Österreichischer Gebirgsverein

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Österreichischer Gebirgsverein (ÖGV)
Logo des Österreichischen Gebirgsvereins
Name Österreichischer Alpenverein, Sektion Österreichischer Gebirgsverein
Gegründet 1890
Vereinssitz Lerchenfelder Straße 28, 1080 Wien
Mitglieder 22.000
Vorsitzender Markus Gschwendt
Homepage www.gebirgsverein.at

Der Österreichische Gebirgsverein (ÖGV), mit vollständigem Namen Österreichischer Alpenverein, Sektion Österreichischer Gebirgsverein,[1] mit Sitz in Wien ist eine Sektion des Österreichischen Alpenvereins. Mit über 20.000 Mitgliedern bildet er die viertgrößte Sektion des Österreichischen Alpenvereins.[2] Das Vereinsabzeichen sind drei Enziane[3] als Sinnbild der Treue. Dem Gebirgsverein sind mehrere Ortsgruppen angeschlossen. Der ÖGV betreut zahlreiche Hütten, unter anderem das Habsburghaus auf der Rax.

Der Gebirgsverein verfolgt keine parteipolitischen Interessen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der ÖGV wurde 1890 vom Deutschen Hugo Gerbers (* 3. März 1845 in Wesel; † 13. Juni 1918 in Aflenz)[4] unter dem Namen Niederösterreichischer Gebirgsverein gegründet (Gründungsversammlung: 25. März 1890)[5] und hatte sein erstes Vereinslokal in Brandl’s Gasthaus „Zum rothen Haus“ im neunten Wiener Gemeindebezirk, Alsergrund, Garelligasse 3.[6] Ab August 1890 erschien als monatliche Vereinspublikation Der Gebirgsfreund. Zeitschrift des Niederösterreichischen Gebirgsvereins.[7]

1904 erfolgte die Umbenennung in Österreichischer Gebirgsverein.

Der Österreichische Gebirgsverein hatte seit August 1920 einen Arierparagraphen in den Satzungen, stand aber nach eigenen Angaben schon die Jahrzehnte zuvor auf „deutsch-arischer Grundlage“ und nahm keine Juden auf.[8][9]

1925 wurde mit dem Österreichischen Touristenklub eine Arbeitsgemeinschaft gebildet.

1928 wurde in Wien-Josefstadt, Lerchenfelder Straße 28, ein vierstöckiges Privathaus erworben, das bis heute als Vereinszentrale dient.[10]

1930 erfolgte der Anschluss an den Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein, der mit Verlautbarung vom 14. März 1938 in den Deutschen Alpenverein überging.[11] Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde der Österreichische Gebirgsverein wieder aus dem Deutschen Alpenverein ausgegliedert.

1955 tritt der Österreichische Gebirgsverein (per 1. Januar 1955) der Dachorganisation, dem Oesterreichischen Alpenverein, als Zweigverein bei.[2] Vertrag vom 8. Juni 1954.

2012 wurde unter dem Vorsitz von Markus Gschwendt die Aufarbeitung der Vergangenheit des Gebirgsvereines durch Gunnar Mertz eingeleitet.[12]

2013 Eröffnung des Klettersteiges Gebirgsvereinssteig auf der Hohen Wand (1. Mai 2013), der in kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Klettersteige der Voralpen wurde.[13] Am Peilstein wurde gemeinsam mit den Gemeinden ein Themenweg zum Thema Klettern eröffnet (25. Mai 2013).[14] Das Peilsteinhaus bekam eine Fluchttreppe mit Aussichtsplattform.

Ortsgruppen[Bearbeiten]

Die im ÖGV zusammengeschlossenen Ortsgupeen sind eigenständige Rechtspersönlichkeiten.

Fachgruppen[Bearbeiten]

ÖGV-Hütten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vereinsregisterauszug. Bundesministerium für Inneres, abgerufen am 15. November 2013 (ZVR-Nr. 597444457).
  2. a b Die Geschichte des ÖGV; abgerufen am 25. Sep. 2010
  3. J—n.: Die Blume unseres Vereins-Abzeichens. In: Der Gebirgsfreund. Zeitschrift des Niederösterreichischen Gebirgsvereins, Jahrgang 1890, Nr. 1/1890 (I. Jahrgang), S. 3. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gbf.
  4. E(mil) Peege: Hugo Gerbers Leben und Wirken. In: Der Gebirgsfreund. Zeitschrift des Oesterreichischen Gebirgsvereins, Jahrgang 1918, Nr. 6/1918 (XXIX. Jahrgang), S. 87–90. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gbf.
  5. Einladung (…). In: Der Gebirgsfreund. Zeitschrift des Niederösterreichischen Gebirgsvereins, Jahrgang 1890, Nr. 3/1890 (I. Jahrgang), S. 7, unten links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gbf.
  6. Adressen:. In: Der Gebirgsfreund. Zeitschrift des Niederösterreichischen Gebirgsvereins, Jahrgang 1890, Nr. 1/1890 (I. Jahrgang), S. 8, oben rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gbf.
  7. Von der Österreichischen Nationalbibliothek digitalisierte AusgabenDer Gebirgsfreund. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gbf.
  8. Rainer Amstädter: Der Alpinismus. Kultur-Politik-Organisation. WUV-Universitätsverlag, Wien 1996, S. 273f.
  9. Martin Achrainer: Alpine Vereine, in: Wolfgang Benz (Hg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen, DeGruyter, Berlin/Boston 2012, S. 17.
  10. Unser Vereinshaus. In: Der Gebirgsfreund. Zeitschrift des Oesterreichischen Gebirgsvereines, Jahrgang 1928, Nr. 10/1928 (XXXIX. Jahrgang), S. 153 f. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gbf.
  11. Der erste Vorsitzende des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins (…) „Deutsche Alpenverein“. In: Der Gebirgsfreund. Nachrichten des Deutschen Alpenvereines, Zweig Oesterreichischer Gebirgsverein, Jahrgang 1938, Nr. 4/1938 (XLIX. Jahrgang), S. 38, oben links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gbf.
  12.  Ute Mörtl: Die neue Fassade des ÖGV in der Lerchenfelder Straße. In: Gebirgsfreund. Nr. 4, 2012, S. 14-15 (http://www.oeav-events.at/service/Zeitungen/oegv-zeitung/2012_4/GF_04_12.pdf, abgerufen am 21. Mai 2014).
  13. Gebirgsvereinssteig
  14. Erlebnisweg Klettern (Peilstein)
  15. Österr. Alpenverein-Sektion ÖGV-"Südwien-Mürzer-Oberland"
  16. Gebirgsverein Gloggnitz
  17. Gebirgsverein Neunkirchen
  18. Gebirgsverein St. Pölten
  19. Gebirgsverein Neulengbach
  20. Jugendgruppe 'Out Of Range'
  21. Bergsteigergruppe
  22. Forum Alpin
  23. ÖGV-Climbingteam