C. Rajagopalachari

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C. Rajagopalachari (rechts) mit Mohandas K. Gandhi

C. Rajagopalachari (Chakravarthi Rajagopalachari; Tamilisch: சக்ரவர்தி ராஜகோபாலாச்சாரி; * 10. Dezember 1878 im Dorf Thorapalli im Distrikt Salem, Tamil Nadu; † 25. Dezember 1972; auch genannt Rajaji, C. R. oder Salem Mango) war ein bedeutender indischer Freiheitskämpfer, Mitglied des Indischen Nationalkongresses sowie Freund und Mitarbeiter von Mohandas Gandhi, mit dem er auch verwandtschaftlich verbunden war; seine Tochter Lakshmi war mit Gandhis Sohn Devdas verheiratet.

Nach der Unabhängigkeit Indiens von Großbritannien 1947 fungierte er bis 1950 als erster und letzter Generalgouverneur von Indien, der tatsächlich indischer Herkunft war. 1947/48 war er Gouverneur von Westbengalen. Von 1952 bis 1954 bekleidete er das Amt des Chief Ministers von Madras, heute Tamil Nadu.

Aus Enttäuschung über die Entwicklung der Congress Party unter Nehru gründete er im Alter von 81 Jahren 1959 gemeinsam mit N. G. Ranga und M. R. Masani die liberale Swatantra-Partei, die bis zu seinem Tod mit 94 Jahren und der darauf folgenden Auflösung 1974 zeitweise zur bedeutendsten Oppositionspartei wurde.

In seiner Heimat Chennai im indischen Bundesstaat Tamil Nadu hatte C. R. mit dem ihm anhaftenden Image des Brahmanen zu kämpfen[1][2] und wurde daher lange von der führenden regionalen Tamilpartei bekämpft, die zunächst die volle Unabhängigkeit, später eine stärkere regionale Vertretung forderten (vgl. E. V. Ramasamis "Bewegung für Selbstachtung").

Er gehörte 1954 zu den ersten Preisträgern des Bharat Ratna.

Literatur[Bearbeiten]

  • C. R. Narasimhan [i.e. Chakravarti Rajagopalachari]: Rajagopalachari. A Biography. New Delhi: Radiant 1993. C. R. Narasimhan (1909–1989) war Sohn des „Rajaji“ und zeitweise MP für die Kongresspartei und Swatantra.
  • Rajmohan Gandhi: Rajaji. A Life. New Delhi : Penguin 1997. Der Journalist und Politiker Rajmohan Gandhi (* 1935) ist ein Enkel Gandhis und Rajagopalacharis.
  • S[ita]. R[am]. Sharma: Life and Works of Chakravarti Rajagopalachari. Jaipur: Book Enclave, etwa 2005.
  • Chakravarti Rajagopalachari, in: Internationales Biographisches Archiv 05/1973 vom 22. Januar 1973, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Hopley, Antony R. H.: "Chakravarti Rajagopalachari". In: Oxford Dictionary of National Biography.
  2.  Sumathi Ramaswamy: Passions of the Tongue. Language Devotion in Tamil India, 1891–1970. UC Press E-Books Collection, 1997.