U 70 (Kriegsmarine)

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U 70
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ:

VII C

Feldpostnummer:

M 17 952

Werft:

Germaniawerft, Kiel

Bauauftrag:

30. Mai 1938

Baunummer:

604

Kiellegung:

19. Dezember 1939

Stapellauf:

12. Oktober 1940

Indienststellung:

23. November 1940

Kommandanten:

23. November 1940 – 7. März 1941
Kapitänleutnant Joachim Matz

Einsätze:

1 Feindfahrt

Versenkungen:

keine

Verbleib: am 7. März 1941 südöstlich von Island versenkt

U 70 war ein deutsches U-Boot vom Typ VII C, welches im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Kriegsmarine eingesetzt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Auftrag für das Boot wurde am 30. Mai 1938 an die Germaniawerft in Kiel vergeben. Die Kiellegung erfolgte am 19. Dezember 1939, der Stapellauf am 12. Oktober 1940. Die Indienststellung unter Kapitänleutnant Joachim Matz fand schließlich am 23. November 1940 statt.

Das Boot gehörte nach seiner Indienststellung am 23. November 1940 bis zu seiner Versenkung am 7. März 1941 als Ausbildungs- und Frontboot zur 7. U-Flottille in Kiel. Als Turmwappen führte es die Zeichnung einer eisernen Faust mit dem Zusatz "Götz von Berlichingen".

U 70 unternahm während seiner Dienstzeit eine Feindfahrt, auf der es drei Schiffe mit einer Gesamttonnage von 20.484 BRT beschädigte.

Einsatzstatistik[Bearbeiten]

U 70 verließ Kiel am 20. Februar 1941. Am nächsten Tag lief das Boot in Helgoland ein, bevor es von dort am 22. Februar 1941 zu seinem einzigen Feindeinsatz auslief. Am 7. März 1941 wurde es im Nordatlantik versenkt. Auf dieser 15 Tage dauernden Unternehmung konnten drei Schiffe mit 20.484 BRT beschädigt werden.

  • 7. März 1941: Beschädigung des britischen Dampfers Athelbach mit 6.568 BRT. Der Dampfer wurde durch einen Torpedo beschädigt. Das Schiff gehörte zum Konvoi OB-293.
  • 7. März 1941: Beschädigung des britischen Dampfers Delilian mit 6.423 BRT. Der Dampfer wurde durch einen Torpedo beschädigt. Er hatte Stückgut geladen und befand sich auf dem Weg von Glasgow nach Saint John. Er konnte noch nach Glasgow einlaufen und wurde dort repariert. Das Schiff gehörte zum Konvoi OB-293.
  • 7. März 1941: Beschädigung des niederländischen Tankers Mijdrecht mit 7.493 BRT. Der Tanker wurde durch einen Torpedo beschädigt. Er fuhr in Ballast und war auf dem Weg von Grangemouth nach Trinidad. Das Schiff gehörte zum Konvoi OB-293.

Verbleib[Bearbeiten]

Am 7. März 1941 wurde U 70 im Nordatlantik südöstlich von Island durch Wasserbomben der britischen Korvetten HMS Camelia und HMS Arbutus auf der Position 60° 15′ N, 14° 0′ W60.25-14 im Marine-Planquadrat AM 1193 versenkt. 20 Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod, 25 wurden gerettet, darunter Kapitänleutnant Matz.

U 70 verlor während seiner Dienstzeit vor der Versenkung keine Besatzungsmitglieder.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Busch / Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg, Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten, Verlag Mittler & Sohn Hamburg-Berlin-Bonn 1996, ISBN 3-8132-0490-1
  • Rainer Busch / Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg, Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften, Verlag Mittler & Sohn Hamburg-Berlin-Bonn 1997, ISBN 3-8132-0512-6
  • Rainer Busch / Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg, Band 3: Deutsche U-Boot-Erfolge von September 1939 bis Mai 1945, Verlag Mittler & Sohn Hamburg-Berlin-Bonn, ISBN 3-8132-0513-4
  • Rainer Busch / Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg, Band 4: Deutsche U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945, Verlag Mittler & Sohn Hamburg-Berlin-Bonn, ISBN 3-8132-0514-2
  • Rainer Busch / Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg, Band 5: Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe von September 1939 bis Mai 1945, Verlag Mittler & Sohn, ISBN 3-8132-0515-0
  • Clay Blair: Der U-Boot-Krieg, Band 1: Die Jäger 1939–1942 Wilhelm Heyne Verlag München 1998, ISBN 3-453-12345-X
  • Clay Blair: Der U-Boot-Krieg, Band 2: Die Gejagten 1942–1945 Wilhelm Heyne Verlag München 1996, ISBN 3-453-16059-2
  • Erich Gröner: Die Handelsflotten der Welt 1942 und Nachtrag 1944, J. F. Lehmanns Verlag München 1976, ISBN 3-469-00552-4
  • Erich Gröner: Suchliste für Schiffsnamen, J. F. Lehmanns Verlag München 1976, ISBN 3-469-00553-2
  • Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Urbes Verlag Hans Jürgen Hansen, Gräfelfing vor München 1998, ISBN 3-924896-43-7
  • Georg Högel: Embleme, Wappen, Malings deutscher U-Boote 1939–1945, Koehlers Verlagsgesellschaft mbH 2001, ISBN 3-7822-0826-9

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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