Wolfgang Krebs (Kabarettist)

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Wolfgang Krebs 2018
Wolfgang Krebs als Horst Seehofer

Wolfgang Krebs (* 31. August 1966 in Seefeld (Oberbayern)) ist ein deutscher Kabarettist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Krebs’ Vater stammt aus Oberfranken, seine Mutter aus Oberbayern.

Krebs stand mit fünf Jahren zum ersten Mal auf der Bühne. Es folgten Schülertheater und Heimatbühne. Nach dem Hauptschulabschluss ließ er sich zum Postbeamten ausbilden. Danach besuchte Krebs auf dem zweiten Bildungsweg die Berufsaufbau- und Berufsoberschule und wechselte den Beruf. Er wurde Studioleiter bei Radio Allgäu in Kaufbeuren, und zwischen 1996 und 2007 leitender Angestellter in der TV Werbezeiten-Vermarktung bei ProSieben und Sat.1 sowie bei RTL 2. Seit 1988 war Krebs an verschiedenen Hörfunkprojekten als Sprecher beteiligt. Nach Schauspiel-Workshops in Berlin und London (Actor Licence) beteiligte er sich seit 1992 an Theateraufführungen, Moderationen und Radiobeiträgen.

Kabarett[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 trat er bei den Marktfestspielen Kaltental-Blonhofen erstmals als bayerischer Ministerpräsident Edmund Stoiber auf. Beim schwäbischen Fasching Schwaben weissblau 2004 war ein Auftritt des Ministerpräsidenten Edmund Stoiber vorgesehen, doch dieser war verhindert. Stattdessen erschien auf Initiative von Georg Ried Krebs als Stoiber-Imitator. Daraufhin trat er seit Januar 2004 regelmäßig als Stoiber-Darsteller in der BR-Sendung quer auf. Im Rahmen dieser Sendung gab er während der Koalitionsverhandlungen 2005 vor einem großen Presseaufgebot Stoiber-Interviews.

Nach Stoibers Rücktritt parodierte er in quer auch dessen Nachfolger Günther Beckstein, Horst Seehofer sowie Markus Söder. Darüber hinaus imitiert er zahlreiche andere prominente Persönlichkeiten wie Joachim Herrmann. Von 2006 bis Juli 2015 war Krebs als Imitator täglich auf Bayern 3 zu hören. Seit 2016 ist er jeden Mittwoch in der Comedyreihe "Lachmatt" auf Bayern 1 zu hören.

Ab 2007 widmete er sich hauptberuflich dem Kabarett und trat mit Solo-Programmen auf. Von 2010 bis 2013 stellte Krebs auf dem Nockherberg Ministerpräsident Horst Seehofer dar. 2014 begann Krebs mit seinem dritten Soloprogramm Können Sie Bayern? Im gleichen Jahr lief die BR-Sendung Habe die Ehre mit Chrissy Eixenberger und Wolfgang Krebs an.

Im Bayerischen Fernsehen ist Krebs seit 2004 in jeder Schlussnummer bei quer zu sehen. Er gehört zum festen Ensemble der Sendung Asül für Alle mit Django Asül.

Krebs verfasste zwei Fachbücher, Traumhaft entspannt und Stillstand geht nicht. Das Märchenbuch Sternreisen ist im Kontakte Musikverlag erschienen. 2015 veröffentlichte er sein Buch Nur Bayern im Kopf! in dem er die besten Auszüge aus seinen Bühnenprogrammen präsentiert, sowie die Leberkäs AG, welche im Rosenheimer Verlag erschienen ist.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Der Minister
  • 2015: Die Udo-Honig-Story

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Ja, mia kennan!
  • 2013: Drei Mann in einem Dings
  • 2014: Können Sie Bayern

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011 bekam er den Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren, den „Hermine-Körner-Preis“; die Laudatio dazu hielt Edmund Stoiber.
  • 2012 wurde Wolfgang Krebs in die Karl-Valentin-Gesellschaft aufgenommen.[1]
  • 2014 erhielt Wolfgang Krebs den „Orden wider die Neidhammel“ der Nürnberger Luftflotte.
  • 2015 wurde er mit seiner Sendung "Habe die Ehre" für den Grimme-Preis[2] nominiert.
  • 2017 wurde er 34. Träger der schwäbischen Riegele-Bierkette.
  • 2017 ist Wolfgang Krebs der Publikumsliebling in Unterföhring, dafür erhielt er den „Unterföhringer Mohr“.

Solo-Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Krebs, 2017
  • 2007: Die Stoiberschau
  • 2009: Ja mia kennan!
  • 2012: Drei Mann in einem Dings!
  • 2014: Können Sie Bayern?
  • 2016: Die Watschenbaum-Gala
  • 2017: Die Watschenbaum-Gala

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wolfgang Krebs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. satirefassl.de (Memento des Originals vom 6. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.satirefassl.de
  2. Habe die Ehre (BR). (grimme-preis.de [abgerufen am 16. April 2018]).