Adèle und das Geheimnis des Pharaos

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Filmdaten
Deutscher Titel Adèle und das Geheimnis des Pharaos
Originaltitel Les Aventures extraordinaires d’Adèle Blanc-Sec
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 107 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
Stab
Regie Luc Besson
Drehbuch Luc Besson
Produktion Virginie Besson-Silla
Musik Éric Serra
Kamera Thierry Arbogast
Schnitt Julien Rey
Besetzung
Synchronisation

Adèle und das Geheimnis des Pharaos (Originaltitel: Les Aventures extraordinaires d’Adèle Blanc-Sec) ist ein französischer Abenteuerfilm aus dem Jahr 2010 von Regisseur Luc Besson, basierend auf den Comics Adeles ungewöhnliche Abenteuer von Jacques Tardi.

Handlung[Bearbeiten]

Den greisen Professor Esperandieu beschäftigt die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, und er veranstaltet ein Experiment zur Belebung von Materie. Aus Esperandieus Apartment am Place de la Concorde dringt plötzlich in einer Novembernacht für einen Augenblick „überirdisches“ Licht und erweckt damit im Pariser Naturkunde-Museum den Flugsaurier Pterodaktylus, der seit 135 Millionen Jahren ausgestorben ist. Dieser entkommt in die Freiheit und landet auf dem Dach des Taxis, in dem Monsieur Pointrenard, der Präfekt von Paris, sich mit einer Frau aus dem Moulin Rouge vergnügt. Vor Schreck drückt sein Chauffeur auf das Gaspedal und der Wagen stürzt in die Seine. Die Polizei geht von einem Terroranschlag aus, denn der einzige Augenzeuge, der behauptet, einen Dinosaurier gesehen zu haben, ist stark alkoholisiert. Trotz der verordneten strikten Diskretion auf dem Präsidium wird die Saurier-Geschichte am nächsten Tag in den Medien kolportiert. Inspektor Caponi soll das vermeintliche Attentat auf den Politiker aufklären.

In Ägypten findet Reporterin Adèle Blanc-Sec unterdessen ein unversehrtes Pharaonengrab; sie interessiert sich (im Gegensatz zu ihren Begleitern) nicht für das Gold, sondern für die Mumie von Patmosis, dem Leibarzt von Ramses II. Professor Dieuleveult will sie als Grabräuberin verhaften lassen, jedoch gelingt es ihr, mit dem Sarkophag zu fliehen.

In Paris findet der Pterodaktylus zu Professor Esperandieu. Zwischen dem Wissenschaftler und der Kreatur besteht eine fast telepathische Verbindung; was der Saurier fühlt, spürt auch Esperandieu. Inspektor Caponi und seine Beamten wollen den Wissenschaftler um Hilfe bei der Aufklärung des Falles bitten, verhaften ihn als „Verschwörer“, während der Pterodaktylus durch das Fenster flieht.

Als Adèle mit Patmosis’ Sarkophag in Paris ankommt, entdeckt sie die Schlagzeile: „Esperandieu zum Tode verurteilt!” Sie bringt die Mumie in eine Vitrine in ihrem Wohnzimmer. Adèle hat den Plan, ihre Schwester Agathe, die fünf Jahre zuvor beim Tennisspielen stürzte, dabei von ihrer Hutnadel aufgespießt wurde und seither in einer Art bizarren Komas weilt, ins Leben zurückzuholen, indem sie zunächst Patmosis mithilfe von Esperandieu wiederbelebt.

Bei der Jagd nach dem Saurier hat sich derweil Frankreichs Staatspräsident den Großwildjäger Saint Hubert zur Hilfe geholt. Der junge Biologe Andrej Zborowski will ihn mit der Schale des Sauriereies im Park des Museums anlocken. Adèle versucht unterdessen, ihren Mentor Esperandieu aus dem Gefängnis zu befreien. Zuletzt spricht sie mit dem Präsidenten, damit er Esperandieu begnadige. Dieses Gespräch wird von dem Pterodaktylus unterbrochen, der mit dem Hund des Präsidenten davonfliegt. Adèle findet ihn im Park, denn Zborowskis Plan hat funktioniert. Zusammen mit ihm rettet sie Esperandieu vor der Guillotine und landet mit ihm im Park. Bei seiner Patrouille hat Saint Hubert das Versteck des Pterodaktylus entdeckt und der Großwildjäger schießt dem Saurier in die Brust. Durch die geistige Verbindung mit dem Saurier wird Esperandieu dabei ebenfalls schwer verletzt. In Adèles Appartement schafft es Esperandieu, Patmosis zu erwecken, doch erliegt Esperandieu dabei seiner Verletzung. Patmosis stellt sich als Wissenschaftler und nicht als Arzt heraus, allerdings hat Esperandieu auch alle Mumien in der Umgebung wiederbelebt und Adèle findet den wiedererweckten Ramses II und seinen Leibarzt in einer Ausstellung im Louvre und so kann ihre Schwester letztlich wiederbelebt werden. Gegen Ende des Films bricht Adèle mit der Titanic in den Urlaub auf.

Kritik[Bearbeiten]

Laut Cinema brannte Luc Besson „ein wahres Feuerwerk spektakulärer Trickeffekte und stylisher Kamerafahrten ab, das vor der atemberaubend rekonstruierten Historienkulisse des frühen 20. Jahrhunderts zusätzliche Faszination entfaltet.“ Durch die Anreihung von „Höhepunkt an Höhepunkt“ käme jedoch „kein echter Spannungsbogen zustande“ bei diesem „mit kindgerechtem Humor und skurrilen Witzfiguren gespickten Familienfilm“. Louise Bourgoin entschädige dies und spiele „die gleichermaßen anmutige wie dickköpfige Heldin mit so viel Esprit, dass man auf ein baldiges Wiedersehen hofft“. Cinemas Fazit lautete: „Dramaturgisches Stückwerk, das aber mit spektakulärer Optik und einer glänzend aufspielenden Protagonistin begeistert.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bei der César-Verleihung 2011 konnte der Film den Preis in der Kategorie Bestes Szenenbild gewinnen und war zudem für die Besten Kostüme nominiert.

Synchronisation[Bearbeiten]

Synchronfirma: Neue Tonfilm München
Dialogregie: Hartmut Neugebauer

Rollenname Schauspieler Synchronsprecher[3]
Adèle Blanc-Sec Louise Bourgoin Jessica Schwarz
Dieuleveult Mathieu Amalric Tobias Lelle
Inspektor Léonce Caponi Gilles Lellouche Michael Lott
Justin de Saint-Hubert Jean-Paul Rouve Hans-Georg Panczak
Prof. Marie-Joseph Esperandieu Jacky Nercessian Mogens von Gadow
Professor Ménard Philippe Nahon Norbert Gastell
Andrej Zborowski Nicolas Giraud Johannes Raspe
Agathe Blanc-Sec Laure de Clermont-Tonnerre Kathrin Gaube
Präsident Armand Fallières Gérard Chaillou Klaus Guth
Ferdinand Choupard Serge Bagdassarian Hartmut Neugebauer
Raymond Pointrenaud François Chattot Reinhard Brock
Aziz Youssef Hajdi Oliver Mink
Akbar Moussa Maaskri Ekkehardt Belle
Assistent Bertrand Grégory Ragot Gerd Meyer
Cheval Philippe Girard Walter von Hauff
Miranda Monique Mauclair Anita Höfer
Patmosis Régis Royer (Stimme) Peter Fricke
Der Erzähler Bernard Lanneau (Stimme) Jacques Breuer

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK, abgerufen am 12. September 2013
  2. vgl. Filmkritik auf cinema.de
  3. Adèle und das Geheimnis des Pharaos. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 9. September 2013.