Wallisellen

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Wallisellen
Wappen von Wallisellen
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Bülach
BFS-Nr.: 0069i1f3f4
Postleitzahl: 8304
UN/LOCODE: CH WLN
Koordinaten: 687061 / 25193847.4124958.592223431Koordinaten: 47° 24′ 45″ N, 8° 35′ 32″ O; CH1903: 687061 / 251938
Höhe: 431 m ü. M.
Fläche: 6.50 km²
Einwohner: i14'858 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 2286 Einw. pro km²
Website: www.wallisellen.ch
Evang.-ref. Kirche oberhalb Bahnhof Wallisellen

Evang.-ref. Kirche oberhalb Bahnhof Wallisellen

Karte
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Wallisellen (in einheimischer Mundart: (z) Wallisellä), ist eine politische Gemeinde im Bezirk Bülach des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wallisellen liegt zwischen dem Fluss Glatt und dem Hardwald.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Gold ein aus dem linken Schildrand wachsender blaubekleideter Rechtsarm, einen schräglinken blauen Schlüssel haltend

Geographie[Bearbeiten]

Wallisellen befindet sich auf einer Höhe von 431 m ü. M. an einer leichten Südhang-Lage. Der höchste Punkt erreicht im Hardwald rund 480 Meter. Die Gemeinde zählt über 14'000 Einwohner und ist damit statistisch gesehen eine Stadt. Sie gehört zur Agglomeration Zürich, liegt an der Glatt, grenzt im Südwesten an die Stadt Zürich, im Norden an Opfikon und Kloten, im Osten an Dietlikon und im Süden an Dübendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Ab 58 v. Chr. sind erste Siedlungsformen im heutigen Gebiet bekannt. Die Gemeinde Wallisellen hat ihren Ursprung jedoch erst etwa zwischen 400 und 700 nach Christus, nach der Völkerwanderung. Wallisellen ist gemäss den Deutungen der Namenforschung ein Zusammenzug der beiden Teile «Walchen» und «Seller». Als «Walchen» bezeichneten die germanischen Völker ihre keltischen und romanischen Nachbarn (vgl. Walensee; See der Walchen). Das Wort «Seller» steht für zugewanderte Bauern, dies in klarer Abgrenzung zu alteingesessenen Bauern, die in der Regel ein kleines, bescheidenes Bauerngut bewirtschaften. Man deutet den Namen so, dass Franken oder Alamannen den Namen «Wallisellen» einer kleine Bauernsiedlung gaben, die von zugewanderten Kelten oder Romanen bewohnt oder zumindest gegründet worden ist.

Mit der Einweihung der NOB-Strecke Zürich–Wallisellen–Winterthur am 25. Juni 1856 wurde Wallisellen mit seinem Bahnhof an das schweizerische Eisenbahnnetz geknüpft. 1916 wurde die bisher selbstständige Gemeinde Rieden der Gemeinde Wallisellen zugeteilt. Dies vor allem auf Grund des Druckes des Ersten Weltkriegs und dem damit verbundenen Zwang der Optimierung sämtlicher Behörden. In den Zwischenkriegsjahren entwickelte sich Wallisellen vom Dorf zur Vorortsgemeinde, nahm aber nie das Stadtrecht an, blieb «Dorf».

Während des Zweiten Weltkrieges wurde in Wallisellen im grossen Umfang die Anbauschlacht (Plan Wahlen) durchgeführt. 1958 wurde die Kirche St. Antonius erbaut.

Nach 1950 entwickelte sich neben der bereits vorhandene Industrie eine immer grösser werdende Dienstleistungswirtschaft, welche seit den 1980er Jahren mit dem Bau und Anbau des Einkaufszentrum Glatt, dem grössten in der Schweiz, ihren Höhepunkt erreichte. Grosse Teile des Kulturlandes gingen für Bauten und Wohnquartiere verloren, im Osten fehlt nicht viel, um mit der Nachbargemeinde Dietlikon zusammenzuwachsen. 2014 wurde zwischen dem Bahnhof Wallisellen und dem Einkaufszentrum Glatt auf einer ehemaligen Industriebrache ein neues Quartier, «Richti» fertig gestellt. Die Blockrandüberbauung benötigt 72'000 Quadratmeter und bietet Wohnungen für 1'200 sowie Arbeitsplätze für über 3'000 Personen.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohnende
1950 5'202
1980 10'887
1990 11'216
2000 11'939
2001 11'758
2002 12'036
2003 12'240
2006 12'421
2007 12'626
2008 12'827
2009 13'333
2010 13'654
2011 14'075
2012 14'188
2013 14'858

Politik[Bearbeiten]

Der Anteil der Stimmbeteiligung am 30. März 2014 lag bei 31.22%

Gemeindepräsident ist Bernhard Krismer (SVP).

Gemeinderat 2014–2018: 1 SVP, 2 FDP, 2 SP/Forum, 1 CVP, 1 Parteilos. Das Forum pro Wallisellen ist ein Zusammenschluss von SP, Grünen, EVP und Parteilosen. [3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Heute ist Wallisellen dank des öffentlichen Verkehrs und guten Autobahnanschlüssen ein attraktiver Standort für Unternehmen und Geschäfte. Verschiedene internationale Unternehmen wie Microsoft, Cisco, Ford Motor Company und NCR haben ihren Schweizer Hauptsitz in Wallisellen. Trotzdem beherbergt Wallisellen immer noch elf landwirtschaftliche Betriebe. Der Altbau des Hotel Linde am Bahnhof wurde zusammen mit teils wenig alten Neubauten einer kompletten Neugestaltung des Bahnhofs Wallisellen geopfert, welche den SBB-Bahnhof mit der neu erstellten Glattalbahn vereinigt. Somit verbleibt das Hotel Belair als einziger Walliseller Gasthof. Im November 2013 zog die Allianz Suisse ihre bisherigen Verwaltungs-Geschäftssitze im neuen Hauptsitz auf dem Richti-Areal in Wallisellen zusammen.[4] Im Herbst 2014 eröffnet die UPC Cablecom ihren neuen Hauptsitz am gleichen Standort.[5]

Verkehr[Bearbeiten]

Haltestelle Herti der Glattalbahn in Wallisellen

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Wallisellen

S-Bahn Zürich[Bearbeiten]

Der Bahnhof Wallisellen ist von der S-Bahn Zürich mit folgenden Linien angebunden:

Fernverkehr[Bearbeiten]

Zu dem mit einem Interregio der SBB verbunden:

Nahverkehr[Bearbeiten]
Buslinien[Bearbeiten]
Tramlinie[Bearbeiten]

Am Wochenende verkehren zwei Nachtbuslinien via Wallisellen:

Individualverkehr[Bearbeiten]

Autobahnanschluss[Bearbeiten]

Wallisellen ist mit der Autobahn A1 A1 verbunden und liegt zwischen zwei Autobahnkreuze Brüttiseller Kreuz und dem Kreuz Zürich-Ost wo Täglich 143'160[6] Fahrzeuge durchfahren, dies ist der Stärkst befahrene Strassenabschnitt der Schweiz.

Vom Brüttiseller Kreuz her kommende Fahrzeuge, erreichen Wallisellen direkt mit der Ausfahrt 65 wo zugleich einen direkten Anschluss zum Einkaufszentrum Glatt besteht.

Vom Autobahn Kreuz Zürich-Ost erreicht man Wallisellen durch die Ausfahrt 65 über das Gebiet der Stadt Dübendorf und der Stadt Zürich.

Hauptstrassennetzanschluss[Bearbeiten]

Wallisellen ist mit der Hauptstrasse 1 H1 Verbunden.

Sport[Bearbeiten]

Der grösste Sportverein Wallisellens ist der «FC Wallisellen», dessen erste Mannschaft in der Saison 06/07 den Aufstieg in die 2. Liga erreichte. Andere erfolgreiche Sportvereine sind der «EHC Wallisellen» und «Faustball Wallisellen». Die Zahl der Schützen wie auch jene der Schiessvereine ist in den letzten Jahrzehnten massiv zurückgegangen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Wallisellen ist in der Deutschschweiz wegen eines Abzählreims bekannt: «Aazele, Böle schele, d Chatz gaht uf Walliselle, chunnt si wider hei, hät si chrumi Bei, piff paff puff und du bisch ehr und redlich duss». Ein Lied der Mundart-Band Stiller Has trägt den Titel «Walliselle».

Dialekt: Heute wird von der einheimischen, deutschsprachigen Bevölkerung ein Gemisch schweizerdeutscher Dialekte gesprochen. Ein nivelliertes Zürich-Deutsch mit einer Tendenz zur Integration von Elementen der Standardsprache ist allgemein verbreitet. Ureinwohner von Wallisellen erkennt man nur noch an der Aussprache des Ortsnamens mit scharfem «s».

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wallisellen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. «Richti-Areal», Seite des Generalunternehmers Allreal Holding
  3. «[1]», Wahlergebnis Gemeinde Wallisellen, Homepage gesichtet am 22. April 2014
  4. Pressemitteilung der Allianz zum neuen Hauptsitz in Wallisellen
  5. Artikel im Tages-Anzeiger zum Umzug der UPC Cablecom nach Wallisellen
  6. http://autobahnen.ch/index.php?lg=000&page=016