Kaltental

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde Kaltental im Landkreis Ostallgäu. Siehe auch Kaltental (Stuttgart) bzw. Kaltenthal.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Kaltental
Kaltental
Deutschlandkarte, Position des Marktes Kaltental hervorgehoben
47.910.75710Koordinaten: 47° 54′ N, 10° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Westendorf
Höhe: 710 m ü. NHN
Fläche: 22,14 km²
Einwohner: 1635 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87662
Vorwahlen: 08345
08344 (Blonhofen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 141
Adresse der
Marktverwaltung:
Markt Kaltental
Rathausplatz 1
87662 Kaltental
Webpräsenz: www.markt-kaltental.de
Bürgermeister: Manfred Hauser (Heimat- Freie Wählergr. Aufkirch)
Lage des Marktes Kaltental im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Kaltental ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Westendorf.

Geografie[Bearbeiten]

Kaltental liegt in der Region Allgäu. Bei dem Ortsnamen handelt es sich um einen „Kunstbegriff“, da es in dieser Gemeinde keinen Ort mit dem Namen Kaltental gibt.

Es existieren folgende Gemarkungen: Aufkirch, Blonhofen, Frankenhofen (Helmishofen ist keine eigene Gemarkung sondern gehört zur Gemarkung Aufkirch)

Die gesamten Ortsteile sind: Altensberg, Aufkirch, Blonhofen, Eldratshofen, Frankenhofen, Gerbishofen, Helmishofen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet der heutigen Gemeinde Kaltental lag zum größten Teil im Pflegamt Buchloe des Hochstiftes Augsburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zum Kurfürstentum Bayern.

Der Name der Gemeinde wurde bei dem anlässlich der Gebietsreform am 1. April 1971 erfolgten Zusammenschluss der drei Gemeinden Aufkirch, Blonhofen und Frankenhofen[2] nach zum Teil sehr angeregten Debatten auch gegen das Anraten des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und anderer maßgeblicher Stellen festgelegt. Er entspricht nicht den historischen Tatsachen sondern ist der Name der Herrschaft Kaltental, die bis zum Jahre 1699 den Ort Osterzell besaß. Er wurde frei gewählt, weil die drei Ortsteile im "kalten Tal" liegen, was wiederum nichts mit Kälte zu tun hat, sondern dem Namen von Jakob von Kaltental entspricht.

Gemeindeverwaltung von Markt Kaltental in Aufkirch
Ortsteil Aufkirch von Blonhofen aus gesehen
Die Burgruine bei Helmishofen

Aufkirch[Bearbeiten]

Der Ort Aufkirch wurde erstmals im Jahre 1287 in einer Urkunde des Klosters Steingaden erwähnt. 1437 erlangte dann das Hochstift Augsburg die Gerichtsbarkeit über Aufkirch und strebte auch die Grundherrschaft im ganzen Ort an. In Aufkirch bestand, wie der Name schon vermuten lässt, schon in sehr früher Zeit eine Kirche. Die jetzige Kirche aus dem Jahr 1618 bedurfte bereits in den Jahren 1656 und 1686 tief greifender Renovierungsarbeiten. Der Turm wurde 1843 neu gebaut. Die letzte gründliche Renovierung erfolgte 1972–1975.

In Aufkirch gab es bereits seit 1513 eine Schule. Im Dreißigjährigen Krieg und während der Hungersnot im Jahre 1618 erlitten die Bewohner Aufkirchs große Drangsal. 1635 raffte die Pest die Hälfte der Bevölkerung dahin. Bauernkrieg, Schmalkaldischer Krieg, die Franzosenzeit sowie die beiden Weltkriege brachten weiteres großes Elend über die Gemeinde Aufkirch.

Blonhofen[Bearbeiten]

Im Nordwesten von Aufkirch befindet sich das Straßendorf Markt Blonhofen, das 1972 nach Markt Kaltental eingemeindet wurde. Der Ort war allerdings seit jeher nach Aufkirch eingepfarrt. Erstmals kommt der Ort etwa um 1150 als Pluwenhofen vor. Zu jener Zeit war Blonhofen hauptsächlich in welfischem Besitz. Etwa um 1500 befand sich der Ort im Besitz der Benzenauer auf Großkemnat. Diese verkauften ihn 1556 an Peter Gaisberg zu Blonhofen, der ihn zur Herrschaft Altensberg schlug. Mit dieser kam er 1611 an die Herren von Stotzingen und 1611 an das Hochstift Augsburg. Das genaue Datum der Marktverleihung ist nicht belegt.

Bereits 1686 bestand in Blonhofen eine Zunft der Metzger, Schuster, Schneider und Weber. Zu ihnen gehörten die Meister im Umkreis zwischen Stöttwang und Jengen sowie von Oberbeuren bis ins Fuchstal und darüber hinaus. Blonhofen hatte bereits um 1400 ein Frauenklösterlein, das um 1600 einging. Die Gebäude wurden in einen Zehentstadel umgewandelt, der 1852 abgerissen wurde. Die Kirche in Blonhofen, die den Aposteln Philipus und Jakobus geweiht ist, stammt in einigen Teilen noch aus gotischer Zeit. Das Langhaus wurde 1852 nach Abbruch des westlich gelegenen Zehentstadel erweitert.

Im Jahre 1835 bat der Gemeinderat der Gemeinde Markt Blonhofen um ein Gemeindewappen mit dem Abbild des Dorfpatrons, dem Heiligen St. Sebastian. Ein Jahr später entsprach König Ludwig I. von Bayern dem Wunsch der Gemeindeväter und genehmigte das Wappen.

Frankenhofen[Bearbeiten]

Das Reihendorf Frankenhofen war bis 1971 eine eigenständige Gemeinde bis es in die Gemeinde Aufkirch eingemeindet wurde. Gegründet wurde Frankenhofen vermutlich im 8. Jahrhundert mit dem seelsorgerischen und klösterlichen Mittelpunkt Stöttwang. Die Herrschaftsrechte über Frankenhofen lagen bei der Feste Helmishofen, bis sie im Jahr 1437 von Veit Schmiecher zu Helmishofen an Bischof Peter von Augsburg verkauft wurde. Am Grundbesitz waren im späten Mittelalter Bürger aus Augsburg, Landsberg, Füssen, Kaufbeuren und Memmingen beteiligt. Ab 1610 erwarb das Hochstift Augsburg nach und nach den Großteil des Grundbesitzes.

Die Kirche des Ortes, den Heiligen Laurentius und Agatha geweiht, wurde bereits im Jahr 1488 von Weihbischof Ulrich konsekriert und seither mehrmals renoviert und restauriert. Frankenhofen hat überwiegend landwirtschaftliche aber auch handwerkliche Betriebe.

Helmishofen[Bearbeiten]

Das südlich von Aufkirch gelegene Kirchendorf Helmishofen war in früherer Zeit eine eigene Pfarrei und wird erstmals 1180 genannt. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Pfarrei mit der Pfarrei Aufkirch vereint. Südöstlich von Helmishofen stand am Höhenrand die Burg Helmishofen. Diese Burg war schon seit dem frühen Mittelalter erst stöttwangisches, dann stiftkemptisches Lehen. Ein Ortsgeschlecht wird von 1190 bis 1332 genannt. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts macht Römerturm sich ein bayerisches Rittergeschlecht, die Herren von Schmiechen, ansässig. Am 25. April 1437 verkauft Veit Schmiecher zu Helmishofen die Burg mit seinen Zugehörten an Bischof Peter und das Hochstift Augsburg. Das Hochstift setzte auf die Burg einen Pfleger mit einem Propst und einem Richter und erwarb weitere Besitzrechte in dieser Gegend. So gehören zur Pflege Helmishofen unter anderem die Orte Honsolgen, Helmishofen, Frankenhofen, Aufkirch, Altensberg mit Blonhofen, Menhofen mit Gerbishofen und Linden sowie Güter in Mühlen und Gutenberg. Die Burg Helmishofen wurde 1525 von den Bauern von Blonhofen, Aufkirch, Helmishofen und Frankenhofen, die sich gegen ihren Herren, den Bischof von Augsburg, erhoben, zerstört. In den folgenden Jahren wurde sie dann wieder aufgebaut, bevor sie dann im 18. Jahrhundert endgültig abbrannte. Heute steht nur noch der Turm, der heute als "Römerturm" bezeichnet wird, sowie kleinere Mauerreste.

Das Kirchlein St. Nikolaus in Helmishofen erhielt 1474 einen Ablass. Es fand aber auch ein Neubau statt, von dem noch heute der Chor erhalten ist. Im 17. Jahrhundert wurde das Langhaus und um 1780 der Turm neu aufgebaut. Das Kirchlein enthält einige spätgotische Holzskulpturen und an der Langhausnordwand Gedenksteine einiger Ritter zu Helmishofen und deren Frauen.

Altensberg[Bearbeiten]

Nordöstlich von Aufkirch, auf dem Höhengrad des Hühnerbachtals liegt die Einöde Altensberg. Die Ansiedlung erscheint bereits nach 1100 als Altichsberg; es saß dort ein Adeliger namens Manegold. Bis 1530 gehörte Altensberg nach Großkemnat und kam 1562 über das Spital Kaufbeuren, an zu einem in seiner Zeit bedeutenden Mann, Peter von Gaisberg. Dieser Begründete die Herrschaft Altensberg, zu der auch Blonhofen und Unterostendorf, sowie Besitzungen in Stöttwang und Reichenbach gehörten. Die Söhne verkauften den Sitz Altensberg 1577 an Rupprecht von Stotzingen, Ein Georg Leonhard von Stotzingen und seine Gemahlin verkauften 1611 ihre Herrschaft für 104.000 Gulden an Bischof Heinrich von Augsburg. Das Schloss Altensberg, in welchem bereits 1612 bis 1635 der Pfleger von Helmishofen seinen Sitz nahm, wurde wahrscheinlich im Dreißigjährigen Krieg zerstört.

Eldratshofen[Bearbeiten]

Der kleine Kirchenweiler nördlich von Aufkirch, der auf der östlich das Hühnerbachtal begrenzende Anhöhe liegt, war früher eine selbständige Pfarrei, zu der auch die Höfe in Gerbishofen gehörten. 1489 kam diese Pfarrei an die Pfarrei Kinsau und 1814 an die Pfarrei Aufkirch. 1240 bis 1303 wird ein Ortsgeschlecht Ellinhartshovin bezeugt. Ein Hof und der Zehnt waren Lehen vom Kloster Kempten, war auf die Kirchengründung von Stöttwang aus schließen lässt. 1460 ist ein Kirchenherr genannt. Grundbesitz hatten auch das Spital Schongau und das Frauenkloster Kaufbeuren. Das Hochgericht übten bis 1785 die Baiern aus, dann das Hochstift Augsburg bis 1803.

Gerbishofen[Bearbeiten]

Östlich von Blonhofen liegt der Weiler Gerbishofen. Ein Leonhard von Lechsberg gab Gerbishofen 1437 an das Kloster Irsee, welches den Weiler im Jahre 1600 an das Hochstift Augsburg verkaufte. Gerbishofen gehörte zur vereinigten Pflege Buchloe-Helmishofen. Im Ort steht eine Kapelle Maria Heimsuchung, die sich in Privatbesitz befindet und 1874 von Eulogius Birk infolge eines Gelübdes errichtet wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.260, 1987 dann 1.232 und im Jahr 2000 1.583 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Manfred Hauser (Heimat-Freie Wählergruppe Aufkirch, Freie Wählergemeinschaft Blonhofen und Fortschrittliche Freie Wählergruppe Frankenhofen). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Wilhelm Poppler (Freie Fortschrittl. Wählergr.). Bei den Kommunalwahlen 2008 wurde Manfred Hauser als gemeinsamer und einziger Kandidat der drei Wahlvorschläge Heimat-Freie Wählergr. Aufkirch, Freie Wählergemeinschaft Blonhofen und Fortschr. Freie Wählergruppe Frankenhofen für eine weitere Wahlperiode wiedergewählt.

Dem Marktgemeinderat gehören neben Bürgermeister Manfred Hauser zwölf weitere Mitglieder in drei Fraktionen an.

Liste Sitze
HFWG Aufkirch 4
FWG Blonhofen 5
FFWG Frankenhofen 3

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.257 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 127 T€.

Wappen der Gemeinde[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Markt Kaltental stellt in Rot über einem dreieckigen silbernen Rost eine goldene Mitra, beseitet von einem senkrechten Schlüssel und einem senkrechten silbernen Pfeil dar. Die Farbgebung in Rot und Silber sowie die Bischofsmitra weist auf das Hochstift Augsburg und dessen historische Bedeutung für die Gemeinde Markt Kaltental hin. Die wehenden Bänder der Mitra stellen die von Norden nach Süden das Tal durchziehende Kardinalstraße dar, die 1440 vom Augsburger Fürstbischof angelegt wurde, um unter Umgehung des bayerischen Zolls die hochstift-augsburgischen Gebiete zwischen Augsburg und Füssen zu verbinden und um vom Italienhandel zu profitieren. Der Schlüssel steht als Symbol für den Hl. Petrus, dem zusammen mit dem Hl. Paulus die Pfarrkirche Aufkirch geweiht ist, für Aufkirch. Der Pfeil als Symbol für den Hl. Sebastian steht für Blonhofen und der Rost als Attribut des Hl. Laurentius soll auf das Patrozinium der Kirche von Frankenhofen hinweisen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Seit 2005 hat sich in der ehemaligen Sennerei Aufkirch eine Galerie „Alte Sennerei“ niedergelassen, in der Ausstellungen für zeitgenössische Kunst veranstaltet werden. Im Frühjahr findet jeweils eine Keramikausstellung mit renommierten Künstlern und dem Schwerpunkt Objektkeramik und Rakukeramik statt. In den Sommermonaten wird eine Ausstellung mit Bildhauern organisiert, bei der auch Arbeiten im Freien gezeigt werden. Außerdem befindet sich eine Sammlung an Graphiken des bekannten Münchner Zeichners und Maler Wilhelm Maier-Solgkim Hause. Im Herbst findet regelmäßig eine Illustratorenausstellung mit international renommierten Künstlern statt (beispielsweise Reinhard Michl, Jindra Capek, Wolf Erlbruch, Quint Buchholz, Susanne Janssen, Isabel Pin, Aljoscha Blau). Während dieser Ausstellungen gibt es meist auch Lesungen mit bekannten Buchautoren.

In der Burgruine Helmishofen sind Reste einer im 12. Jahrhundert errichteten Burg bei Helmishofen zu sehen. Erhalten sind noch der Bergfried sowie einige kleine Mauerreste. Der Turm wird fälschlicherweise als Römerturm bezeichnet.

Liste der Baudenkmäler in Kaltental

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 11, im produzierenden Gewerbe 108 und im Bereich Handel und Verkehr 17 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 134 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.176. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 76 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.063 ha. Davon waren 1.248 ha Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Ab 1922 gab es im Ort Aufkirch einen Bahnhof an der Bahnstrecke Kaufbeuren–Schongau. Der Bahnhof war ein Zugkreuzungsbahnhof und stellte den betrieblichen Mittelpunkt der Strecke dar. 1968 wurde der örtliche Güterverkehr und 1972 der Personenverkehr eingestellt und die Strecke stillgelegt.

Hochwasserschutz[Bearbeiten]

Als Teil eines umfassenden und koordinierten Hochwasserschutzes an Hühnerbach und Gennach wurde in den Jahren 2012 und 2013 südlich des Ortsteiles Blonhofen ein Hochwasserrückhaltebecken für ca. 300.000 Kubikmeter Wasser durch den Zweckverband Hochwasserschutz Gennach-Hühnerbach errichtet. Das vom Freistaat Bayern geförderte Projekt stellt insbesondere ein Musterprojekt für die Region dar, als dass die elf Anrainergemeinden an Gennach und Hühnerbach nicht unkoordinierte Einzelmaßnahmen, sondern ein schlüssiges Gesamtkonzept erarbeitet und umgesetzt haben. [3]

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 69 Kindern
  • Gemeindebücherei

Die Gemeinde Markt Kaltental gehört dem Schulverband Westendorf-Stöttwang sowie dem Hauptschulverband Germaringen an.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Georg Ried (* 1959), Moderator und Blasmusikexperte
  • Josef Winiger (* 1943), Literaturübersetzer und Autor
  • Olaf Krätke (* 1959), Schauspieler, Sprecher, Regisseur und Produzent
  • Freek Mestrini (* 1946 in Heerlen/Niederlande), Musiker, Komponist, Arrangeur und Dirigent

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaltental – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 492
  3. Huml: Kommunen im Ostallgäu ziehen beim Hochwasserschutz an einem Strang