Uitikon

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Uitikon
Wappen von Uitikon
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Dietikonw
BFS-Nr.: 0248i1f3f4
Postleitzahl: 8142
UN/LOCODE: CH UKN
Koordinaten: 676617 / 24731547.3722168.453061550Koordinaten: 47° 22′ 20″ N, 8° 27′ 11″ O; CH1903: 676617 / 247315
Höhe: 550 m ü. M.
Fläche: 4.38 km²
Einwohner: 3947 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 857 Einw. pro km²
Website: www.uitikon.ch
Sicht vom Uetliberg auf Uitikon-Waldegg

Sicht vom Uetliberg auf Uitikon-Waldegg

Karte
Kanton Aargau Bezirk Meilen Zürichsee Bezirk Affoltern Bezirk Dielsdorf Bezirk Horgen Bezirk Zürich Kanton Aargau Aesch ZH Birmensdorf ZH Dietikon Geroldswil Oberengstringen Oetwil an der Limmat Schlieren Uitikon Unterengstringen Urdorf Weiningen ZHKarte von Uitikon
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Uitikon ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dietikon des Kantons Zürich in der Schweiz.

Der Gemeindename Uitikon ist ein sprachliches Kuriosum. Denn ausgesprochen wird er von den Einheimischen als Üdike. Am 30. März 1951 hat die Gemeindeversammlung beschlossen, dass die offizielle Ortsbezeichnung unverändert weitergeführt wird, obwohl sie ähnlich klingt wie Witikon oder Uetikon.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Rot ein goldener Schrägbalken, belegt mit einem schreitenden roten Löwen

Geographie[Bearbeiten]

Uitikon liegt im unteren Reppischtal am Übergang ins Limmattal, an der Westflanke des Uetlibergs. Hinsichtlich Arbeitsplätzen, geschäftlicher Tätigkeiten, aufgrund der sehr guten öffentlichen Verkehrsmittel und des kulturellen Angebotes ist Uitikon auf die angrenzende Stadt Zürich ausgerichtet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach Angaben des Statistischen Amtes des Kantons Zürich (Stand: 2000) sind 47.2 Prozent der Bevölkerung reformiert und 27.8 Prozent römisch-katholisch. 17.6 Prozent sind konfessionslos, für 2.3 Prozent lagen keine Angaben vor. Es gibt eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde, die der Landeskirche des Kantons Zürich angehört. Seit 1971 gibt es die katholische Kirche St. Michael; für sie ist die Pfarrei Aesch-Birmensdorf-Uitikon des Bistums Chur zuständig.

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Uitikon 1742. Radierung von David Herrliberger
Reformierte Kirche Uitikon von 1625
Viergemeindenstein Altstetten-Schlieren-Urdorf-Uitikon

Uitikon setzt sich aus den Teilen Ringlikon, Waldegg und Uitikon zusammen. Ringlikon war bis 1917 eine eigene Zivilgemeinde. Die topographisch bedingte Dreiteilung wird noch unterstützt durch die Strasse über die Waldegg. Diese Ausfallstrasse aus Zürich ist eine der am stärksten befahrenen Hauptverkehrsstrassen auf Kantonsgebiet.

Etwas südlich des Dorfkerns Uitikon liegt auf einem Hügel die ehemalige Residenz der Gerichtsherren von Uitikon und Nieder-Urdorf. Oberst Hans-Jakob Steiner von Hallwil und seine Nachfolger bauten in den Jahren 1624–1626 «das neue Haus auf dem Büel» zu einem Schloss aus. 1650 wurde, dem Zeitgeschmack entsprechend, eine barocke Fassade errichtet, wie das noch erhaltene Portal zeigt. Auch nach dem Untergang der Gerichtsherrschaft wohnten die Steiners noch lange im Schloss. Im Herbst 1874 wurde die Anstalt Uitikon am Albis als Zwangsarbeitsanstalt eröffnet, nachdem im Jahre zuvor 14 Gemeinden (Aesch, Birmensdorf, katholisch und reformiert Dietikon, Enge, Fluntern, Hottingen, Oberstrass, Riesbach, Uitikon, Urdorf, Wiedikon, Wipkingen und die Stadt Zürich) beschlossen hatten, eine bezirkseigene Anstalt zu schaffen. So wurde das Schlossgut Uitikon gekauft und ausgebaut. Ab 1877 erhielt die Anstalt staatliche Unterstützung. Am 12. April 1926 beschloss der Kantonsrat die Umwandlung der Anstalt in eine Arbeitserziehungsanstalt unter gleichzeitiger Aufhebung der Frauenabteilung.1979 wurde die Anstalt um eine geschlossene Abteilung erweitert.

Der Gerichtsherr Hans Jakob Steiner erfüllte 1625 den Wunsch seines Bruders und machte sich ans Werk, für Uitikon eine Kirche zu bauen. Die Einwohner waren davon nicht besonders begeistert, mussten sie doch bedeutenden Frondienst leisten. Doch eine Strafpredigt des Gerichtsherrn hatte zur Folge, dass schon sechs Wochen später die Kirche mit dem aufgesetzten Türmchen unter Dach und Fach war. So wurde Uitikon die erste Gemeinde mit einem nachreformatorischen Kirchenbau.

Die Richtplanung sorgt dafür, dass die Einwohnerzahl, die heute bei 3900 liegt, 4500 nicht wesentlich übersteigen wird. Die Gemeinde verfügt über ein eigenes Hallenbad mit Sauna, eine Sternwarte, ein neugestaltetes Dorfzentrum mit Saalbau, reformiertem Kirchenzentrum und Alterswohnungen. Der Dorfkern Uitikon ist von regional schützenswerter Bedeutung.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Rot ein goldener Schrägbalken, belegt mit einem schreitenden roten Löwen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Victor Gähwiler (Stand 2014)

  • Fredy Lienhard (Vizepräsident und Werkvorstand)
  • Carol Hofer (Sozialvorstand)
  • Markus Hoppler (Finanzvorstand)
  • Susanne Bereuter (Bauvorstand)
  • Walter A. Schelling (Gesundheitsvorstand)
  • Patrik Wolf (Sicherheitsvorstand)

Verkehr[Bearbeiten]

Auf Gemeindegebiet liegen die Bahnstationen Uitikon-Waldegg und Ringlikon der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU), an der Uetlibergbahn (S10), mit welcher man entweder in die Stadt Zürich oder auf den Zürcher Hausberg, den Uetliberg gelangt. Busverbindungen bestehen nach Zürich-Triemli und Stallikon. Ebenfalls Teil des Zürcher Verkehrsverbunds ist ein Dorfbus, der halbstündlich durchs Dorf fährt. Mit dem Auto kann die Zürcher Westumfahrung als Teil der Autobahn A3 ohne weitere Ortsdurchfahrt direkt erreicht werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Grunder: Kunstdenkmäler der Schweiz Band 88 "Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 9: Der Bezirk Dietikon" Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK Bern 1997 ISBN 3-909164-57-9 S. 265–294.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uitikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)