Wilhelm Thielmann

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Willingshausen Malerkolonie, Foto von 1913; v.l.n.r.: Heinrich Giebel, Marlies Dörr, Hermann Kätelhön, Hermann Metz, Wilhelm Thielmann, Adolf Lins, Heinrich Otto, Carl Bantzer

Wilhelm Thielmann (* 10. März 1868 in Herborn; † 19. November 1924 in Kassel) ging als „Maler und Zeichner der Schwalm“ in die deutsche Kunstgeschichte ein.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater Ludwig war Briefträger. Obgleich seine Mutter Luise (geb. Schleich) Wilhelms Zeichenbegabung erkannte, kam eine berufliche Laufbahn als Künstler für die Eltern nicht in Frage. Nach der Realschule besuchte er das Lehrerseminar in Usingen und arbeitete dann als Volksschullehrer im Taunus (Anspach, Rödelheim, Eschbach). Um Zeichenlehrer zu werden, ließ er sich 1894 beurlauben und ging an die Kunstgewerbeschule in Kassel. Nach seiner exzellenten Abschlussprüfung wurde er hier als Zeichenlehrer angestellt.

Er betätigte sich auch als Illustrator von Zeitschriften wie der Gartenlaube, Leipziger Illustrierten und des Magazins „Über Land und Meer“. Auch als Porträtist der Kasseler Gesellschaft machte er sich einen Namen. Er war ein umworbener Stammtischbruder der Pvunzel und der Raabe-Gesellschaft im Wirtshaus zum Wilden Wasser.

Im Spätsommer 1897 unternahm er eine Studienreise in die Schwalm in die Willingshäuser Malerkolonie und verbrachte seither die Sommer in Willingshausen. 1903 verlegte er seinen ständigen Wohnsitz dorthin.

1912 heiratete er die Arzttochter Alexandra Thilenius (* 4. Juli 1881 in Wiesbaden; † 18. Januar 1966 in Willingshausen) aus Wildungen, die im Vorjahr seine Schülerin geworden war.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Esther Haß, Alexander Link, Karl-Hermann Wegner: Synagogen in Kassel. Ausstellung im Stadtmuseum Kassel anlässlich der Einweihung der Neuen Synagoge im Jahr 2000 (= Schriften des Stadtmuseums Kassel. 9). Jonas, Marburg 2000, ISBN 3-89445-270-6.
  • Ingrid Kräling, Konrad Scheurmann, Carsten Schwoon (Red.): Juden in Kassel, 1808–1933. Eine Dokumentation anlässlich des 100. Geburtstages von Franz Rosenzweig. Thiele & Schwarz, Kassel 1987, ISBN 3-87816-063-1.
  • Friedrich Piesk: Wilhelm Thielmann. (1868–1924). Mit einem Verzeichnid der Radierungen von Günther Füllenbach. Jonas, Marburg 1997, ISBN 3-89445-226-9.
  • Otto Renkhoff: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau. 39). 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1992, ISBN 3-922244-90-4, S. 807.
  • Ingeborg Schnack (Hrsg.): Lebensbilder aus Kurhessen und Waldeck. 1830–1930 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck. 20, 1, ISSN 0342-2291). Band 1. Elwert & Braun, Marburg 1939, S. 263.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wilhelm Thielmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien