierefrei ( vom 1. Juli 2016 im Internet Archive), hochbahn.de, 30. Mai 2016, abgerufen am 1. Juni 2021
- ↑ https://schneller-durch-hamburg.de/u5-jungfernstieg-stephansplatz-hauptbahnhof-2025
- ↑ U5: Grüne Zukunft für Stephansplatz, schneller-durch-hamburg.de vom 16. Oktober 2025, abgerufen am 19. Oktober 2025
