Salem (Distrikt)

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Distrikt Salem
சேலம் மாவட்டம்
Lagekarte des Distrikts
Bundesstaat Tamil Nadu
Verwaltungssitz: Salem
Fläche: 5.249 km²
Einwohner: 3.480.008 (2011)
Bevölkerungsdichte: 663 Ew./km²
Website: salem.tn.nic.in

Der Distrikt Salem (Tamil: சேலம் மாவட்டம்) ist ein Distrikt des indischen Bundesstaates Tamil Nadu. Verwaltungszentrum ist die namensgebende Stadt Salem.

Geografie[Bearbeiten]

Der Mettur-Staudamm im Distrikt Salem

Der Distrikt Salem liegt im nördlichen Binnenland Tamil Nadus. Nachbardistrikte sind Dharmapuri im Norden, Viluppuram im Osten, Perambalur und Tiruchirappalli im Südosten, Namakkal im Süden und Erode im Westen. Die Fläche des Distrikts beträgt 5.249 Quadratkilometer.

Der Distrikt Salem gehört zur Region Kongu Nadu, welche die nordwestlichen Teile Tamil Nadus umfasst. Die Distrikthauptstadt Salem, die fünftgrößte Stadt Tamil Nadus, liegt im Zentrum des Distrikts. Das Gebiet westlich von Salem ist eher flach und wird vom Kaveri-Fluss, dem größten Strom Tamil Nadus, durchflossen. Bei Mettur ist die Kaveri durch eine Talsperre zum Stanley-Stausee aufgestaut. Im östlichen Teil des Distrikts erheben sich die Shevaroy-Berge, isolierte Ausläufer der Ostghats, die Höhen von bis zu 1.628 Metern erreichen. In den Shevaroy-Bergen liegt der Ort Yercaud, der wegen seines angenehmen Klimas vor allem in den Sommermonaten ein beliebtes Reiseziel darstellt.

Der Distrikt Salem ist in die neun Taluks Mettur, Edappadi, Sankari, Omalur, Salem, Yercaud, Vazhapadi, Attur und Gangavalli unterteilt.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet des Distrikts Salem stand im Laufe seiner Geschichte unter dem Einfluss wechselnder Herrscherdynastien. Zuletzt wurde es vom Königreich Mysore kontrolliert, ehe der Herrscher Tipu Sultan das Gebiet 1792 an die Briten abtrat. Die Briten gliederten das Gebiet als Distrikt Salem in die Provinz Madras ein. Nach der indischen Unabhängigkeit kam der Distrikt Salem im Zuge des States Reorganisation Act 1956 an den neuformierten Bundesstaat Madras, der nunmehr die tamilischsprachigen Gebiete umfasste und 1969 in Tamil Nadu umbenannt wurde. Der Distrikt umfasste anfangs ein weitaus größeres Gebiet als heute. 1965 wurde aus dem Nordteil des Distrikts Salem der Distrikt Dharmapuri gebildet, zu dem auch das Gebiet des heutigen Distrikts Krishnagiri gehörte. Der verbliebene Distrikt Salem wurde 1997 nochmals in die Distrikte Salem und Namakkal geteilt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach der indischen Volkszählung 2011 hat der Distrikt Salem 3.480.008 Einwohner. Damit gehört er zu den einwohnerstärksten Distrikten Tamil Nadus. Im Vergleich zur letzten Volkszählung 2001 war die Einwohnerzahl um 15,4 Prozent gewachsen. Die Wachstumsrate entspricht damit dem Mittelwert Tamil Nadus (15,5 Prozent). Die Bevölkerungsdichte liegt mit 663 Einwohnern pro Quadratkilometer über dem Durchschnitt des Bundesstaates (555 Einwohner pro Quadratkilometer). 51,0 Prozent der Einwohner des Distrikts Salem leben in Städten. Der Urbanisierungsgrad ist damit unwesentlich höher als der Mittelwert Tamil Nadus (48,5 Prozent). Die Alphabetisierungsquote entspricht mit 73,2 Prozent dem Durchschnitt Indiens (74,0 Prozent), ist aber deutlich niedriger als der Mittelwert Tamil Nadus (80,3 Prozent).[1]

Unter den Einwohnern des Distriktes stellen die Hindus nach der Volkszählung 2001 mit 95,6 Prozent die große Mehrheit. Daneben gibt es kleinere Minderheiten von Muslimen (2,6 Prozent) und Christen (1,7 Prozent). Mit über 100.000 Angehörigen der Stammesbevölkerung (3,4 Prozent der Einwohner des Distrikts) gehört der Distrikt Salem zu den Siedlungssschwerpunkten der Adivasi in Tamil Nadu. Größtenteils handelt es sich dabei um Angehörige des Malayali-Stamms, die in den Shevaroy-Bergen siedeln und in und um Yercaud die Bevölkerungsmehrheit stellen. [2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Distrikt Salem ist recht stark industrialisiert: Die Stadt Salem ist ein Zentrum der Stahl- und Textilindustrie, in Mettur befindet sich eine große Chemiefabrik. Der wichtigste Erwerbszweig ist aber nach wie vor die Landwirtschaft, die nach der Volkszählung 2001 47,4 % der Distriktbevölkerung beschäftigt.[3] Die Gegend von Salem ist für hochwertige Mangos bekannt. In den Shevaroy-Bergen wird zudem Kaffee angebaut. Am Stanley-Stausee spielt zudem die Fischerei als Wirtschaftsfaktor eine gewisse Rolle.

Städte[Bearbeiten]

Stadt Einwohner
(2001)[4]
Arasiramani 13.822
Attayampatti 12.867
Attur 58.150
Avadattur 8.982
Ayothiapattinam 9.956
Belur 9.008
Dalavaipatti 6.256
Edaganasalai 29.593
Edappadi 48.804
Ethapur 10.054
Gangavalli 10.584
Ilampillai 10.629
Jalakandapuram 14.116
Kadayampatti 9.691
Kannankurichi 16.026
Karuppur 13.003
Keeripatti 8.757
Kolathur 10.319
Kondalampatti 16.300
Konganapuram 8.086
Mallamaooppampatti 6.783
Mallur 9.796
Maramangalathupatti 11.378
Mecheri 21.020
Mettur 53.790
Nangavalli 9.610
Narasingapuram 18.677
Neykkarappatti 9.912
Omalur 12.536
P.N.Patti 23.268
Panaimarathupatti 8.051
Papparapatti 9.020
Pethanaickenpalayam 16.343
Poolampatti 9.000
Salem 693.236
Sankari 27.402
Sentharapatti 13.891
Thammampatti 20.883
Tharamangalam 22.092
Thedavur 7.453
Thevur 8.122
Vanavasi 6.749
Vazhapadi 16.121
Veeraganur 10.534
Veerakkalpudur 16.358

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Paper 1 (PDF; 17,8 MB) und Paper 2. (PDF; 14,1 MB)
  2. Census of India: Basic Data Sheet: District Salem (08), Tamil Nadu (33). (PDF; 54 kB)
  3. Census GIS India: Population
  4. Census of India 2001: Population, population in the age group 0-6 and literates by sex - Cities/Towns (in alphabetic order)

Literatur[Bearbeiten]

  • The Imperial Gazetteer of India. Band 21: Pushkar to Salween. New Edition. Clarendon Press, Oxford 1908, S. 395–407, Stichwort: Salem District.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Salem (district) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien