Vižinada

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Vižinada
Visinada
Wappen von VižinadaVisinada
Vižinada (Kroatien)
Paris plan pointer b jms.svg
Koordinaten: 45° 20′ 45″ N, 13° 46′ 13″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Flagge der Gespanschaft Istrien Istrien
Höhe: 40 m. i. J.
Einwohner: 1.158 (2011)
Telefonvorwahl: (+385) 052
Postleitzahl: 52463
Kfz-Kennzeichen: PU
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2013, vgl.)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: Marko Ferenac (SDP)
Website:

Vižinada (italienisch Visinada) ist ein Dorf und eine Gemeinde in der Gespanschaft Istrien, Kroatien.

Die Gemeinde Vižinada besteht aus 27 Siedlungen[1] mit insgesamt 1158 Einwohnern (gemäß Volkszählung 2011)[2]. Das eigentliche Dorf Vižinada zählte 279 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in der Antike befand sich unterhalb des heutigen Vižinada im Mirna-Tal die Siedlung Ružar, welche vermutlich bis zum 15. Jahrhundert besiedelt war, bevor sich deren Bewohner in Vižinada niederließen. Vižinada selbst wird erstmals im Jahr 1177 in einer Urkunde des Bischofs von Poreč erwähnt. Seine Gründung liegt jedoch noch weitere Jahrzehnte zurück.

Vižinada fiel im Jahr 1523 unter die Herrschaft der Venezianer und wurde von der Familie Grimani bis zum Zerfall des venezianischen Reichs gegen Ende des 18. Jahrhunderts beherrscht und verwaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche des Heiligen Hieronymus
Kirche des Heiligen Barnabas

Im 11. Jahrhundert wurde auf dem westlich von Vižinada gelegenen Božje-Feld, dem heutigen Friedhof, erstmals eine Kirche erbaut. Im Jahre 1119 haben dort die Templer ein Kloster gegründet. Bis zur gewaltsamen Auflösung des Templer-Ordens zu Beginn des 14. Jahrhunderts war das Kloster das Zentrum der Tempelritter Istriens. Danach wurde das Kloster vom Malteserorden und im Jahre 1526 von Franziskanern des Dritten Ordens übernommen. Die heute noch bestehende Kirche der Seligen Jungfrau Maria stammt etwa aus dem 15. Jahrhundert. In der Malerei der Decke im Altarraum, wie auch dem größeren Teil der Wände, sind Evangelisten-Symbole, Engel und die Apostel dargestellt. An der Fassade oberhalb des Kirchentors befindet sich ein steinerner Kopf, der angeblich Attila, den König der Hunnen, darstellt.

Der Ortskern wird von der 1837 umgebauten Hieronymus-Kirche (Župna crkva Sv. Jeronima) aus dem 16. Jahrhundert und dem im 17. Jahrhundert errichteten 25 Meter hohen, freistehenden Glockenturm geprägt. Auf dem Hochaltar stehen zwei Marmorstatuen des Heiligen Hieronymus und Heiligen Barnabas. Das Marienbild hinter dem Altar wurde von Zorzi Ventura gefertigt.

Im westlichen Ortsteil steht die Kirche des Heiligen Barnaba (Crkva Sv. Barnabe), ein Sakralbau aus dem 13. Jahrhundert mit Fresken aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Dies wurden zu Beginn des 18. Jahrhunderts überputzt und erst bei Restaurierungsarbeiten vor einigen Jahrzehnten freigelegt.

Im östlichen Ortsteil steht die Kirche des Heiligen Johannes (Crkva Sv. Ivana Krstitelja), erbaut im Jahr 1579 (und nicht, wie beim Tor vermerkt, im Jahr 1593).

Die Kirche Heiligen Rochus (Crkva Sv. Roka), erbaut 1593 und 1989 restauriert, steht an der ehemaligen Bahnstrecke der Parenza-Eisenbahn.

Siedlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Vižinada besteht aus folgenden 27 Siedlungen (kroat. naselje)[1]: Bajkini (Baichini), Baldaši (Baldassi), Brig (Monteritossa), Bukori (Bucori), Crklada (Cerclada o. Cerolada), Čuki (Montepilato), Danci (Facchinetti), Ferenci (Ferenzi), Filipi (Filippi), Grubići (Grubissi), Jadruhi (Iadrucchi), Lašići (Lassici), Markovići (Marcovici), Mastelići (Mastellici), Mekiši kod Vižinade (Mechissi), Nardući (Narducci), Ohnići (Ochinici), Piškovica (Pescovizza), Staniši (Stanissi), Trombal (Trombal), Velići (Velli), Vižinada (Visinada), Vranići kod Vižinade (Vranici), Vranje Selo (Vragnasella o. Vernisello), Vrbani (Zermani), Vrh Lašići (Monte Lassici) und Žudetići (Zudetti).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vižinada – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zakon o područjima županija, gradova i općina u Republici Hrvatskoj, abgerufen am 9. März 2016
  2. Croatian Bureau of Statistics: Census 2011 Bevölkerung Volkszählung 2011.