Sakai

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Dieser Artikel befasst sich mit der japanischen Stadt Sakai. Für weitere Bedeutungen siehe Sakai (Begriffsklärung)
Sakai-shi
堺市
Sakai
Geographische Lage in Japan
Sakai (Japan)
Red pog.svg
Region: Kinki
Präfektur: Ōsaka
Koordinaten: 34° 34′ N, 135° 29′ OKoordinaten: 34° 34′ 24″ N, 135° 28′ 59″ O
Basisdaten
Fläche: 149,99 km²
Einwohner: 838.264
(1. Juni 2016)
Bevölkerungsdichte: 5589 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 27140-3
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Sakai
Baum: Weide
Blume: Japanische Sumpf-Schwertlilie
Blühender Baum: Kamelie
Vogel: Büffelkopfwürger
Rathaus
Adresse: Sakai City Hall
3-1, Minamikawara-machi
Sakai-ku, Sakai-shi
Ōsaka 590-0078
Webadresse: http://www.city.sakai.osaka.jp
Lage Sakais in der Präfektur Ōsaka
Lage Sakais in der Präfektur

Sakai (jap. 堺市, -shi) ist eine Stadt in der Präfektur Ōsaka auf Honshū, der Hauptinsel von Japan.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sakai liegt an der Bucht von Ōsaka.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sakai wurde bereits im 15. Jahrhundert als wichtiger Hafen im Handel mit dem Kaiserreich China erwähnt. In der Edo-Zeit wurde Sakai durch einen Shōgunatsverwalter (Sakai-bugyō) direkt verwaltet. 1868 ereignete sich der Sakai-Zwischenfall, bei dem elf französische Matrosen getötet und in Vergeltung die beteiligten Samurai zum Selbstmord aufgefordert wurden.

In der Meiji-Restauration wurde Sakai Verwaltungssitz der Präfektur Sakai. Der Vorläufer der modernen Stadt Sakai, der „Bezirk“/Stadtkreis Sakai (Sakai-ku), entstand 1880, daraus ging 1889 bei der Einführung der von preußischen Beratern mitgeschriebenen Kommunalordnungen die Sakai-shi hervor.

Im April 2006 wurde Sakai zur Großstadt durch Regierungsverordnung und damit in Stadtbezirke (ku) eingeteilt.

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionen im Stadtparlament
(Stand: 2015)[1]
      
Von 48 Sitzen entfallen auf:

Bürgermeister von Sakai ist seit 2009 Osami Takeyama. Er wurde mit Unterstützung von Ōsakas damaligem Gouverneur Tōru Hashimoto gegen den Amtsinhaber Keisuke Kihara gewählt. Takeyama hat sich danach gegen die Pläne von Hashimotos Ōsaka Ishin no Kai gestellt, die Städte Ōsaka und Sakai in (Sonder-)Bezirke der Präfektur Ōsaka aufzulösen, und wurde bei der Bürgermeisterwahl 2013 mit Unterstützung von Demokratischer, Liberaldemokratischer, Sozialdemokratischer und Kommunistischer Partei gegen Ex-Stadtrat Katsutoshi Nishibayashi von der Ishin no Kai wiedergewählt.[2] Die konkreten Pläne der Ishin no Kai für die erste Implementierung der Verwaltungsreform fokussierten sich danach auf die Auflösung der Stadt Ōsaka, wo im Mai 2015 eine diesbezügliche Volksabstimmung knapp scheiterte.

Das Stadtparlament von Sakai (Sakai-shigikai) hat 48 Mitglieder aus sieben mit den Stadtbezirken identischen Wahlkreisen. Bei der Wahl im April 2015 blieb Hashimotos Ōsaka Ishin no Kai zwar stärkste Partei, ist aber weit von einer absoluten Mehrheit entfernt.

Ins 88-köpfige Präfekturparlament von Ōsaka (Ōsaka-fugikai) wählt die Stadt in sechs Wahlkreisen acht Abgeordnete. Nach der Wahl 2015 – ebenfalls Teil der einheitlichen Wahlen im April – sind davon (Stand: 28. Mai 2015) vier Liberaldemokraten und vier Ishin-Abgeordnete.[3]

Bei Wahlen zum Abgeordnetenhaus, das Unterhaus des nationalen Parlaments, bildet der Großteil der Stadt Sakai die Wahlkreise Ōsaka 16 und 17, die bei der Abgeordnetenhauswahl 2014 unverändert der ehemalige MLIT-Minister Kazuo Kitagawa (Kōmeitō) und der ehemalige Stadtparlamentspräsident Nobuyuki Baba (Ishin no Tō) gewannen. Der Bezirk Mihara von Sakai gehört zum Wahlkreis 15, der den Südosten der Präfektur bis zur Grenze zu Nara und Wakayama umfasst und den 2014 nach zwei Niederlagen 2009 und 2012 der Liberaldemokrat Naokazu Takemoto zurückgewinnen konnte.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtbezirke von Sakai, Naka-ku hervorgehoben

Sakai gliedert sich in sieben Stadtbezirke (Ku), die im Uhrzeigersinn folgende sind:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Sehenswürdigkeit Sakais ist das Daisenryō-Kofun, das mit 320.000 m² Gesamtfläche eines der größten Gräber der Welt ist. Es wird angenommen, dass es das Hügelgrab des Nintoku-Tennō ist.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Gewerbe gibt es Elektro-, Schiffbau-, Eisen-, Stahl- und petrochemische Industrie. Der weltweit verbreitete Hersteller von Rohren für Fahrradrahmen Tange International wurde in Sakai gegründet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sakai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Sakai, Parlament: Abgeordnete nach Fraktion (japanisch)
  2. 堺市長選で維新敗れる、都構想反対の現職再選. In: Yomiuri Shimbun Online. 29. September 2013, abgerufen am 29. September 2013 (japanisch).
  3. Präfektur Ōsaka, Parlament: Abgeordnete nach Wahlkreis (japanisch)