Wald (Hohenzollern)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wald
Wald (Hohenzollern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wald hervorgehoben
47.9366666666679.1733333333333657Koordinaten: 47° 56′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Höhe: 657 m ü. NHN
Fläche: 43,87 km²
Einwohner: 2580 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88639
Vorwahl: 07578
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 118
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Von-Weckenstein-Str. 19
88639 Wald
Webpräsenz: www.wald-hohenzollern.de
Bürgermeister: Werner Müller
Lage der Gemeinde Wald im Landkreis Sigmaringen
Alb-Donau-Kreis Bodenseekreis Landkreis Biberach Landkreis Konstanz Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tuttlingen Zollernalbkreis Bad Saulgau Beuron Bingen (bei Sigmaringen) Gammertingen Herbertingen Herdwangen-Schönach Hettingen Hohentengen (Oberschwaben) Illmensee Inzigkofen Krauchenwies Leibertingen Mengen Mengen Meßkirch Neufra Ostrach Pfullendorf Sauldorf Scheer Schwenningen (Heuberg) Sigmaringen Sigmaringendorf Sigmaringendorf Stetten am kalten Markt Veringenstadt Wald (Hohenzollern)Karte
Über dieses Bild

Wald ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Sigmaringen.

Geographie[Bearbeiten]

Luftbild (2008)

Geographische Lage[Bearbeiten]

Wald liegt 20 Kilometer nördlich des Bodensees in der südlich der Schwäbischen Alb vorgelagerten Endmoränenlandschaft der letzten Eiszeiten, jeweils etwa acht Kilometer von den Städten Meßkirch und Pfullendorf entfernt. Der niedrigste Punkt des Gemeindegebietes liegt nördlich des Ortsteils Walbertsweiler bei 628 Meter ü. NN, der höchste mit 689 Metern ü. NN im Ortsteil Rothenlachen. Die Gemarkungsfläche umfasst rund 4387 Hektar[A 1] (Stand: 31. Dez. 2014).[2] Das Gemeindegebiet wird hauptsächlich durch den Ringgenbach, den Kehlbach, den Lindenbach, den Riedlebach und den Burraubach entwässert. Der gestaute Riedlebach speist den zum Kloster gehörenden Weiher in der Ortsmitte.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Meßkirch Krauchenwies
Sauldorf Nachbargemeinden
Hohenfels Herdwangen-Schönach Pfullendorf

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus dem Kernort Wald und den Ortsteilen Glashütte, Hippetsweiler, Kappel, Reischach, Riedetsweiler, Rothenlachen, Ruhestetten, Sentenhart und Walbertsweiler.

Zu einigen Teilgemeinden gehören noch räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die jedoch meist nur wenige Einwohner haben. Dies sind Allmannshofen, Binderhöfe, Bohlerhöfe, Burraumühle, Löcherberg, Oberkappel und Steckeln.

Wappen Ortsteil Einwohner
(Stand: 31. Dez. 2014)[2]
Fläche
(Stand: 31. Dez. 2014)[2]
Wald Wald (Kernort) 1000 827,47 ha
Glashütte Glashütte 0107 178,66 ha
Hippetsweiler Hippetsweiler 0182 348,73 ha
Kappel Kappel 0111 334,66 ha
Reischach Reischach 0068 217,61 ha
Riedetsweiler Riedetsweiler 0085 203,61 ha
Rothenlachen Rothenlachen 0043 217,26 ha
Ruhestetten Ruhestetten 0177 643,29 ha
Sentenhart Sentenhart 0353 575,80 ha
Walbertsweiler Walbertsweiler 0643 839,57 ha

Geschichte[Bearbeiten]

Südansicht Kloster Wald mit Klosterweiher
Klosterkircheanlage (Bild um 1685)

Bereits in der vor- und frühgeschichtlicher Zeit fanden sich in der Gegend Siedlungsspuren. So fanden sich im Egelseemoor beim Walder Ortsteil Ruhestetten Reste von Pfahlbauten aus dem Neolithikum. Funde von Steinbeilen und Gefäßen beim Walder Ortsteil Glashütte lassen ebenfalls vermuten, dass bereits gegen Ende des dritten Jahrtausends v. Chr. und in der Spätjungsteinzeit in dieser Gegend Menschen gelebt haben. Frühkeltische Grabhügel in der Umgebung von Rothenlachen, die bereits im 19. Jahrhundert ausgegraben worden sind, stammen aus der späten Hallstattzeit.

Der Ort lag im Frühmittelalter im Bereich der Goldineshuntare, dann im Gau Ratoldesbuch, später in der Grafschaft Sigmaringen.

Die erste urkundliche Erwähnung erfuhr das Dorf, als der Stauferkönig Philipp von Schwaben die Vogtei Wald für 30 Mark und die Vogtei Hippetsweiler an die Brüder von Fronhofen verkaufte. Dieser undatierte Verkauf muss spätesten im Jahre 1208 stattgefunden haben, dem Todesjahr des Königs. Bald darauf haben die Brüder dann Wald an die Herren von Balbe verkauft, die es wiederum zum Preis von 55 Mark an den kaiserlichen Ministerialen Burkhard von Weckenstein verkauften. Dieser gründete im Jahre 1212 für seine beiden Schwestern Judinta und Ita hier das Kloster Wald.[3]

1783 wurde Wald vorderösterreichische Provinz.

Die Geschichte des Dorfes lief parallel zu der des Klosters. Zur klösterlichen Herrschaft, die unter der Ägide der Reichsabtei Salem stand, zählten bis zu jenem Jahr auch die Orte Walbertsweiler, Kappel, Glashütte, Otterswang, Reischach, Gaisweiler, Weihwang, Tautenbronn, Hippetsweiler, Riedetsweiler, Rothenlachen und Ruhestetten.[4] Bei der Säkularisation aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses wurde 1806 das Kloster aufgelöst und das Territorium Wald fiel an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen. Die klösterliche Gemeinschaft bestand noch bis Anfang der 1850er Jahre, sie lebte von Pensionen des Fürsten.[5]

Unmittelbar nach der Inbesitznahme der Klosterherrschaft Wald durch das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen wurde in Wald ein fürstliches Oberamt mit Sitz in den Klostergebäuden errichtet. Als die Hohenzollernsche Lande 1850 an Preußen kam wurde das hohenzollerische Oberamt Wald bis zur Aufhebung 1861 preußisch. 1862 wurde es dem Oberamt Sigmaringen eingegliedert, das 1925 zum Kreis Sigmaringen wurde.[5]

In der Zeit des Nationalsozialismus befand sich in Wald eines von fünf Lagern des weiblichen Reichsarbeitsdienstes (RAD) im damaligen preußisch-hohenzollerischen Landkreis Sigmaringen.[6] Hierzu wurde ab 1938 ein Teil des Klostergebäude zur Verfügung gestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg richteten dort die französischen Besatzungstruppen 1945 ein Lager für verschleppte Personen ein.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden neun umliegende Gemeinden nach Wald eingemeindet. Es kamen bereits zum 1. Januar 1971 die Gemeinden Hippetsweiler, Riedetsweiler und Rothenlachen zur Gemeinde. Zum 1. Juni 1972 folgte Reischach und zum 1. Januar 1973 die frühere badische Gemeinde Sentenhart. Die letzten Eingemeindungen waren am 1. Januar 1975 Glashütte, Kappel, Ruhestetten und Walbertsweiler.

Religion[Bearbeiten]

Der Großteil der Bevölkerung der Gemeinde ist römisch-katholisch, wie in allen ehemals zu Hohenzollern gehörenden Orten.

Evangelische Christen in Wald gehören der Evangelische Kirchengemeinde Ostrach-Wald im Kirchenbezirk Balingen an. Ein Kuriosum, denn zwischen der politischen Gemeinde Wald und Ostrach liegt die Gemeinde Pfullendorf. In der Struktur der Evangelische Kirchengemeinde spiegelt sich die Zerrissenheit der politischen Landschaft des süddeutschen Raums vor der Gründung des Deutschen Reichs wider. Die freie Reichsstadt Pfullendorf wurde 1805 Baden zugeschlagen und gehört deshalb heute zur Evangelischen Landeskirche in Baden. Die Evangelische Landeskirche in Hohenzollern schloss sich 1950 der Evangelischen Landeskirche in Württemberg an. Die Struktur neuer evangelische Kirchengemeinden in Oberschwaben in den 1950er-Jahren wie in Ostrach folgte dem Muster. Bedingt durch die Flüchtlinge aus dem Osten wurde die Zahl der evangelischen Christen in kleinen Gemeinden groß genug, um eigene Kirchengemeinden zu bilden. Ostrach und Wald, historisch zu Hohenzollern gehörend, kamen deshalb als eine Kirchengemeinde zusammen. In Wald gibt es kein eigenes evangelisches Kirchengebäude. Gottesdienst wird im Kapitelsaal der katholischen Klosterkirche St. Bernhard gefeiert.[7]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Rathaus von Wald (ehemaliges Schulgebäude)

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 63,7 % (2009: 64,0 %) zu folgendem Ergebnis[8]:

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Vergleich
CDU 37,2 % 5 (2009: 42,2 %, 6 Sitze)
Unabhängige Liste 51,7 % 7 (2009: 41,0 %, 6 Sitze)
Freie Wähler 11,1 % 2 (2009: 16,9 %, 2 Sitze)

Die Unechte Teilortswahl wurde zur Gemeinderatswahl 2009 abgeschafft.[2]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Am 26. April 2009 erhielt Werner Müller mit 54,2 Prozent die absolute Mehrheit im zweiten Wahlgang zu seiner dritten Amtszeit. Bei seiner zweiten Wahl 2001 hatte er keinen Gegenkandidat und vereinigte 97,8 Prozent der Stimmen auf sich. Bei seiner ersten Kandidatur im März 1993 hatte er sich bereits im ersten Wahlgang gegen drei Mitbewerber durchgesetzt und trat die Nachfolge von Arthur Zeh an, der 24 Jahre lang Bürgermeister war.

  • Georg Koch (Kreiswahlgemeinschaft Sigmaringen-Gammertingen)
  • Franz Sales Koch (Hohenzollerischer Bauernbund/ Kampffront Schwarz-weiß-rot)
  • bis 1969: Josef Kaiser
  • 1969–1993: Arthur Zeh
  • seit 1993: Werner Müller (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Wald (Hohenzollern).png

Die Gemeinde hat das Wappen des von Burkart von Weckenstein gestifteten Zisterzienserklosters Wald übernommen. In gespaltenem Schild vorne in Schwarz ein doppelreihig rot-silbern geschachter Schrägbalken (Wappen des Zisterzienserordens), hinten in Silber auf grünem Dreiberg eine rote Raute (redendes Wappen des Stifters). Um nicht gegen die heraldische Farbregel zu verstoßen, wurden die Farben des Stifterwappens umgekehrt.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wald unterhält partnerschaftliche Beziehungen zur Gemeinde Wald im Landkreis Cham, Bayern, und zur Gemeinde Wald im Kanton Zürich, in der Schweiz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wald bildet zusammen mit der Stadt Pfullendorf und den Gemeinden Illmensee, Ostrach und Wilhelmsdorf die 1999 gegründete Ferienregion „Nördlicher Bodensee“.[9]

Wald ist Zielort des Beuroner Jakobsweges, der in Tübingen beginnt. Das Dorf liegt außerdem an den Ferienstraßen Oberschwäbische Barockstraße und Hohenzollernstraße.

Sehenswert ist ein keltischer Baumkreis.

Bauwerke[Bearbeiten]

Klosterkirche St. Bernhard
  • Klosterkirche St. Bernhard: Die Klosterkirche, die im 13. Jahrhundert als dreischiffige gotische Kirche gebaut wurde, ist 1696 bis 1698 von Vorarlberger Jos Beer als einschiffige Barock-Rokokokirche mit weit in das Schiff hineinreichender Nonnenempore und dem wunderschönen schmiedeeisernen Gitter an deren Brüstung umgestaltet worden. Der Oberschwäbische Orgelbauer Johann Georg Aichgasser fügte 1751 dem noch eine prächtige Orgel hinzu, die als einzige von ihm noch vollständig erhaltene gilt. Die Aichgasserorgel mit ihren 1180 Orgelpfeifen wurde 1926, 1956 und zuletzt 2008/09 renoviert. Die Orgel ist mit Türen am reich vergoldeten Orgelprospekt versehen. Auf der Orgel befinden sich ein jubelnder Engelschor mit backenaufplusternden Engelstrompetern und einem zwei Kesselpauken schlagenden Engelsputto. Sie sind eingerahmt von drei holzgeschnitzten Wappenkartuschen des Klostergründers, des Ordens und einem mit dem goldenen Reichsadler geschmückten Wappen der Äbtissin Maria Dioskora von Thurn und Valsassina. Sie ließ einst die Kirche mit dem luftig-leichten Rokoko und dem von Putten umspielten Barockstil ausschmücken.[11] Die Stuckarbeiten sind Ausführungen von Johann Jakob Schwarzmann. Das gotische Kruzifix ist ins Jahr 1150 datiert. Sie kann besichtigt werden.[10]
  • Weiterhin gibt es in Wald die Friedhofskapelle und die Wegekapelle mit Kreuzigungsgruppe.
  • Im Ortsteil Kappel steht die Kapelle St. Martin aus dem Jahr 1716. Ihr Renaissancealtar ist bereits ins Jahr 1568 zu datieren. Zur Ausstattung gehören weiterhin wertvolle Figuren.
  • In Reischach befindet sich die Kapelle St. Agatha aus dem 18. Jahrhundert.
  • Die Sentenharter Kirche St. Remigius mit ihrem staffelförmigen Kirchturm dürfte bereits um 1300 als Wehrkirche entstanden sein. Das Kirchenschiff ist ein späterer Neubau.
  • Die Kirche St. Gallus im Ortsteil Walbertsweiler ist ein moderner zweckmäßiger Bau mit schlichter Innenausstattung von 1961, errichtet, nachdem der Turm der Vorgängerkirche umgefallen war.
  • Auf Hippetsweiler Gemarkung befinden sich zwei denkmalgeschützte Kapellen: Die Kapelle St. Wolfgang (Pfullendorfer Straße 21) von 1620 (ein verputzter Massivbau mit polygonaler Apsis und Dachreiter)[12] sowie die Mariengedächtniskapelle (Pfullendorfer Straße 49) von 1947 (eine Wegkapelle/Kapellenbildstock an der Landesstraße 212 zwischen Hippetsweiler und Gaisweiler; verputzter Massivbau)[13].
  • Weite Kapellen gibt es in Riedetsweiler (St. Antonius), in Rothenlachen (Marienkapelle), in Glashütte (St. Josef) und in Ruhestetten (Dreifaltigkeitskapelle).
    Die Zehn-Dörfer-Halle
  • Zehn-Dörfer-Halle: Eine Mehrzweckhalle, die für Festveranstaltungen und Schulsport genutzt wird und in Anlehnung an die Zehn Dörfer, also Wald selbst und die neun Ortsteile, benannt wurde.
  • Feldkreuze: In der Gemeinde Wald sind über 50 Feldkreuze bekannt.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Tanzlinde[Bearbeiten]

Tanzlinde in Wald

Am 8. November 2008 wurde auf der Festwiese eine 35 Jahre alte und mehr als sieben Meter hohe Tanzlinde gepflanzt und vom örtlichen Pfarrer gesegnet. Zum Wurzelballen wurde im Jubiläumsjahr „800 Jahre Wald“ eine rostfreie „Geschichtsurne“ mit darin eingeschlossenen Ereignissen aus der Geschichte der Gemeinde Wald eingegraben und eine Informationstafel zur deutschlandweiten Geschichte von Tanzlinden enthüllt. Bis diese Tanzlinde betanzbar sei, können bei guter Pflege der den Tanzboden tragenden Äste gut 50 Jahre ins Land gehen.[14] Zu Klosterzeiten gab es in Wald eine Gerichtslinde zum Fällen von Strafen, sie ist im Klosterplan von 1680 festgehalten.[15]

Weiherwanderweg[Bearbeiten]

In und um Wald bestanden einstmals 14 Fischweiher, die im Zusammenhang mit dem strengen Fastengebot der Zisterzienserinnen im 13. und 14. Jahrhundert angelegt wurden. Alle Walder Weiher waren miteinander verbunden und konnten so reguliert werden. Aus diesen Weihern gewannen die Nonnen die Fische für ihren Lebensunterhalt. Aufgrund der Empfehlung einer vorderösterreichischen Kommission wurden im 18. und 19. Jahrhundert diese Weiher aus (fischerei-)wirtschaftlichen Gründen trockengelegt und in Streuwiesen umgewandelt – lediglich zwei Weiher blieben erhalten. Im Zusammenhang mit dem 800-jährigen Dorfjubläum wurde im Jahr 2008 der fünf Kilometer lange Weiherwanderweg angelegt, der die ehemaligen Weiher in Ortsnähe als Rundweg verbindet.[16]

Sport[Bearbeiten]

Im Winter wird für den Skilanglauf auf dem Gemeindegebiet die ungefähr fünf Kilometer lange Walder Loipe präpariert. Sie verläuft über die Sägewiesen zum Friedhof, vorabei am Riedle zum Sportplatz Walbertsweiler und in einer großen Schleife am Wald entlang wieder zurück zum Friedhof. Einstiegstellen sind am Sägeweg, am Friedhof (Parkmöglichkeit), im Riedle und beim Sportplatz in Walbertsweiler (Parkmöglichkeit). Über Bäche und Gräben werden kleine Brücken gelegt.[17]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 448.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Josef Kaiser, Altbürgermeisters von Wald, wurde im Juni 1969 zum Ehrenbürger ernannt.
  • Theodor Zeller (* 12. Juli 1917 im Walder Ortsteil Riedetsweiler), Professor und Pfarrer i. R., beim Goldenen Priesterjubiläum im Juni 1998 wurden ihm die Ehrenbürgerrechte von Wald durch Bürgermeister Werner Müller verliehen.
  • Sr. Wiltrud Müller, OSB, langjährige Oberin des Klosters der Schwestern der Heiligen Lioba. Anlässlich ihrer goldenen Ordensprofess im Jahr 1998 wurde ihr das Ehrenbürgerrecht für ihre Verdienste bei der Generalsanierung des Klosters verliehen.
  • Frieder Grupp, langjähriger Rektor der Nachbarschaftshaupt- und Werkrealschule Wald. Er war jahrzehntelang stellvertretender Bürgermeister und Kreisrat und erwarb sich Verdienste bei der Schaffung der Gemeinde Wald bei der Gemeindereform. Außerdem war er langjähriger Vorsitzender des TSV Wald und ist Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sr. Michaele Csordás, OSB: Das Kloster Wald; in: Edwin Ernst Weber (Hg.): Klöster im Landkreis Sigmaringen in Geschichte und Gegenwart. Heimatkundliche Schriftenreihe des Landkreises Sigmaringen, Band 9. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2005, S. 550-592, ISBN 3-89870-190-5.
  •  Gemeinde Wald (Hrsg.): 800 Jahre Wald. Meßkirch 2008, ISBN 978-3-00-023978-6.
  •  Walther Genzmer (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns. Band 2; Kreis Sigmaringen, W. Speemann, Stuttgart 1948.
  • Maren Kuhn-Rehfus: Das Zisterzienserinnenkloster Wald (= Germania Sacra, Neue Folge 30, Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Konstanz, Band 3). Walter de Gruyter, Berlin & New York 1992. ISBN 3-11-013449-7.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Gemarkungsfläche 43.867.285 m²

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d Die Ortsteile und Zahlen, Daten, Fakten auf der Internetseite der Gemeinde Wald
  3. Südkurier vom 9. Februar 2008
  4. Alfred Th. Heim: Leben mit geistlichen und weltlichen Herren. In: Südkurier vom 27. August 2005
  5. a b Wald (Altgemeinde/Teilort) auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)
  6. Edwin Ernst Weber: Sophie Scholl im Reichsarbeitsdienstlager Schloss Krauchenwies. In: Denkstättenkuratorium NS-Dokumentation Oberschwaben (Hrsg.): Denkorte an oberschwäbischen Erinnerungswegen in den Landkreisen Bodenseekreis und Sigmaringen. 2012. S. 30
  7. Volker Knab: Die Gemeinschaft ist klein und trotzdem lebendig. Evangelische Christen in Ostrach und Wald bilden eine Einheit. In: Schwäbische Zeitung vom 9. September 2011
  8. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  9. Gemeinsam für den Tourismus. In: Südkurier vom 5. Dezember 2011
  10. a b Auf dem Jakobsweg von Gammertingen nach Pfullendorf. S. 52-59. In: Wanderbar …die schönsten Routen. Erlebnis Kreis Sigmaringen. Landratsamt Sigmaringen, Druckerei Schönebeck, Meßkirch 2004.
  11. Karl-Heinz Fahlbusch: Juwel des Barock. Renovierung der Aichgasserorgel in der Klosterkirche. In: Südkurier vom 24. April 2009
  12. St. Wolfgang (Pfullendorfer Straße 21, Wald) auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)
  13. Mariengedächtniskapelle (Pfullendorfer Straße 49, Wald) auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)
  14. Falko Hahn: Gut 100 Gäste bei Pflanzaktion für die Walder Tanzlinde. In 50 Jahren trägt sie die Tänzer. In: Südkurier vom 10. November 2008
  15. Falko Hahn: Baum wird gepflanzt. Tanzlinde: Große Setz-Aktion am Samstag auf der Festwiese. In: Südkurier vom 7. November 2008
  16. Sandra Häusler (sah): Tradition fördert den Tourismus. In: Südkurier vom 23. Dezember 2011
  17. Skigebiete in unserer Region. In: Schwäbische Zeitung vom 4. Dezember 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wald (Hohenzollern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien