Aston Martin DB6

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Aston Martin
Aston Martin DB6 r.jpg
DB6
Produktionszeitraum: 1965–1970
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé, Cabriolet, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
4,0 Liter (210–242 kW)
Länge: 4623 mm
Breite: 1676 mm
Höhe: 1359 mm
Radstand: 2580 mm
Leergewicht: 1550 kg
Vorgängermodell: Aston Martin DB5
Nachfolgemodell: Aston Martin DBS
Aston Martin DB6 Vantage
Leistungsgesteigerter Motor des DB6 Vantage

Der Aston Martin DB6 ist ein zwischen 1965 und 1970 hergestellter Sportwagen von Aston Martin. Im Vergleich zum DB5 ist er etwas größer und bot neben einer insgesamt aufgewerteten Ausstattung eine verbesserte Aerodynamik.

Die wichtigste Änderung zum Vorgänger war die Abkehr von der superleggera Bauweise. Der DB6 wurde konventionell mit einer auf dem Fahrgestell befestigten Karosserie gefertigt. Mit drei SU-Gleichdruckvergasern leistete der Reihen-Sechszylinder wie beim DB5 210 kW (282 PS). Der zum Ende der Bauzeit produzierte DB6 Mark II hatte einige Gleichteile mit dem 1967 vorgestellten DBS, der mit einem V8-Motor versehen war. Als Nachfolger kam schließlich 1972 der auf dem DBS basierende Aston Martin Vantage mit dem bekannten Sechszylindermotor auf den Markt, der jedoch nur bis 1973 gebaut wurde.

Modellvarianten[Bearbeiten]

Wie bereits der Vorgänger wurden der DB6 in verschiedenen Varianten produziert. Neben dem klassischen DB6 Coupé waren dies:

DB6 Vantage[Bearbeiten]

Wie bei den vorherigen Modellen bot Aston Martin unter dem Beinamen Vantage für den DB6 eine leistungsstärkere Version an. Der Motor des DB6 Vantage leistete dank dreier Weber-Vergaser 242 kW (325 PS).

DB6 Volante[Bearbeiten]

Das DB6 Volante genannte Cabriolet hatte auf der London Motor Show des Jahres 1966 Premiere. Nur 140 Fahrzeuge wurden gebaut, davon wurden 29 mit dem stärkeren Motor als DB6 Vantage Volante ausgeliefert.

DB6 Shooting Brake[Bearbeiten]

Wie beim DB5 wurden auch einzelne DB6 Modelle zum Shooting Brake umgebaut und verkauft. Diese Fahrzeuge sind besonders selten und bei Sammlern begehrt und wurden nicht im Werk, sondern von den freien Karosseriebaufirmen Harold Radford Coachbuilders und Coachwork FLM Panelcraft hergestellt.

Die Radford-Shooting Brakes[Bearbeiten]

Das Unternehmen Harold Radford Coachbuilders, das bereits den DB5 zum Kombi umgebaut hatte, produzierte insgesamt sieben DB6 Shooting Brakes. Die Kombiversion des DB6 entsprach weitestgehend der des DB5; lediglich im Bereich der Heckklappe gab es einige stilistische Modifikationen. Wie bereits die DB5-Version, hatte auch Radfords DB6 Shooting Brake eine einteilige, am Dach angeschlagene Heckklappe. Besonderes Merkmal der Radford-Versionen waren hintere Seitenfenster, die sich beinahe über die gesamte Länge der Ladefläche erstreckten und vor der C-Säule in kleinen Dreiecksfenstern mündeten.[1]

Die Panelcraft-Shooting Brakes[Bearbeiten]

Eine weitere Shooting Brake-Version entwickelte das Unternehmen Coachwork FLM Panelcraft. Die seitlichen Fensterflächen waren komplexer und - wie einige Berichte feststellten - unattraktiver als Harold Radfords Lösung. Sie waren insgesamt in drei Elemente gegliedert, von denen eines im Bereich der Rücksitzbank zu öffnen war. Am Heck des Wagens wurde der Karosserie-Unterbau durch einen auffälligen Aufschwung in die C-Säule überführt. Die Heckklappe schließlich war zweigeteilt: der obere Teil war am Dach, der untere Teil über der Stoßstange angeschlagen. Die Panelcraft-Versionen sind ausgesprochen seltene Fahrzeuge. Es wurden nur drei Exemplare hergestellt; zwei davon existieren noch.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andrew Noakes: Faszination Aston Martin. Parragon Publishing, Bath 2006, ISBN 978-1-40547-900-4.
  • Estate Agents. Exploring the unorthodox world of the Aston Martin Shooting Brakes and its makers. Vorstellung des DB6 Shooting Brake von Panelcraft in: Classic & Sports Car 3/2002 (engl.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aston Martin DB6 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Abbildung eines Aston Martin DB6 Shooting Break von Harold Radford