Akamai

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Akamai Technologies, Inc.
Akamai-Logo
Rechtsform Incorporated
ISIN US00971T1016
Gründung 1998
Sitz Cambridge, Vereinigte Staaten
Leitung George H. Conrades, Vorsitzender
Paul L. Sagan, Präsident & CEO
Mitarbeiter 4.300 (Juli 2014)
Umsatz 1,58 Mrd. $ (2013)
Branche IT-Service, Software
Website www.akamai.com

Akamai Technologies (von hawaiisch Akamai- „intelligent“, „raffiniert“) ist einer der weltweit größten Anbieter für die Auslieferung und Beschleunigung von Online-Anwendungen und -Inhalten.

Technologie[Bearbeiten]

Akamai koordiniert und optimiert zum Beispiel die Lastverteilung von Web-Inhalten (Content Delivery Network). Dieser Dienst läuft für den Anwender beim Surfen im Internet kaum sichtbar im Hintergrund.

Akamai arbeitet mit über 150.000[1] Servern in 92 Ländern.

Geschäftsstruktur[Bearbeiten]

Zu den über 3500 Kunden Akamais gehören unter anderem Facebook, Yahoo, Airbus, Audi, Adobe[2], CNN, BMW, Microsoft, eBay, Apple, Swarovski, das deutsche Bundeskanzleramt, das Schweizer Fernsehen, NSA[3], Philips, Red Bull, Logitech, Blizzard, XING, ZDF[4], tagesschau.de sowie die Hersteller von Virenschutz-Software McAfee und BitDefender (Softwin).[5]

Der internationale Firmensitz von Akamai befindet sich in Cambridge, Massachusetts, USA, die deutsche Niederlassung ist seit 2012 in Garching bei München. Die Zentrale für die internationalen Geschäfte befindet sich seit 2010 in Zürich.

Geschichte und Entwicklung[Bearbeiten]

Akamai wurde im April 1998 von dem Mathematiker Tom Leighton und dem Informatiker Daniel „Danny“ M. Lewin, beide vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), gegründet; unterstützt wurden sie u. a. von Jonathan Seelig, Paul Sagan und George Conrades. Daniel M. Lewin starb an Bord des American-Airlines-Fluges 11, der am 11. September 2001 um 8.46 Uhr in den Nordturm des World Trade Centers in New York City gelenkt wurde.

Im August und September 1999 konnte Akamai sein Kapital aufstocken: Apple investierte 12,5 Millionen US-Dollar und Cisco 49 Millionen US-Dollar, während Microsoft Aktien im Wert von 15 Millionen US-Dollar erwarb.

Anfang 2000 übernahm Akamai den Internet-Broadcaster „Network24“. Im Februar 2000 folgte der Anbieter Intervu für einen Kaufpreis von rund 2,8 Milliarden US-Dollar. Durch den Zusammenschluss entstand der weltgrößte Internet-Provider für Streaming Media und andere breitbandige Anwendungen. Die beiden Anbieter verfügten zusammen über 3000 Server in 100 Netzwerken, die über 40 Länder verteilt waren.

Im Mai 2004 kam es zu einem nahezu vollständigen Ausfall der Webdienste, sodass viele große Netzpräsenzen der Akamai-Kunden nicht erreicht werden konnten. Anfangs vermutete Akamai einen Denial-of-Service-Angriff, später gab das Unternehmen bekannt, das Problem lag an einem Programmfehler in der Akamai-Software, der nach 90 Minuten behoben werden konnte.

2005 erweiterte das Unternehmen sein Angebot um die Beschleunigung von Web-Anwendungen.

Anfang November 2010 hat Akamai sein Hauptquartier für internationale Geschäfte (außerhalb der USA) in Zürich eröffnet. Dort wird ein 20-köpfiges Team von Martin Häring, Vice President Marketing, geleitet.[6]

Kritik[Bearbeiten]

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Die von Akamai verwendeten Verfahren sorgen in der Regel für ein beschleunigtes Laden von Webseiten, bringen Akamai jedoch auch die Kritik ein, invasiv zu sein. Um das Ansurfen der Webseiten ihrer Kunden zu beschleunigen, setzt das Unternehmen Rechenzentren ein, in denen Kopien von Originalwebseiten vorliegen. Das führt, etwa bei manchen SSL-verschlüsselten Verbindungen, zu Problemen.[7] Wegen der kommerziellen Ausrichtung und der geringen Transparenz wird der Dienst häufig mit Spyware assoziiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Akamai Daten und Fakten, abgerufen am 20. März 2014
  2. Adobe: Beheben von Download-Problemen mit Akamai Download Manager 3. Abgerufen 7. Juni 2010
  3. [1]
  4. http://urlm.co.uk/www.zdf.de
  5. Kundenliste von Akamai Technologies, Inc.
  6. Akamai eröffnet internationalen Hauptsitz in Zürich
  7. siehe z. B. Akamai blockiert SSL-Verbindung, englisch