Willershausen (Herleshausen)

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Willershausen
Gemeinde Herleshausen
Koordinaten: 51° 2′ 10″ N, 10° 10′ 51″ O
Höhe: 301 m ü. NHN
Fläche: 7,95 km²[1]
Einwohner: 184[2]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 37293
Vorwahl: 05654
Blick auf den Ort
Blick auf den Ort

Willershausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Herleshausen im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willershausen liegt im Nordosten des Gemeindegebietes von Herleshausen am Nordhang des Kielforst. Es grenzt im Norden an den Ortsteil Ifta der thüringischen Stadt Treffurt und im Osten an den Ortsteil Pferdsdorf der Gemeinde Krauthausen im thüringischen Wartburgkreis. Vom Ort hat man Blick auf die etwa zehn Kilometer (Luftlinie) entfernte Wartburg bei Eisenach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allianzwappen von 1693 Christoph W. Treusch v. Buttlar und Maria v. Goldacker, Erbauer des 'Neuen Schlosses'
Schloss Willershausen

Die Treusch von Buttlar waren 1383 Herren von Willershausen und angrenzenden Orten. Zum Ende des 13. Jahrhunderts wurden der Wohnturm und der Wehrturm des jetzigen Schlosses Willershausen erbaut. Durch Heirat der beiden letzten Erbinnen aus der Familie Treusch von Buttlar kamen Gut und Wasserburg 1757 an die Familien von Kutzleben und von Bibra. Von 1889 bis 1992 waren die Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld Eigentümer des Anwesens.

1997 wurden weite Flächen von Gut Willershausen nach erneutem Eigentümerwechsel in einen Golfplatz umgewandelt, auf dem 2014 der Spielbetrieb eingestellt wurde.[3]

Am 1. Dezember 1970 wurde der bis dahin selbstständige Ort im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die Gemeinde Herleshausen eingegliedert.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Willershausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wasserschloss befindet sich südlich des Dorfes.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche von Willershausen

Verhältnismäßig groß dimensioniert ist die dreischiffige Kirche von Willershausen. Sie zeugt von der Wallfahrt, die im 15. Jahrhundert zur Marienkirche Willershausen bestand. Siegismund Treusch, genannt von Botteler, versuchte 1464 anschließend an die Kirche ein Kloster zu gründen. Bereits 1468 verließen die Mönche die Neugründung wieder und zogen zurück in ihr Stammkloster, das Serviten-Kloster Mariengart zu Vacha, das zu dieser Zeit von einer Brandkatastrophe betroffen war.[5]

Die Kirchengemeinde ist Teil der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Helmut Wittich.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am Ortsrand befindet sich seit 1997 ein Golfplatz, auf dem aber 2014 der Spielbetrieb eingestellt wurde.
  • Der Ort hat ein Dorfgemeinschaftshaus.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Willershausen (Herleshausen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Willershausen. In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen, abgerufen im September 2019.
  2. Infos zu den Ortsteilen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen, ehemals im Original; abgerufen am 16. Februar 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.herleshausen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. Golfclub Willershausen e. V.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 388.
  5. K. Hahn, Das Servitenkloster zu Vacha, seine Gründung und Schicksale. In: LV 18, Bd. 9, NF Bd. l, 1879 und: Waldemar Küther, Vacha und sein Servitenkloster im Mittelalter. Unter Mitarbeit von Hans Goller (Mitteldeutsche Forschungen, Bd. 64). Böhlau-Verlag, Köln/Wien 1971
  6. Ortsvorsteher Willershausen. In: Internetauftritt der Gemeinde Herleshausen. Abgerufen am 15. August 2018.