Bahnhof Wallisellen

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Bahnhof Wallisellen
Perron 3/4 von der Westseite am Ende des Bahnhof.
Perron 3/4 von der Westseite am Ende des Bahnhof.
Daten
Betriebsart Trennungsbahnhof
Perrongleise 4
Abkürzung WS
IBNR 8503129
Eröffnung 1856
Profil auf SBB.ch Nr. 1287
Lage
Stadt Wallisellen
Kanton Zürich
Staat Schweiz
Koordinaten 687037 / 25196247.4127138888898.5919083333333Koordinaten: 47° 24′ 45,8″ N, 8° 35′ 30,9″ O; CH1903: 687037 / 251962
Eisenbahnstrecken

Bahnstrecke Zürich–Winterthur (750) Glatttallinie (740)

Liste der Bahnhöfe in der Schweiz
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Der Bahnhof Wallisellen befindet sich an der Abzweigung der Glatttallinie von der Bahnstrecke Zürich–Winterthur. Er erschliesst die Gemeinde Wallisellen, und ist ein Knotenpunkt im mittleren Glattal, er befindet sich mitten im Stadtzentrum von Wallisellen und wird von den SBB bedient.

Heute ist der Bahnhof Wallisellen ein S-Bahn Bahnhof mit halt von einem Interregio und wird von diversen Buslinien und einer Tramlinie angesteuert.

Der Bahnhof liegt in der Zone 121 des Zürcher-Verkehrsverbund (ZVV).

Gleisanlagen[Bearbeiten]

Seit dem Umbau in den Jahren 2007 bis 2010 besteht die Gleisanlage noch aus vier von normalspurigen Stationsgleisen an zwei Mittelperrons. Regelmässig verwendet werden heute nur noch die zwei Gleise. Die S-Bahnen der S-Bahn Zürich halten alle am Perron 3 und 4, das die Standard-Höhe von 55 cm aufweist. Das zweite Perron mit den Gleisen 5 und 6 entspricht nicht mehr dem aktuellen Standard. Es wird nur ausserfahrplanmässig bei Umleitungen und für Sonderzüge gebraucht. Die Gleise 1 und 2 wurden beim Projekt Mittim und für dir Realisierung der Glattahlbahn zurückgebaut.

Die Bahnstrecke Zürich–Winterthur und die in Wallisellen abzweigende Glatttallinie sind beide doppelspurig ausgeführt. Die Weichen sind dafür ausgelegt, dass auch abzweigende Züge den Bahnhof mit Geschwindigkeiten von maximal 90 km/h durchfahren können.

Auf der Seite zum Stadtzentrum hin wurde die Haltestelle der Glattalbahn mit zwei meterspurigen Tramgeleisen direkt neben den Stationsgleisen der SBB gebaut. Die Glattalbahn überquert die Bahngeleise auf einem Viadukt am östlichen Bahnhofsende.

S-Bahn Zürich[Bearbeiten]

Seit Einführung der S-Bahn Zürich im Jahr 1990 sind die S-Bahn-Züge die Hauptverkehrsträger im Bahnhof Wallisellen.

Auf beiden Linien fahren die Züge im Halbstundentakt. In den Randstunden und während den Hauptverkehrszeiten bedienen auch nicht nummerierte S-Bahnen den Bahnhof als Entlastungszüge.

Tramlinie 12 der Glattalbahn

Ab Spätestens 2018 wird in Wallisellen die neue S-Bahn Linie S 19 (Pfäffikon ZH – ) EffretikonWallisellenZürich HBDietikon (– BadenKoblenz) halten.

Fernverkehr[Bearbeiten]

In der morgendlichen Hauptverkehrszeit hält ein einzelner InterRegio.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Auf dem Bahnhof-Vorplatz befindet sich ein Busbahnhof, an dem zwei Regionalbus- und zwei Ortsbuslinien halten. Zwischen dem Bushof und dem Bahngleis 3 befindet sich die Tramstation der Glattalbahn. Südlich vom Bahnhof bestehen Park-and-ride-Anlagen für den motorisierten Verkehr.

Sämtliche Buslinien und die Tramlinie werden von der Verkehrsbetriebe-Glattal (VBG) betrieben.

Buslinien:

Tramlinie:

Nachtbus

Am Wochenende verkehren zwei Nachtbuslinien via Wallisellen:

Infrastruktur[Bearbeiten]

Auf der Südseite des Bahnhof Wallisellen befindet sich das Park + Ride Angebot mit Total 67 Parkplätzen, zu dem stehen dort 3 Carsharing Fahrzeuge der Firma Mobiliti. Bei der Tramstation Seite befindet sich der Bahnhofschalter der SBB sowie ein Lebensmittelladen. Ebenfalls auf dieser Seite befinden sich die Taxistandplätze und ein Bankautomat.

Der Bahnhof ist Behinderten gerecht eingerichtet, er verfügt über einen Rollstuhlgängigen Billettschalter, Rollstuhlgängige Toiletten und einen Stufenloser Perronzugang.[1].

Verschlossen mit dem Bahnhof ist das Parkhaus Zentrum-Wallisellen mit 150 Parkplätzen, oberhalb der Tiefgarage befindet sich ein kleines Einkaufszentrum mit diversen Läden, unter anderem auch eine Bank und einem Becker.[2].

Geschichte[Bearbeiten]

Dieser Bahnhof hatte in der Pionierzeit der Eisenbahn grössere Bedeutung, da hier dieVereinigten Schweizerbahnenmit derSchweizerischen Nordostbahnverknüpft waren.

Der Bahnhof Wallisellen wurde am 25. Juni 1856 bei der Einweihung der NOB-Strecke Zürich–Walisellen–Winterthur in Betrieb genommen. Am 1. August 1856 wurde zusätzlich die Glatthalbahn Wallisellen-Uster eröffnet, die 1857 von den Vereinigten Schweizerbahnen (VSB) übernommen und verlängert wurde; die Station wurde damit zu einem wichtigen Umsteigebahnhof der Region. Erst 1866 entschloss sich die Eisenbahndirektion der NOB zum Bau eines Stationsgebäudes, das im gleichen Stil wie die Aufnahmegebäude in Amriswil, Arbon und Dietikon nach Plänen von Jakob Friedrich Wanner ausgeführt wurde[3].

Blick Richtung Stadtzentrum

Änderungen an den Gleisanlagen und den umgebenden Bauten fanden mehrmals statt. Ab 1902, in der Folge der Verstaatlichung von NOB und VSB, wurden die Gleisanlagen der beiden Vorgängerbahnen zusammengelegt und die Sicherungsanlagen umgebaut; 1929 wurden der Bahnhof erweitert, zusammen mit einer Personenunterführung wurden Überdachungen für die Perrons erstellt. Diese Perrondächer waren zuvor an der Einfahrt zur alten Bahnhofshalle am Hauptbahnhof Zürich installiert gewesen und waren beim Abriss zur weiteren Verwendung hierher transportiert worden. 1975 erfolgte eine starke Änderung am Empfangsgebäude: der Nebenflügel an der Westseite des Aufnahmegebäudes wurde abgerissen und durch ein einstöckiges Stellwerk mit einigen zusätzlichen Betriebsräumen und modernem Flachdach ersetzt. Auch auf der Ostseite wurde ein Flachdach angesetzt. Das alte Turmstellwerk wurde abgebrochen.

Mit der Eröffnung der Flughafenlinie im Jahr 1980 verlor der Bahnhof Wallisellen fast allen Schnellzugverkehr, da die Schnellzüge und IC nun den Flughafenbahnhof anfuhren. Zur selben Zeit nahm aber der Regionalverkehr im Glattal stark zu, so dass 1985 die Linie Wallisellen–Uster auf Doppelspur ausgebaut wurde. Als 1990 die Zürichberglinie als Kernstück der S-Bahn Zürich in Betrieb genommen wurde, verlor die Station Wallisellen noch einmal an Bedeutung, da die Glattallinie nun von den meisten S-Bahnen über die Verzweigung Neugut angefahren wurde und Wallisellen so umging. Der Bahnhof wurde seither von den Linien S8 und S14 bedient, die sich hier trennen.

Ab 2004 wurde zwischen dem Flughafen Zürich und Dübendorf in drei Etappen die Glattalbahn als meterspurige Strassenbahn gebaut (ursprünglich Stadtbahn Glattal genannt, nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Glatthalbahn Wallisellen–Uster). In ihrer dritten Etappe erreichte sie 2010 auch den Bahnhof Wallisellen. Im Zuge des Umbaus der Station musste das Aufnahmegebäude samt der Personenunterführung und den Perrondächern einem Neubau Platz zu machen; der Bahnhof samt Vorplatz und das angrenzende Ortszentrum wurden völlig umgestaltet. Die Eröffnung des neuen Bahnhofsgebäudes mit dem neuen Busbahnhof erfolgte am 25. Februar 2010, die Eröffnung der neuen Tramlinie am 12. Dezember 2010.

Diverses[Bearbeiten]

  • Gleich angrenzend an den Bahnhof befindet sich das Areal der ehemaligen Stellwerksfabrik Wallisellen, der späteren Firma Integra Signum, heute ein Werk von Siemens Mobility. Dieses Werk hat den Grossteil an Stellwerken, Zugsicherungen (Integra-Signum) und anderen Signaltechnik-Produkten in der Schweiz geliefert. Das Areal verfügt über einen Gleisanschluss zum Bahnhof Wallisellen.
  • Die südöstliche Fussgängerunterführung des Bahnhofs ermöglicht den Zugang zum Richti-Areal. Durch dieses Quartier besteht eine Fussgängerverbindung zum Glattzentrum.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.sbb.ch/content/sbb/de/desktop/bahnhof-services/am-bahnhof/standort/bahnhoffinder.posid.3129.html Site aufgerufen am 10. April 2014
  2. Zentrum-Wallisellen: http://www.zentrum-wallisellen.ch/ Site aufgerufen am 10. April 2014
  3. Klaus Heintel: Wallisellen und die Eisenbahn, in Eisenbahn-Amateur Nr. 4/99, Seite 255–231