Atlashörnchen

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Atlashörnchen
Atlashörnchen auf Fuerteventura

Atlashörnchen auf Fuerteventura

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Tribus: Borstenhörnchen (Xerini)
Gattung: Atlantoxerus
Art: Atlashörnchen
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Atlantoxerus
Forsyth Major 1893
Wissenschaftlicher Name der Art
Atlantoxerus getulus
(Linnaeus 1758)

Das Atlashörnchen, Nordafrikanische Borstenhörnchen oder Berberhörnchen[1] (Atlantoxerus getulus) ist eine in Marokko und Algerien verbreitete Art der Borstenhörnchen.

Es ähnelt den Afrikanischen Borstenhörnchen, hat aber nicht ganz so borstiges Fell. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 20 Zentimeter, hinzu kommen 20 Zentimeter Schwanz. Das Fell ist gelbbraun; an jeder Flanke verläuft ein deutlich sichtbarer weißer Streifen. Schlecht sichtbar und meistens ganz fehlend ist ein weiterer heller Streifen, der den Rücken entlang läuft.

Über die Lebensweise ist wenig bekannt. Atlashörnchen bilden Kolonien in felsigen Gegenden des Atlas, wo sie in bis zu 4000 Meter Höhe vorkommen. Sie sind dämmerungsaktiv und ernähren sich hauptsächlich von den Früchten des Arganbaums (Argania spinosa).

Atlashörnchen wurden durch den Menschen auf Fuerteventura eingeführt und sind dort allgegenwärtig. In Touristenführern werden sie oft unter der falschen Bezeichnung „Streifenhörnchen“ geführt, mit den echten Streifenhörnchen haben sie nichts gemeinsam.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lothar Dittrich: Zootierhaltung. Tiere in menschlicher Obhut. Band: Wolfgang Puschmann: Säugetiere. Nachdruck der 4. Auflage. Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-8171-1817-5, S. 292.