Chick-fil-A

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Das Logo der Kette
Ein Restaurant der Fast-Food-Kette in Laredo, Texas

Chick-fil-A ist der Name einer 1946 gegründeten amerikanischen Schnellrestaurantkette, die sich auf den Verkauf von Hühnerfleischprodukten spezialisiert hat. Im Angebot finden sich unter anderem Hühnchen-Sandwiches, Wraps und Salate. Das Unternehmen hat mehr als 1500 Filialen (2010)[1] und steht im Wettbewerb zu Popeyes und Church’s Chicken.[2] Die Kette polarisiert durch das christlich-fundamentalistische Auftreten der Unternehmensleitung.

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1946 eröffnete der Gründer Truett Cathy in Atlanta, Georgia, USA unter dem Namen The Dwarf Grill sein erstes Restaurant.
  • 1967 wurde von ihm das erste Chick-fil-A-Restaurant in Atlanta eröffnet. Nachdem Chick-fil-A-Restaurants sich zunächst nur in Einkaufszentren niederließen, eröffnete das erste alleinstehende Restaurant im Jahre 1986, ebenfalls in Atlanta.
  • 1992 erfolgte die Expansion mit weiteren Restaurants.
  • 1993 wurde das erste Drive-in-Restaurant in Atlanta eröffnet.
  • 1997 eröffnete ein weiteres Restaurant in Alpharetta, Georgia, USA. Außerdem ging die offizielle Website des Unternehmens online.
  • 2000 erreichten die Chick-fil-A-Restaurants erstmals einen Umsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar.
  • 2001 wurde das 1000. Restaurant eröffnet.
  • 2003 expandierte die Kette weiter im Westen der USA, insbesondere in den US-Bundesstaaten Utah, Arizona und Kalifornien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte mit Standorten der Restaurants in den USA
Lastwagen mit „Eat-Mor-Chikin“-Aufschrift

1984 gründeten Truett und Jeanette Cathy die karitative WinShape Foundation. In den USA bekam die 1995 laufende Werbekampagne „Eat-Mor-Chikin“ (auf zwei Beinen stehende Kühe mit Umhänge-Werbetafeln) große Aufmerksamkeit und gewann einige Preise. Hauptakteure der Werbeaktion waren drei Kühe, die mit Plakaten dazu aufforderten, eben nicht sie, sondern Hühner zu essen.

Chick-fil-A hat aus religiösen Gründen an Sonntagen geschlossen. Der Gründer Truett Cathy beabsichtigte, seinen Angestellten einen freien Sonntag zu gewährleisten. Bis heute hält diese Tradition an.

Ablehnung von Homosexualität[Bearbeiten]

Die Kette unterstützt christlich-konservative, anti-homosexuelle Organisationen wie Focus on the Family, National Organization for Marriage, Pennsylvania Family Institute, Exodus International, American Family Association oder Family Research Council. Es werden aber alle Kunden verköstigt.[3][4] Direktor Dan Cathy sprach sich in zwei Interviews Mitte Juli 2012 gegen die gleichgeschlechtliche Ehe aus und sagte, die USA zögen mit der Anerkennung der Homo-Ehe das „Urteil Gottes“ auf sich und weiter: „Ich glaube, dass wir Gott dazu einladen, über uns zu richten, wenn wir unsere Faust ihm gegenüber schütteln und sagen, Wir wissen besser als du, was eine Ehe ausmacht'“.[5] [6][7][8]

Dies löste einerseits einen Boom in den Restaurants der Kette aus, es bildeten sich Schlangen von Kunden, die Zustimmung und Solidarität gegenüber den Thesen des Firmendirektors bekundeten.[9] Unterstützung erhielt die Firma auch durch den ehemaligen Gouverneur von Arkansas Mike Huckabee, den ehemaligen Senator von Pennsylvania Rick Santorum, den evangelikalen Prediger Billy Graham und die Southern Baptist Convention[10].

Andererseits lösten die Äußerungen Proteste und Boykottaufrufe von Homosexuellen-Organisationen aus. Bei Facebook protestierten mehr als 14.000 Menschen gegen die Kette[11]. Die Jim Henson Company zog Muppets-Spielzeuge für die Kindermenüs von Chick-fil-A zurück, und die Bürgermeister von San Francisco, Washington, D.C., Boston und Chicago sprachen sich gegen die Ansiedelung von Filialen der Fast-Food-Kette in ihren Städten aus. Der Amazon-Gründer Jeff Bezos spendete öffentlichkeitswirksam 2,5 Millionen Dollar an eine Organisation, die die Homo-Ehe im Bundesstaat Washington durchsetzen will.[12]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://media.chick-fil-a.com.asp1-29.dfw1-2.websitetestlink.com/Media/PDF/StoreOpening1500.pdf
  2. NRN
  3. Michael A. Jones: Yes, Chick-fil-A Says, We Explicitly Do Not Like Same-Sex Couples, 26. Januar 2011, gayrights.change.org
  4. Chick-fil-A Responds, But Connections to Anti-Gay Groups Deepen, news.change.org, 7. Januar 2011
  5. http://kurier.at/nachrichten/4506320-usa-glaubenskrieg-beim-burgerbrater.php
  6. http://www.focus.de/panorama/welt/streit-um-homo-ehe-in-den-usa-knutsch-protest-gegen-homophobe-huehnchen-kette_aid_793471.html
  7. K. Allan Blume: 'Guilty as charged,' Cathy says of Chick-fil-A's stand on biblical & family values, Baptist Press, 16. Juli 2012
  8. [1], Goodasyou.org, 17. Juli 2012
  9. aus "die Welt" vom 3. August 2012
  10. Bill Barrow: Chick-fil-A sandwiches become a political symbol, Huffington Post, 27. Juli 2012
  11. http://www.ksta.de/panorama/fast-food-kette-chick-fil-a-kuessen-fuer-den-protest,15189504,16802156.html
  12. http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:homophobie-chick-fil-a-ist-neues-mekka-der-konservativen/70071456.html (Version vom 4. August 2012 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt