Langnau am Albis

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Langnau am Albis
Wappen von Langnau am Albis
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Horgenw
BFS-Nr.: 0136i1f3f4
Postleitzahl: 8135
Koordinaten: 683417 / 23823347.289728.541394468Koordinaten: 47° 17′ 23″ N, 8° 32′ 29″ O; CH1903: 683417 / 238233
Höhe: 468 m ü. M.
Fläche: 8.66 km²
Einwohner: 7330 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 805 Einw. pro km²
Website: www.langnauamalbis.ch
Blick auf Langnau

Blick auf Langnau

Karte
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Langnau am Albis ist eine politische Gemeinde im Bezirk Horgen des Kantons Zürich in der Schweiz. Es liegt an der Sihl, etwa 10 Kilometer von der Stadt Zürich entfernt. Zum Gemeindegebiet gehört auch der Albispass.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Schwarz ein silberner Pfahl, belegt mit drei schwarzen Ringen

Geographie[Bearbeiten]

Langnau ist flächenmässig eine grosse Gemeinde, viele Gebiete bestehen aus Wald und Wiesen. Im Westen bildet der Albiskamm die natürliche Grenze, im Osten die Sihl. Das Gebiet ist meistens steil.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1467 60-70
1634 315
1671 395
1725 577
1809 655
1836 1108
1850 1197
1900 1912
1941 1749
1950 2290
1970 4879
1990 6528
2008 7258


Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Peter Herzog (Stand 2010).

Burg Langnau

Geschichte[Bearbeiten]

Nach bisherigen Forschungen wurde Langnau am Albis erstmals im Jahre 1397 urkundlich als Dorf erwähnt. Es gehörte damals zum Maschwanderamt, das Zürich 1406 erwarb und 1512 in die neu geschaffene Landvogtei Knonau übertrug. In dieser Zeit zählte Langnau etwa 150 Einwohner. Ein Gemeinderodel von 1677 besagt, dass damals die Wacht Langnau (als Teil der Kirchgemeinde Thalwil) 64 Haushaltungen mit 613 Einwohnern gezählt hatte. Anfangs des 18. Jahrhunderts trennte sich die Gemeinde kirchlich von Thalwil, als der „ehrsamen gmein Langnau auf ihr unterthäniges wehemütiges Anhalten hin mit Auferbauung einer neuen Kirchen und Pfarrhauses gnädig willfahret“ wurde.

1711 konnte Langnau seine eigene Kirche einweihen.1877 folgte der Bau der ersten katholischen Kirche, die 1969 durch einen modernen Neubau ersetzt wurde. Aus dem Mittelalter (13. Jahrhundert) stammt das „Schloss“, ein charakteristischer Wohnturm. [2] An die gleiche Epoche erinnert die Ruine der 1309 zerstörten Schnabelburg auf dem Albiskamm.

Typische Zeugen des 18. Jahrhunderts sind das renovierte ehemalige Weinbauernhaus „Hotze-Hus“ und das Haus „Zur Trülle“. Ferner erinnert der an der Albisstrasse gelegene sogenannte Russenbrunnen (auch Franzosenbrunnen genannt) an die Kriegswirren der Helvetik anno 1798/99.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Mit gut 7'000 Einwohnern ist Langnau am Albis ein grösseres Dorf. Da die Gemeinde selber kaum Gewerbegebiete aufweist, arbeiten die meisten Personen sihlabwärts in Adliswil oder im naheliegenden Stadtgebiet von Zürich.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnstation Wildpark-Höfli
Blick aufs Dorfzentrum

Langnau wird durch die SZU (Sihltalbahn) erschlossen, welche auf dem Gemeindegebiet zwei Stationen bedient. Der Bahnhof Langnau-Gattikon besitzt drei Gleise und ist häufig die Endstation, der aus Zürich verkehrenden Züge, die mittlerweile die relativ abgelegenen Stationen Sihlwald und Sihlbrugg Station – den eigentlichen Streckenendpunkt – nur noch selten bedienen. Im Hinblick auf die Aufgabe des alten Bahnhof Zürich Selnau und der dortigen Abstellgleise im Jahre 1990, wurde beim Bahnhof Langnau-Gattikon eine neue Abstellanlage für die Züge der Sihltalbahn erstellt. Die Station Wildpark-Höfli besteht aus einem Bahnsteig am Streckengleis und dient unter anderem der Erschliessung des Wildparks Langenberg, der westlich der Bahnstation liegt.

Langnau wird auch mit Linienbussen bzw. dem Postauto bedient.

Natur[Bearbeiten]

In Langnau befindet sich der Wildpark Langenberg mit 15, meist einheimischen Tierarten. Zu den Attraktionen gehören Bären und Wölfe, sowie eine Anlage für Biber und Fischotter. Der Park gehört der Stadt Zürich und der Eintritt ist frei.

Zur Gemeinde Langnau gehören ausgedehnte Waldgebiete, wovon einige zum Sihlwald gehören.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Johann Balthasar Bullinger der Ältere (* 1713 in Langnau am Albis; † 1793 in Zürich), Landschafts- und Porträtmaler, Kupferstecher und ab 1773 Professor an der neugegründeten «Kunstschule Zürich»
  • Janic Halioua (* 1990), Filmschauspieler

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langnau am Albis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Website dickemauern.de, Burg Langnau