Albis

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Berg Albis in der Schweiz. Für rumänische Ortschaften ähnlicher Schreibweise siehe Albiș. Albis ist zudem der lateinische Name des Flusses Elbe.
Albiskette
Albis-Passhöhe (791 m.ü.M.)

Der Albis ist eine Bergkette im Kanton Zürich, die von Sihlbrugg im Süden bis zur Waldegg bei Zürich im Norden über etwa 19 Kilometer parallel zu Sihl und Zürichsee verläuft.

Geographie[Bearbeiten]

Der höchste Punkt der Kette ist der Bürglen mit 914,6 m ü. M.; der bekannteste Punkt ist der Uetliberg mit einer Höhe von 870,6 m ü. M.. Die Ostflanke des Albis ist weitgehend vom Sihlwald bedeckt, oft steil und von Kreten und tiefen Gräben gekennzeichnet. Die Westseite ist weniger steil und teilweise Wiesland.

Geologie[Bearbeiten]

Fallätsche bei Leimbach, im Vordergrund die Kirche von Wollishofen

Geologisch gehört der Albis zur Oberen Süsswassermolasse und besteht vor allem aus Mergel, Mergel-Sandsteinen und Molasse-Nagelfluh. Auf den höchsten Stellen, vor allem am Uetliberg, findet sich eine Deckenschotterkappe aus löcheriger Nagelfluh (so benannt von Arnold Escher von der Linth), die während der Eiszeiten durch den Vorstoss von Linth- und Reussgletscher abgelagert wurde. Der Fluss Sihl trennt durch das Sihltal den Zimmerberg vom Albis.

Verkehrswege[Bearbeiten]

Mehrere Fuss-, historische Saum- (Schnabellücken) und Strassenpässe führen über den Albis. Der Albispass, die Buechenegg und die Waldegg sind ganzjährig befahrbar. Die Felsenegg ist mit der Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg ab Adliswil, der Uetliberg mit der Uetlibergbahn ab Zürich erschlossen. Auf dem Albis steht eine Radarstation, welche die Niederschlagsintensität der Zentral- und Nordschweiz erfasst.

Wildnispark und Naherholungsgebiet[Bearbeiten]

Wildnispark Zürich - Sihlwald

Die Albiskette und das Reppischtal wurden 1983 in das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (Objektnummer 1306) aufgenommen. Grosse Teile der Flächen sind Wälder mit naturkundlicher Bedeutung (WNB), und der Albis ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.[1].

Der Albis heute ist in erster Linie ein Naherholungsgebiet für die umliegenden Agglomerationsgemeinden. Die land- und forstwirtschaftliche Nutzung geht zurück.

Am 1. Januar 2009 wurde der Wildnispark Zürich - Sihlwald als erster nationaler Naturerlebnispark und grösster Laubmischwald im Schweizer Mittelland eröffnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landschaftsentwicklungskonzept Adliswil - Leimbach: Bericht mit Massnahmenplan. Adliswil, Zürich, 2001/2003.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Albis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.2597222222228.5388888888889915Koordinaten: 47° 16′ N, 8° 32′ O; CH1903: 683274 / 234896