Cup-and-Ring-Markierung

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„Labirintos de Mogor“: Cup-and-Ring-Markierung aus Marin, Provinz Pontevedra / Galicien
Cup-Markierung von Laxe das Rodas in Galicien Spanien
Cup-and-Ring-Motiv aus den Alpen, (Carschenna), Schweiz
Cup-and-Ring-Markierung von Reyfad

Cup-and-Ring-Markierungen (engl. cup-and-ring markings) sind abstrakte prähistorische Petroglyphen, eine besondere Art der Felskunst oder Hierogramme, die vorwiegend auf den Britischen Inseln, aber auch in den Alpen und an der Atlantikküste Kontinentaleuropas, so im spanischen Galicien gefunden wird.

Die Markierung besteht aus einer konkaven Vertiefung von einigen Zentimetern Tiefe, die oft in eine an der Oberfläche anstehende, glatte Steinformation eingepickt ist, die meistens durch eiszeitlichen Gletscherschliff entstand. Der „Cup“, in Deutschland als Schälchen bezeichnet, ist regional von den „Rings“ umgeben, konzentrischen Kreisen. Ihre Zahl variiert zwischen eins und fünf, aber auch höhere Zahlen kommen gelegentlich vor. Im archäologischen Park Monte Tetón, bei Tomiño, im spanischen Galicien befinden sich große Kombinationen von konzentrischen Petroglyphen. Die „Gruppe 3“, mit 18 konzentrischen Ringen hat einen maximalen Durchmesser von 3,5 m und gehört zu den größten Felsritzungen dieser Art in Europa. Manchmal verläuft ein linearer Kanal von der Mitte des Schälchens nach außen. Cup-and-Ring-Markierungen kommen auch vergesellschaftet mit anderen Motiven (Spiralen) oder Motivgruppen vor, wobei die Mustervielfalt erstaunlich groß ist. Die ebenso häufigen "Cup-Markings" sind dagegen Schälchen ohne Ringe.

Britische Inseln[Bearbeiten]

Die Zahlen der einzelnen Fundplätze werden für England mit insgesamt 1360, für Irland mit 850 und für Schottland mit 2220 angegeben[1]. Es wird von etwa 50.000 Cups gesprochen, von denen 7.500 mit Ringen umgeben sind. Die Dekoration kommt als petroglyphisches Element auch auf Menhiren, Felsblöcken und Megalithen vor, aber auch auf Steinen der irischen Passage tombs Knowth und Newgrange oder denen des Clava-Typs in Schottland, sowie in einigen Souterrains.

Skandinavien[Bearbeiten]

In Skandinavien sind nur 250 Plätze bekannt, an denen solche Markierungen gefunden wurden, darunter die Slutarpsdöse, die 50 Schälchen zählt (schwed.: Döse und dän.: Dysse sind skandinavische Bezeichnungen für Dolmen).

Alpenraum, Spanien und Sardinien[Bearbeiten]

Neolithische Felsritzungen konzentrischer Kreise sind auf Carschenna bei Sils im Domleschg im Kanton Graubünden GR in der Schweiz bekannt. In Galicien finden sich ebensolche Ritzungen. Sa Perda Pinta ist ein sardischer Menhir mit konzentrischen Ringen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stan Beckensall, Tim Laurie: Prehistoric Rock Art of County Durham, Swaledale and Wensleydale. County Durham Books, Durham 1998, ISBN 1-897585-45-4.
  • Stan Beckensall: Prehistoric Rock Art in Northumberland. Tempus Publishing, Stroud 2001, ISBN 0-7524-1945-5.
  • Stan Beckensall: Prehistoric Rock Art in Cumbria. Tempus Publishing, Stroud 2002, ISBN 0-7524-2526-9.
  • Rachel Butter: Kilmartin. Scotland's richest prehistoric Landscape. An Introduction & Guide. Kilmartin House Trust, Kilmartin 1999, ISBN 0-9533674-0-1.
  • Evan Hadingham: Ancient Carvings in Britain. A Mystery. Garnstone Press, London 1974, ISBN 0-85511-391-X.
  • Gordon T. Holmes: 2,000 BC. A Cup & Ring Stone Trek. Millennium edition. SASRG, Shipley 1998, ISBN 0-9524804-3-3.
  • Ronald W. B. Morris: The Prehistoric Rock Art of Argyll. Dolphin Press, Poole 1977 ISBN 0-85642-043-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cup marks – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quelle, stand?