Weißensee (Thüringen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Weißensee
Weißensee (Thüringen)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Weißensee hervorgehoben

Koordinaten: 51° 12′ N, 11° 4′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sömmerda
Höhe: 143 m ü. NHN
Fläche: 55,33 km2
Einwohner: 3699 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99631
Vorwahl: 036374
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 058
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 26
99631 Weißensee
Website: www.weissensee.de
Bürgermeister: Matthias Schrot
Lage der Stadt Weißensee im Landkreis Sömmerda
AlperstedtAndislebenBüchelButtstädtEckstedtElxlebenGangloffsömmernGebeseeGriefstedtGroßmölsenGroßneuhausenGroßrudestedtGünstedtHaßlebenKindelbrückKleinmölsenKleinneuhausenKölledaMarkvippachNödaOllendorfOstramondraRastenbergRiethgenRiethnordhausen (bei Erfurt)Ringleben (bei Gebesee)SchloßvippachSchwerstedtSömmerdaSprötauStraußfurtUdestedtVogelsbergWalschlebenWeißenseeWerningshausenWitterdaWunderslebenThüringenKarte
Über dieses Bild

Weißensee ist eine Stadt im Landkreis Sömmerda im deutschen Freistaat Thüringen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißensee liegt im nördlichen Thüringer Becken, 35 km von Erfurt entfernt, und ist von fruchtbarem Ackerland umgeben.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Gemeinden grenzen an Weißensee (von Norden beginnend, im Uhrzeigersinn aufgeführt): Kindelbrück, Günstedt, Riethgen, Griefstedt, Sömmerda, Wundersleben, Straußfurt, Gangloffsömmern und Greußen.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt Weißensee gehören die eingemeindeten Dörfer Herrnschwende, Nausiß, Ottenhausen, Scherndorf, Waltersdorf und Schönstedt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißensee um 1650
Runneburg zu Weißensee – Palas, Wohnturm und Marstall von Süden
Ehemaliges preußisches Landratsamt Weißensee auf der Runneburg

Die Entwicklung Weißensees vom Mittelalter bis 1933[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Errichtung einer landgräflichen Burg am Westrand der heutigen Stadt kann als Keimzelle der städtischen Entwicklung betrachtet werden. Es gibt keine archäologischen Funde oder historischen Quellen, die eine vorangehende Besiedlung an diesem Ort belegen. Die heutige Runneburg war die Hauptburg und die heutige Altstadt Weißensees kann als Vorburg bezeichnet werden. Letztere erhielt erst nach dem Aussterben der Landgrafen von Thüringen eigene städtische Rechte, während die Hauptburg in landesherrlichem Besitz blieb. Ab 1168 ließ die Ländgräfin Jutta Claricia von Thüringen, eine Halbschwester von Kaiser Friedrich Barbarossa, die Burg in Weißensee zu einer Residenz der Landgrafen von Thüringen ausbauen. Erstmals wurde der Ort und die Burg als „Wyssense“ 1174 in einer Urkunde von Landgraf Ludwig III., dem Frommen von Thüringen erwähnt. In den Blickpunkt deutscher Geschichte geriet Weißensee 1180, als Heinrich der Löwe in der Schlacht bei Weißensee den thüringischen Landgrafen Ludwig III. und seine Ritter besiegte. In diesem Zeitraum besaß Weißensee auch schon eine Münzstätte.[2] Nach dem hessisch-thüringischen Erbfolgekrieg fielen die thüringischen Landesteile und somit auch Weißensee an Markgraf Heinrich III. von Meißen. 1198 wurde das Markt- und 1265 das Stadtrecht verliehen. Die Wettiner Markgrafen weilten häufig und regelmäßig auf der Burg und in der Stadt. 1382 kam Weißensee wieder in den Besitz der Thüringer. Im Mai 1440 starb der letzte Landgraf von Thüringen, Friedrich IV., der Friedfertige auf der Burg zu Weißensee, die danach in den Besitz der Herzöge von Sachsen kam. Bei der Leipziger Teilung 1485 kamen die Stadt, die Burg und das Amt Weißensee an die albertinische Linie der Wettiner. Während des Bauernkrieges wurde 1525 den aufständischen Bauern der Einlass in die Stadt und die Burg verweigert. Von 1656 bis 1746 gehörten Weißensee mit der Burg und das gleichnamige Amt zum Herzogtum Sachsen-Weißenfels. In dieser Zeit, als die eigentliche landgräfliche Geschichte von Burg und Stadt vergessen war, wurde zum ersten Mal in Akten der Verlegenheitsname „Runneburg“ (runde Burg) verwendet.

Nach dem Wiener Kongress kamen Stadt und Burg 1815 an das Königreich Preußen. Die Stadt wurde Verwaltungssitz für den preußischen Landkreis Weißensee im Regierungsbezirk Erfurt der Provinz Sachsen.

Die früher in der Umgebung existierenden Seen (Ober- und Niedersee) spielten eine große Rolle für den Adel und den Ort. Sowohl im Nieder- als auch im Obersee fand jährlich im Herbst alle 14 Tage der Entenfang gemeinsam mit den Bürgern statt. Als der Entenfang nicht mehr rentabel war, legte der Herzog 1709 den Obersee trocken. 1788 bis 1796 wurde auch der Niedersee in Ackerland umgewandelt. Auf Grund der guten Fruchtbarkeit der so gewonnenen Flächen konnten gute landwirtschaftliche Erträge erzielt werden.[3]

1434 wurde in der damaligen Landgrafenstadt eine Statuta thaberna (Wirtshausgesetz) genannten Verordnung verfasst. Deren zwölfter Artikel legte unter anderem fest, dass zum Brauen lediglich Hopfen, Malz und Wasser zu verwenden sind. Für den Fall der Zuwiderhandlung werden zwei Mark Strafe und ein vierwöchiges Verbot, die Stadt zu betreten, angedroht. Aufgrund seiner Ähnlichkeit zum späteren bayerischen Reinheitsgebot wird dieses Schriftstück auch als Weißenseer Reinheitsgebot bezeichnet. Es wurde 1998 bei den Vorbereitungen für den 800. Jahrestag des Weißenseer Marktrechts im historischen Teil des Stadtarchivs gefunden.

Weißensee in der Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Widerstand und Naziterror[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Machtantritt der Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei waren 1933 noch ein Abgeordneter der Sozialdemokratische Partei Deutschlands und ein Abgeordneter der Kommunistische Partei Deutschlands im Stadtrat Weißensees vertreten. Im Frühjahr 1933 wurde jedoch der Sozialdemokrat Hartnick als auch der Kommunist Müller zur Niederlegung ihrer Mandate gezwungen.

Das Oberlandesgericht Kassel verurteilte im April 1935 Otto Ackermann und Erich Krause zu Gefängnisstrafen von 21 und 18 Monaten, weil sie "gleiche Ziele wie die KPD verfolgten, den Sturz der Verfassung und die Errichtung des Proletariats auf gewalttätigem Weg unterstützten."[4]

Konzentrationslager und Zwangsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Oktober 1939 diente das Gasthaus "Salon", heute im Besitz der katholischen Kirche, als Nachtunterkunft von Kriegsgefangenen aus dem Stalag XI A Altengrabow. Das Arbeitskommando bestand aus 40 Polen, 1941/42 etwa der gleichen Zahl französischer Kriegsgefangener und ab 1942 80 kroatischen und serbischen Gefangenen, die im Werk Sömmerda der Rheinmetall-Borsig AG entgegen der Genfer Konventionen in der Rüstungsproduktion arbeiten mussten.

Im November 1941 bestimmte der Stadtrat die Errichtung eines Lagers für russische Kriegsgefangene in der alten Abdeckerei. Im Sommer 1942 wurde in der Fischerstraße 9 eine Wohnung für die Wachmannschaft des Kriegsgefangenenlagers eingerichtet.

Im "Schützenhaus" richtete die Stadtverwaltung 1941 ein "Gemeinschaftslager" ein, das mit 345 ausländischen Zwangsarbeitern aus acht Ländern belegt war. In der Gaststätte "Erholung" bestand 1942/43 ein Lager für 40 Zwangsarbeiter aus den Niederlanden, und auf dem Gelände der alten Zollstation Michelshöhe entstanden drei weitere Lager. In der Landwirtschaft waren das Stadtgut Lutherborn und das Gut Weißenburg Arbeitsstellen für ausländische Arbeitskräfte. Es ist bekannt, dass drei polnische Frauen im Stadtgut Lutherborn zum Schwangerschaftsabbruch gezwungen wurden. Die polnische Zwangsarbeiterin Leokadia Wezalowska (Jg. 1925) wurde 1944 zu acht Wochen "Erziehungshaft" verurteilt. Nach der Verbüßung kehrte sie auf das Gut Weißenburg zurück.

"Polenunterkünfte" waren unter anderem in: Halbestraße 4; Landgräfin Jutta Straße 10, 38, 49 und 68; Seestraße 1 und 21; Alter Markt; Nikolaiplatz 9 und 11; Burgstraße 13, 14, 15, 18 und 26; Schreberplatz 6; Mühlbergstraße 7; Bergstraße 3 und Johannesstraße 13.

Weiterhin gab es Zwangsarbeiter in Scherndorf, Waltersdorf und Ottenhausen.[4]

Judenverfolgungen und Zwangssterilisierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Weißensee kam es zu dem Transport der jüdischen Jenny Viol, geboren am 6. Februar 1906, die am 31. Januar 1945 aus ihrer Wohnung geholt wurde und mit dem Transport XVI/5, welcher am 2. Februar 1945 Leipzig verließ, in das KZ Theresienstadt gebracht. Sie überlebte und kehrte nach Weißensee zurück.[5]

Nach den Gesundheitsämtern und deren Berichten aus den Jahren 1937 bis 1944 liegt vor, dass um ehemaligen Kreis Weißensee 181 Personen (77 Männer und 104 Frauen) zur Zwangssterilisierung in das Krankenhaus nach Erfurt gebracht wurden. In Weißensee und den Ortsteilen Waltersdorf und Scherndorf waren sechs Personen Opfer der Zwangssterilisierungen.[4]

Judenpogrom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 1303 wurde ein Weißenseer Knabe im Alter zwischen 14 und 16 Jahren namens Conrad in einem Weinberg aufgefunden, erhängt an seinem Gürtel. Daraufhin verbreitete sich das Gerücht von einem Ritualmord, für dessen Ausübung nur Juden als Täter in Frage kämen. In den folgenden Wochen wurden 145 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Weißensee und umliegenden Städten auf der Runneburg zusammengetrieben und schließlich auf höchste Anweisung verbrannt. Conrad bekam ein Grab in der Stadtkirche, das schließlich zu einer Wallfahrtsstätte wurde. 711 Jahre später, im April 2014, gedachten Vertreter des Staates, der evangelischen Kirche und der Jüdischen Landesgemeinde der Toten.[6]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 wurden Scherndorf und Waltersdorf, am 8. März 1994 Ottenhausen und am 1. Januar 2019 Herrnschwende eingemeindet.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994 – 4056
  • 1995 – 4012
  • 1996 – 4016
  • 1997 – 4008
  • 1998 – 4030
  • 1999 – 3946
  • 2000 – 3884
  • 2001 – 3846
  • 2002 – 3819
  • 2003 – 3770
  • 2004 – 3716
  • 2005 – 3674
  • 2006 – 3614
  • 2007 – 3601
  • 2008 – 3540
  • 2009 – 3509
  • 2010 – 3471
  • 2011 – 3429
  • 2012 – 3397
  • 2013 – 3417
  • 2014 – 3414
  • 2015 – 3386
  • 2016 – 3462
  • 2017 – 3443
  • 2018 – 3452
  • 2019 – 3699

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 60,8 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,0 %
26,3 %
8,2 %
7,5 %
5,0 %
Weißensee – Rathaus

Der Rat hat 16 Sitze und ex officio eine Stimme des Bürgermeisters. Er setzt sich seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wie folgt zusammen:[8]

Partei / Liste Sitze + / –*
CDU 9 − 1
BFW 4
SPD 1 − 2
Die Linke 1 ± 0
NPD 1

*: Unterschied zur Wahl 2014

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 2015: Matthias Schrot

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau zwei aufgerichtete, gegeneinander gekrümmte silberne Fische, zwischen ihnen schwebend ein siebenstrahliger goldener Stern.“

Das Wappen in der heutigen Form führt Weißensee seit dem 19. Jahrhundert, doch zeigen bereits die frühesten Siegel seit dem 13. Jahrhundert neben anderen Figuren einen Fisch. Die zwei Fische (Hechte) symbolisieren den Ober- und den Niedersee; der goldene Stern symbolisiert Burg und Stadt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserkunst unter dem Markt
Steinschleuder (Blide, auch Trébuchet) auf der Runneburg

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Runneburg (Burg Weißensee)
  • Die Historische Wasserkunst wurde von 1378 bis 1385 auf Veranlassung von Landgraf Balthasar angelegt, um die Stadt Weißensee und die dortige Runneburg mit Wasser zu versorgen. Vom Stauwehr bei Westgreußen führte man die Sächsische Helbe bis vor die Stadt, über einen 250 Meter langen und 16 Meter hohen Damm von Norden zu einem unterirdischen Kanalsystem mit Schöpfstellen unter der Oberstadt bis zur Runneburg um im weiteren Verlauf dem Betrieb der Mühlen zu dienen.[11]
  • Historisches Rathaus
  • Stadtkirche St. Peter & Paul
  • Kirche St. Nikolai
  • Stadtmauer
  • Holländer-Windmühle
  • Kursächsische Postmeilensäule (Viertelmeilenstein Nr. 49 von 1780, Originalstandort am ehemaligen Obersee) vom 1700 eingerichteten Fahrpostkurs LeipzigKassel vor der früheren sächsischen Poststation, zwischen Burgaufgang und Marktplatz, in der Oberstadt[12]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Städtisches Freibad
  • Jugendclub Weißensee
Chinesischer Garten mit Treppenanlage zum Wasser-Pavillon

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chinesischer Garten[13]
  • Jordan
  • Freilichtbühne am Gondelteich
  • „Promenade“; Kastanienallee, die sich um die gesamte Stadtmauer zieht

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportanlage Ulmenallee
  • Sportplatz am Fischertor
  • Drei-Felder-Halle

Lokalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ratsbrauerei Weißensee, Brauerei mit angeschlossener Gaststätte im historischen Rathaus

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Musikförderverein engagieren sich zahlreiche Jugendliche der Stadt.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer finden auf dem historischen Marktplatz unregelmäßig Festspiele statt. 2012 wird die 800-Jahr-Feier der ersten Erwähnung als civitas durch Kaiser Otto IV. ausgerichtet.

Eine überregionale Veranstaltung ist das alljährlich zu Pfingsten stattfindende Bierfest, welches zu Ehren der 'Statuta Taberna', dem Weißenseer Reinheitsgebot für Bier, stattfindet. Jeweils am 3. Oktober findet der Volkslauf „Cross der Deutschen Einheit“ statt. Am 3. Adventswochenende findet jährlich der traditionelle Weihnachtsmarkt statt, welcher vom örtlichen Handwerkerverein organisiert und ausgerichtet wird. Mitte Januar wird traditionell der „Tag des Tapferen“ zu Ehren Wilhelms III. gefeiert, der durch den Thüringer Landtag am 9. Januar 1446 in Weißensee die erste Landesordnung in Kraft setzte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben vielen mittelständischen und Kleinbetrieben gibt es im Gewerbegebiet einige größere Unternehmen:

  • B. Muhr und Bender (Mubea)
  • BBW Abwassertechnik Weißensee
  • RC-Umwelttechnik (GFK-Teile Lieferant)
  • Phönix Metallbau
  • Glas Wiedemann
  • TOTAL Tanklager Weißensee (Schließung Ende 2018)
  • Agrargenossenschaft Weissensee mit HISTA Tankstellen, Fahrzeug- und Agrartechnik GmbH
  • Möbelwerk Weißensee GmbH (Massivholzmöbel Hersteller)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißensee liegt an der Bundesstraße 86 zwischen Straußfurt und Artern/Unstrut. Die Entfernung zur Bundesautobahn 71 beträgt elf Kilometer.

Der Bahnhof Weißensee (Thür) liegt am südlichen Stadtrand an der Bahnstrecke Straußfurt–SömmerdaGroßheringen, der sogenannten Pfefferminzbahn, auf deren westlichem Abschnitt allerdings seit dem 9. Dezember 2007 keine Personenzüge mehr verkehren. Im Güterverkehr spielt die Eisenbahnstrecke für die ansässigen Unternehmen aber weiterhin eine wichtige Rolle.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßig wird der Weißenseer Stadtanzeiger, das Amtsblatt für die Gemeinde, herausgegeben.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Weißensee gibt es sowohl die staatlichen Regelschule „Geschwister Scholl“ als auch die neugebaute Grundschule „Traumzauberbaum“. Daneben befindet sich im historischen Rathaus die öffentliche Stadtbibliothek.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für Walther von der Vogelweide auf dem Marktplatz

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jörg Sauerbier: Ein Rundgang durch die Stadt Weissensee. ISBN 3-86189-028-3.
  • Michael Kirchschlager u. a.: Die Geschichte der Stadt Weissensee von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hartmann, Günter, 2001, ISBN 3-932875-18-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weißensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Weißensee (Thüringen) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. W. MägdefrauThüringer Städte und Städtebünde im Mittelalter Verlag Rockstuhl Bad Langensalza 2002 S. 93 ISBN 3-936030-34-0
  3. H. Laß: Jagd- und Lustschlösser des 17. und 18. Jahrhunderts in Thüringen. Michael Imhof Verlag, 2006, S. 396, ISBN 3-86568-092-5
  4. a b c Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser, Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 279 f., ISBN 3-88864-343-0
  5. Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Band 8 Thüringen; Hrsg. von TVVdN-BdA und Studienkreis Deutscher Widerstand 1933–1945; Hamburg o. J., S. 278
  6. https://soemmerda.thueringer-allgemeine.de/web/soemmerda/startseite/detail/-/specific/Weissensee-gedenkt-Pogrome-gegen-Juden-522996363
  7. Gesetzentwurf vom 19. Juni 2018, aufgerufen am 16. Dezember 2018
  8. Gemeinderatswahl 2019 in Thüringen. Thüringer Landesamt für Statistik, abgerufen am 7. Juli 2019.
  9. http://www.weissensee.de/fileadmin/weissensee-de/amtsblatt/2009-12.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.weissensee.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Daten von Kirchberg/Jagst (Memento vom 16. April 2010 im Internet Archive)
  11. Sächsische Helbe in Weißensee, aufgerufen am 17. Oktober 2019
  12. W. Sieler: Zeitzeugen – die Weißenseer Postmeilensäule. In: Stadtanzeiger, 7/2012, S. 7@1@2Vorlage:Toter Link/www.weissensee.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 1,5 MB)
  13. Chinesischer Garten (Memento vom 21. Juli 2012 im Internet Archive)
  14. http://www.stadtkirchen-weissensee.de/lang_de/de_peterpaul/peterpaul_zeittafel.php
  15. Michael Kirchschlager u. a.: Die Geschichte der Stadt Weissensee von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hartmann, Günter, 2001.
  16. Freistaat Thüringen
  17. pressreader, aufgerufen am 17. Oktober 2019