Bundesinstitut für Sportwissenschaft

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Bundesinstitut für Sportwissenschaft
— BISp —
Logo des Bundesinstituts für Sportwissenschaft
Staatliche Ebene Bund
Aufsichtsbehörde Bundesministerium des Innern
Gründung 10. Oktober 1970
Hauptsitz Bonn
Behördenleitung Jürgen Fischer
Direktor
Website www.bisp.de
Eingang zum Bundesinstitut für Sportwissenschaft in Bonn

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) ist eine nicht rechtsfähige Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern. Der Dienstsitz der Bundesanstalt ist Bonn, die Gebäude befinden sich im Ortsteil Bonn-Castell (ehem. Düppel-Kaserne).

Aufgaben[Bearbeiten]

Die Aufgaben des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) sind in einem Errichtungserlass des Bundesministeriums des Innern festgelegt. In Folge der stärkeren Leistungsorientierung nach dem schwachen Abschneiden bei den Olympischen Spielen 1968 und in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1972 in München wurde das BISp 1970 gegründet. Gründungsdirektor des Bundesinstituts für Sportwissenschaft wurde Hermann Rieder. Ihm folgte 1973 der Studienprofessor der Deutschen Sporthochschule August Kirsch, der die Einrichtung bis 1990 leitete. Der Sportmediziner Horst de Marées stand dem Bisp bis 1995 vor. Im Anschluss leitete Martin-Peter Büch bis 2005 das Institut. Seit 2005 steht Jürgen Fischer dem Haus als Direktor vor. Die aktuelle Fassung des Errichtungserlasses datiert vom 18. November 2010, veröffentlicht im GMBl 2010, 85/86, S. 1751–1752. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) hat die Aufgabe, Forschungsbedarf zu ermitteln und Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Sports (Ressortforschung) zu initiieren, zu fördern und zu koordinieren, die Forschungsergebnisse auszuwerten und den Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis in Zusammenarbeit mit dem Sport zielgruppenorientiert vorzunehmen. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Spitzensport einschließlich Nachwuchsförderung und Talentsuche, Sportgeräte, Dopingbekämpfung, Fragestellungen zur Sportentwicklung, die für die Bundesrepublik Deutschland als Ganzes von Bedeutung sind und durch ein Bundesland allein nicht wirksam gefördert werden können.

Die Forschungsförderung des BISp orientiert sich am Programm zur Schwerpunktsetzung sportwissenschaftlicher Forschung des BISp, welches am 26. April 2007 mit dem Gutachterausschuss und Wissenschaftlichen Beirat abgestimmt wurde. Sie erfolgt zum einen durch die Bezuschussung von Forschungsanträgen, zum anderen durch die Initiierung, Planung und Vergabe von Forschungsprojekten.

Dem Bundesinstitut obliegt im Rahmen des Wissenschaftlichen Verbundsystems im Leistungssport (WVL) u.a. die Aufgabe, Projekte der Ressortforschung an Hochschulen und privatwirtschaftlichen Forschungsinstituten mit den Projekten an den Instituten des Spitzensports des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zu koordinieren. Ferner hat das Bundesinstitut für Sportwissenschaft die Aufgabe, das Bundesministerium des Innern bei seiner Aufgabenerfüllung auf dem Gebiet des Sports fachlich zu beraten und wirkt auf dem Gebiet des Sportstättenbaus und der Sportgeräteentwicklung an der nationalen und internationalen Normung mit.

Eine weitere Aufgabe des BISp ist die Begutachtung der Projekte der Institute für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) und Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES). Die Durchführung der Erfolgskontrolle nach § 44 BHO für die Projekte der Institute IAT und FES wurde durch einen gesonderten Aufgabenübertragungserlass dem BISp zugewiesen.

Darüber hinaus gehört es zu den Aufgaben des BISp, externe Daten zu Forschungsprojekten und -erkenntnissen mit Bezug zum Leistungssport zur zielgruppenorientierten Informationsversorgung und als Instrument für Beratungstätigkeiten für die Sportpolitik, die Wissenschaft und den Sport zu erfassen, aufzuarbeiten und zu dokumentieren. Dafür betreibt das BISp unter anderem die Datenbanken SPOLIT (Nachweis sportwissenschaftlicher Literatur seit 1970), SPOFOR (Nachweis sportwissenschaftlicher Forschungsrojekte), SPOMEDIA (Nachweis sportbezogener audiovisueller Medien) und den Fachinformationsführer Sport (sportwissenschaftlich relevante Internetquellen) sowie ein sportpsychologisches Informations- und Kontaktportal für den Spitzensport.

Weblinks[Bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Organisiertes Doping spätestens seit Beginn der siebziger Jahre, sh. Disk.

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