Auge um Auge (1996)

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Filmdaten
Deutscher Titel Auge um Auge
Originaltitel Eye for an Eye
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie John Schlesinger
Drehbuch Rick Jaffa,
Amanda Silver
Produktion Michael I. Levy
Musik James Newton Howard
Kamera Amir M. Mokri
Schnitt Peter Honess
Besetzung

Auge um Auge (Alternativtitel: Eye for an Eye – Auge um Auge; Originaltitel: Eye for an Eye) ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 1996. Regie führte John Schlesinger, das Drehbuch schrieben Rick Jaffa und Amanda Silver anhand eines Romans von Erika Holzer.

Handlung[Bearbeiten]

Die in Santa Monica ansässigen glücklich verheirateten Eheleute Karen und Mack McCann haben zwei Töchter, Megan sowie Julie, die einer früheren Ehe von Karen entstammt. Es ist Megans Geburtstag, als Julie den Sportunterricht schwänzt, um ihrer Mutter bei den Vorbereitungen für die große Feier zu helfen. Karen verspätet sich. Als sie in einen Stau gerät, ruft sie deshalb Julie an. In diesem Moment klingelt es an der Tür, und Julie wird überfallen. Karen muss am Telefon hilflos mit anhören, wie der Täter ihre Tochter misshandelt.

Der Polizist Joe Denillo führt die Ermittlungen. Er vermittelt die niedergeschlagenen McCanns an eine Selbsthilfegruppe für Eltern, deren Kinder ebenfalls ermordet wurden. Sie erfahren nun, dass etliche Täter mit nur geringen Strafen davonkommen und manche Taten gänzlich ungesühnt bleiben.

Schließlich überführen DNA-Spuren den vorbestraften Robert Doob als Täter. Doobs Anwältin Susan Juke erreicht jedoch die Einstellung des Verfahrens wegen eines Formfehlers: Die Staatsanwaltschaft hatte der Verteidigung zugesagt, ebenfalls die DNA-Spuren untersuchen zu dürfen. Nach einem Wechsel des bearbeitenden Staatsanwaltes wurde dies jedoch unterlassen. Die McCanns müssen hinnehmen, dass der Täter wieder auf freien Fuß kommt.

Karen folgt Doob, nachdem er das Gerichtsgebäude verlassen hat. Sie findet heraus, wo er arbeitet und wohnt. Dies vertraut sie ihrer Freundin und Arbeitskollegin Dolly Green an, die ihr jedoch dringend rät, von Doob abzulassen. Abends besucht sie weiterhin die Selbsthilfegruppe. Sie erfährt eher zufällig, dass eine kleine Gruppe sich abgespalten hat und – enttäuscht von den Strafverfolgungsbehörden – die Täter selbst zur Rechenschaft ziehen will. Zur Selbsthilfegruppe gehört auch Angel Kosinsky, die Karen vom gewaltsamen Tod ihres eigenen Sohns erzählt hat. Die beiden freunden sich an. Angel rät Karen ebenfalls, nicht weiter hinter Doob herzuspionieren. Doch Karen lässt sich nicht davon abbringen. Sie erkennt, dass Doob bereits ein neues Opfer im Visier hat. Sie informiert den Polizisten Denillo, doch dieser kann ohne konkreten Verdacht nichts unternehmen. In Karen reift daher der Entschluss, den Täter zu töten. Sie will mit Angel sprechen und erfährt, dass diese ihren Sohn gar nicht verloren hat. Sie ist vielmehr eine FBI-Agentin, die sich über diese Legende Zugang zur Gruppe verschafft hat: Bereits seit längerer Zeit bestehe der Verdacht, dass einige aus der Gruppe Selbstjustiz übten.

Martin, der Vater eines ebenfalls ermordeten Kindes, stellt den Kontakt zu einer Autowerkstatt her, die als Treffpunkt für Eltern dient, die die Täter selbst richten wollen. Er besorgt auch Karen eine Schusswaffe. Die Gruppe vermittelt Selbstverteidigungskurse und informiert die Betroffenen, wo sie Schiessübungen abhalten können. Die Tat muss jeder der Betroffenen jedoch selbst ausführen. Mack erfährt von den Schießübungen und ist enttäuscht, dass seine Frau ihn nicht ins Vertrauen gezogen hat. Es kommt zum Streit zwischen beiden, Karen hält Mack vor, er könne ihre Gefühle nicht nachvollziehen, da nicht seine leibliche Tochter ermordet worden sei. Schließlich einigen sie sich auf einen Familienurlaub, um Abstand zu gewinnen.

Karen gibt jedoch an, sie habe noch eine dringende berufliche Angelegenheit zu erledigen. Mack bricht deshalb mit Megan ohne sie in den Urlaub auf. Karen bricht in Doobs Wohnung ein und hinterlässt dort absichtlich ihre Baseball-Kappe. So lockt sie ihn in ihr Haus. Doob sagt ihr, seine Tat tue ihm nicht leid. Es kommt zu einem Zweikampf, schließlich kann Karen ihn erschießen. Denillo ist überzeugt, dass auch sie Selbstjustiz verübt hat, doch er kann es ihr nicht nachweisen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein wegen seiner unverhohlenen Selbstjustizpropaganda ärgerlicher Film, der seine Geschichte weitgehend spannungslos bis zum vorhersehbaren Ende entwickelt.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Der Rachekrimi von John Schlesinger (1926-2003) fesselt bis zum Ende, ist aber so fragwürdig, dass man sich als Zuschauer fürs Einschalten schämt.“

Cinema[2]

Hintergründe[Bearbeiten]

Der Film wurde in Los Angeles gedreht.[3] Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 20 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 26,8 Millionen US-Dollar ein.[4]

Jamie Lee Curtis war für die Hauptrolle vorgesehen, sagte aber zugunsten der Dreharbeiten zu Hausarrest ab.[5]

Literatur[Bearbeiten]

Erika Holzer: Eye for an Eye – Auge um Auge. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 978-3404123988.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auge um Auge (1996) im Lexikon des Internationalen Films
  2. Auge um Auge (1996) auf cinema.de
  3. Filming locations für Eye for an Eye
  4. Box office / business für Eye for an Eye
  5. http://www.imdb.com/title/tt0116260/trivia