Amriswil

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Amriswil
Wappen von Amriswil
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Arbonw
BFS-Nr.: 4461i1f3f4
Postleitzahl: 8580
UN/LOCODE: CH AWL (Amriswil)
CH ORA (Oberaach)
Koordinaten: 740106 / 26824847.5499999.300004437Koordinaten: 47° 33′ 0″ N, 9° 18′ 0″ O; CH1903: 740106 / 268248
Höhe: 437 m ü. M.
Fläche: 19.1 km²
Einwohner: i12'619 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 661 Einw. pro km²
Website: www.amriswil.ch
Karte
Emerzer Weier Biesshofer Weier Schlossweier SG Bodensee Kanton St. Gallen Kanton St. Gallen Bezirk Kreuzlingen Bezirk Weinfelden Amriswil Arbon Dozwil Egnach Hefenhofen Horn TG Kesswil Roggwil TG Romanshorn Salmsach Sommeri UttwilKarte von Amriswil
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Amriswil ist eine politische Gemeinde im Bezirk Arbon des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Sie befindet sich zwischen Weinfelden und Arbon bzw. Romanshorn in der Nähe des Bodensees und der Stadt St. Gallen.

Die Gemeinde besteht aus folgenden Ortschaften (Einwohnerstand 2000):

  • Amriswil (9'769 E.)
  • Oberaach / Biessenhofen (853 E.)
  • Hagenwil / Räuchlisberg (242 E.)
  • Schocherswil (336 E.)
  • Schrofen (387 E.)

Name[Bearbeiten]

799 wird Amriswil erstmals unter dem Namen Amalgeriswilare erwähnt. Es ist ein alemannisches Wort und bedeutet "Weiler des Amalger". Amalger ist voraussichtlich ein Eigenname. "ger" bedeutet Speer, was "amal" bedeutet, ist unklar, vermutet wird jedoch "Kampf".

Geschichte[Bearbeiten]

Vermutlich existierte bereits zu römischen Zeiten eine Römerstrasse, die von Vitudurum (Oberwinterthur) durch das heutige Gebiet von Amriswil nach Arbor Felix (Arbon) verlief.

1408 wurde eine Kapelle, die 1350 gebaut sein soll, in Amergaswile erwähnt. Mit der Gründung des Kantons 1803 wurde Amriswil eine politische Gemeinde. Schocherswil gehört seit 1997 zur Gemeinde Amriswil (vorher zu Zihlschlacht-Sitterdorf).

Fusionen zu Stadtgrösse
  • 1925 wurde Hemmerswil mit Amriswil fusioniert.
  • 1932 wurde Mühlebach bei Amriswil mit Amriswil fusioniert.
  • 1979 wurden Biessenhofen, Oberaach und Räuchlisberg mit Amriswil zur Einheitsgemeinde Amriswil zusammengeschlossen.
  • 1997 wurde die Ortsgemeinde Schocherswil (BFS-Nr. 4516) von der Munizipalgemeinde Zihlschlacht abgetrennt und mit der Einheitsgemeinde Amriswil vereinigt. (Mutation Nr. 37a zum Amtlichen Gemeindeverzeichnis der Schweiz, 1986)
  • Seit dem 1. Januar 2005 gilt 'Amriswil' offiziell als Stadt.

Verkehr[Bearbeiten]

Amriswil ist ein Verkehrsknotenpunkt. Die Hauptstrasse 14 von Romanshorn nach Frauenfeld, sowie die Strassen nach Arbon, St. Gallen, Kreuzlingen, Bischofszell treffen in Amriswil zusammen. Die InterCitys der Strecke Romanshorn-Zürich halten hier. Die Gemeinde hat ein Bus-Liniennetz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mitten im Dorf befindet sich eine reformierte grosse Kirche in betont neugotischem Stil. Mit 75m besitzt Amriswil den höchsten Kirchturm im Kanton Thurgau. Das Gemeindehaus mit dem Dorfplatz bildet eine Einheit. Die katholische Kirche St. Stefan von 1939 ist eine der ersten modernen Kirchenbauten des Kantons Thurgau.

Die "Festhütte", eine grosse Festhalle aus dem Jahr 1907, wurde 2006 abgerissen und durch den im Herbst 2007 fertiggestellten fünfeckigen Neubau "Pentorama" ersetzt, der durch seine auffallende Architektur das neue Wahrzeichen der Stadt wurde; im Frühjahr 2009 wurde er auf einer Briefmarke der Schweizer Post dargestellt.

Im Weiler Hagenwil steht ein Wasserschloss, das Schloss Hagenwil. Hier ist ein Restaurant untergebracht und es finden Kunstausstellungen statt.

Das Bohlenständerhaus im Schrofen stammt aus dem Jahre 1538. Die typische Bauform im mittleren und östlichen Thurgau bis Ende des 16. Jahrhunderts ist nur noch in wenigen Ständerbauten erhalten und einzig hier als Wohnmuseum öffentlich zugänglich.

2002 wurde das nationale Schulmuseum Amriswil eröffnet.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1999 ist Amriswil durch eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Stadt Radolfzell am Bodensee verbunden. Damit wurde eine langjährige Verbundenheit der beiden Gemeinden besiegelt: nach dem Zweiten Weltkrieg konnten Radolfzeller Kinder Amriswiler Familien besuchen und aus Amriswil wurden Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter nach Radolfzell geschickt.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stefan Länzlinger, Martin Lengwiler und Thomas Meyer: Amriswil. Geschichte von der Mitte des 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Gemeinde, Amriswil 1999, ISBN 3-9521685-0-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amriswil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Website Amriswil