Kloster Fulda

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Wappen des Klosters Fulda

Das Kloster Fulda (auch Reichskloster Fulda, Reichsabtei Fulda oder Kloster des Bonifatius) wurde 744 von Sturmius im Auftrag von Winfried Bonifatius in einer Fuldaaue gegründet. Es wurde dem hochheiligen Erlöser (Salvator) geweiht. Bonifatius ernannte Sturmius zum ersten Abt des Klosters, das in der angelsächsischen Tradition nach der Regel des heiligen Benedikt von Nursia (Regula Benedicti) errichtet wurde und ein asketisches, weltabgewandtes Leben in der Einöde verwirklichen sollte,[1] dessen Strenge in manchen Teilbereichen noch über die Forderungen der Benediktsregel hinausging.[2] Die Abtei wurde zur Keimzelle der Stadt Fulda[3] und war mit ihren Besitzungen im Laufe ihrer Geschichte auch ein geistliches Fürstentum im Heiligen Römischen Reich. Sie wurde 1752 durch Papst Benedikt XIV. zum Fürstbistum Fulda erhoben, bevor sie 1803 mit dem Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst wurde.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und frühes Mittelalter[Bearbeiten]

Das Kloster Fulda geht zurück auf die Klostergründung von Bonifatius in einer Fuldaaue im Jahr 744. Bonifatius beauftragte Sturmius im Sommer 742 nach einem Platz für das neue Kloster zu suchen. Sturmius zog von seiner Einsiedelei Hersfeld die Fulda aufwärts und fand den Platz, der ihm von Bonifatius vorgegeben war. Bonifatius hat wahrscheinlich von diesem Ort an einer Furt gehört, wo es vermutlich einen verfallenen Herrenhof aus merowingischen Zeiten gab. In der Vita Sturmi Abt Eigils wird die Gegend Eichloha genannt; gegebenenfalls handelt es sich hier um eine Zentmark oder Hundertschaft in den Altgauen Grabfeldgau oder Buchonia. Im Jahre 743 erhielt Bonifatius von Hausmeier Karlmann einen geschlossenen Grundbesitz von vier Meilen um das Kloster geschenkt (Karlmann-Schenkung überliefert in der Chartula St. Bonifatii). Sturmius und seine sieben Begleiter aus Hersfeld begannen mit dem Bau des Klosters am 12. März 744. Ab diesem Zeitpunkt wird der Ort Fulda genannt. Bonifatius machte Sturmius zum ersten Abt des Klosters, dessen Rechtsstatus in der Forschung umstritten ist, und legte die Regel des heiligen Benedikt von Nursia für das monastische Leben fest. Sturmius wurde eigens nach Monte Cassino gesandt, um dort vermeintlich urbenediktinisches Leben kennenzulernen.

Im Jahr 751 reiste Lul im Auftrag von Bonifatius nach Rom, um bei Papst Zacharias einige Gegebenheiten klären zu lassen. Darunter war auch die Bitte das Kloster direkt dem Heiligen Stuhl zu unterstellen. Am 4. November 751 verfügte Papst Zacharias, dass in dem Kloster kein kirchlicher Amtsträger einschließlich des zuständigen Diözesans eigenmächtig die Weihe- oder Jurisdiktionsgewalt ausüben oder in die Eigentumsverhältnisse eingreifen durfte. Ob es sich hier bereits um eine Exemtion im späteren Rechtssinne handelte und das Kloster durch das Zachariasprivileg zu diesem Zeitpunkt vollständig und ausschließlich der Gerichtsbarkeit des Heiligen Stuhls unterstand, ist umstritten. Wahrscheinlich war die Einbindung des Klosters und seiner Besitztümer in die jeweiligen Bistümer weiterhin gegeben, mit der Einschränkung, dass der zuständige Diözesan nicht auf eigene Initiative tätig werden konnte, sondern zuvor der Einladung (invitatio) durch Abt und Konvent bedurfte. Das Zachariasprivileg war aber die Grundlage zur späteren Entwicklung hin zum exemten Status des Fuldaer Hauptklosters und seiner Tochterklöster und schließlich zur Erhebung zum Bistum.

Fuldaer Sakramentar (Bamberg, Staatsbibliothek, Msc. Lit. 1), 11. Jahrhundert, fol. 126v: Darstellung von Szenen aus dem Leben des Bonifatius – Taufe eines Heiden (oben) und Märtyrertod (unten)

Nach seiner Ermordung am 5. Juni 754 in Dokkum wurde Bonifatius nach Mainz überführt. Schon zu diesem Zeitpunkt zeichneten sich erste Spannungen zwischen dem Bistum Mainz und dem Kloster Fulda ab. So versuchten die Mainzer Geistlichen, Bonifatius in Mainz beisetzen zu lassen. Um dies zu verhindern, reiste Sturmius mit einigen Mönchen nach Mainz. Er wies auf den Wunsch von Bonifatius hin, seine Grablege in seinem Eigenkloster zu finden. Dem konnte sich selbst das mächtige Bistum nicht verschließen, so dass der Leichnam weiter nach Fulda überführt wurde, wo er einstweilen vor dem Kreuzaltar der Salvatorbasilika begraben wurde.

Als der Märtyrertod von Bonifatius im Frankenreich bekannt wurde, entwickelte sich das Kloster Fulda schnell zu einem stark frequentierten Wallfahrtsort. Dies machte sich Sturmius zunutze und pflegte den Kult um den Märtyrer und sein Grab in Fulda, was dem Kloster einige Landschenkungen einbrachte. Ersichtlich ist das unter anderem an dem schnellen Wechsel des Klosterpatronates. Wurde das Kloster im Jahre 751 noch als „monasterium sancti Salvatoris“ erwähnt, erscheint schon vor 761 der Namen „monasterium sancti Bonifatii“.

Da Bonifatius nach dem Scheitern seines Planes zur Einrichtung einer Metropolitanverfassung den Rang eines Erzbischofs nur persönlich eingenommen hatte, sein Bistum Mainz aber nicht zur Metropole eines Erzbistums erhoben worden war und sein Nachfolger Lul zunächst lediglich zum Bischof von Mainz geweiht worden war – erst 780/2 erfolgte die Erhebung zum Erzbischof eines Mainzer Erzbistums – begann dieser ab 754 seinen Bischofssprengel zu erweitern. Er gliederte die Bistümer Erfurt und Büraburg in sein Bistum ein, scheiterte aber mit dem Versuch, das vom Papst privilegierte Kloster Fulda unter seine Oberhoheit zu bringen. Lul behinderte dabei vor allem das Zachariasprivileg, an dessen Zustandekommen er nur drei Jahre zuvor maßgeblich mitgewirkte hatte. Lul gelang es aber, mit einigen Mönchen des Fuldaer Konventes, Abt Sturmius bei König Pippin in Misskredit zu bringen. Dieser verbannte Sturmius 763 in die Abtei Jumièges, und die päpstliche Exemtion für das Kloster wurde eingezogen. Lul setzte seinen Gefolgsmann Markus als Abt ein, beide trafen aber auf erheblichen Widerstand im Konvent des Klosters, so dass Lullus die freie Abtswahl zuließ. Gewählt wurde der Sturmius-Anhänger Prezzold, der das Kloster verwaltete, bis Sturmius 765, von Pippin wieder als Abt anerkannt, nach Fulda zurückkehrte. Das Kloster erhielt das Zachariasprivileg zurück und wurde gleichzeitig unter königlichen Schutz gestellt; somit wurde dem Streit um den unsicheren Rechtsstatus des Klosters ein Ende gemacht, indem es nunmehr den rechtlich eindeutigen Status eines Reichsklosters erhielt. Lul reagierte darauf, indem er sein eigenes Kloster nach Bonifatianischem Vorbild, die Abtei Hersfeld, als ein Trutzfulda gründete.

Durch den königlichen Schutz war die Reichsabtei Fulda enger an das Königtum gebunden und erhielt von den Königen viele Zuwendungen. Die wichtigsten Schenkungen waren im Jahr 766 der Königshof Umstadt von Pippin und 777 der königliche fiscus Hammelburg von Karl dem Großen. Dieser verlieh der Abtei 774 auch die kirchliche Immunität.

Dem Sachsenfeldzug Karls des Großen ab dem Jahr 772 folgten heftige Vergeltungen der Sachsen. 773 wurde das Kloster Fritzlar überrannt, und 778 war auch das Kloster in Fulda bedroht. Die Mönche flohen mit den sterblichen Überresten von Bonifatius nach Süden. Dennoch begann schon von 775 bis 777 von Fulda aus die Christianisierung sächsischer Gebiete. Der altsächsische Stammesführer Hessi († 804), der sich 775 Karl dem Großen unterworfen hatte, trat später als Mönch in das Kloster ein und schenkte ihm zwei Güter.[5] Unter Führung von Sturmius gingen Prediger und Kleriker in das Gebiet der oberen Weser und der Leine. Schwerpunkte waren hier Hameln und Brunshausen bei Gandersheim, wo die Abtei bis ins 10. Jahrhundert Tochterklöster hatte, die dem heiligen Bonifatius geweiht wurden. Ein weiterer Beleg des Einflusses der Fuldaer Abtei in diesem Gebiet ist die Erhebung von Erkanbert, einem Mönch aus Fulda, zum ersten Bischof von Minden. Sturmius war beim Sachsenfeldzug im Jahre 779 auf der Eresburg, wo er schwer erkrankte. Er kehrte nach Fulda zurück. In seiner Abschiedsrede ermahnte er die Mönche ihre Lebensordnung „in proposito vestro perseverate“ beizubehalten. Am 17. Dezember 779 starb Sturmius und wurde in der von ihm erbauten Klosterkirche begraben.

Der Nachfolger von Sturmius war Baugulf, ein Bruder des Mindener Bischofs Erkanbert. Baugulf hatte damit engen Kontakt zum Könighof und zu Karl dem Großen, der im Juli 782 das Hauptkloster besuchte. Er verlangte in seiner „Epistola de litteris colendis“ von den Mönchen, mehr für die Bildung zu tun. Dies setzte die Entwicklung einer weithin bekannten Klosterschule in Gang. Schon 798 entsandte man die begabten Schüler Hrabanus Maurus und Hatto für weitere Studien zu Alkuin nach Tours. Weitere Fuldaer Mönche vervollständigten ihre Bildung unter Baugulfs Nachfolger Ratger an der Hofschule Karls des Großen. Baugulf begann 791 mit Neubauten im Kloster. In dieser Zeit begann man auch mit den Bauarbeiten zur neuen Klosterkirche, der Ratgarbasilika. Die Abtei wuchs rasch durch viele Zuwendungen, auch durch Schenkungen von Karl dem Großen. Bereits im Jahr 781 wies eine Namensliste der Abtei 364 Mönche auf, die aber zum größeren Teil auf die vielen Kirchen und Gebiete der Abtei verteilt waren. Dieses Wachstum, die reichspolitischen Anforderungen an die Abtei und die gerade erst begonnenen Bauarbeiten im Kloster, führten aber zu Auseinandersetzungen zwischen den Mönchen und dem Abt. Obwohl der Abt einflussreiche Fürsprecher hatte (z. B. Alkuin) konnte Baugulf den Konvent nicht hinter sich vereinigen. Er legte im Juni 802 sein Amt nieder und zog sich nach Wolfsmünster bei Hammelburg zurück, wo er 815 starb.

im Codex Eberhardi (Marburg, Staatsarchiv, Hs. K. 426) von ca. 1160, fol. 146r überlieferte Notizen von Schenkungsurkunden für Fulda aus dem Jahr 802
Stich von Matthäus Merian 1655, Blick auf das Kloster. In der Mitte ist die Salvator-Basilika zu sehen

Zwischen 791 und 819 wurde die Ratgarbasilika (benannt nach dem Abt Ratgar) als doppelchörige Anlage mit Westquerhaus nach römischem Vorbild (Romano more) erbaut, welche zu dieser Zeit einer der größten und innovativsten Kirchenbauten nördlich der Alpen war. Unter ihrem Erbauer, Abt Ratgar, gewann Fulda zwar einerseits Anschluss an die karolingische Renaissance, doch führten andererseits die Überanstrengung des Konvents durch das ehrgeizige Bauprogramm sowie der autoritäre Führungsstil Abt Ratgars und dessen Eingriffe in die überlieferte Lebensordnung (consuetudines) des Klosters zu schweren innerklösterlichen Auseinandersetzungen, die in der Flucht eines Teils der Mönche gipfelten und schließlich im zweiten Anlauf mit der Absetzung des Abtes durch Kaiser Ludwig dem Frommen endeten. Die Überforderung des Konvents und ungeklärte Fragen des monastischen Selbstverständnisses, das durch die im Zeitalter der karolingischen Renaissance rasch voranschreitende Entfernung der Reichsabtei von den asketischen Anfängen eines Einsamkeitsklosters erschüttert wurde, hatten zu einer tiefen Krise geführt. Jetzt wurde durch Missi Ludwigs die Klosterreform Benedikts von Aniane in Fulda durchgeführt, bevor die Erlaubnis zur Wahl eines Nachfolgers erteilt wurde. Sie fiel nach langen und erbitterten Konflikten schließlich auf einen der Hauptgegner Ratgars, einen Verwandten des Gründerabtes Sturmi, Eigil (818-822). Ihm gelang es nach der Darstellung seines Biographen Brun Candidus durch ein den Rat der Brüder in allen wichtigen Fragen beherzigendes Regiment die Einheit des zerstrittenen Konvents wiederherzustellen.[6] Außer zwei Krypten in der Salvatorbasilika errichtete er als Friedhofskirche die noch erhaltene Michaelskirche, einen Zentralbau über acht Säulen mit Gewölbe oder Kuppel und Krypta, deren Gewölbe von einer Mittelsäule getragen wird. Noch vor Vollendung des in Angriff genommenen Neubaus der Konventsgebäude, die gegen seinen Wunsch im Westen (beim Bonifatiusgrab) statt im Süden (beim Sturmigrab) errichtet wurden, starb er, nachdem er nach dem Vorbild Benedikts von Nursia selbst sein Grab in der Krypta der Michaelskirche ausgehoben und ein Sündenbekenntnis abgelegt und um Vergebung der Mitbrüder gebeten hatte. Er förderte den Kult Sturmis, regelte dessen Anniversarfeier neu und veranlasste wahrscheinlich Hrabanus Maurus zur Schaffung eines illuminierte Sakramentars, das die gelasianische und die gregorianische Tradition verband und als Vorläufer des berühmten Fuldaer Sakramentars der Niedersächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Göttingen (ca. 975) anzusehen ist.[7] Fuldaer Abweichungen von den Prinzipien der anianischen Reform sind auch unter ihm und später noch zu beobachten.[8] Unter Eigil erreichte auch der Fuldaer Literaturbetrieb, dessen einziger namhafter Repräsentant bis dahin sein späterer Nachfolger Hrabanus Maurus gewesen war, erstmals eine gewisse Breite. Eigil selbst verfasste die programmatische Biografie des Gründerabtes Sturmi, die zugleich die Gründungsgeschichte des Klosters beinhaltete und dessen monastische Ausrichtung am Ideal eines asketischen Einsamkeitsklosters benediktinischer Tradition propagierte. Mit der Abfassung der Biografie des zweiten Fuldaer Abtes Baugulf beauftragte er den Priestermönch Brun Candidus, der später auf Anregung Abt Hrabanus Maurus auch Eigils eigene Biografie verfassen sollte. Seine Hochblüte erreichte der Fuldaer Literaturbetrieb dann unter Eigils Nachfolger Abt Hrabanus Maurus, der wohl schon 818 designiert worden war, durch dessen Schriften und die seiner zahlreichen Schüler. Das über 600 Mönche umfassende Kloster wuchs zum wissenschaftlichen Mittelpunkt des Reiches heran, der Schüler und Gelehrte aus allen Reichsteilen anzog.[9] Die von Rabanus Maurus und Rudolf von Fulda, dem Leiter der Klosterschule, maßgeblich aufgebaute Klosterbibliothek umfasste etwa 2.000 Handschriften und war damit eine der größten Ihrer Zeit. Darunter waren auch Abschriften mehrerer seltener antiker Werke, unter anderem von Tacitus, Frontinus und Ammianus Marcellinus. Durch Schenkungen gewann es in den folgenden Jahrhunderten immer mehr an Einfluss.[10] Auch im Maingau gewann das Kloster reichen Grundbesitz aufgrund von Schenkungen des fränkischen Adels.

Im Zusammenhang mit der Übertragung von Reliquien des Märtyrers Alexander wird im Jahr 835 erstmals die Kapelle St. Ursula in Kempraten erwähnt: Ein Diakon der Abtei Fulda wurde auf seiner Rückreise aus Italien von einem segensreich wirkenden Priester in Kempraten freundlich aufgenommen. Zum Dank überlassene Reliquien des Heiligen begründeten die Geschichte des Wallfahrtsorts, an dem viel Volk Heilung in leiblicher und geistiger Not erflehte, wie der Mönch Rudolf von Fulda aufzeichnete.[11]

Seit 968 war der Abt von Fulda Abtprimas aller deutschen Benediktiner. In dieser Zeit siedelten sich erste Bauern und Handwerker um das Kloster an. Die Abtei und die Siedlung erhielt 1019 durch Heinrich II. das Münz-, Markt- und Zollrecht und 1114 wird Fulda das erste Mal als Stadt (Civitas) erwähnt. Die Stadt versuchte in der Folgezeit, ihre Rechte gegen die Ansprüche der Äbte durchzusetzen.

Entfremdungen der Klostergüter führten im 12. Jahrhundert zum wirtschaftlichen Niedergang des Klosters. Erst unter Abt Markward I. (1150–1165) wurden viele dieser Güter restituiert. Dabei griff man auch zur Urkundenfälschung. Der Fuldaer Mönch Eberhard, der die Besitzstände der Abtei im so genannten „Codex Eberhardi“ zusammenfasste, „modifizierte“ alte Urkunden oft stark zugunsten des Klosters.

Mal- und Schreibschule[Bearbeiten]

Im Skriptorium der Abtei Fulda entstand um 950 ein prachtvolles Evangelistar, eine Pergamenthandschrift, der Codex Wittekindeus, das wohl bedeutendste Werk Ottonischer Buchkunst.

Hoch- und Spätmittelalter[Bearbeiten]

1220 wurde die Abtei durch Kaiser Friedrich II. zur Fürstabtei erhoben. Fürstabt Heinrich V. von Diez-Weilnau (1288–1313) ließ zwischen 1294 und 1312 eine Abtsburg bauen, in der er außerhalb des Klosters residierte. Diese Burg wurde im 17. Jahrhundert durch Fürstabt Johann Friedrich von Schwalbach in ein Renaissanceschloss umgebaut.

Als Abt Heinrich VI. von Hohenberg (vor 1320) jedoch noch eine zweite Abtsburg innerhalb der Stadt errichtete, erstürmten die Bürger mit Hilfe des Hochvogtes Graf Johann I. von Ziegenhain beide Burgen des Abtes und zerstörten die neue Burg samt Turm und Ringmauern. Auf Klage des geflüchteten Abtes bei Kaiser Ludwig IV. wurden die Stadt Fulda und der Graf vom Kaiser mit der Reichsacht belegt. 1331 vermittelte der Trierer Erzbischof Balduin eine Sühne, infolge derer die Bürger den Turm und die Ringmauern der neuen Burg wiederherzustellen hatten und bedeutende Entschädigungen zahlen mussten. Die Anführer des Aufstandes wurden hingerichtet.

1356 verlieh Kaiser Karl IV. dem Fürstabt den Ehrentitel „Erzkanzler der Kaiserin“.

Das Fuldaer Land mit Kloster und Stadt stand im Kräftespannungsfeld zwischen dem Erzbistum Mainz und der Landgrafschaft Hessen.

Unter Abt Reinhard von Weilnau (1449–1476) erreichte die Entwicklung des Reichsstiftes in ein Territorialfürstentum seinen Abschluss.

Neuzeit[Bearbeiten]

Während unter der Regierungszeit des Fürstabts Johannes II. von Henneberg (1477–1513) die Lage im Land ruhig blieb, kam es unter Hartmann II. von Kirchberg (1513–1529), der wegen seiner Verschwendungssucht unbeliebt war, zu Unruhen. Seit 1523 gab es erste reformatorische Bestrebungen im Reichsstift. Im mitteldeutschen Bauernaufstand verbündeten sich an Ostern 1525 Bauern und die Bürger der Stadt Fulda; das Reichsstift wurde mitsamt seinen Nebenklöstern geplündert. Der hessische Landgraf Philipp rückte am 3. Mai 1525 mit einem starken Heer an, worauf sich die Bauern nach kurzem Widerstand ergaben. Die Stadt wurde gebrandschatzt und musste die Kriegskosten tragen. In der Folge stieg die Bedeutung der Landstände des Stifts Fulda deutlich an.

1570 wurde Balthasar von Dernbach Fürstabt von Fulda. Er wollte das Hochstift von innen erneuern und berief 1571 die Jesuiten nach Fulda. Ein Gymnasium (1572) und ein päpstliches Kolleg (1584) wurden eingerichtet. Der Fürstabt setzte sich im Konflikt mit dem weitestgehend evangelisch gesinnten Stiftsadel durch und setzte ab 1602 die Gegenreformation durch.

Von den Verwüstungen des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) blieb auch Fulda nicht verschont. 1622 plünderte und brandschatzten Truppen des Herzogs Christian von Braunschweig das Hochstift. Weitere Besetzungen, Plünderungen, Einquartierungen und Brandschatzungen folgten. So wurde das Kloster 1631 durch hessische Truppen geplündert; zahlreiche Manuskripte aus der Bibliothek verschwanden. 1632 bis 1634 herrschte Wilhelm V. von Hessen-Kassel als Fürst von Buchen über das Reichsstift. Im Prager Frieden 1635 kam es zur Restitution des Reichsstifts. Unter Fürstabt Joachim von Gravenegg (1644–1671) wurden die zahlreichen Kriegsschäden behoben.

Fürstabt Adalbert von Schleifras ernannte 1700 Johann Dientzenhofer zum Stiftsbaumeister und beauftragte ihn, an der Stelle der Ratgar-Basilika einen neuen Dom und ein Stadtschloss im barocken Stil zu errichten.

1734 wurde die Universität Fulda gegründet, die bis 1805 bestand. Die von Fürstabt Adolph von Dalberg auf der Grundlage des päpstlichen Kollegs gegründete Einrichtung besaß vier Fakultäten: Theologie, Philosophie, Medizin und Jura. Das barocke Gebäude von 1731–1734 wurde von Andreas Gallasini entworfen und beherbergt heute die Adolf-von-Dalberg-Grundschule.

Am 5. Oktober 1752 wurde die Fürstabtei durch Papst Benedikt XIV. in den Rang eines Fürstbistums erhoben.

Ende des geistlichen Fürstentums[Bearbeiten]

Priesterseminar und Bibliothek nahe dem Dom in Fulda, 1850

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurde das geistliche Fürstentum aufgelöst. 1803 zog das Priesterseminar Fulda in den Konventsbau des aufgehobenen Benediktinerklosters. Die fuldischen Besitzungen gingen an Friedrich Wilhelm von Oranien-Nassau, bis 1806 Napoleon I. die Provinz Fulda annektierte. 1810 wurde sie Teil des Großherzogtums Frankfurt. Auf dem Wiener Kongress 1815 wurde die Provinz aufgelöst und nach einer einjährigen preußischen Verwaltung als nunmehriges Großherzogtum Fulda an Kurhessen abgegeben. Die südlichen Ämter Hammelburg und Brückenau kamen 1816 an das Königreich Bayern, die östlichen Ämter Geisa und Fischberg/Dermbach an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Als Folge des Scheiterns der Bundesexekution durch die Niederlage Österreichs und seiner Verbündeten im Deutschen Krieg gegen das Königreich Preußen wurde Kurhessen 1866 von diesem annektiert und die Provinz Fulda damit Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

Das Bistum Fulda jedoch blieb nicht nur kirchenrechtlich, sondern auch faktisch bestehen. Fürstbischof Adalbert von Harstall wirkte bis 1814 als Oberhirte. Nach seinem Tod wurde das Bistum durch einen Bistumsverweser verwaltet. Durch die Bullen Provida solersque (1821) und Ad dominici gregis custodiam (1827) wurde die Diözese als kurhessisches Landesbistum neu umschrieben. Während des Kulturkampfes blieb der Bischofssitz von 1873 bis 1881 vakant.

Siehe auch[Bearbeiten]

Historische Quellen[Bearbeiten]

Zur Übersicht: Friedhelm Jürgensmeier u. a.: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Hessen. (Germania Benedictina 7 Hessen). Eos, St. Ottilien 2004, ISBN 3-8306-7199-7, S. 375–379 (Übersicht über die Quelleneditionen); S. 415–422 (Übersicht über die Archivalien); S. 422–425 (Übersicht über Ansichten und Pläne); S. 425–434 (Übersicht über numismatische, sphragistische und heraldische Quellen)

Karl Christ (Hrsg.): Die Bibliothek des Klostersa Fulda im 16. Jahrhundert. Die Handschriftenverzeichnisse. Harrassowitz, Leipzig 1933. (Beiheft zum Zentralblatt für Bibliothekswesen 64)

  • Ernst Friedrich Johann Dronke (Hrsg.): Traditiones et Antiquitates Fuldenses. Müller, Fulda 1844. (Digitalisat als PDF)
  • Ernst Friedrich Johann Dronke (Hrsg.): Codex diplomaticus Fuldensis. Fischer, Cassel 1850-1862 (reprint: Zeller, Aalen 1962).
  • Walter Heinemeyer (Hrsg.): Chronica Fuldensis. Die Darmstädter Fragmente der Fuldaer Chronik. Böhlau, Köln Wien 1976. (Archiv für Diplomatik Schriftgeschichte, Siegel und Wappenkunde, Beiheft 1)
  • Heinrich Meyer zu Ermgassen (Hrsg.): Der Codex Eberhardi des Klosters Fulda. Bd. 1-4. N. G. Elwert, Marburg 1995-2009. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 58)
  • Gangolf Schrimpf u. a. (Hrsg.): Mittelalterliche Bücherverzeichnisse des Klosters Fulda und andere Beiträge zur Geschichte der Bibliothek des Klosters Fulda im Mittelalter. Knecht, Frankfurt am Main 1992.
  • Edmund E. Stengel: Urkundenbuch des Klosters Fulda. Elwert, Marburg 1913, 1956. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck X 1, 1-3)

Ungedruckte Überlieferung[Bearbeiten]

Die Hauptmasse der schriftlichen Überlieferung wird heute im Hessischen Staatsarchiv Marburg aufbewahrt. Der Urkundenbestand (751-1837) wurde zwischen 2008 und 2010 neu erschlossen. Für die 2439 Urkunden wurden Vollregesten erstellt, die wiederum mit digitalen Abbildungen der einzelnen Stücke verknüpft sind. Die Regesten und Digitalisate sind über die Archivdatenbank HADIS online einsehbar.[12]

Literatur[Bearbeiten]

Die umfangreichste und aktuellste Literaturübersicht, erstellt von Berthold Jäger und Regina Pütz, findet man in Werner Kathrein u. a.: Fulda, St. Salvator. (s. unten) S. 379–415.

  • Marc-Aeilko Aris, Regina Pütz: Bibliotheca Fuldensis. Ausgewählte Handschriften und Handschriftenfragmente aus der mittelalterlichen Bibliothek des Klosters Fulda. Parzeller, Fulda 2010 ISBN 3790004324 (Fulda informiert: Dokumentationen zur Stadtgeschichte 29)
  • Marc-Aeilko Aris, Susanna Bullido del Barrio (Hrsg.): Hrabanus Maurus in Fulda. Mit einer Hrabanus Maurus-Bibliographie (1979-2009)(Fuldaer Studien 13). Josef Knecht, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-7820-0919-5.
  • Gereon Becht-Jördens: Neue Hinweise zum Rechtsstatus des Klosters Fulda aus der Vita Aegil des Brun Candidus. In: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte. 41, 1991, S. 11–29.
  • Gereon Becht-Jördens: Die Vita Aegil des Brun Candidus als Quelle zu Fragen aus der Geschichte Fuldas im Zeitalter der anianischen Reform. In: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte. 42, 1992, S. 19–48.
  • Gereon Becht-Jördens: Text Bild und Architektur als Träger einer ekklesiologischen Konzeption von Klostergeschichte. Die karolingische Vita Aegil des Brun Candidus von Fulda (ca. 840). In: Gottfried Kerscher (Hrsg.): Hagiographie und Kunst. Der Heiligenkult in Schrift, Bild und Architektur. Dietrich Reimer, Berlin 1993, ISBN 3-496-01107-6, S. 75–106.
  • Gereon Becht-Jördens: Die Vita Aegil abbatis Fuldensis des Brun Candidus. Ein Opus geminum aus dem Zeitalter der anianischen Reform in biblisch-figuralem Hintergrundstil Josef Knecht, Frankfurt am Main, 1992, ISBN 3-7820-0649-6. (Fuldaer Hochschulschriften 17)
  • Gereon Becht-Jördens: Sturmi oder Bonifatius. Ein Konflikt im Zeitalter der anianischen Reform um Identität und monastisches Selbstverständnis im Spiegel der Altartituli des Hrabanus Maurus für die Salvatorbasilika zu Fulda. Mit Anhängen zur Überlieferung und kritischen Edition der Tituli sowie zu Textquellen zur Architektur und Baugeschichte der Salvatorbasilika. In: Marc-Aeilko Aris, Susanna Bullido del Barrio (Hrsg.): Hrabanus Maurus in Fulda. Mit einer Hrabanus Maurus-Bibliographie (1979-2009). Josef Knecht, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-7820-0919-5. (Fuldaer Studien 13)
  • Gereon Becht-Jördens, Wolfgang Haubrichs: Fulda, in: Martin Schubert (Hrsg.): Schreiborte des deutschen Mittelalters. Skriptorien – Werke – Mäzene. De Gruyter, Berlin u. a. 2013, S. 175-215. ISBN 978-3-11-021792-6
  • Winfried Böhne (Hrsg:): Hrabanus Maurus und seine Schule. Festschrift der Rabanus-Maurus-Schule 1980. Selbstverlag, Fulda 1980.
  • Hartmut Broszinski, Sirka Heyne (Hrsg.): Fuldische Handschriften aus Hessen. Mit weiteren Leihgaben aus Basel, Oslo, dem Vatikan und Wolfenbüttel. Katalog zur Ausstellung anläßlich des Jubiläums "1250 Jahre Fulda" Hessische Landesbibliothek fulda, 19. April bis 31. Mai 1994. Fuldaer Verlagsanstalt, Fulda 1994. (Veröffentlichungen der Hessischen Landesbibliothek Fulda 6)
  • Karl Christ: Die Bibliothek des Klosters Fulda im 16. Jahrhundert. Die Handschriftenverzeichnisse. Harrassowitz 1933. (Beiheft zum Zentralblatt für Bibliothekswesen 64)
  • Ottfried Ellger: Die Michaelskirche in Fulda als Zeugnis der Totensorge. Zur Konzeption einer Friedhofs und Grabkirche im karolingischen Kloster Fulda Parzeller, Fulda 1989, ISBN 3-7900-0192-9. (Veröffentlichungen des Fuldaer Geschichtsvereins 55)
  • Klaus Gugel: Welche erhaltenen mittelalterlichen Handschriften dürfen der Bibliothek des Klosters Fulda zugeschrieben werden. Bd. 1-2. Josef Knecht, Frankfurt am Main 1995-1996, ISBN 3-7820-0717-4, ISBN 3-7820-0734-4. (Fuldaer Hochschulschriften 23)
  • Wolfgang Hamberger u. a. (Hrsg.): Geschichte der Stadt Fulda. Von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reiches. Parzeller, Fulda 2009, ISBN 978-3-7900-0397-0.
  • Ulrich Hussong: Studien zur Geschichte der Reichsabtei Fulda bis zur Jahrtausendwende. Teil I-II. In: Archiv für Diplomatik. 31, 1985, S. 1–225; Archiv für Diplomatik. 32, 1986, S. 129–304.
  • Walter Heinemeyer, Berthold Jäger (Hrsg.): Fulda in seiner Geschichte. Landschaft Reichsabtei Stadt. Elwert, Marburg 1995, ISBN 3-7900-0252-6. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 57)
  • Berthold Jäger: Fulda im Alten Reich. Parzeller, Fulda 1996, ISBN 3-7900-0275-5. (Veröffentlichungen des Fuldaer Geschichtsvereins 59)
  • Berthold Jäger: Das geistliche Fürstentum Fulda in der frühen Neuzeit: Landesherrschaft, Landstände u. fürstliche Verwaltung. Elwert, Marburg 1986. (Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde 39)
  • Berthold Jäger: Zur wirtschaftlichen und rechtlichen Entwicklung des Klosters Fulda in seiner Frühzeit. In: Marc-Aeilko Aris, Susanna Bullido del Barrio (Hrsg.): Hrabanus Maurus in Fulda. Mit einer Hrabanus Maurus-Bibliographie (1979-2009). Josef Knecht, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-7820-0919-5, S. 81–120. (Fuldaer Studien 13)
  • Werner Kathrein, Andreas Greif (Hrsg.): Erbe und Sendung. 1250 Jahre Kloster – Hochstift – Bistum Fulda. Rückblick auf das Jubiläumsjahr. Parzeller, Fulda 1995, ISBN 3-7900-0262-3.
  • Werner Kathrein u. a.: Fulda, St. Salvator. In: Friedhelm Jürgensmeier u. a.: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Hessen. Eos, St. Ottilien 2004, ISBN 3-8306-7199-7, S. 213–434. (Germania Benedictina 7 Hessen)
  • Eva Krause: Die Ratgerbasilika in Fulda. Eine forschungsgeschichtliche Untersuchung. Parzeller, Fulda 2002, ISBN 3-7900-0342-5. (Quellen und Abhandlungen zur Geschichte der Abtei und Diözese Fulda 27)
  • Josef Leinweber: Das Hochstift Fulda vor der Reformation. Parzeller, Fulda 1972, ISBN 3-7900-0012-4.
  • Karl Schmid (Hrsg.): Die Klostergemeinschaft von Fulda im früheren Mittelalter. Wilhelm Fink, München 1978, ISBN 3-7705-1378-9. (Münstersche Mittelalterschriften 8)
  • Éric Palazzo: Les sacramentaires de Fulda. Étude sur L’iconograpjoe et la liturgie àl’epoque ottonienne. Aschendorff 1994, ISBN 3-402-04056-5. (Veröffentlichungen des Abt-Herwegen-Instituts der Abtei Maria Laach 77)
  • Janneke Raaijmakers: The Making of the Monastic Community of Fulda, c.744-c.900. Cambridge University Press, Cambridge 2012, ISBN 978-1-107-00281-4. (Cambridge Studies in Medieval Life and Thought. Fourth Series 83)
  • Gangolf Schrimpf (Hrsg.): Kloster Fulda in der Welt der Karolinger und Ottonen. Josef Knecht, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-7820-0707-7. (Fuldaer Studien 7)
  • Gangolf Schrimpf (Hrsg.): Mittelalterliche Bücherverzeichnisse des Klosters Fulda und andere Beiträge zur Geschichte der Bibliothek des Klosters Fulda im Mittelalter. Josef Knecht, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-7820-0658-5. (Fuldaer Studien 4)
  • Herrad Spilling: Angelsächsische Schrift in Fulda. In: Artur Brall (Hrsg.): Von der Klosterbibliothek zur Landesbibliothek. Beiträge zum zweihundertjährigen bestehen der Hessischen Landesbibliothek Fulda. Anton Hiersemann, Stuttgart 1978.
  • Franz Staab: Fulda (B). In: Caspar Ehlers u. a. (Hrsg.): Die Deutschen Königspfalzen. Band 1: Hessen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-36517-9.
  • Franz Staab: Beziehungen zwischen Mainz und Fulda. Ein Kräftefeld von Kirche und Staat bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. In: Berthold Jäger: Fulda im Alten Reich. Parzeller, Fulda 1996, ISBN 3-7900-0275-5. (Veröffentlichungen des Fuldaer Geschichtsvereins 59)
  • Franz Staab: Bonifatius, die "regula sancti patris Benedicti" und die Gründung des Klosters Fulda. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte. 57, 2005, S. 55–69.
  • Edmund E. Stengel: Abhandlungen und Untersuchungen zur Geschichte der Reichsabtei Fulda. Parzeller, Fulda 1960. (Veröffentlichungen des Fuldaer Geschichtsvereins 37)

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zur Gründungsphase und der Entwicklung bis zum Tod des Gründerabtes vgl. Pius Engelbert: Die Vita Sturmi des Eigil von Fulda. Literarkritisch-historische Untersuchung und Edition. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck 29). Elwert, Marburg 1968, S. 69–127; Ulrich Hussong: Die Reichsabtei Fulda im frühen und hohen Mittelalter. Mit einem Ausblick auf das späte Mittelalter. In: Walter Heinemeyer, Berthold Jäger (Hrsg.): Fulda in seiner Geschichte. Landschaft Reichsabtei Stadt (s. unten Literatur) S. 89–179, hier S. 89–93; Ulrich Hussong: Die Geschichte des Klosters Fulda von der Gründung bis ins 11. Jahrhundert. In: Wolfgang Hamberger u. a. (Hrsg.): Geschichte der Stadt Fulda. Von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reiches (s. unten Literatur) S. 143–165, hier S. 143–145; Karl Schmid: Die Frage nach den Anfängen der Mönchsgemeinschaft in Fulda. In: Karl Schmid (Hrsg.): Die Klostergemeinschaft von Fulda im früheren Mittelalter (s. unten Literatur) S. 108–135; Gereon Becht-Jördens: Neue Hinweise zum Rechtsstatus des Klosters Fulda aus der Vita Aegil des Brun Candidus (s. unten Literatur); Gereon Becht-jördens: Die Ermordung des Erzbischofs Bonifatius durch die Friesen. Suche und Ausgestaltung eines Martyriums aus kirchenpolitischer Notwendigkeit? In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 57, 2005, S. 95–132, hier S. 98–104; S. 106–108; 117-121; 129-132 (weitere Literatur Anm. 38, S. 106.
  2. Vgl. Josef Semmler: Instituta Sancti Bonifatii. Fulda im Widerstreit der Observanzen. In: Gangolf Schrimpf (Hrsg.): Fulda in der Welt der Karolinger und Ottonen (s. unten Literatur) S. 79–103, hier S. 93–96.
  3. Vgl. Steffen Patzold: Der lange Weg vom Kloster zur Stadt. Fulda in der Zeit der Karolinger und Ottonen. In: Wolfgang Hamberger u. a. (Hrsg.): Geschichte der Stadt Fulda. Von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reiches (s. unten Literatur) S. 166–179.
  4. Vgl. Ulrich Hussong: Die Reichsabtei Fulda im frühen und hohen Mittelalter. Mit einem Ausblick auf das späte Mittelalter. In: Walter Heinemeyer, Berthold Jäger (Hrsg.): Fulda in seiner Geschichte. Landschaft Reichsabtei Stadt (s. unten Literatur) S. 89–179; Ulrich Hussong: Die Geschichte des Klosters Fulda von der Gründung bis ins 11. Jahrhundert. In: Wolfgang Hamberger u. a. (Hrsg.): Geschichte der Stadt Fulda. Von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reiches (s. unten Literatur) S. 143–165; Josef Leinweber: Das Hochstift Fulda vor der Reformation (s. unten Literatur); Berthold Jäger: Grundzüge der fuldischen Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zur Bistumserhebung 1752. In: Walter Heinemeyer, Berthold Jäger (Hrsg.): Fulda in seiner Geschichte. Landschaft Reichsabtei Stadt (s. unten Literatur) S. 201–225; Uwe Zuber: Krise, Umbruch und Neuordnung. Fulda von 1752-1830. In: Walter Heinemeyer, Berthold Jäger (Hrsg.): Fulda in seiner Geschichte. Landschaft Reichsabtei Stadt /s. unten Literatur) S. 259–299.
  5. Vgl. K. Schmid, Die Klostergemeinschaft (siehe unten Literatur) Bd. 2, 1, S. 250.
  6. Gereon Becht-Jördens, Die Vita Aegil des Brun Candidus als Quelle zu Fragen aus der Geschichte Fuldas im Zeitalter der anianischen Reform (s. unten Literatur); Gereon Becht-Jördens, Text Bild und Architektur als Träger einer ekklesiologischen Konzeption von Klostergeschichte(s. unten Literatur); Gereon Becht-Jördens: Die Vita Aegil abbatis Fuldensis des Brun Candidus. Ein Opus geminum aus dem Zeitalter der anianischen Reform in biblisch-figuralem Hintergrundstil (s. unten Literatur); Gereon Becht-Jördens, Vita Aegil abbatis Fuldensis a Candido ad Modestum edita prosa et versibus. Ein opus geminum des IX. Jahrhunderts. Einleitung und kritische Edition. Diss. phil. Heidelberg. Selbstverlag, Marburg 1994, S. XVII-XXVIII; Gereon Becht-Jördens, Sturmi oder Bonifatius. Ein Konflikt im Zeitalter der anianischen Reform um Identität und monastisches Selbstverständnis im Spiegel der Altartituli des Hrabanus Maurus für die Salvatorbasilika zu Fulda. Mit Anhängen zur Überlieferung und kritischen Edition der Tituli sowie zu Textquellen zur Architektur und Baugeschichte der Salvatorbasilika. In: Marc-Aeilko Aris, Susanna Bullido del Barrio (Hrsg.), Hrabanus Maurus in Fulda. Mit einer Hrabanus Maurus-Bibliographie (1979-2009) (Fuldaer Studien 13). Josef Knecht, Frankfurt am Main 2010, S. 123–187; Johannes Fried, Fulda in der Bildungs- und Geistesgeschichte des früheren Mittelalters. In: Gangolf Schrimpf (Hrsg.): Kloster Fulda in der Welt der Karolinger und Ottonen (s. unten Literatur) S. 3–38.; Maria-Elisabeth Brunert, Fulda als Kloster in eremo. Zentrale Quellen über die Gründung im Spiegel der hagiographischen Tradition. In: Gangolf Schrimpf (Hrsg.), Kloster Fulda in der Welt der Karolinger und Ottonen (s. unten Literatur) S. 59–78.
  7. Vgl. Gereon Becht-Jördens, Litterae illuminatae. In: Gangolf Schrimpf (Hrsg.), Kloster Fulda in der Welt der Karolinger und Ottonen' (s. unten Literatur) S. 325–364, hier S. 348; S. 355–362.
  8. Vgl. Becht-Jördens, Die Vita Aegil des Brun Candidus als Quelle zu Fragen aus der Geschichte Fuldas im Zeitalter der anianischen Reform (s. unten Literatur) S. 32–48.
  9. Vgl. Gereon Becht-Jördens, Wolfgang Haubrichs, Fulda (s. unten Literatur).
  10. Vgl. Aris, Pütz, Bibliotheca Fuldensis (s. unten Literatur); Gugel, Welche Handschriften (s. unten Literatur), Gangolf Schrimpf, Mittelalterliche Bücherverzeichnisse (s. unten Literatur); Christ, Die Bibliothek des Klosters Fulda (s. unten Literatur).
  11. Norbert Lehmann: Informationsbroschüre zur Kapelle St. Ursula. Herausgegeben von der Katholischen Kirchgemeinde Rapperswil-Jona, Stand September 2013.
  12. Übersicht über den Bestand "Reichsabtei Fulda" Hessisches Archiv-Dokumentations- und Informations-System. Abgerufen am 30. Mai 2011.

50.5540277777789.67175Koordinaten: 50° 33′ 15″ N, 9° 40′ 18″ O