Brunnhartshausen

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Wappen Deutschlandkarte
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Brunnhartshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brunnhartshausen hervorgehoben
50.67510.098333333333450Koordinaten: 50° 41′ N, 10° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Wartburgkreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dermbach
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 10,59 km²
Einwohner: 381 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36452
Vorwahl: 036964
Kfz-Kennzeichen: WAK, SLZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 63 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 5
36452 Brunnhartshausen
Bürgermeister: Eberhard Fuß (FFW)
Lage der Gemeinde Brunnhartshausen im Wartburgkreis
Kaltennordheim Bad Liebenstein Bad Salzungen Barchfeld-Immelborn Berka/Werra Berka vor dem Hainich Bischofroda Brunnhartshausen Buttlar Creuzburg Dankmarshausen Dermbach Diedorf Dippach Krayenberggemeinde Ebenshausen Empfertshausen Ettenhausen an der Suhl Kaltennordheim Frankenroda Frauensee Geisa Gerstengrund Gerstungen Großensee Hallungen Hörselberg-Hainich Ifta Barchfeld-Immelborn Kaltennordheim Kaltennordheim Kaltennordheim Krauthausen Lauterbach Leimbach Marksuhl Vacha Krayenberggemeinde Mihla Moorgrund Nazza Neidhartshausen Oechsen Ruhla Schleid Bad Liebenstein Seebach Stadtlengsfeld Bad Liebenstein Tiefenort Treffurt Unterbreizbach Urnshausen Vacha Vacha Weilar Wiesenthal Vacha Wolfsburg-Unkeroda Wutha-Farnroda Zella ThüringenKarte
Über dieses Bild

Brunnhartshausen ist eine Gemeinde im Wartburgkreis in Thüringen, gelegen in der Rhön.

Brunnhartshausen
Der Ortsteil Föhlritz

Geografie[Bearbeiten]

Brunnhartshausen liegt im Naturraum Auersberger Kuppenrhön südlich des Gläserbergs, südöstlich des Arnsbergs und östlich des Katzensteins. Am nördlichen Ortsrand erhebt sich der Waltersberg. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Dermbach an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Dermbach hat.

Am 30. Juni 2009 wohnten 47 Einwohner im Ortsteil Steinberg.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ersterwähnung des Ortes Brunnhartshausen erfolgte im Jahr 1145.[3] Brunnhartshausen gehörte über Jahrhunderte zum Amt Fischberg, welches sich zeitweise im Besitz der Herren von Neidhartshausen, der Herren von Frankenstein, der Grafen von Henneberg-Schleusingen, des Klosters Fulda, verschiedener Ernestinischer Herzogtümer und zuletzt ab 1815 des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach befand.

Brunnhartshausen war 1602-1659 von Hexenverfolgung betroffen. Vier Frauen gerieten in Hexenprozesse und wurden verbrannt.[4]

Im Jahr 1955 lebten im Ort 371 Einwohner.[5]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Brunnhartshausen setzt sich aus 6 Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[6]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Eberhard Fuß wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dorfkirche[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört die evangelische Dorfkirche (Lage→50.67535655305610.097731053889). Wie aus einer Inschrift am Sturz der unteren Tür zu entnehmen ist, wurde sie im Jahre 1732 erbaut. An der "hinteren Wand" der Kirche, die von der früheren Kapelle stammen soll, sind hinter der Orgel noch Teile von alten Fresken sichtbar. Die Ausmalung der Kirche erfolgte 1756. Aus 1778 stammt der Altar, der Taufstein von 1804. Die Darstellung des Gemäldes "Luther mit dem Schwan" über dem Haupteingang geht auf den tschechischen Reformator Jan Hus zurück. Die Bilder an der Kirchendecke zeigen folgende biblischen Motive: "Abraham mit Isaak", "Maria mit dem Jesuskind", "Jesus in Gethsemani", "Jesus am Kreuz" und "Der Auferstandene".

Von der Orgel, die älter war als die Kirche, blieb der 1794 erweiterte Prospekt erhalten, in den 1985 ein neues Werk mit acht Registern eingebaut wurde. Sie hat folgende Dispositionen: Gedackt 8´, Prinzipal 4´, Rohrflöte 4´, Waldflöte 2´, Sifflöte 1´, Mixtur 3f. Im Pedal: Subbass 16´, Oktavbass 8´ (Siehe auch → Liste von Orgelregistern).

An der westlichen Wand unter der Treppe befindet sich ein Kreuz, das vermutlich um 1500 entstanden ist. Über dem Aufgang zum Läutboden ist zu lesen: Der Krieg ist weggenommen, der Friede wiederkommen, Gott sei Lob, Ehr und Preis. Jetzt scheinet uns die Sonne und bringt nach Tränen Wonne. Drum lobet Gott mit höchstem Fleiß. 1814, den 17. April. Die Kirche wurde zum zweiten Adventssonntag 1926 mit elektrischem Licht ausgestattet. 1964/65 erfolgte die letzte Innenrenovierung. Die 1894 übermalten Deckenbilder konnten dabei wieder freigelegt werden. 1989, noch kurz vor der Wende, wurde eine neue Eichentreppe zur Empore eingebaut, 1991 folgten die Leuchter an den Wänden. Der Turm beherbergt drei Glocken: eine Bronze-Glocke von Johann Melchior Derck, der sie 1735 in Meinigen gegossen hat. Sie überstand ihren Verbleib auf dem Glockenfriedhof und kehrte am 8. August 1950 zurück. Des Weiteren hängen noch zwei Stahlglocken im Turm, die 1921 in Bochum gegossen wurden. Seit 1992 wird das Geläut elektrisch betrieben. Im Sommer 1996 erfolgte die vorerst letzte Sanierungsmaßnahme an der Kirche, indem ihr Äußeres renoviert wurde.[8]

Religion[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die nächsten Bahnhöfe sind der Bahnhof Bad Salzungen in ca. 21 km Entfernung sowie die Bahnhöfe in Wernshausen und Schwallungen, jeweils etwa 26 km östlich an der Werrabahn EisenachMeiningen gelegen.

Anschluss an die Bundesstraße 285 besteht im Nachbarort Zella/Rhön.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Adalbert Schröter: Land an der Straße. Die Geschichte der katholischen Pfarreien in der thüringischen Rhön. St.Benno Verlag, Leipzig 1989, ISBN 3-7462-0430-5, S. 77–80.
  •  Bruno Kühn: Die Geschichte des Amtsbezirks Dermbach. In: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte und Alterthumskunde. 1, 1854, ISSN 200434-3, S. 249–296.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2.  Landratsamt Wartburgkreis (Hrsg.): Information ... In: Amtsblatt des Wartburgkreises vom 10. August 2010. Bad Salzungen 2010, S. 14.
  3. Wolfgang Kahl, Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer; 5. verbesserte Auflage 2010; Verlag Rockstuhl Bad Langensalza
  4. Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 234f
  5.  Paul Luther, Rat des Kreises Bad Salzungen, Abt. Volksbildung (Hrsg.): Materialien für den Heimatkundeunterricht - Kreis Bad Salzungen, Bezirk Suhl. Bad Salzungen 1959, Struktur vom Bezirk Suhl (Übersicht der Orte und Einwohnerzahlen der Landkreise), S. 5–11.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 25. Mai 2014. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 26. Mai 2014.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  8. Beschreibung der Kirche auf der Webseite der Superintendentur Bad Salzungen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brunnhartshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien