Daniela Iraschko-Stolz

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Daniela Iraschko-Stolz Skispringen
Daniela Iraschko
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 21. November 1983
Geburtsort EisenerzOsterreichÖsterreich Österreich
Karriere
Verein WSV Eisenerz
Debüt im Weltcup 3. Dezember 2011
Debüt im Ladies-COC 23. Februar 2002
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympia-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Universiade-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
EYOF-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
ÖM-Medaillen 11 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
ÖJM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2014 Sotschi Normalschanze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Gold 2011 Oslo Normalschanze
Logo der FISU Winter-Universiade
Gold 2005 Innsbruck Normalschanze
Gold 2007 Turin Normalschanze
Olympische Ringe European Youth Olympic Festival
Gold 2001 Vuokatti Normalschanze
Platzierungen
 Weltcupsiege 5
 Gesamtweltcup 2. (2011/2012)
 Ladies-COC-Siege 46
 Ladies-COC 1. (2009/10, 2010/11,
2011/12)
 Ladies-Grand-Prix 1. (2000, 2001,
2002, 2005, 2010)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Skispringen 5 7 5
 Mixed-Team 0 1 0
 Continentalcup-Podium 1. 2. 3.
 Einzel 46 24 9
 Team 0 1 0
letzte Änderung: 11. Februar 2014

Daniela Iraschko-Stolz (* 21. November 1983 in Eisenerz, Steiermark) ist eine österreichische Skispringerin und Fußballtorhüterin.

Karriere als Fußballspielerin[Bearbeiten]

Iraschko begann 1993 beim WSV Eisenerz mit dem Fußballspielen. 2003 wechselte sie in die ÖFB Frauen Bundesliga zum Innsbrucker AC und nach der Auflösung dessen Frauenmannschaft 2006 zum FC Wacker Innsbruck.[1] 2008, 2009 und 2010 wurde sie mit der Mannschaft hinter dem Serienmeister SV Neulengbach österreichische Vizemeisterin, 2009 und 2012 stand sie im österreichischen Pokalfinale.

Karriere als Skispringerin[Bearbeiten]

Iraschko ist seit 1995 Skispringerin. In den Jahren 2000 bis 2002, 2005 und 2010 gewann sie insgesamt fünfmal die Gesamtwertung des FIS Ladies Grand Prix. Sie stellte im Jahr 2003 den Rekord für den vermutlich weitesten Sprung einer Frau auf. Beim Skifliegen am Kulm in Tauplitz erreichte sie eine Weite in der Nähe der 200-Meter-Marke. Da keine Weitenmessung aktiv war, wird der Sprung nicht als Weltrekord gewertet. Sie ist mehrfache österreichische Meisterin im Skispringen und hat zahlreiche Einzelspringen auf internationaler Ebene gewonnen. Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2009, bei der das Damenskispringen zum ersten Mal ausgetragen wurde, wurde sie Vierte und bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 in Oslo konnte sie ihren ersten Weltmeistertitel erringen.

Im Jänner 2011 begann sie die vierjährige Ausbildung als Spitzensportlerin bei der Bundespolizei. Am 3. Dezember 2011 gab sie ihr Debüt im Weltcup in Lillehammer, wurde Vierte, konnte im ersten Weltcupjahr zweimal ein Weltcupspringen in Hinzenbach gewinnen und wurde im Gesamtweltcup Zweite. Beim Weltcupspringen am 12. Jänner 2013 in Hinterzarten stürzte sie und zog sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie beider Menisken des linken Knies zu.[2] Das Comeback erfolgte im Dezember 2013.

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 gewann sie beim ersten Olympischen Damenspringen auf der Normalschanze die Silbermedaille hinter der Deutschen Carina Vogt. Wenig später musste Iraschko-Stolz die Saison 2013/2014 aufgrund eines Meniskuseinrisses vorzeitig beenden.[3] Am 15. Mai 2014 wurde Iraschko-Stolz als Steiermarks "Sportlerin des Jahres" ausgezeichnet.[4]

Privates[Bearbeiten]

Iraschko lebt offen ihre lesbische Orientierung, was erstmals im Februar 2012 in der Presse angesprochen wurde.[5][6][7] Am 31. August 2013 ging sie in Innsbruck mit einer Ärztin eine Eingetragene Partnerschaft ein, was für beide auch ein gesellschaftspolitisches Statement ist.[8]

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land
1. 4. Februar 2012 Hinzenbach Österreich
2. 5. Februar 2012 Hinzenbach Österreich
3. 9. Dezember 2012 Sotschi Russland
4. 25. Jänner 2014 Planica Slowenien
5. 26. Jänner 2014 Planica Slowenien

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2011/12 02 779
2012/13 10 390
2013/14 05 682

Grand-Prix-Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land
1. 17. August 2012 Hinterzarten Deutschland

Grand-Prix-Siege im Team[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land
1. 18. August 2012 Hinterzarten Deutschland

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2012 3 180

Continentalcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land
01. 23. Juli 2004 Park City Vereinigte Staaten
02. 24. Juli 2004 Park City Vereinigte Staaten
03. 8. Februar 2005 Schönwald im Schwarzwald Deutschland
04. 19. August 2008 Ramsau Österreich
05. 1. September 2008 Park City Vereinigte Staaten
06. 2. September 2008 Park City Vereinigte Staaten
07. 10. Jänner 2009 Schonach Deutschland
08. 11. Jänner 2009 Schonach Deutschland
09. 17. Jänner 2009 Baiersbronn Deutschland
10. 13. Februar 2009 Notodden Norwegen
11. 14. Februar 2009 Notodden Norwegen
12. 12. Dezember 2009 Vikersund Norwegen
13. 13. Dezember 2009 Vikersund Norwegen
14. 18. Dezember 2009 Notodden Norwegen
15. 19. Dezember 2009 Notodden Norwegen
16. 3. Jänner 2010 Baiersbronn Deutschland
17. 6. Jänner 2010 Schonach Deutschland
18. 23. Jänner 2010 Schonach Deutschland
19. 6. Februar 2010 Ljubno Slowenien
20. 7. Februar 2010 Ljubno Slowenien
21. 13. Februar 2010 Villach Österreich
22. 1. März 2010 Yamagata Japan
23. 6. März 2010 Zakopane Polen
24. 7. März 2010 Zakopane Polen
25. 11. September 2010 Lillehammer Norwegen
26. 12. September 2010 Lillehammer Norwegen
27. 18. September 2010 Oslo Norwegen
28. 19. September 2010 Oslo Norwegen
29. 25. September 2010 Falun Schweden
30. 26. September 2010 Falun Schweden
31. 8. Dezember 2010 Rovaniemi Finnland
32. 11. Dezember 2010 Vikersund Norwegen
33. 12. Dezember 2010 Vikersund Norwegen
34. 18. Dezember 2010 Notodden Norwegen
35. 8. Jänner 2011 Schonach Deutschland
36. 12. Jänner 2011 Hinterzarten Deutschland
37. 22. Jänner 2011 Ljubno Slowenien
38. 23. Jänner 2011 Ljubno Slowenien
39. 5. Februar 2011 Brotterode Deutschland
40. 6. Februar 2011 Brotterode Deutschland
41. 21. August 2011 Oberwiesenthal Deutschland
42. 10. September 2011 Trondheim Norwegen
43. 11. September 2011 Trondheim Norwegen
44. 9. Dezember 2011 Notodden Norwegen
45. 21. Jänner 2012 Zakopane Polen
46. 8. September 2012 Lillehammer Norwegen

Continentalcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2004/05 3 620
2005/06 7 511
2006/07 4 998
2007/08 2 928
2008/09 2 932
2009/10 1 1644
2010/11 1 1445
2011/12 1 440

National[Bearbeiten]

Logo Österreichischer Skiverband.png Österreichische Meisterschaften
Gold OsterreichÖsterreich 2000 in Villach Gold im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2001 in Villach Gold im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2001 in Stams Gold im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2002 in Ramsau Gold im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2002 in Stams Gold im Einzel
Silber OsterreichÖsterreich 2003 in Villach Silber im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2004 in Ramsau Gold im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2005 in Villach Gold im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2007 in Ramsau Gold im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2009 in Villach Gold im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2010 in Stams Gold im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2011 in Hinzenbach Gold im Einzel
Gold OsterreichÖsterreich 2013 in Stams Gold im Einzel
Logo Österreichischer Skiverband.png Österreichische Jugendmeisterschaften
Silber OsterreichÖsterreich 1999 in Bödele Silber im Einzel Jugend I
Gold OsterreichÖsterreich 2001 in Villach Gold im Einzel Junioren
Gold OsterreichÖsterreich 2002 in Achomitz Gold im Einzel Jugend II

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daniela Iraschko-Stolz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Daniela Iraschkos Profil Auf: fussballoesterreich.at. Abgerufen am 11. Februar 2014
  2. Daniela Iraschko erfolgreich operiert. Bei: berkutschi.com. Abgerufen am 10. Februar 2013.
  3. Knieverletzung: Saisonaus für Iraschko-Stolz bei skispringen.com, abgerufen am 27. Februar 2013.
  4. Iraschko-Stolz zu Steiermarks "Sportlerin des Jahres" gewählt bei skispringen.com, abgerufen am 15. Mai 2013.
  5. Irene Heisz: „Ich bin, wie ich bin – eben ganz normal“. Die Wahltirolerin Daniela Iraschko ist eine Weltklasse-Skispringerin und Fußballtorhüterin. Sie will hoch hinaus, weit hinunter – und eine Wohnung mit einer Feuerwehrstange. In: Tiroler Tageszeitung Online. 5. Februar 2012, abgerufen am 4. September 2013.
  6. Senta Wintner: Frauenfußball: "Uns kennt man eher aus dem Playboy". In: Die Presse (Print-Ausgabe und Online). 20. Mai 2012, abgerufen am 4. September 2013.
  7. Iraschko: "Will mich nicht verstecken müssen". In: Kurier Online. 17. November 2012, abgerufen am 4. September 2013.
  8. Skispringerin Iraschko in Innsbruck verpartnert. In: tirol.orf.at. 31. August 2013, abgerufen am 4. September 2013.