Adalbert Merx

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Bild und Autograph von Adalbert Merx

Adalbert Ernst Otto Merx (* 2. November 1838 in Bleicherode; † 6. August 1909 in Heidelberg) war ein deutscher Theologe und Orientalist.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Er war der Sohn des Pädagogen Friedrich Wilhelm Merx (1809–1843) und der Schriftstellerin Eulalia Merx, geb. Hoche (1815–1908), die eine Schwester der Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Louise Aston, geb. Hoche (1814–1871) war.

Adalbert Merx studierte in Jena, wo er 1869 außerordentlicher Professor wurde. In der Folge war er ordentlicher Professor für Philosophie in Tübingen, ab 1873 Professor für Theologie in Gießen. Von 1875 bis zu seinem Tode war er Professor für Theologie in Heidelberg.

Im Verlauf seiner Forschungen unternahm er mehrere Reisen in den Nahen Osten. Er starb bei einer Begräbnisrede für einen Freund auf dem Bergfriedhof Heidelberg am 6. August 1909.

Gedenktafel am Heimatmuseum in Bleicherode

Werk[Bearbeiten]

Merx’ bekanntestes Werk ist Das Evangelium des Johannes nach der syrischen im Sinaikloster gefundenen Palimpsesthandschrift (siehe: Altsyrische NT-Übersetzungen). Das Werk wurde nach seinem Tode abgeschlossen und von seinem Schwiegersohn Julius Ruska publiziert. Aus dem Türkischen übersetzte er einen Abschnitt aus Muallim Nacis Autobiographie ins Deutsche Aus Muʿallim Nadschi’s Sünbüle: Die Geschichte seiner Kindheit (Reimer, Berlin 1898).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Adalbert Merx – Quellen und Volltexte