Zak McKracken and the Alien Mindbenders

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Zak McKracken and the Alien Mindbenders ist ein 1988 erschienenes Point-and-Click-Adventure. Es ist nach Maniac Mansion das zweite Spiel dieser Art der Firma Lucasfilm Games (später LucasArts).

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler übernimmt die Rolle von Zak McKracken, einem frustrierten Boulevardreporter aus San Francisco, der für den National Inquisitor (eine Veralberung des National Enquirer) tätig ist. Im Vorspann des Spiels erscheinen ihm in einem Traum Außerirdische, eine uralte Karte der Erde, ein merkwürdiges Gerät sowie eine ihm unbekannte Frau, die er am nächsten Morgen in einer Fernsehsendung wiedersieht. Im Verlauf der Handlung wird klar, dass Zak McKracken die Erde vor einer Invasion durch Außerirdische retten muss, die die Menschheit verdummen wollen. Unterstützung erhält er dabei von der Archäologin Annie, die ihm im Traum erschienen ist und ebenfalls in San Francisco wohnt, sowie ihren beiden Freundinnen Melissa und Leslie, die mit einem umgebauten VW-Bus auf den Mars geflogen sind. Ziel des Spieles ist es, das sogenannte Skolarische Gerät zusammenzubauen, dessen Einzelteile aus Artefakten bestehen, die auf der ganzen Welt verteilt sind.

Die Handlung des Spiels verwendet verschiedene populärwissenschaftliche, vermeintliche Rätsel der Menschheitsgeschichte. Neben dem großen Kapitel Prä-Astronautik, das den Rahmen für die Geschichte bildet, werden u. a. auch die Hochkultur der Inka, das Rätsel der Pyramiden und der Sphinx in Ägypten, El Astronauto, die ungeklärte Funktion von Stonehenge, das Mysterium des Bermudadreiecks, der Mythos Atlantis und das vermeintliche Marsgesicht aufgegriffen. Entsprechend dieser Vielzahl von Einflüssen werden im Spiel zahlreiche Orte auf allen Kontinenten und auf dem Mars aufgesucht. Aufgegriffen und vermeintlich erklärt wird auch das Brummton-Phänomen: Die Caponier-Aliens benutzen es, um die Menschheit zu verdummen und schließlich zu versklaven.

Spielprinzip und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spielmechanik wurde mit Hilfe von LucasArts' SCUMM-Engine für Point-and-Click-Adventures entwickelt: Der Bildschirm ist fünfgeteilt in einen Bereich für Aktionsverben, ein darunter angeordnetes, aus Wörtern bestehendes Inventar der Spielfigur, darüber die Aktionszeile zum Aufbauen des auszuführenden Befehls, dem großen Spielbildschirm, und ganz oben noch zwei Zeilen für Dialogtexte. In speziellen Situationen kann es im Spiel vorkommen, dass die Aktionsverben nach und nach ausgeblendet werden. Dies soll eine Verdummung der Spielfigur darstellen, die aber mit der Zeit wieder voll reversibel ist.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zak McKracken and the Alien Mindbenders wurde 1988 von Lucasfilm Games entwickelt. Designer David Fox, der in der Firma zuvor Rescue on Fractalus und das Adventure Labyrinth verantwortet hatte, war nach eigener Aussage bereits als Kind von Science-Fiction, Übernatürlichem und UFOs begeistert. Seine ursprüngliche Vision war es, „etwas mit „New-Age“-Ansatz (zu) machen, (...) das gleichzeitig etwas Erhebendes, Unterhaltsames und Lustiges“ sowie „globale Ausmaße“ haben sollte.[1] Ein erster Designentwurf namens Ancient Astronauts verfügte über einen subtileren Humor, und der Hauptcharakter hieß zunächst Jason und arbeitete für eine Tageszeitung. Das finale Design wurde auf Betreiben von Ron Gilbert im Rahmen einer Konferenz mehrerer Lucasfilm-Designer auf der firmeneigenen Skywalker Ranch festgelegt, wobei der Name „Zak McKracken“ aus Namensbestandteilen aus dem Telefonbuch des umgebenden Marin County zusammengesetzt wurde. Bei Zak McKracken and the Alien Mindbenders handelt es sich nach Maniac Mansion um das zweite Spiel dieser Art auf Basis der SCUMM-Engine. Designer Fox war bei Maniac Mansion an Skripterstellung und Programmierung beteiligt gewesen und kannte sich mit der Engine deshalb aus. Abhängig von der Plattform basiert der Titel auf Version Eins, Zwei oder Drei von LucasArts' SCUMM-Engine. Trotz der verschiedenen SCUMM-Versionen wurde für alle portierten Systeme ein zu Maniac Mansion identischer Look and Feel erreicht. Es ist das erste LucasArts-Adventure mit digitalem MIDI-Soundtrack. Das Spiel erschien 1988 für C64, MS-DOS mit EGA-Grafik, Amiga, Atari ST und Apple II, später auch für den FM Towns mit 256-farbigen Grafiken und verändertem Soundtrack. Entgegen der späteren Praxis wurde die technisch erheblich verbesserte FM-Towns-Version aber nicht mehr für MS-DOS rückportiert.

Der ursprünglichen Auflage des Spiels lag eine Ausgabe des National Inquisitor bei, der die Immersion des Spielers verstärken sollte und verschlüsselte Hilfestellungen für einige Rätsel des Spiels gab.

Im März 2015 wurde Zak McKracken nach Jahren der Nicht-Verfügbarkeit auf der Download-Plattform Gog.com wiederveröffentlicht.[2]

Im Spiel, dessen gesamte Handlung im Jahr 1997, also neun Jahre nach Erscheinen des Spiels im Jahr 1988, angesiedelt ist, werden einige Aussagen hinsichtlich zukünftiger Techniktrends getroffen. Beispiele sind das ausschließliche Bezahlen mit einer sogenannten CashCard und die Verwendung von DAT-Kassetten. Ersteres hat heute eine reale Entsprechung beim bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Kreditkarte und Geldkarte, während sich letztere nie wirklich durchsetzen konnten und heute weitestgehend durch CDs verdrängt wurden.

Im Spiel finden sich abhängig von der Version zahlreiche Querverweise auf andere LucasArts-Spiele, beispielsweise findet sich ein Kanister Kettensägenbenzin, der in Maniac Mansion vermeintlich für die Lösung eines Rätsels fehlte. Die Namen der drei Begleiterinnen von Zak, Annie, Melissa und Leslie, sind die Namen der damaligen Freundinnen von Fox, Gilbert und Kane.[1] David Fox und Annie Larris sind mittlerweile verheiratet. Der Gag, dass Leslie beim Ausziehen ihres Helmes immer eine andere Haarfarbe hat, ist darauf zurückzuführen, dass die als Vorbild fungierende reale Leslie sich zur Zeit der Entwicklung von Zak McKracken oft die Haare gefärbt hat. Der Flughafen von Miami war zwar als Reiseziel nicht nutzlos, doch über den Flughafen hinaus kam man nie, da ein Schild an der Flughafentür erklärte, dass Miami wegen Renovierungsarbeiten geschlossen sei. Der Nachname McKracken wurde vom Programmiererteam zufällig aus einem Telefonbuch ausgesucht. Die Titelmelodie des Spiels ist aufgrund zahlreicher Remixes und Coverversionen mittlerweile zu einiger Berühmtheit gelangt. Der Monolith auf dem Mars, der als Fahrkartenautomat dient, ist eine Anspielung auf die Monolithen im Film 2001: Odyssee im Weltraum, die sich an verschiedenen Orten im Sonnensystem (Erde, Mond, Jupiter) befinden. Der Name der Boulevardzeitung, bei der Zak arbeitet, The National Inquisitor, ist eine Anspielung auf die reale Zeitung The National Enquirer.

Zak McKracken zog einige Fanadventures nach sich, von Amateuren erstellte Spiele, die zwar eine andere Handlung haben, aber in derselben Spielwelt spielen und zumindest teilweise über dieselben Protagonisten verfügen. Das bekannteste Zak-McKracken-Fanadventure ist Zak McKracken – Between Time and Space von 2008, außerdem erschien 2003 The New Adventures of Zak McKracken.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bewertungen
PublikationWertung
Amiga Joker87 % [3]

Zak McKracken and the Alien Mindbenders erhielt größtenteils positive Bewertungen.

Auszeichnungen von Spielezeitschriften

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Point & Click-Adventures. In: Retro Gamer. 2015, Nr. 3, Juni 2015, S. 30.
  2. John Paul Jones: Outlaws, Zak McKracken among new line up of classic Lucasarts games hitting GOG.com (englisch) gamewatcher.com. 19. März 2015. Abgerufen am 19. März 2015.
  3. Max Magenauer: Zak McKracken. In: Amiga Joker. April 1992, S. 101.