Bankivahuhn
| Bankivahuhn | ||||||||||
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Bankivahuhn ♂ und ♀ (Gallus gallus) |
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| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Gallus gallus | ||||||||||
| Linnaeus, 1758 |
Das Bankivahuhn (Gallus gallus) lebt heute noch wild in Indien, Thailand, Birma, Indonesien, auf den Philippinen und in weiteren Gebieten Südostasiens. Es legt im Jahr etwa zwanzig Eier. Das Haushuhn (G. g. domesticus) ist höchstwahrscheinlich durch Domestikation aus dem Burma-Bankivahuhn (G. g. gallus) entstanden. Diese Wildhuhnart lebt in Ostasien und wurde schon vor über 4000 Jahren in Indien domestiziert. Im Laufe der Zeit wurden diese Vögel so zu Haustieren. Durch Züchtung sind viele Rassen entstanden.
- Bankivahuhn (Gallus gallus)
- Burma-Bankivahuhn (G. g. gallus)
- Java-Bankivahuhn (G. g. bankiva)
- Tonkin-Bankivahuhn (G. g. jabouillei)
- Indisches Bankivahuhn (G. g. murghi)
Inhaltsverzeichnis |
Verhalten[Bearbeiten]
Das Bankivahuhn lebt in Herden zwischen 16 und 40 Tieren im Dschungel Südostasiens. Die Tiere kommunizieren durch 30 verschiedene Gackerlaute. Es herrscht eine Hackordnung, oftmals mit mehr als einem Hahn. Die Tiere sind tagaktiv und ziehen sich zur Nachtruhe auf Äste in ca. zwei Meter Höhe zurück. Sie sind eher Kurzstreckenflieger. Grundsätzlich halten die Vögel Abstand voneinander, allerdings helfen sie sich gegenseitig bei der Federpflege. Gerne nutzen sie auch Staub- oder Sandbäder in Sandkuhlen, um sich von Parasiten zu befreien.
Das Bankivahuhn nutzt mehr als die Hälfte des Tages für die Futtersuche. Durch schwungvolles Scharren nach allen Seiten durchsuchen sie den Boden nach Würmern, Insekten und Samen. Sie haben eine gute auditive Wahrnehmung und einen Sehbereich zwischen 4 cm und 50 m. Zusätzlich sind die Tiere mit einem sehr gut ausgebildeten Tastsinn in den Beinen ausgestattet.
Weitere Daten[Bearbeiten]
Die ca. 750 Gramm schweren Bankivahühner (Hähne bis 1,3 kg) legen durchschnittlich zweimal im Jahr 6 bis 12 Eier zu je ca. 35 g. Die Glucke brütet die Eier zwischen 19 und 20 Tagen in einer Bodenmulde, das sie als Nest nutzt und führt später die Jungen. Da diese Nestflüchter sind, folgen sie ihr auf Schritt und Tritt.
Der Hahn schützt und alarmiert die Herde vor Fressfeinden wie Greifvögeln. Als Versteck nutzen sie meist das Unterholz. Trotzdem wird nur jedes vierte Tier älter als ein Jahr. Allerdings kann ein Bankivahuhn bis zu 15 Jahre alt werden.
Domestikation[Bearbeiten]
Alle unsere heutigen Haushuhnrassen stammen wahrscheinlich vom südostasiatischen Bankivahuhn ab. Sehr wahrscheinlich ist, dass die ersten Bankivahühner über die Seidenstraße Richtung Westen gebracht wurden. Ca. 2000 v. Chr. gelangten sie in den Orient. Um 1500 v. Chr. waren die ersten Hühner in Ägypten angekommen. Über Griechenland und Italien breiteten sie sich sogar bis nach Spanien aus. Zu dieser Zeit war das Huhn schon Kultvogel, denn es brachte eine Bereicherung für den antiken Speiseplan mit. Man aß schon damals Fleisch und Eier und fand Gefallen an dem schillernden Federkleid der Hähne. 600 v. Chr. gelangten die Hühner schließlich über die Alpen und wurden über weite Teile Europas zum Nutztier gemacht.
Unter den Römern erlebte das Huhn seine erste Blütezeit. Die Römer verstanden es, die Hühner zu züchten und weihten die kampflustigen Hähne sogar ihrem Kriegsgott Mars.
Im Mittelalter gerieten die gezüchteten Hühner der Römer, wie so vieles, in den Hintergrund. Allerdings nutze man sie gerne als exotische Zierde in Gärten. Die neuzeitliche Industrie spezialisierte die Hühner soweit, dass die meisten Rassen entweder hybridisierte Fleisch- oder Legehühner sind.
Literatur[Bearbeiten]
- F. Akishinonomiya u. a.: Monophyletic origin and unique dispersal patterns of domestic fowl. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States (Proc. Natl. Acad. Sci. USA - PNAS) 93, 1996, ISSN 0027-8424, S. 6792-6795, online (PDF; 1,1 MB).
Weblinks[Bearbeiten]
- Bankivahuhn
- Gallus gallus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: BirdLife International, 2008. Abgerufen am 18. Dezember 2008
- Videos, Fotos und Tonaufnahmen zu Gallus gallus in der Internet Bird Collection