Aston Martin DB7

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Aston Martin
Aston Martin DB7 (1994–2000)

Aston Martin DB7 (1994–2000)

DB7
Produktionszeitraum: 1994–2003
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
3,2–6,0 Liter
(250–324 kW)
Länge: 4646–4690 mm
Breite: 1830 mm
Höhe: 1270 mm
Radstand: 2531–2590 mm
Leergewicht: 1754 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: Aston Martin DB9

Der DB7 ist ein Sportwagen von Aston Martin. Er wurde im Frühjahr 1993 auf dem Genfer Auto-Salon präsentiert und war mit seinem 3,2 l großen Sechszylindermotor der erste Aston Martin nach zwanzig Jahren, der nicht von einem V8-Motor angetrieben wurde. Zudem wurde mit dem DB7 die bei Aston Martin traditionsreiche Typenbezeichnung DB wiederbelebt, welche auf die Initialen David Browns, des langjährigen Eigners der Marke, zurückgehen.

Insgesamt wurden von Anfang 1994 bis Herbst 2003 über 7000 Exemplare des DB7 gebaut.

Allgemeines[Bearbeiten]

Der DB7 war bis zum Vantage V8 das erfolgreichste Modell der Firma Aston Martin. Bis Juli 1998 verließen bereits 2000 Einheiten des DB7 die Montagehalle in Bloxham. Damit war der Rekord gebrochen, den der DB6 mit 1850 gebauten Einheiten zwischen 1965 und 1970 aufgestellt hatte.

Den DB7 hatte der Schotte Ian Callum entworfen, der zuvor Chefdesigner bei der Carrozzeria Ghia in Turin war. Es gab den DB7 als 2+2 Coupé oder offenen Volante, beide mit einem Sechszylindermotor mit Eaton-Kompressor und 3,2 Liter Hubraum, 250 kW (340 PS) und 24 Ventilen. Wahlweise war er mit einem synchronisierten Fünfganggetriebe oder elektronisch gesteuerter Viergangautomatik ausgestattet. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 265 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h gelang in 5,5 Sekunden.

Der DB7 besaß einen Stahlrahmen, Stahlaufbau und Kompositkotflügel. Die Aufhängung bestand aus doppelten Dreieckslenkern mit Anti-Dive-System, Schraubenfedern, Dämpfern und Drehstabilisator hinten. Außerdem wurde der DB7 mit Teves-ABS und mit speziell für ihn entwickelten Bridgestone-Reifen mit Niederquerschnittsprofil ausgestattet. Beide Modelle besaßen Doppel-Airbags, Seitenaufprallschutz, Bordcomputer und eine luxuriöse Sicherheits-Innenausstattung mit Klimaanlage, Stereoanlage mit sechs Lautsprechern, Tempomat, Conolly-Lederpolster, Teppichflor und Mittelkonsole in Walnussholz.

Modelle[Bearbeiten]

Der DB7 erschien im Frühjahr 1994 zunächst als Coupé, dem im November 1995 auch ein Cabriolet (bei Aston Martin Volante genannt) zur Seite gestellt wurde.

Im März 1999 wurde wiederum in Genf ein neuer Motor für den DB7 vorgestellt, ein 6,0 l großer V12-Motor[1] mit 313 kW (426 PS) Leistung. Äußerlich sind diese Fahrzeuge leicht an den großen Nebelscheinwerfern zu erkennen.

Ab Anfang 2000 wurde der DB7 nur noch als DB7 Vantage, wieder als Coupé und Cabriolet, mit diesem Motor und leicht geänderter Karosserie angeboten.

Ab 2002 war zusätzlich eine leistungsgesteigerte Version dieses Motors im DB7 GT (mit manueller Schaltung) bzw. DB7 GTA (automatische Schaltung) im Programm, die es beide nur als Coupé gab.

Gegen Ende des Produktionszeit wurden zwei streng limitierte Versionen des DB7 vorgestellt: der DB7 Vantage Zagato und der DB AR1, von denen nur je 99 Exemplare entstanden. Für beide schuf Andrea Zagato eine neue Karosserie, technisch entsprechen sie aber weitgehend den Vantage-Versionen. Während der DB AR1 im Stile eines klassischen Roadsters ohne Vollverdeck ausgelegt wurde, ansonsten technisch aber weitgehend dem DB7 Volante – wahlweise mit dem Antriebsstrang des DB7 GT – glich, wurde beim Zagato der Radstand gekürzt und das Gewicht deutlich reduziert, um eine noch sportlichere Ausrichtung als beim DB7 GT zu erreichen. Beide Zagato-Modelle sind reine Zweisitzer.

Technik[Bearbeiten]

Die Bodengruppe des DB7 stammt ursprünglich vom Jaguar XJS, der sie wiederum von der Jaguar Limousine XJ Serie 1 geerbt hat, so dass die Wurzeln der Bodengruppe bis in die 60er Jahre zurückreichen. Da Jaguar seit 1989 ebenfalls zum Ford-Konzern gehörte, „durfte“ der schon altersschwache Konzernbruder als Teilelieferant dienen. Jedoch wurde sie grundlegend für den Aston Martin überarbeitet und ein völlig neues Fahrwerk entwickelt. 1996 kehrte sich das Spenderverhältnis um und der neue Jaguar XK wurde auf Basis des DB7 entwickelt, jedoch eine Klasse darunter auf den Markt gebracht. Auch der in den ersten Jahren eingesetzte 3,2-l-Kompressormotor war ein aufgeladener AJ6-Motor von Jaguar, der bei der Schwestermarke aber nur bis Ende 1993 zum Einsatz kam und dort bereits 1994 überarbeitet wurde.

Modellübersicht[Bearbeiten]

Modell Motor Hubraum Leistung max. Drehmoment Beschleunigung,
0–100 km/h
Vmax gebaute
Stückzahl
DB7 R6-Motor 3,2 l 250 kW
(340 PS)
491 Nm 6,0 s 250 km/h 2449
DB7 Volante
DB7 Vantage V12-Motor 6,0 l 313 kW
(426 PS)
542 Nm 5,1 s 265 km/h 3682
DB7 Vantage Volante
DB7 GT 324 kW
(441 PS)
556 Nm 5,0 s 298 km/h 302
DB7 GTA
DB7 Zagato 324 kW
(441 PS)
556 Nm < 5,0 s 99
DB AR1 313 kW
(426 PS) bzw. 324 kW
(441 PS)
542 Nm bzw. 556 Nm ca. 5,1 s bzw. ca. 5,0 s 100

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aston Martin DB7 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DB7 V12 Vantage « Aston Martins.com. In: astonmartins.com. Abgerufen am 9. Dezember 2013.